Glossar
Fachbegriffe von Schmauch bis Standzeit
Seite 15 von 18 im Glossar der Laserreinigung: Hier stehen die Fachbegriffe von Schmauch bis Standzeit, kompakt erklärt und, wo es passt, mit der zugehörigen Leistung verknüpft. Über die Suche finden Sie jeden der 359 Begriffe.
359 Begriffe
Begriffe von Schmauch bis Standzeit
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Rückstände
Schmauch
Schmauch ist der fettige, klebrige Niederschlag aus Rauch, der sich nach einem Brand oder Schwelbrand auf allen Flächen im Umfeld absetzt und anders als loser Ruß fest haftet. Er dringt in Poren von Beton, Putz und Holz ein, haftet auf Metall, bindet Geruch und lässt sich mit Lappen oder Wasser meist nur verschmieren. Für die Laserreinigung nach Brandschaden ist Schmauch der typische Fall vor der Neubeschichtung; Fotos und Probefläche klären, wie tief er im Untergrund sitzt.
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Gebäude und Denkmal
Schmutzkruste (Verschmutzungskruste)
Fest anhaftende Auflage aus Staub, Ruß und Abgaspartikeln, die sich über Jahrzehnte vor allem an regengeschützten Stellen von Fassaden bildet; auf kalkhaltigem Stein ist sie oft als Gipskruste ausgebildet. Für die Laserreinigung ist sie der klassische Fall: Die dunkle Kruste nimmt die Strahlung stärker auf als der helle Stein darunter und kann schichtweise abgenommen werden. Bei mürbem oder absandendem Untergrund geht das nur stufenweise und mit Zurückhaltung, weil die Kruste dann oft fester ist als der Stein.
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Laser und Gerätetechnik
Schutzglas (Schutzfenster)
Das Schutzglas ist eine austauschbare Glasscheibe vor der Optik des Handstücks, die die Linse vor Rauch und Spritzern aus der Bearbeitung schützt. Bei der Laserreinigung ist es ein Verschleißteil: Beläge auf dem Glas schlucken Laserleistung, der Abtrag wird schwächer, und ein stark verschmutztes Glas kann durch die aufgenommene Energie selbst Schaden nehmen. Deshalb wird es im Einsatz regelmäßig kontrolliert und gewechselt; ein nachlassendes Ergebnis bei unveränderten Einstellungen deutet oft auf ein verschmutztes Schutzglas hin.
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Sicherheit und Recht
Schutzstufe (LB-Stufe)
Die Schutzstufe ist die Kennzeichnung auf Laserschutzbrillen und Laserschutzfiltern nach EN 207, die angibt, bei welcher Wellenlänge und Betriebsart der Filter welche Leistungs- oder Energiedichte sicher abhält; die Stufen reichen von LB1 bis LB10. Für die Laserreinigung muss die Brille zur Wellenlänge des Faserlasers (1064 nm) und zur gepulsten Betriebsart passen; eine Brille für andere Wellenlängen oder nur für Dauerstrichbetrieb schützt hier nicht zuverlässig, auch wenn sie dunkel wirkt. Die nötige Stufe folgt aus Leistung, Pulsdaten und Strahldurchmesser.
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Sicherheit und Recht
Schwebstofffilter (HEPA-Filter)
Schwebstofffilter bilden die Feinstfilterstufe einer Absaugung und halten auch lungengängige Partikel zurück; die Filterklassen sind in der Norm EN 1822 festgelegt, im Sprachgebrauch heißen sie HEPA-Filter. Bei der Laserreinigung sind sie die maßgebliche Stufe gegen die Partikel des Laserrauchs, denn Vorfilter fangen nur den gröberen Staub ab. Werden Lacke, Öle oder Kunststoffe abgetragen, kann eine Aktivkohlestufe gegen Gase und Gerüche ergänzt werden; gesättigte Filter müssen gewechselt und je nach Beladung als gefährlicher Abfall entsorgt werden.
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Fügen und Beschichten
Schweißaufsicht
Die Person, die in einem Betrieb für das Schweißen verantwortlich ist. Sie legt fest, welchen Zustand eine Fügezone vor dem Schweißen braucht, und prüft die Naht danach.
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Fügen und Beschichten
Schweißnaht
Eine Schweißnaht verbindet zwei Bauteile stoffschlüssig, indem Grundwerkstoff und meist auch Zusatzwerkstoff aufgeschmolzen werden und gemeinsam erstarren. Nach dem Schweißen trägt die Naht Zunder, Anlauffarben, Spritzer und Rauchniederschlag, die vor einer Beschichtung, einer Prüfung oder der Abnahme entfernt werden; bei Edelstahl geht es zusätzlich darum, die Korrosionsbeständigkeit der Nahtzone wiederherzustellen. Die Laserreinigung kann die Nahtraupe und die Wärmeeinflusszone daneben erfassen; ob Anlauffarben vollständig verschwinden, zeigt die Probefläche.
