Glossar
Fachbegriffe von Parametersatz bis Pulsfrequenz
Seite 12 von 18 im Glossar der Laserreinigung: Hier stehen die Fachbegriffe von Parametersatz bis Pulsfrequenz, kompakt erklärt und, wo es passt, mit der zugehörigen Leistung verknüpft. Über die Suche finden Sie jeden der 359 Begriffe.
359 Begriffe
Begriffe von Parametersatz bis Pulsfrequenz
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Ablauf und Angebot
Parametersatz (Prozessparameter)
Ein Parametersatz fasst die Einstellungen zusammen, mit denen der Laser auf einer bestimmten Kombination aus Rückstand und Untergrund arbeitet, darunter Leistung, Pulsfrequenz, Scanbreite, Vorschub und Fokuslage. In der Laserreinigung wird er an der Probefläche oder am Musterteil ermittelt und nach der Freigabe für die gesamte Fläche oder Serie beibehalten. Ändert sich der Untergrund oder die Schichtdicke, muss der Parametersatz neu geprüft werden, weil sonst Rückstände bleiben können oder der Untergrund angegriffen werden kann.
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Sicherheit und Recht
Partikelfiltrierende Halbmaske (FFP-Maske)
Eine partikelfiltrierende Halbmaske ist ein Atemschutz gegen Feinstaub, der nach EN 149 in die Schutzstufen FFP1, FFP2 und FFP3 eingeteilt ist. Bei der Laserreinigung ergänzt sie die Absaugung, wenn diese den Laserrauch nicht vollständig erfasst, und schützt Bediener wie Personen im Umfeld; als persönliche Schutzausrüstung steht sie in der Rangfolge der Schutzmaßnahmen hinter technischen Lösungen. Die nötige Stufe richtet sich nach dem abgetragenen Stoff; bei bleihaltigen oder chromathaltigen Altbeschichtungen kann gebläseunterstützter Atemschutz erforderlich sein, was die Gefährdungsbeurteilung festlegt.
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Vorbereitung und Ergebnis
Passivierung (Repassivierung)
Passivierung bezeichnet die Bildung einer dünnen, dichten Oxidschicht, die nichtrostenden Stahl und Aluminium vor weiterer Korrosion schützt. Bei Edelstahl bildet sich die Chromoxidschicht an Luft von selbst neu, sobald die Fläche sauber ist; ein chemisches Passivieren beschleunigt das. Nach der Laserreinigung von Schweißnähten mit Anlauffarben oder Zunder ist diese Neubildung der gewünschte Endzustand. Voraussetzung ist eine Fläche ohne Fremdeisen, Zunderreste oder eingebrannte Rückstände, weil solche Stellen die Schutzschicht unterbrechen und später als Rostpunkte sichtbar werden können.
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Werkstoffe
Passivschicht
Die Passivschicht ist eine hauchdünne Chromoxidschicht, die sich auf nichtrostendem Stahl an Luft von selbst bildet und den Werkstoff vor Rost schützt; den Vorgang nennt man Passivierung. Für die Laserreinigung bedeutet das: Anlauffarben, Fremdrost oder Schmutz dürfen herunter, die Oberfläche darunter soll aber so bleiben, dass sich die Schicht anschließend neu bildet. Zu hohe Energie erzeugt Anlauffarben und schwächt den Schutz örtlich, was sich unter Umständen erst später als Rostansatz zeigt.
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Maschinen und Instandhaltung
Passung
Eine Passung beschreibt die maßliche Abstimmung zweier gefügter Teile, etwa Welle und Bohrung oder Formeinsatz und Aufnahme, festgelegt über Toleranzen nach DIN EN ISO 286. Für die Laserreinigung bedeutet das: Auf Passflächen darf nur der Belag entfernt werden, jeder Abtrag am Grundwerkstoff würde das Passmaß verändern und Spiel oder Übermaß verschieben. Ob die Parameter das sicherstellen, wird an einer Probefläche geprüft; bei engen Passungen ist das Messen vor und nach der Reinigung sinnvoll.
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Rückstände
Patina
Patina ist eine natürlich gewachsene Alterungsschicht auf Metall oder Stein, etwa die grüne Schicht auf Kupferdächern, umgangssprachlich Grünspan genannt, die dunkle Haut auf Bronze oder die fest haftende Rostschicht auf wetterfestem Baustahl. Sie ist oft gewollt, schützt das Material und gilt in der Restaurierung als Teil der Geschichte des Objekts. Vor einer Laserreinigung muss deshalb geklärt sein, ob die Patina bleiben soll und nur Schmutz und Bewuchs herunter müssen; die Probefläche zeigt, wo die Grenze liegt.
