Glossar
Fachbegriffe von Entzundern bis Fokus
Seite 5 von 18 im Glossar der Laserreinigung: Hier stehen die Fachbegriffe von Entzundern bis Fokus, kompakt erklärt und, wo es passt, mit der zugehörigen Leistung verknüpft. Über die Suche finden Sie jeden der 359 Begriffe.
359 Begriffe
Begriffe von Entzundern bis Fokus
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Vorbereitung und Ergebnis
Entzundern
Zunder nach thermischen Fertigungsschritten von Stahlteilen entfernen, meist an Anschluss-, Prüf- oder Schweißzonen. Der Umgang mit der Schicht muss zum Folgeprozess passen.
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Sicherheit und Recht
Erlaubnisschein (Feuererlaubnisschein)
Der Erlaubnisschein ist die schriftliche Freigabe des Betreibers für feuergefährliche Arbeiten an einem bestimmten Ort und in einem festgelegten Zeitraum; er benennt die Auflagen, etwa das Entfernen brennbarer Stoffe, bereitgestellte Löschmittel, eine Brandwache und die Nachkontrolle nach Arbeitsende. Für die mobile Laserreinigung im Kundenbetrieb stellt ihn der Kunde als Betreiber vor Beginn aus; ohne Freigabe sollte an brandgefährdeten Stellen nicht gearbeitet werden. Sachversicherer können ihn in ihren Sicherheitsvorschriften zur Bedingung des Versicherungsschutzes machen; Vordrucke stellen Unfallversicherungsträger und Versicherer bereit.
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Sicherheit und Recht
Explosionsschutz (Ex-Bereich)
Explosionsschutz umfasst die Maßnahmen, die eine explosionsfähige Atmosphäre aus brennbaren Gasen, Dämpfen, Nebeln oder Stäuben verhindern oder ihre Zündung ausschließen; Bereiche mit solcher Gefahr werden nach Gefahrstoffverordnung in Zonen eingeteilt und als Ex-Bereich gekennzeichnet. Für die Laserreinigung ist das maßgeblich, weil der Laserstrahl und die heißen Abtragpartikel als Zündquellen wirken können. In Lackierereien, an Tanks oder in Silos darf deshalb erst gearbeitet werden, wenn die explosionsfähige Atmosphäre beseitigt und der Bereich freigemessen ist; Grundlage dafür ist das Explosionsschutzdokument des Betreibers.
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Sicherheit und Recht
Expositionsgrenzwert (maximal zulässige Bestrahlung, MZB)
Der Expositionsgrenzwert gibt an, welcher Bestrahlung Auge oder Haut durch Laserstrahlung höchstens ausgesetzt sein dürfen, ohne dass eine Schädigung zu erwarten ist; die OStrV schreibt seine Einhaltung vor, die Norm EN 60825-1 spricht von der maximal zulässigen Bestrahlung. Bei Lasern der Klasse 4, wie sie in der Laserreinigung üblich sind, kann er im Arbeitsbereich ohne Schutzmaßnahmen überschritten werden; dieser Bereich ist der Laserbereich. Aus dem Grenzwert leiten sich Sicherheitsabstand, Abschirmung und die Schutzstufe der Laserschutzbrille ab.
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Gebäude und Denkmal
Fachwerk
Bauweise mit tragendem, sichtbarem Holzgerüst aus Schwellen, Ständern, Riegeln und Streben, dessen Felder (Gefache) mit Lehm, Ziegeln oder Putz gefüllt sind. Bei der Laserreinigung können die Balken von alten Anstrichen, Vergrauung oder Bewuchs befreit werden; Holz reagiert dabei empfindlich, bei zu hoher Energiedichte wird die Oberfläche angekohlt oder aufgeraut, und die Faserrichtung bestimmt das Bild. Weiche Gefache aus Lehm oder Kalkputz werden meist ausgespart oder gesondert behandelt; am eingetragenen Fachwerkhaus gelten zudem die denkmalrechtlichen Auflagen.
