Glossar
Fachbegriffe von Beton bis Denkmalpflege
Seite 3 von 18 im Glossar der Laserreinigung: Hier stehen die Fachbegriffe von Beton bis Denkmalpflege, kompakt erklärt und, wo es passt, mit der zugehörigen Leistung verknüpft. Über die Suche finden Sie jeden der 359 Begriffe.
359 Begriffe
Begriffe von Beton bis Denkmalpflege
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Werkstoffe
Beton
Beton ist ein künstlicher Stein aus Zement, Gesteinskörnung und Wasser, der an Wänden, Böden, Stützen und Fertigteilen vorkommt. Für die Laserreinigung zählt die oberste Zementsteinschicht, auf oder in der Farbe, Graffiti, Öl und Verschmutzung sitzen; zu hohe Energie raut genau diese Schicht auf oder legt die Körnung darunter frei. Die Probefläche zeigt, wie weit der Abtrag gehen darf, damit Sichtbeton seine Oberfläche behält und Böden nicht fleckig werden.
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Sicherheit und Recht
Betriebsanweisung
Mit der Betriebsanweisung legt der Arbeitgeber schriftlich und arbeitsplatzbezogen Gefährdungen, Schutzmaßnahmen, Verhaltensregeln, das Vorgehen bei Störungen und die Erste Hilfe fest; die Gefahrstoffverordnung verlangt sie für den Umgang mit Gefahrstoffen, die TROS Laserstrahlung für den Laserarbeitsplatz. Für die mobile Laserreinigung beschreibt sie, wie der Laserbereich eingerichtet, die Schutzbrille getragen, die Absaugung betrieben und bei Brand oder Verletzung gehandelt wird. Sie ist in verständlicher Form am Arbeitsplatz verfügbar und bildet die Grundlage der Unterweisung.
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Sicherheit und Recht
Betriebshaftpflichtversicherung (Betriebshaftpflicht)
Die Betriebshaftpflichtversicherung tritt für Personen- und Sachschäden ein, die ein Betrieb bei seiner Arbeit Dritten zufügt, also auch dem Auftraggeber. Bei der mobilen Laserreinigung ist ein Laser der Laserklasse 4 in fremden Räumen oder an fremden Gebäuden im Einsatz, deshalb sollte der Versicherungsnachweis vor Beginn der Arbeiten vorliegen. Neben der Deckungssumme zählt der Umfang: Schäden an der bearbeiteten Fläche selbst, sogenannte Tätigkeitsschäden, sind in vielen Verträgen nur eingeschlossen, wenn das ausdrücklich vereinbart ist.
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Brand und Sanierung
Betriebsunterbrechung (BU)
Eine Betriebsunterbrechung ist der Stillstand von Produktion oder Betrieb nach einem Schaden; der daraus entstehende Ertragsausfall lässt sich über eine Betriebsunterbrechungsversicherung abdecken, die neben der Sachversicherung abgeschlossen wird. Für die Laserreinigung heißt das, dass Maschinen und Anlagen, deren Ausfall den Betrieb aufhält, oft früh im Sanierungskonzept stehen und mobil vor Ort gereinigt werden können, ohne Ausbau und Transport. Die Dauer der Unterbrechung ist für Versicherer und Betrieb eine zentrale Größe bei der Entscheidung zwischen Sanierung und Ersatz.
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Sicherheit und Recht
Bildfreigabe (Bildrechte, Referenzfreigabe)
Die Bildfreigabe ist die Zustimmung des Auftraggebers, Einsatzfotos auf der Website oder als Referenz zu zeigen. Bei der mobilen Laserreinigung entstehen die Aufnahmen vor Ort und zeigen oft mehr als die Fläche, etwa Beschäftigte oder Einblicke in die Fertigung. Für abgebildete Personen gilt das Recht am eigenen Bild; Beschäftigte, Firmenlogos und Betriebsinterna müssen entweder freigegeben oder unkenntlich gemacht werden. Fotos aus der Anfrage dienen der Einschätzung; eine spätere Veröffentlichung braucht eine eigene Freigabe.
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Rückstände
Biofilm
Ein Biofilm ist ein dünner, schleimiger Belag aus Mikroorganismen und ihrer Schleimschicht, der sich auf dauerfeuchten Flächen wie Fassaden, Naturstein, Beton, Holz und technischen Anlagen bildet und Algen, Pilzen und Flechten den Boden bereitet. Der gepulste Laser trägt den Belag mitsamt den eingelagerten Schmutzpartikeln ab, ohne Wasser und ohne Biozide. Der Biofilm kommt zurück, solange die Feuchteursache bleibt, etwa Spritzwasser, Beschattung oder undichte Anschlüsse; die Reinigung ist deshalb nur ein Teil der Lösung.
