Glossar
Fachbegriffe von Härteprüfung bis Kontrollierter Laserbereich
Seite 8 von 18 im Glossar der Laserreinigung: Hier stehen die Fachbegriffe von Härteprüfung bis Kontrollierter Laserbereich, kompakt erklärt und, wo es passt, mit der zugehörigen Leistung verknüpft. Über die Suche finden Sie jeden der 359 Begriffe.
359 Begriffe
Begriffe von Härteprüfung bis Kontrollierter Laserbereich
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Prüfen und Messen
Härteprüfung (Oberflächenhärte)
Die Härteprüfung misst den Widerstand eines Werkstoffs gegen das Eindringen eines härteren Prüfkörpers, etwa nach Vickers oder Rockwell; an Werkzeugen, Formen und Walzen sind tragbare Rückprallgeräte (Leeb) üblich. Vor und nach der Laserreinigung an derselben Stelle gemessen, gibt sie Hinweise, ob die Randschicht durch Wärmeeintrag verändert wurde, etwa an gehärteten Formoberflächen. Gleiche Messstelle, gleiches Verfahren und eine saubere, ebene Auflage sind Voraussetzung, sonst entstehen Streuungen, die nichts mit dem Laser zu tun haben.
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Andere Verfahren
Heißwasserreinigung (Dampfstrahlen)
Bei der Heißwasserreinigung wird heißes Wasser oder Dampf unter Druck auf die Fläche gebracht, sodass Fett, Öl, Wachs und Trennmittel durch die Wärme gelöst und weggespült werden; typische Einsätze sind Maschinen, Fahrzeuge, Küchen und Lebensmittelbetriebe. Es handelt sich um ein Nassverfahren mit Abwasser, das Oxide, Zunder und Lack nicht angreift. Die Laserreinigung kann dünne Öl- und Fettfilme zusammen mit der darunterliegenden Schicht abtragen; starke Verschmutzung wird vor dem Laser meist grob vorgereinigt, sodass sich beide Verfahren in der Praxis ergänzen.
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Brand und Sanierung
Hitzeschaden (thermische Schädigung)
Ein Hitzeschaden verändert den Werkstoff selbst: Beton und Naturstein platzen ab und lockern sich im Gefüge, Stahl verzieht sich, verliert Festigkeit oder ändert sein Gefüge. Die Laserreinigung holt Ruß und Kondensat von der Oberfläche, behebt einen solchen Schaden aber nicht; sie ist nur sinnvoll, wenn das Bauteil darunter noch tragfähig und maßhaltig ist. Darüber entscheiden Statiker oder Sachverständige vor der Reinigung, bei Stahl gegebenenfalls mit Härteprüfung oder Gefügeuntersuchung.
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Andere Verfahren
Hochdruckreinigung (Hochdruckwasserstrahlen)
Bei der Hochdruckreinigung löst kaltes Wasser unter hohem Druck losen Schmutz, Algen, Staub und abblätternde Farbe von Fassaden, Böden, Fahrzeugen und Maschinen. Fest haftende Oxide, Zunder und intakte Beschichtungen bleiben stehen, die Umgebung wird nass, und das Wasser muss samt gelöster Stoffe aufgefangen werden. Die Laserreinigung arbeitet trocken und greift auch haftende Schichten an; sie bietet sich an, wo Wasser stört, etwa nahe Elektrik, Lagerstellen und Steuerungen. Für die grobe Vorreinigung ist der Hochdruckreiniger oft der erste Schritt.
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Andere Verfahren
Höchstdruckwasserstrahlen (Ultrahochdruckreinigung)
Höchstdruckwasserstrahlen arbeitet mit Wasser bei weit höherem Druck als die Hochdruckreinigung und ohne Strahlmittel; es trägt Beschichtungen, Gummierungen und Beton ab, etwa an Tanks, Schiffen und Brücken. Das Verfahren braucht Spezialaggregate, große Wassermengen und eine Abwasserbehandlung, hinterlässt auf Stahl Flugrost, und der Strahl selbst ist eine erhebliche Verletzungsgefahr. Die Laserreinigung arbeitet trocken und bietet sich an, wo Wasser nicht zulässig ist oder nur Teilflächen anstehen; dicke Schichten auf großen Flächen bleiben eine Domäne des Wasserstrahlens.
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Werkstoffe
Holz
Holz ist ein faseriger, organischer Werkstoff, der als Balken, Fachwerk, Tür, Möbel oder Fassade zur Laserreinigung kommt, meist wegen Lack, Ruß, Vergrauung oder Verschmutzung. Der Laser trägt dabei weiches Frühholz stärker ab als hartes Spätholz, sodass die Maserung hervortritt, und bei zu viel Energie verbräunt oder verkohlt die Oberfläche. Ob das Ergebnis den Erwartungen entspricht, zeigt die Probefläche an derselben Holzart im selben Zustand.
