Glossar
Fachbegriffe von Vulkanisationsform bis Zwischenlagerung
Seite 18 von 18 im Glossar der Laserreinigung: Hier stehen die Fachbegriffe von Vulkanisationsform bis Zwischenlagerung, kompakt erklärt und, wo es passt, mit der zugehörigen Leistung verknüpft. Über die Suche finden Sie jeden der 359 Begriffe.
359 Begriffe
Begriffe von Vulkanisationsform bis Zwischenlagerung
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Maschinen und Instandhaltung
Vulkanisationsform (Gummiform)
In einer Vulkanisationsform werden Kautschukmischungen unter Druck und Temperatur zu Dichtungen, Formteilen oder anderen technischen Gummiteilen vernetzt; die Form ist beheizt und meist aus Stahl oder Aluminium gefertigt. Trennmittel, Vulkanisationsrückstände und Ausgasungen setzen sich dabei in Kavität, Entlüftung und Trennebene fest und beeinträchtigen mit der Zeit Entformung und Oberfläche. Die Laserreinigung soll solche Beläge ohne Strahlmittel und ohne chemische Bäder entfernen; bei verchromten oder beschichteten Formen wird vorab an einer Probefläche geprüft, ob die Schicht den Laser verträgt.
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Maschinen und Instandhaltung
Walzenreinigung
Walzenreinigung meint das Entfernen von Belägen von der Mantelfläche einer Walze, etwa von Raster-, Präge-, Druck-, Kalander- oder Transportwalzen, auf denen sich Farbe, Kleber, Kunststoff, Gummi oder Oxide ablagern. An die Laserreinigung richtet sich dabei die Anforderung, dass Gravur, Rauheit und Rundlauf der Walze unverändert bleiben, da sich Veränderungen der Oberfläche im Produkt abzeichnen können. Bei beschichteten, verchromten oder gummierten Walzen entscheidet die Probefläche, ob die Schicht den Laser verträgt.
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Rückstände
Walzhaut
Die dunkle Oxidschicht, die beim Warmwalzen auf Stahl entsteht, eine Form von Zunder. Vor dem Beschichten oder Schweißen wird sie dort entfernt, wo der Folgeprozess sie nicht verträgt.
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Werkstoffe
Wärmeeinflusszone (WEZ)
Die Wärmeeinflusszone ist der Bereich neben einer Schweißnaht oder einer thermisch erzeugten Schnittkante, in dem die Wärme das Gefüge des Grundwerkstoffs verändert hat, ohne ihn aufzuschmelzen. Dort zeigen sich Anlauffarben und Zunder; bei Edelstahl mindern Anlauffarben die Korrosionsbeständigkeit, weshalb die Schweißnahtreinigung mit Laser auf diesen Bereich zielt. Die gepulste Laserreinigung soll den Belag an der Oberfläche abtragen und dabei möglichst wenig Wärme in den Grundwerkstoff einbringen; ob Gefüge und Oberfläche unverändert bleiben, zeigt die Probefläche.
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Vorbereitung und Ergebnis
Wärmeeintrag (Wärmebelastung)
Wärmeeintrag bezeichnet die Energie, die beim Reinigen als Wärme in das Bauteil übergeht. Beim gepulsten Laser ist sie in der Regel gering und auf die oberste Schicht beschränkt, weil die kurzen Pulse den Belag abtragen, bevor sich die Wärme in die Tiefe ausbreitet. An dünnen Blechen, Kunststoffen, Verbundwerkstoffen oder wärmeempfindlichen Legierungen kann sie dennoch Verzug, Anlauffarben oder Gefügeänderungen auslösen; dort begrenzt der zulässige Wärmeeintrag Leistung und Tempo, die Probefläche zeigt, ob der Werkstoff das verträgt.
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Maschinen und Instandhaltung
Wartungsfenster
Der geplante Stillstand einer Anlage, in dem Instandhaltung und Reinigung stattfinden. PULSWERK plant den Einsatz in dieses Zeitfenster und klärt vorher Zugang, Stillsetzung und Freigaben.