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Laser und Gerätetechnik
Pilotlaser (Pilotstrahl, Zielstrahl)
Der Pilotlaser erzeugt einen schwachen, sichtbaren Hilfsstrahl, häufig in Rot, der anzeigt, wo der Arbeitsstrahl auf die Oberfläche trifft. Der Arbeitsstrahl eines Faserlasers liegt mit 1064 nm im Infrarot und ist für das Auge unsichtbar. Mit dem Pilotstrahl richtet der Anwender das Handstück aus und prüft Arbeitsabstand und Linienbreite, bevor er auslöst. Die Schutzmaßnahmen gelten unabhängig vom Pilotstrahl, denn der Reinigungsstrahl bleibt unsichtbar und gehört bei PULSWERK zur Laserklasse 4.
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Laser und Gerätetechnik
Plasma (Plasmabildung)
Plasma ist ein ionisiertes, leuchtendes Gas; bei der Laserreinigung entsteht es, wenn ein Puls so intensiv ist, dass die verdampfende Schicht teilweise ionisiert wird. Das zeigt sich als Blitzen und Knacken an der Bearbeitungsstelle; die mit dem Plasma verbundene Druckwelle unterstützt das Ablösen der Schicht. Zugleich schirmt eine dichte Plasmawolke den nachfolgenden Puls teilweise ab, weshalb Pulsfrequenz und Scangeschwindigkeit so gewählt werden, dass die Wolke zwischen den Pulsen abziehen kann.
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Andere Verfahren
Plasmareinigung (Atmosphärendruckplasma)
Bei der Plasmareinigung trifft ein ionisiertes Gas, meist als Atmosphärendruckplasma aus einer Düse, auf die Oberfläche; es entfernt hauchdünne organische Filme wie Trennmittel- oder Fettreste und aktiviert die Fläche für das anschließende Kleben, Bedrucken oder Lackieren. Gegenüber der Laserreinigung setzt das Verfahren erst am weitgehend sauberen Teil an und trägt keine sichtbare Schicht ab. Rost, Zunder, Altlack oder dickere Oxidschichten bleiben stehen; dafür kommt die Laserreinigung in Betracht, die ebenfalls vor dem Kleben oder Beschichten eingesetzt wird.
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Fügen und Beschichten
Porenbildung (Porosität)
Poren sind Gaseinschlüsse in der Schweißnaht; sie entstehen, wenn Öl, Fett, Feuchtigkeit, Lack, Zink oder Fertigungsbeschichtung im Lichtbogen verdampfen und das Gas beim Erstarren nicht mehr aus der Schmelze entweicht. Poren mindern Festigkeit und Dichtheit, fallen bei der zerstörungsfreien Prüfung auf und ziehen Ausfugen und Nachschweißen nach sich. Sie sind ein Hauptgrund, weshalb die Nahtzone vor dem Schweißen sauber sein muss; die Laserreinigung trägt solche Schichten ab, ohne Schleifmittelreste oder Lösemittel zurückzulassen.
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Fügen und Beschichten
Primer (Haftvermittler)
Ein Primer ist im Klebebereich eine dünn aufgetragene chemische Vorbehandlung, die zwischen Untergrund und Klebstoff vermittelt: Er verbessert die Haftung auf schwer klebbaren Werkstoffen wie Aluminium, Zink, Edelstahl oder Kunststoff und die Beständigkeit der Klebung gegen Feuchte. Der Primer kommt erst auf die gereinigte Fläche und kann Fett, Oxide oder Staub nicht ausgleichen; auf einer verunreinigten Oberfläche löst sich die Klebung samt Primer. Welcher Primer zum Klebstoff passt, legt der Klebstoffhersteller fest; die Laserreinigung liefert die Fläche, die er voraussetzt.
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Ablauf und Angebot
Probefläche
Eine kleine Fläche am echten Objekt, die vor dem Einsatz bearbeitet wird. Sie zeigt Ergebnis, Aufwand und Veränderung der Oberfläche und wird zur Vorlage für die Abnahme. Bei uneinheitlichen Flächen liegt sie an einer stark betroffenen Stelle.
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Rückstände
Produktionsrückstände
Reste aus dem laufenden Prozess, die auf Formen, Werkzeugen und Anlagenflächen anhaften, etwa Trennmittel, Ausgasungen oder eingebrannte Schichten. Rückstand und Oberfläche werden gemeinsam beurteilt.