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Fügen und Beschichten
Schweißspritzer
Schweißspritzer sind Metalltröpfchen, die beim Lichtbogenschweißen, vor allem beim MAG-Schweißen, aus dem Schmelzbad geschleudert werden und neben der Naht erstarren. Sie stören an Dichtflächen und Gewinden, zeichnen sich durch jede spätere Beschichtung ab und gelten an Sichtteilen als Mangel; lose anhaftende Spritzer und der Spritzerstaub können beim Laserreinigen der Naht mit abgehen. Fest angeschmolzene Spritzer sind mit dem Grundwerkstoff verbunden und lassen sich mit dem Reinigungslaser nicht abtragen; sie werden vorher mechanisch entfernt.
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Rückstände
Schweißzunder
Schweißzunder ist die dunkle, fest haftende Oxidschicht, die durch die Hitze des Schweißens auf der Naht und in der Wärmeeinflusszone daneben entsteht. Vor dem Beschichten oder Weiterschweißen wird er entfernt, weil Lack und Pulver auf Zunder schlecht haften und bei nichtrostendem Stahl die Passivschicht unter dem Zunder gestört ist. Der gepulste Laser trägt Zunder und Anlauffarben entlang der Naht ohne Strahlmittel und Beizpaste ab; Schweißspritzer und Nahtfehler bleiben als Geometrie bestehen.
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Ablauf und Angebot
Serienreinigung (Serienbearbeitung)
Von Serienreinigung spricht man, wenn eine größere Zahl gleichartiger Teile nacheinander mit demselben Parametersatz bearbeitet wird. In der Laserreinigung wird dafür ein Musterteil gereinigt und freigegeben, danach läuft die Serie mit festen Einstellungen, gleichem Ablauf je Teil und Stichproben zur Kontrolle. Rüstzeit und Parameterfindung fallen dabei nur einmal an; bei wechselnden Teilen oder stark schwankendem Rückstand ist jedes Teil erneut zu beurteilen, und der Vorteil der Serie entfällt.
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Gebäude und Denkmal
Sichtbeton
Beton, dessen Oberfläche unverkleidet sichtbar bleibt und als gestalterisches Element geplant ist, mit Schalungsbild, Ankerlöchern und gleichmäßigem Grauton. Bei Graffiti zieht Sprühfarbe in die Poren ein, und die dünne Zementhaut an der Oberfläche ist empfindlich: Jede Reinigung, auch mit Laser, kann Farbton und Textur der Fläche verändern, so dass die gereinigte Stelle heller oder rauer wirkt als die Umgebung. Deshalb wird an unauffälliger Stelle eine Probefläche angelegt und im Streiflicht beurteilt, bevor größere Flächen behandelt werden.
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Prüfen und Messen
Sichtprüfung (visuelle Prüfung)
Die Sichtprüfung beurteilt eine Oberfläche mit bloßem Auge oder Lupe unter ausreichender, gleichmäßiger Beleuchtung, meist im Vergleich zur unbehandelten Nachbarfläche oder zu einem Vergleichsmuster. Bei der Laserreinigung ist sie die erste und häufigste Prüfung, etwa an der Probefläche, um Abtragsgrad, Restverschmutzung und Veränderungen des Untergrunds zu erkennen. Weil das Urteil vom Betrachter, vom Licht und vom Blickwinkel abhängt, sollte es durch Fotos unter gleichen Bedingungen und durch vereinbarte Abnahmekriterien abgesichert werden.
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Rückstände
Silikonkontamination (Silikonfilm)
Silikonkontamination bezeichnet einen hauchdünnen Film aus Silikonverbindungen, der von Trennmitteln, Dichtstoffen oder Pflegesprays stammt oder verschleppt wird. Lack bildet darauf Krater („Fischaugen“), Klebungen verlieren die Haftung, obwohl die Fläche sauber aussieht. Für die Laserreinigung ist der Silikonfilm ein Thema der Klebe- und Beschichtungsvorbereitung: Ob der gepulste Strahl den Film abträgt, zeigen Probefläche und anschließende Benetzungs- oder Haftungsprüfung. Die Silikonquelle muss abgestellt sein, sonst belegt sich die Fläche erneut.
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Andere Verfahren
Sodastrahlen (Natronstrahlen)
Sodastrahlen arbeitet mit Natriumhydrogencarbonat als sehr weichem, wasserlöslichem Strahlmittel; es nimmt Fett, Ruß und lose Farbe von Fassaden, Aluminium, Holz und Anlagen in Lebensmittelbetrieben, ohne den Untergrund aufzurauen. Der Pulverrückstand muss abgespült werden, Zunder und fester Rost bleiben stehen. Die Laserreinigung erreicht auch diese harten Schichten und hinterlässt weder Pulver noch Spülwasser; bei Ruß und Fett kommen beide Verfahren in Frage, die Entscheidung fällt an der Probefläche.