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Maschinen und Instandhaltung
Wartungsintervall
Ein Wartungsintervall legt den Abstand zwischen zwei Wartungen fest, bemessen nach Betriebsstunden, Stückzahl, Schusszahl oder Kalenderzeit. Für die Laserreinigung ist dieser Takt der natürliche Anknüpfungspunkt: Wer Reinigungen an das Intervall koppelt, nutzt den ohnehin geplanten Stillstand und vermeidet zusätzliche Unterbrechungen. Ob der Abstand passt, zeigt der Zustand der Flächen bei der Wartung; setzen Beläge früher an, wird das Reinigungsintervall enger gewählt als das Wartungsintervall.
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Prüfen und Messen
Wasserbruchtest (Wasserfilmtest)
Der Wasserbruchtest ist eine einfache Form der Benetzungsprüfung: Die Fläche wird mit sauberem Wasser benetzt oder kurz eingetaucht, dann wird beobachtet, ob der Wasserfilm geschlossen bleibt oder aufreißt. Auf fettfreiem Metall bleibt der Film zusammenhängend, an Stellen mit Öl, Fett oder Trennmittel zieht er sich zurück und perlt ab. Nach der Laserreinigung eignet er sich als schnelle Vorprüfung vor dem Kleben oder Lackieren; blanker Stahl sollte danach sofort getrocknet werden, damit kein Flugrost entsteht.
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Andere Verfahren
Weichstrahlen (Nussschalenstrahlen, Kunststoffstrahlen)
Beim Weichstrahlen kommen weiche Strahlmittel wie Nussschalengranulat, Maiskolbenschrot oder Kunststoffkörner zum Einsatz, die Lack und Verschmutzungen von empfindlichen Untergründen wie Aluminium, Verbundwerkstoffen oder Holz abtragen sollen, ohne das Material zu verletzen. In der Schonung des Untergrunds ähnelt das Verfahren der Laserreinigung, es arbeitet jedoch mit einem Medium, das Staub erzeugt und sich in Hinterschneidungen und Bohrungen festsetzt. Die Laserreinigung trägt die Schicht ohne Strahlmittel ab und arbeitet mit Absaugung, sodass im Bauteil kein Medium zurückbleibt.
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Rückstände
Weißrost
Weißrost bezeichnet die weißlichen, pulvrigen Korrosionsprodukte, die sich auf der Zinkschicht verzinkter Teile bilden, wenn Feuchtigkeit lange auf der Oberfläche steht und die Luft nicht zirkuliert, etwa bei gestapelter Lagerung. Vor dem Beschichten oder Weiterverarbeiten muss der Belag herunter, die Zinkschicht darunter soll aber erhalten bleiben, weil sie den Korrosionsschutz trägt. Wie weit sich beides mit dem gepulsten Laser trennen lässt, zeigt die Probefläche am konkreten Teil.
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Laser und Gerätetechnik
Wellenlänge
Die Wellenlänge beschreibt die „Farbe“ des Laserlichts und wird in Nanometern angegeben. Gepulste Faserlaser für die Reinigung strahlen bei 1064 nm im nahen Infrarot, also für das Auge unsichtbar, und die Wellenlänge bestimmt mit, wie stark Schmutzschicht und Grundwerkstoff das Licht aufnehmen oder zurückwerfen. Weil viele Beläge dieses Licht deutlich stärker absorbieren als blankes Metall, lassen sie sich gezielt abtragen; ob das bei einem konkreten Material gelingt, zeigt erst die Probefläche.
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Werkstoffe
Werkzeugstahl
Werkzeugstahl umfasst Stähle, die für Werkzeuge gehärtet werden und je nach Sorte unlegiert, legiert oder hochlegiert sind; aus ihnen entstehen Spritzgussformen, Stempel, Schneid- und Prägewerkzeuge. Trennmittel, Ausgasungsrückstände und Kunststoff- oder Gummireste lassen sich mit dem Laser je nach Zugänglichkeit auch im eingebauten Zustand abnehmen, solange die Energie unter der Schwelle bleibt, an der Gravuren, Polierflächen oder die gehärtete Randschicht Schaden nehmen. Wo diese Schwelle beim einzelnen Werkzeug liegt, zeigt die Probefläche an einer unauffälligen Stelle.
