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Glossar

Fachbegriffe von Korrosionsschutz bis Leistungsbeschreibung

Seite 9 von 18 im Glossar der Laserreinigung: Hier stehen die Fachbegriffe von Korrosionsschutz bis Leistungsbeschreibung, kompakt erklärt und, wo es passt, mit der zugehörigen Leistung verknüpft. Über die Suche finden Sie jeden der 359 Begriffe.

359 Begriffe

Begriffe von Korrosionsschutz bis Leistungsbeschreibung

  • Fügen und Beschichten

    Korrosionsschutz

    Maßnahmen, die eine Metallfläche dauerhaft vor Rost schützen, etwa Beschichtung oder Lagerung in trockener Umgebung. Die Laserreinigung allein ist kein Korrosionsschutz; sie bereitet die Fläche dafür vor.

  • Fügen und Beschichten

    Korrosionsschutzsystem

    Ein Korrosionsschutzsystem ist die abgestimmte Kombination aus Oberflächenvorbereitung, Lackaufbau und angestrebter Schutzdauer für eine Korrosivitätskategorie; für Stahlbauten beschreibt DIN EN ISO 12944 solche Systeme. Die Norm nennt den Oberflächenvorbereitungsgrad, der vor dem Beschichten erreicht sein muss, häufig Sa 2½ nach DIN EN ISO 8501-1, und die darauf folgenden Schichten. Das Ergebnis der Laserreinigung muss dem geforderten Grad entsprechen; ob ein lasergereinigter Untergrund ohne Strahlprofil für das gewählte System zugelassen ist, klärt der Beschichtungshersteller.

    Oberflächen vor dem Beschichten mit Laser reinigen

  • Brand und Sanierung

    Kostenfreigabe (Freigabe durch den Versicherer)

    Die Kostenfreigabe ist die Zustimmung des Versicherers zu Umfang und Kosten einer Sanierung, erteilt nach Besichtigung oder Gutachten. Für die Laserreinigung bedeutet sie, dass Reinigung und Rückbau im vollen Umfang des Sanierungskonzepts beginnen können; vorher laufen in der Regel nur Sofortmaßnahmen zur Schadenminderung, und eine Probefläche kann dem Sachverständigen zeigen, was die Reinigung leistet. Wer vor der Freigabe weitergehende Arbeiten beauftragt, trägt das Risiko, dass der Versicherer diese Kosten nicht übernimmt.

  • Rückstände

    Kratzgraffiti (Scratching)

    Kratzgraffiti sind Zeichen, die mit Schlüsseln, Steinen oder Schleifmitteln in Glas, Edelstahl oder Kunststoff geritzt werden, häufig in Aufzügen, Rolltreppen, Bahnen und an Schaufenstern. Anders als Farbgraffiti bestehen sie aus einer Vertiefung im Material statt aus einem Belag; es gibt nichts, was ein Laser entfernen könnte. Für solche Schäden bleiben Polieren, Schleifen, Folien oder der Austausch der Scheibe; die Laserreinigung erfasst allenfalls Farbe, die zusätzlich in den Kratzern sitzt.

  • Rückstände

    Kühlschmierstoff (Bohremulsion)

    Kühlschmierstoffe, bei wassergemischten Sorten auch Bohremulsion genannt, sind Öle oder Wasser-Öl-Emulsionen, die beim Drehen, Fräsen, Bohren und Schleifen kühlen und schmieren und als Rückstand auf den Teilen bleiben. Trocknen sie ein, bilden sie klebrige Beläge, die beim Fügen und Beschichten stören und sich mit Spänen und Abrieb verbinden. Der gepulste Laser trägt eingetrocknete Rückstände ab und verdampft Ölreste, die Absaugung fängt die Dämpfe auf; flüssige Emulsion sollte vorher abgewischt oder abgeblasen werden.

    Öl- und Fettrückstände mit Laser entfernen

  • Laser und Gerätetechnik

    Kühlung (Luftkühlung, Wasserkühlung)

    Die Kühlung führt die Verlustwärme ab, die beim Erzeugen des Laserstrahls in der Strahlquelle entsteht. Kleinere Reinigungslaser kommen meist mit Luftkühlung aus, leistungsstärkere Geräte haben einen Wasserkühler mit eigenem Kreislauf; jedes Gerät braucht am Aufstellort genug Luft und eine Umgebungstemperatur innerhalb der Herstellerangaben. Bei Hitze oder Frost kann die Kühlung zum begrenzenden Faktor werden, weil das Gerät dann je nach Ausführung die Leistung drosselt oder nicht anläuft; bei mobilen Einsätzen gehört das zur Planung des Aufstellorts.