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Brand und Sanierung
Sofortmaßnahme (Erstmaßnahme)
Sofortmaßnahmen sind die Schritte in den ersten Tagen nach einem Brand oder Wasserschaden, die Folgeschäden stoppen: Lüften, Löschwasser abpumpen, Ruß und Kondensat von Metall abnehmen, blanke Flächen konservieren und Maschinen trocknen. Die Laserreinigung kann hier auf Metall- und Steinflächen zum Einsatz kommen, bevor Chloride Lochfraß auslösen; sie beginnt mit Fotos und einer Probefläche, die zugleich den Zustand dokumentieren. Grundlage ist die Schadenminderungspflicht nach § 82 VVG; Sofortmaßnahmen werden deshalb mit dem Versicherer abgestimmt und belegt.
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Gebäude und Denkmal
Sondernutzungserlaubnis
Erlaubnis, öffentliche Verkehrsflächen wie Gehweg oder Fahrbahn über den Gemeingebrauch hinaus zu nutzen, etwa für Gerüst oder Hubarbeitsbühne; in Nordrhein-Westfalen geregelt im Straßen- und Wegegesetz NRW. Für die Laserreinigung an Fassaden im öffentlichen Raum ist sie vor Arbeitsbeginn einzuholen, sobald Gerät oder Zugangstechnik auf öffentlichem Grund stehen oder die Absperrung des Laserbereichs in den Gehweg reicht. Zuständig ist meist die Gemeinde; die Erlaubnis ist gebührenpflichtig, und Eingriffe in den Verkehr brauchen zusätzlich eine verkehrsrechtliche Anordnung nach § 45 StVO.
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Laser und Gerätetechnik
Spitzenleistung (Pulsspitzenleistung)
Die Spitzenleistung bezeichnet die Leistung, die während eines einzelnen Laserpulses anliegt; überschlägig ergibt sie sich aus Pulsenergie geteilt durch Pulsdauer. Weil die Pulse meist nur Nanosekunden dauern, liegt sie um Größenordnungen über der mittleren Leistung, mit der ein Reinigungslaser bezeichnet wird. Das erklärt, warum ein Gerät mit vergleichsweise bescheidener Wattzahl Beläge abträgt, denn für den Abtrag zählt die kurzzeitige Intensität auf der Oberfläche.
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Laser und Gerätetechnik
Spotgröße (Fokusdurchmesser, Strahlfleck)
Die Spotgröße bezeichnet den Durchmesser, den der Laserstrahl auf der Oberfläche hat. Bei gleicher Pulsenergie bedeutet ein kleinerer Spot eine höhere Energiedichte, weil sich dieselbe Energie auf weniger Fläche verteilt; damit ist die Spotgröße neben der Pulsenergie der wichtigste Hebel, um die Ablationsschwelle einer Schicht zu erreichen oder bewusst zu unterschreiten. Sie hängt von Optik und Arbeitsabstand ab und verändert sich, sobald der Bediener näher an die Fläche geht oder sich entfernt.
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Maschinen und Instandhaltung
Spritzgießwerkzeug (Spritzgussform)
In der Kunststoffverarbeitung heißt die Spritzgussform Werkzeug: ein meist zweiteiliger Stahlblock mit Kavitäten, Angusssystem, Auswerfern und Temperierkanälen, der im Betrieb Beläge aus Ausgasungen, Additiven und Trennmitteln ansetzt, vor allem in Entlüftungen, an der Trennebene und auf strukturierten Flächen. Die Laserreinigung zielt darauf, diese Beläge zu entfernen, ohne Narbung oder Kanten anzugreifen, damit Oberfläche und Maß des Spritzteils unverändert bleiben. Geprüft wird das vorab an einer Probefläche; Einsätze aus weichen Werkstoffen oder beschichtete Flächen werden dabei gesondert bewertet.
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Maschinen und Instandhaltung
Standzeit
Die Standzeit bezeichnet die Nutzungsdauer eines Werkzeugs oder einer Form, bis Aufarbeitung oder Ersatz fällig werden, bei Formen gemessen in Schusszahl oder Zyklen. Mechanische Reinigung mit Strahlmitteln oder Schleifvlies kann auch Grundwerkstoff abtragen und diese Dauer verkürzen; die Laserreinigung soll genau das vermeiden, indem sie nur den Belag abträgt. Ob Kanten, Narbung und Gravur im Einzelfall unverändert bleiben, wird an der Probefläche geprüft und am Muster abgenommen.
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