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Fügen und Beschichten
WIG-Schweißen (Wolfram-Inertgas-Schweißen)
Beim WIG-Schweißen brennt der Lichtbogen zwischen einer nicht abschmelzenden Wolframelektrode und dem Werkstück unter inertem Schutzgas, in der Regel Argon; Zusatzwerkstoff wird bei Bedarf als Stab oder Draht zugeführt. Das Verfahren wird für Edelstahl, Aluminium und dünne Bleche gewählt, wo saubere, spritzerarme Nähte verlangt sind, und es reagiert empfindlich auf Oxidhäute, Fett, Feuchtigkeit und Markierungsreste an den Fügekanten. Vor dem Schweißen werden deshalb die Nahtflanken und ein Streifen daneben gereinigt; bei Aluminium gehört dazu die hochschmelzende Oxidhaut.
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Werkstoffe
Ziegel (Backstein)
Ziegel bezeichnet den aus Ton gebrannten Mauerstein für Mauerwerk und Fassaden, vom weichen Handstrichziegel bis zum hart gebrannten Klinker. Schmutz, Farbe, Algen und Ruß lassen sich mit dem Laser abnehmen, doch die gebrannte Außenhaut ist dünn, und darunter wird der Stein weicher und saugfähiger, sodass ein zu tiefer Abtrag die Fläche dauerhaft verändert. Rote Ziegel nehmen das Licht zudem anders auf als dunkle Klinker, weshalb die Energie auf einer Probefläche je Steinsorte eingestellt wird.
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Vorbereitung und Ergebnis
Zielzustand
Der vereinbarte Zustand der Fläche nach der Reinigung: optisch sauber, bereit zum Beschichten, zur Begutachtung oder genau wie das freigegebene Muster. Er bestimmt Aufwand und Abnahme.
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Ablauf und Angebot
Zugänglichkeit (Zugang)
Die Zugänglichkeit beschreibt, wie gut eine Fläche oder ein Bauteil für die Bearbeitung erreichbar ist: frei stehend, eingebaut, in der Höhe, in engen Räumen oder hinter anderen Anlagenteilen. In der Laserreinigung ist sie ein Angebotsfaktor, weil der Strahl in Sichtlinie auf die Oberfläche treffen muss und der Bediener mit dem Handlaser Platz braucht. Schlechter Zugang erhöht den Aufwand durch Zugangstechnik, Teildemontage oder zusätzliche Abdeckung der Umgebung.
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Ablauf und Angebot
Zugangstechnik (Höhenzugangstechnik)
Zugangstechnik umfasst die Hilfsmittel, mit denen Arbeitsplätze in der Höhe oder an schwer zugänglichen Stellen sicher erreicht werden, etwa Gerüste, Fahrgerüste oder Hubarbeitsbühnen. In der Laserreinigung wird sie an Fassaden, Hallendecken, Stahlbauten oder großen Maschinen benötigt, weil der Handlaser nahe an der Oberfläche geführt wird. Wer die Zugangstechnik stellt, gehört in die Leistungsbeschreibung, und der Laserbereich muss den erhöhten Standort einschließen.
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Rückstände
Zunder
Oxidschicht, die bei hohen Temperaturen auf Stahl entsteht, etwa beim Warmwalzen, Schmieden oder Schweißen. Dicke und Haftung hängen vom vorausgegangenen Prozess ab. Vor Prüfung, Fügen oder Beschichtung wird sie an den betroffenen Zonen entfernt.
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Vorbereitung und Ergebnis
Zwischenlagerung (Lagerung vor der Weiterverarbeitung)
Zwischenlagerung bezeichnet die Aufbewahrung gereinigter Teile bis zum nächsten Arbeitsschritt, etwa dem Beschichten oder Fügen. Nach der Laserreinigung ist Stahl blank und ungeschützt; Luftfeuchte und Kondensat bei Temperaturwechseln lassen darauf Flugrost entstehen, Handschweiß hinterlässt Salz- und Fettspuren, und beides verschlechtert den erreichten Zustand wieder. In der Praxis wird die Reinigung deshalb möglichst dicht vor die Weiterverarbeitung gelegt; ist eine längere Lagerung unvermeidbar, braucht die Fläche einen trockenen Ort und darf nicht mit bloßen Händen berührt werden.
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