  • Werkstoffe

    Kunststoff

    Kunststoff ist der Sammelbegriff für Thermoplaste und Duroplaste, aus denen Gehäuse, Verkleidungen, Behälter und viele Bauteile bestehen. Als Untergrund für die Laserreinigung sind die meisten Sorten heikel, weil sie unter der Energie schmelzen, sich verfärben oder zersetzen, bevor der Schmutz gelöst ist; nur einzelne robuste Sorten vertragen eine vorsichtige Reinigung mit niedriger Energie nach Prüfung am Muster. Als Rückstand auf Stahlformen ist Kunststoff dagegen ein typischer Fall, etwa in der Spritzgussfertigung.

  • Werkstoffe

    Kupfer

    Kupfer ist ein Buntmetall mit sehr hoher Wärmeleitfähigkeit, das Infrarotlicht stark zurückwirft und in Stromschienen, Rohrleitungen, Dächern und Beschlägen vorkommt. Dunkle Oxidschichten und Patina nehmen das Laserlicht deutlich besser auf als das blanke Metall darunter, sodass der Abtrag weitgehend an der Metalloberfläche endet; die starke Reflexion verlangt zugleich besondere Sorgfalt beim Laserschutz. Ob eine Patina erhalten bleiben soll, etwa an Dächern oder Denkmälern, wird vor der Probefläche geklärt.

  • Fügen und Beschichten

    Lackaufbau (Beschichtungssystem)

    Der Lackaufbau ist die festgelegte Abfolge von Grund-, Zwischen- und Deckbeschichtung mit bestimmten Produkten, Schichtdicken und Trockenzeiten; die Grundierung stellt Haftung und Korrosionsschutz her, die Zwischenschicht baut Dicke auf, die Deckschicht liefert Farbe und Wetterbeständigkeit. Die Vorbereitung des Untergrunds gilt als erster, später unsichtbarer Teil des Aufbaus; viele Beschichtungsschäden gehen auf Fehler in diesem Schritt zurück. Die Laserreinigung kann beim Entfernen von Altlack, Rost und Zunder das Strahlen oder Schleifen ersetzen; den Aufbau selbst gibt das Datenblatt des Herstellers vor.

    Oberflächen vor dem Beschichten mit Laser reinigen

  • Fügen und Beschichten

    Lackbenetzungsstörende Substanzen (LABS)

    Lackbenetzungsstörende Substanzen, kurz LABS, sind Stoffe, die schon in Spuren verhindern, dass Lack eine Oberfläche gleichmäßig benetzt; vor allem Silikone und bestimmte Öle aus Schmierstoffen, Sprays, Dicht- und Trennmitteln. Sie fallen erst im fertigen Lack als Krater auf, weshalb Zulieferer der Automobil- und Lackierindustrie Teile LABS-frei anliefern müssen, also ohne Kontakt zu solchen Stoffen bearbeitet. Wer Teile für Lackierbereiche laserreinigt, darf dabei keine silikonhaltigen Hilfsmittel verwenden; ob eine Fläche LABS-frei ist, zeigt nur ein Lackiertest nach Vorgabe des Abnehmers.

  • Sicherheit und Recht

    Laserklasse 4

    Die höchste Laserklasse: Der Strahl kann Haut und Augen schädigen, auch über Streulicht. Reinigungslaser gehören dazu. Deshalb gelten kontrollierter Laserbereich, Schutzbrillen und geschultes Personal.

    Magazin: Laserschutz beim mobilen Einsatz

  • Sicherheit und Recht

    Laserrauch (Prozessemission)

    Laserrauch ist das Gemisch aus Feinstaub, Metalloxiden und Zersetzungsprodukten, das beim Abtragen von Lack, Rost, Öl oder Kunststoff mit dem Laser freigesetzt wird. Er ist bei der Laserreinigung neben der Strahlung eine der wesentlichen Gesundheitsgefahren, weil die Partikel überwiegend lungengängig sind und die Zusammensetzung von der abgetragenen Schicht abhängt; bleihaltige oder chromathaltige Altbeschichtungen erzeugen entsprechend belasteten Rauch. Die Gefahrstoffverordnung verlangt, ihn möglichst an der Entstehungsstelle zu erfassen, in der Praxis durch eine Absaugung direkt am Bearbeitungskopf.

    Magazin: Laserschutz beim mobilen Einsatz

  • Laser und Gerätetechnik

    Laserreinigung

    Reinigung von Oberflächen mit einem Laserstrahl, der Rost, Lack, Ruß oder andere Rückstände abträgt, ohne Chemie, Wasser oder Strahlmittel. Mobil eingesetzt an Bauteilen, Maschinen und Objekten.