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Andere Verfahren
Prozessabwasser (Spülwasser)
Prozessabwasser entsteht bei Hochdruck-, Heißwasser- und Nassstrahlverfahren sowie beim Beizen und Abbeizen, wenn Wasser gelöste Schichten, Strahlmittel, Säuren oder Lösemittel aufnimmt. Es darf nicht ungeprüft in Kanal oder Boden gelangen, muss aufgefangen, behandelt oder als Abfall entsorgt werden und verlangt auf Baustellen Wannen, Pumpen und Entsorgungsnachweise. Bei der Laserreinigung fällt kein Wasser an; die abgetragene Schicht landet als Filterstaub in der Absaugung, was die Planung eines Einsatzes in Innenräumen, Betrieben und Wohnumgebungen vereinfacht.
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Sicherheit und Recht
Prozessstrahlung (Sekundärstrahlung)
Beim Abtragen mit dem Laser kann an der Oberfläche ein hell leuchtendes Plasma entstehen, das neben dem unsichtbaren Laserlicht sichtbare, ultraviolette und infrarote Strahlung abgibt; diese Prozessstrahlung wird in der TROS Laserstrahlung als Sekundärstrahlung behandelt. Bei der Laserreinigung liegt sie direkt im Blickfeld des Bedieners, weshalb die Gefährdungsbeurteilung sie eigens bewerten muss. Eine Laserschutzbrille ist auf die Wellenlänge des Lasers ausgelegt; ob sie auch die Prozessstrahlung ausreichend dämpft oder ein zusätzlicher Gesichtsschutz nötig ist, muss getrennt geprüft werden.
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Prüfen und Messen
Prüfplan (Prüfanweisung)
Ein Prüfplan legt vor Beginn der Arbeiten fest, welche Größen an welchen Stellen, in welchem Umfang und mit welchem Verfahren geprüft werden und wer die Prüfung durchführt. Bei der Laserreinigung gehört dazu, was an der Probefläche gemessen wird, ob eine Nullmessung erfolgt und welche Werte das Prüfprotokoll am Ende enthalten muss. Der Plan verhindert, dass bei der Abnahme über Messmethode, Messstelle oder Gerät gestritten wird; bei Beschichtungsarbeiten übernimmt er die Vorgaben des Beschichtungsherstellers.
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Prüfen und Messen
Prüfprotokoll (Messprotokoll)
Das Prüfprotokoll ist der schriftliche Nachweis der durchgeführten Prüfungen mit Messwerten, Prüfverfahren, verwendetem Gerät, Messstellen, Klimadaten, Datum und Namen des Prüfers sowie dem Abgleich jedes Werts gegen das vereinbarte Abnahmekriterium. Bei der Laserreinigung ergänzt es die Fotodokumentation vorher und nachher und wird an Auftraggeber, Beschichter oder Sachverständigen übergeben, etwa wenn der Beschichter den Zustand des Untergrunds vor dem Auftrag belegt haben will. Ohne protokollierte Nullmessung lassen sich spätere Abweichungen nicht eindeutig zuordnen.
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Laser und Gerätetechnik
Pulsdauer (Pulslänge)
Als Pulsdauer wird die Zeitspanne bezeichnet, in der ein einzelner Laserpuls Energie auf die Oberfläche abgibt. Bei gepulsten Faserlasern für die Reinigung liegt sie meist im Bereich von Nanosekunden, und je kürzer der Puls, desto weniger Zeit bleibt der Wärme, in den Untergrund zu wandern. Der Abtrag bleibt dadurch stärker auf die Schicht konzentriert; die Pulsdauer ist je nach Strahlquelle fest vorgegeben oder nur in Stufen wählbar.
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Laser und Gerätetechnik
Pulsenergie
Die Pulsenergie gibt an, wie viel Energie in einem einzelnen Laserpuls steckt, angegeben meist in Millijoule. Für die Laserreinigung entscheidet sie zusammen mit der Spotgröße über die Energiedichte auf der Oberfläche und damit darüber, ob die Ablationsschwelle der Schicht erreicht wird. Eine hohe Pulsenergie allein sagt noch nichts über das Ergebnis aus, weil erst das Zusammenspiel mit Pulsfrequenz und Überlappung festlegt, wie viel Energie eine Stelle tatsächlich aufnimmt.
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Laser und Gerätetechnik
Pulsfrequenz (Repetitionsrate, Pulswiederholrate)
Die Pulsfrequenz nennt die Zahl der Laserpulse je Sekunde und wird meist in Kilohertz angegeben. Multipliziert mit der Pulsenergie ergibt sie die mittlere Leistung des Reinigungslasers, und zusammen mit der Scangeschwindigkeit legt sie fest, wie viele Pulse dieselbe Stelle treffen. Eine höhere Frequenz bei gleicher mittlerer Leistung bedeutet schwächere Einzelpulse, weshalb die Einstellung immer im Zusammenhang mit Pulsenergie und Überlappung gewählt wird.
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