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Rückstände
Bitumenanstrich (Teeranstrich)
Bitumenanstriche sind schwarze, zähe Schutzschichten auf Bitumen- oder Teerbasis, die Stahl, Beton, Tanks, Rohre und Kellerwände gegen Feuchtigkeit und Korrosion abdichten. Unter dem Laser erweichen sie, schmieren und erzeugen viel Rauch, deshalb braucht der Abtrag eine starke Absaugung und mehr Überfahrten als ein dünner Lack. Alte Teeranstriche können polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten; dann ist vorab eine Analyse sinnvoll und der Abtrag als gefährlicher Abfall zu behandeln.
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Rückstände
Bleimennige (bleihaltiger Altanstrich)
Bleimennige ist ein orangeroter Rostschutzanstrich auf Basis von Bleioxid, der jahrzehntelang an Stahlbauten, Brücken, Maschinen und Fahrzeugen üblich war. Beim Abtragen entstehen bleihaltiger Staub und Rauch, deshalb sollten Altanstriche vor dem Entlacken auf Blei geprüft werden, etwa durch eine Laboranalyse. Wird Bleimennige mit dem Laser entfernt, sind Absaugung mit geeigneter Filterung, Atemschutz und die Entsorgung des Abtrags als gefährlicher Abfall einzuplanen.
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Brand und Sanierung
Brandfolgeprodukt
Brandfolgeprodukte sind die Stoffe, die beim Brand entstehen und sich mit dem Rauch auf Flächen niederschlagen: Ruß, Rauchgaskondensat, Chloride und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK); bei chlorhaltigen Kunststoffen wie PVC können auch Dioxine und Furane entstehen. Für die Laserreinigung bestimmen sie Schutzausrüstung, Filterung der Absaugung und Entsorgung des Abtrags, denn der Laser löst die Rückstände von der Fläche, ändert ihre Gefährlichkeit aber nicht. Welche Stoffe vorliegen, folgt aus den verbrannten Materialien und wird bei der Einstufung des Gefahrenbereichs festgehalten.
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Brand und Sanierung
Brandfolgeschaden (Folgeschaden)
Ein Brandfolgeschaden entsteht erst nach dem Löschen, wenn Brandrückstände und Feuchte weiter auf Bauteile und Maschinen einwirken, etwa Lochfraß durch Chloride aus dem Rauchgas oder Schimmel aus stehendem Löschwasser. Für die Laserreinigung folgt daraus, dass Ruß und Rauchgaskondensat auf Metall früh abgenommen werden sollten, solange die Oberfläche darunter noch unversehrt ist. Je länger die Rückstände liegen, desto weiter kann der Folgeschaden wachsen; die Schadenminderungspflicht nach § 82 VVG verlangt deshalb, früh gegenzusteuern.
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Brand und Sanierung
Brandgeruch
Brandgeruch rührt von Pyrolyseprodukten her, die sich beim Schwelen und Verbrennen bilden und in poröse Materialien wie Putz, Holz, Dämmstoffe und Dichtungen einziehen. Die Laserreinigung nimmt Ruß und Kondensat von der Oberfläche, erreicht aber keine Geruchsträger, die in die Tiefe eingedrungen sind: Auf dichten Werkstoffen wie Metall sitzt der Geruch im Belag, in porösen Bauteilen steckt er im Material. Für diese Bauteile braucht es eigene Maßnahmen, von der Geruchsneutralisation bis zum Rückbau.
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Brand und Sanierung
Brandschaden
Ein Brandschaden umfasst alle Schäden, die Feuer, Hitze, Rauch und Löschmittel an Gebäuden, Maschinen und Einrichtung hinterlassen, von verrußten Oberflächen bis zu durchfeuchteten Bauteilen. Für die Laserreinigung kommen vor allem Metall- und Steinflächen in Betracht, auf denen Ruß und Rauchgaskondensat sitzen; ob und wie sich der Belag löst, zeigt die Probefläche. Vor Betreten und Reinigung müssen die Standsicherheit geprüft, die Schadstoffbelastung eingestuft und der Schaden dokumentiert sein.
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Brand und Sanierung
Brandschadensanierung (Brandsanierung)
Die Brandschadensanierung umfasst alle Schritte, die ein Gebäude oder einen Betrieb nach einem Brand wieder nutzbar machen: Sofortmaßnahmen, Reinigung und Dekontamination, Geruchsbeseitigung, Trocknung, Rückbau nicht sanierbarer Teile und zum Schluss die Erfolgskontrolle. Die Laserreinigung ist darin ein Schritt für Metall- und Steinflächen, auf denen Ruß und Rauchgaskondensat haften. Ihr Platz im Ablauf ergibt sich aus dem Sanierungskonzept, meist nach der Einstufung des Gefahrenbereichs und vor Geruchsbehandlung und Neubeschichtung.