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Gebäude und Denkmal
Hubarbeitsbühne (Arbeitsbühne)
Fahrbare Scheren-, Teleskop- oder Gelenkbühne, mit der einzelne Fassadenbereiche ohne Gerüst erreicht werden. Für die Laserreinigung ist sie bei kleineren Flächen, einzelnen Graffiti oder Bauzier eine gängige Zugangstechnik, weil Auf- und Abbau eines Gerüsts entfallen; die Plattform muss Gerät, Absaugung und Bediener tragen und beim Arbeiten ruhig stehen, damit der Strahl geführt werden kann. Nötig sind ein tragfähiger, ebener Standplatz, Bediener mit Unterweisung und schriftlicher Beauftragung nach DGUV Grundsatz 308-008 und bei Aufstellung auf Gehweg oder Straße eine Sondernutzungserlaubnis.
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Gebäude und Denkmal
Hydrophobierung
Nachträgliche, wasserabweisende Imprägnierung von Naturstein, Putz, Ziegel oder Beton, meist auf Silan- oder Siloxanbasis, die die kapillare Wasseraufnahme der Oberfläche senkt und weitgehend diffusionsoffen bleibt. Nach einer Laserreinigung kann sie durch einen Fachbetrieb als Schutz gegen erneuten Feuchteeintrag in Frage kommen; eine bereits vorhandene Hydrophobierung beeinflusst, wie Schmutz und Farbe haften. Am Denkmal ist sie erlaubnispflichtig, weil sie das Feuchteverhalten der Oberfläche über lange Zeit verändert und an versalzenem Mauerwerk Schäden begünstigen kann.
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Maschinen und Instandhaltung
Instandhaltung
Instandhaltung umfasst nach DIN 31051 alle technischen und organisatorischen Maßnahmen, die den funktionsfähigen Zustand einer Anlage erhalten oder wiederherstellen; die Norm gliedert sie in Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung. Eine Laserreinigung zählt dabei meist zur Wartung, weil sie Beläge und Rückstände entfernt, bevor sie die Funktion beeinträchtigen. Sinnvoll wird sie geplant, wenn Maschine oder Werkzeug ohnehin stillstehen, etwa im Wartungsfenster oder beim Formenwechsel.
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Rückstände
Kalkablagerung (Kesselstein)
Kalkablagerungen entstehen, wenn aus hartem Wasser Calciumcarbonat und andere Mineralien ausfallen und sich als Kruste auf Wärmetauschern, Armaturen, Behältern, Rohren und Düsen absetzen; in Kesseln und auf Heizflächen spricht man von Kesselstein. Die Krusten mindern den Wärmeübergang und verengen Querschnitte. Helle Kalkkrusten nehmen die Laserenergie schlechter auf als dunkle Beläge; dicke, harte Krusten werden unter Umständen mechanisch oder chemisch vorgearbeitet, und ob sich der Laser lohnt, zeigt die Probefläche am Bauteil.
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Werkstoffe
Kalkstein
Kalkstein ist ein Naturstein aus Calciumcarbonat, der säureempfindlich ist und an verkehrsreichen Orten häufig schwarze Gipskrusten ansetzt. Der Laser kann diese dunklen Krusten lösen, ohne den hellen Stein darunter chemisch anzugreifen wie eine Säure oder mechanisch abzutragen wie ein Strahlmittel; in der Steinrestaurierung ist das Verfahren seit Langem eingeführt. Die Energie bleibt niedrig, und das Ergebnis wird auf einer Probefläche mit dem Auftraggeber und gegebenenfalls der Denkmalpflege abgestimmt.
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Vorbereitung und Ergebnis
Kante (Kantenbereich)
Kanten, Ecken und scharfe Übergänge sind bei der Oberflächenvorbereitung kritische Zonen: Rückstände sitzen dort tiefer, Beschichtungen laufen an der Kante dünn aus, und Korrosion beginnt häufig genau hier. Bei der Laserreinigung muss die Strahlführung die Kante vollständig erfassen, ohne sie durch längeres Verweilen zu überhitzen oder anzuschmelzen. DIN EN ISO 8501-3 beschreibt Vorbereitungsgrade für Kanten, Schweißnähte und andere Oberflächenfehler; welcher Grad gefordert ist, gehört in die Abstimmung vor der Arbeit.