    Ausführlich: Was ist Laserreinigung?

    Alle Leistungen

  • Sicherheit und Recht

    Laserschutzbeauftragter

    Arbeiten Beschäftigte mit Lasern der Klasse 4, muss der Arbeitgeber nach der Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung einen Laserschutzbeauftragten schriftlich bestellen, wenn er die Fachkenntnis nicht selbst hat.

    Magazin: Laserschutz beim mobilen Einsatz

  • Sicherheit und Recht

    Laserschutzbrille

    Schutzbrille, die auf die Wellenlänge des Lasers abgestimmt ist, bei Reinigungslasern 1064 Nanometer. Sie ist im kontrollierten Laserbereich Pflicht.

    Magazin: Laserschutz beim mobilen Einsatz

  • Sicherheit und Recht

    Laserschutzwand (Laserschutzvorhang, Einhausung)

    Eine Laserschutzwand ist eine Abschirmung aus laserfestem Material, die den Laserbereich gegen Nachbararbeitsplätze, Verkehrswege und Fenster abgrenzt, sodass außerhalb keine gefährliche Strahlung auftritt; Anforderungen an solche Abschirmungen beschreiben die Normen EN 60825-4 und EN 12254. Für die mobile Laserreinigung werden in der Regel Vorhänge oder Stellwände eingesetzt, die den Bereich beim Kunden begrenzen. Die Wand muss zur Wellenlänge und Leistung des Lasers passen und der Bestrahlung lange genug standhalten; sie ersetzt weder Laserschutzbrille noch Zugangskontrolle.

    Magazin: Laserschutz beim mobilen Einsatz

  • Fügen und Beschichten

    Laserschweißen (Laserstrahlschweißen)

    Beim Laserstrahlschweißen schmilzt ein fokussierter Laserstrahl die Fügestelle auf und erzeugt schmale, tiefe Nähte mit geringer Wärmeeinbringung und wenig Verzug. Weil der Strahl nur kleine Spalte überbrückt und oft ohne Zusatzwerkstoff gearbeitet wird, verlangt das Verfahren eng anliegende, metallisch saubere Fügeflächen; Oxidschichten, Öl, Zink- oder Beschichtungsreste führen zu Poren und Spritzern. Die Reinigung liegt daher meist unmittelbar vor dem Schweißen. Laserreinigen und Laserschweißen sind verschiedene Verfahren: Der gepulste Reinigungslaser trägt nur die Oberflächenschicht ab und soll den Grundwerkstoff nicht aufschmelzen.

    Laserreinigung vor dem Schweißen

  • Sicherheit und Recht

    Laserwarnleuchte (Emissionswarnleuchte)

    Die Laserwarnleuchte ist eine Signalleuchte am Gerät oder am Zugang zum Laserbereich, die anzeigt, dass der Laser betriebsbereit ist oder gerade strahlt; die EN 60825-1 verlangt für Laser der Klassen 3B und 4 eine optische oder akustische Emissionswarneinrichtung am Gerät. Bei der mobilen Laserreinigung macht sie den Betrieb für Beschäftigte des Kunden sichtbar, die den Bereich sonst arglos betreten könnten. Sie wird mit dem Laserwarnschild, einer Absperrung oder einem Türkontakt kombiniert und ersetzt keine dieser Maßnahmen.

  • Brand und Sanierung

    Leckageortung (Leckortung)

    Die Leckageortung sucht die Quelle eines Feuchteschadens, etwa mit Feuchtemessung an Bauteilen, Thermografie, Spürgas in Leitungen oder einer Druckprüfung. Für die Laserreinigung ist sie Voraussetzung bei Schimmel und Feuchtekorrosion, denn solange Wasser nachläuft, kommen Befall und Rost nach jeder Reinigung zurück; der Laser entfernt nur die Folgen. Das Ergebnis der Ortung gehört in die Dokumentation und ins Sanierungskonzept und dient dem Versicherer als Nachweis der Ursache.

  • Ablauf und Angebot

    Leistungsbeschreibung (Leistungsumfang)

    Die Leistungsbeschreibung legt im Angebot fest, welche Flächen oder Teile bearbeitet werden, welcher Rückstand entfernt wird und welcher Zielzustand als erreicht gilt. In der Laserreinigung sollte sie sich auf das Ergebnis der Probefläche oder des Musterteils beziehen, damit Auftraggeber und Ausführender dasselbe Ergebnis vor Augen haben. Leistungen, die dort nicht genannt sind, etwa Demontage, Zugangstechnik oder Nachbehandlung, liegen außerhalb des Umfangs und werden bei Bedarf als Nachtrag geregelt.

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