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Laser und Gerätetechnik
Brennweite
Die Brennweite bezeichnet den Abstand zwischen der Fokussierlinse und dem Fokus; sie ist durch die eingebaute Optik des Handstücks vorgegeben. Für die Laserreinigung legt sie den Arbeitsabstand fest und beeinflusst Spotgröße und Fokustiefe: Eine längere Brennweite erlaubt mehr Abstand zur Fläche und mehr Toleranz beim Halten, liefert aber einen größeren Spot. Die Brennweite wird bei mobilen Geräten in der Regel nur mit einem Wechsel der Optik verändert und ist deshalb keine Einstellung im laufenden Betrieb.
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Prüfen und Messen
Bresle-Test (Bresle-Methode)
Der Bresle-Test ist ein genormtes Feldverfahren zur Bestimmung des Restsalzgehalts nach ISO 8502-6 und ISO 8502-9. Ein Pflaster mit Hohlraum wird auf die Fläche geklebt, der Hohlraum mehrfach mit destilliertem Wasser gespült und die Leitfähigkeit der Lösung gemessen; daraus ergibt sich die Salzmenge je Quadratmeter. Nach der Laserreinigung dient das Verfahren dem Nachweis gegenüber dem Beschichter, wenn eine Spezifikation einen Grenzwert für lösliche Salze vorsieht.
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Andere Verfahren
Bürsten (Drahtbürsten)
Beim Bürsten entfernen rotierende Topf-, Zopf- oder Rundbürsten aus Stahl- oder Edelstahldraht losen Rost, Schweißschlacke und abblätternde Farbe an Nähten, Kanten und kleinen Flächen; das Verfahren ist handgeführt und überall verfügbar. Fest haftende Oxide und Walzhaut werden oft nur glattgedrückt, Drahtabrieb bleibt zurück, und an Edelstahl führt eine Stahldrahtbürste zu Fremdrost. Die Laserreinigung legt den Grundwerkstoff ohne Draht- oder Kornrückstände frei; vor dem Schweißen, Kleben oder Beschichten ist dieser Unterschied für die Haftung relevant.
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Brand und Sanierung
Chloridbelastung (Chloridkontamination)
Eine Chloridbelastung entsteht, wenn beim Verbrennen von PVC und anderen chlorhaltigen Kunststoffen Chlorwasserstoff frei wird, sich mit Feuchte zu Salzsäure verbindet und als Salz auf Oberflächen zurückbleibt. Auf Metall können diese Salze Lochfraß auslösen. Die Laserreinigung zielt darauf, Ruß und Kondensat samt den darin gebundenen Chloriden von der Fläche zu nehmen; bereits entstandenen Lochfraß macht sie nicht rückgängig. Wischproben mit Chloridmessung zeigen vor der Reinigung die Dringlichkeit und danach, ob die Fläche ausreichend sauber ist.
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Laser und Gerätetechnik
Dauerstrichlaser (CW)
Ein Laser, der seinen Strahl kontinuierlich abgibt, im Unterschied zum gepulsten Laser. Ob ein Dauerstrichgerät für einen Untergrund taugt, gilt immer für das konkret geprüfte System: Für das Dauerstrichgerät, dessen Datenblatt uns vorliegt, nennt der Hersteller empfindliche Untergründe wie Holz oder historischen Stein als ungeeignet.
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Ablauf und Angebot
Demontage (Ausbau)
Bei der Demontage wird ein Bauteil aus einer Maschine oder Anlage ausgebaut, damit es gesondert bearbeitet werden kann. In der Laserreinigung wird sie nötig, wenn die zu reinigende Fläche im eingebauten Zustand nicht in Sichtlinie erreichbar ist oder angrenzende Teile sich nicht ausreichend abdecken lassen; demontierte Teile lassen sich zudem drehen und von allen Seiten bearbeiten. Ob Ausbau oder Reinigung im eingebauten Zustand sinnvoller ist, hängt vom Aufwand für Demontage und Wiedermontage ab.
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Gebäude und Denkmal
Denkmalpflege
Fachliche Praxis des Erforschens, Erhaltens und Pflegens von Denkmälern, getragen von Denkmalfachämtern, Restauratoren und Planern; der Denkmalschutz bildet dazu den rechtlichen Rahmen. Bei einer Laserreinigung am Denkmal setzt die Denkmalpflege den Maßstab: wie weit die Reinigung gehen darf, welche Alterungsspuren als Patina bleiben und ob die Arbeiten restauratorisch begleitet werden. In Nordrhein-Westfalen sind die Fachämter beim Landschaftsverband Rheinland und beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe angesiedelt.
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