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Maschinen und Instandhaltung
Kavität (Formnest)
Die Kavität ist der Hohlraum in einer Form, der die Gestalt des Bauteils abbildet; eine Form kann ein oder viele Formnester enthalten. Für die Laserreinigung ist die Kavität die empfindlichste Fläche: Verunreinigungen dort zeichnen sich auf dem Produkt ab, jeder Abtrag am Formwerkstoff verändert Maß oder Oberfläche. Deshalb muss der Belag so abgetragen werden, dass Narbung, Politur und Gravur erhalten bleiben; wie weit das gelingt, wird an einer Probefläche in einem unkritischen Bereich der Form geprüft.
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Werkstoffe
Keramik
Keramik umfasst gebrannte, harte und spröde Werkstoffe von Fliesen und Sanitärkeramik bis zu Isolatoren und technischer Keramik. Der gebrannte Grundkörper, der Scherben, hält der Laserenergie in der Regel stand, doch Glasuren und Dekore sind empfindlicher: Sie können springen, matt werden oder sich verfärben, und ein beschädigtes Dekor lässt sich nicht wiederherstellen. Die Probefläche an einer unauffälligen Stelle zeigt deshalb, ob Schmutz, Ruß oder Farbe abgenommen werden können, ohne die Oberfläche zu verändern.
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Fügen und Beschichten
Klebefläche (Klebfläche)
Die Klebefläche ist der Bereich eines Fügeteils, den der Klebstoff benetzen soll und über den die Kräfte in die Klebung eingeleitet werden. Sie muss fett- und staubfrei, trocken und frei von losen Oxiden, Trennmitteln oder Altbeschichtung sein, weil der Klebstoff nur an einer tragfähigen Oberfläche haftet und jede Zwischenschicht zur Sollbruchstelle wird. Die Laserreinigung legt die Fläche ohne Lösemittel frei; ob ein bestimmter Klebstoff darauf hält, wird am Musterteil geprüft.
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Fügen und Beschichten
Klebevorbehandlung
Reinigung einer Klebefläche, damit der Klebstoff haftet. Reinigen und Strukturieren sind zwei Dinge; den Nachweis der Klebeeignung erbringt der Klebeprozess, nicht die Reinigung.
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Rückstände
Klebstoffrest (Kleberrest, Etikettenrest)
Klebstoffreste bleiben zurück, wenn Etiketten, Schutzfolien, Klebebänder oder Aufkleber abgezogen oder verklebte Bauteile getrennt werden; die Klebschicht sitzt fest und bindet Staub. Für die Laserreinigung zählen sie zu den organischen Rückständen, die der gepulste Strahl von metallischem Untergrund abtragen kann; die entstehenden Dämpfe und Partikel werden abgesaugt. Beim Abkratzen verschmiert der Kleber häufig nur. Ob ein lackierter oder Kunststoffuntergrund die Bearbeitung verträgt und wie viele Überfahrten eine dicke Schicht braucht, zeigt die Probefläche.
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Vorbereitung und Ergebnis
Konservierung (Einölen)
Konservierung bezeichnet den vorübergehenden Schutz einer metallisch blanken Oberfläche durch einen dünnen Öl- oder Wachsfilm, der Feuchtigkeit und Sauerstoff fernhält. Nach der Laserreinigung liegt das Metall blank vor und kann an feuchter Luft erneut Flugrost ansetzen; wird nicht zeitnah geschweißt oder beschichtet, dient das Einölen als Zwischenschutz bis zur Weiterverarbeitung oder Lagerung. Vor dem Kleben oder Beschichten ist der Film in der Regel wieder zu entfernen, da Öl die Haftung stört; ob konserviert wird, sollte daher vorab geklärt werden.
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Rückstände
Konservierungsmittel (Konservierungsöl, Schutzwachs)
Konservierungsmittel sind Öle, Wachse oder Fette, die Bauteile bei Transport und Lagerung vor Korrosion schützen, etwa auf Blechen, Gussteilen und Werkzeugen. Vor dem Schweißen, Kleben oder Lackieren müssen sie wieder herunter, weil sie wie jeder Ölfilm die Haftung und die Schweißnaht stören. Dünne Ölfilme verdampfen unter dem Laser, dicke Wachsschichten verlangen mehr Zeit und erzeugen Rauch, der abgesaugt werden muss; eine Vorreinigung kann den Laseraufwand verringern.
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Sicherheit und Recht
Kontrollierter Laserbereich
Der abgegrenzte Bereich, in dem beim Einsatz eines Klasse-4-Lasers die Expositionsgrenzwerte für Laserstrahlung überschritten werden können; die TROS Laserstrahlung nennt ihn Laserbereich. Er wird abgesperrt, nur geschultes Personal mit Schutzbrille hält sich darin auf. An öffentlichen Objekten gehört die Absperrung zur Planung.
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