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Prüfen und Messen
Farbeindringprüfung (Eindringprüfung)
Die Farbeindringprüfung nach DIN EN ISO 3452-1 ist ein zerstörungsfreies Verfahren zum Auffinden von Rissen und Poren, die zur Oberfläche hin offen sind: Ein farbiges oder fluoreszierendes Eindringmittel zieht in die Fehlstellen, wird abgewaschen, und ein Entwickler holt es sichtbar wieder heraus. Das Verfahren setzt eine saubere, trockene Oberfläche ohne Fett, Farbe oder Zunder voraus, weshalb Schweißnähte und Bauteile vorher gereinigt werden müssen, etwa mit dem Laser. Die Prüfung selbst führt qualifiziertes Prüfpersonal durch.
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Gebäude und Denkmal
Farbfassung (Fassung)
Historische Farb- oder Anstrichschicht auf Stein, Putz, Stuck oder Holz, die zum Denkmal gehört und oft mehrere übereinanderliegende Phasen umfasst. Anders als eine Altbeschichtung darf eine Fassung bei der Laserreinigung nicht abgetragen werden; weil Farbpigmente die Strahlung je nach Ton unterschiedlich aufnehmen, kann schon ein Durchgang Reste einer Fassung mitnehmen. Ob unter Schmutz oder späteren Anstrichen eine Fassung liegt, klärt die restauratorische Voruntersuchung; die Laserreinigung endet dort an der Schicht, die der Restaurator als erhaltenswert bestimmt.
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Laser und Gerätetechnik
Faserlaser
Die heute übliche Bauart für Reinigungslaser: Der Laserstrahl entsteht in einer Glasfaser und wird über ein Kabel zum Handstück geführt. Mobile Geräte arbeiten mit einer Wellenlänge von 1064 Nanometern.
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Brand und Sanierung
Feinreinigung
Feinreinigung bezeichnet den letzten Reinigungsschritt einer Brand-, Schimmel- oder Schadstoffsanierung nach Rückbau und Grobreinigung: Alle Flächen werden mit Schwebstofffilter (HEPA) abgesaugt und anschließend feucht gewischt, auch in Ecken, Kanälen und Hohlräumen. So werden Reststaub, Ruß und Sporen entfernt, bevor eine Freimessung oder Abnahme folgt. Eine Laserreinigung von Metall- oder Steinflächen gehört vor diesen Schritt, denn beim Abtragen von fest anhaftendem Ruß entsteht Staub, den die Feinreinigung anschließend mit aufnimmt.
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Fügen und Beschichten
Fertigungsbeschichtung (Shop-Primer)
Eine Fertigungsbeschichtung ist eine dünne Grundierung, die Stahlbleche und Profile direkt nach dem Strahlen erhalten, damit sie bis zur Weiterverarbeitung nicht rosten; im Stahl- und Schiffbau heißt sie meist Shop-Primer. Viele Fertigungsbeschichtungen gelten als überschweißbar, verursachen aber bei zu hoher Schichtdicke Poren und Schweißrauch, weshalb der Nahtbereich vor dem Schweißen oft freigelegt wird. Vor dem endgültigen Lackaufbau wird sie je nach Korrosionsschutzsystem ganz oder nur an beschädigten Stellen entfernt; der Laser kann das örtlich übernehmen, ohne erneut zu strahlen.
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Ablauf und Angebot
Festpreis (Pauschalpreis)
Ein Festpreis benennt den Gesamtbetrag für eine klar beschriebene Leistung, unabhängig von der tatsächlich benötigten Arbeitszeit. In der Laserreinigung setzt er voraus, dass Fläche, Rückstand und Zielzustand bekannt sind; belastbar lässt er sich deshalb erst nach Probefläche oder Musterteil nennen, vorher ist nur ein Richtwert möglich. Weicht der Bestand später von der Grundlage ab, etwa durch zusätzliche Flächen oder dickere Schichten, wird dies über einen Nachtrag geregelt.
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Prüfen und Messen
Feuchtemessung (Materialfeuchte)
Die Feuchtemessung bestimmt den Wassergehalt eines Baustoffs wie Holz, Putz, Mauerwerk oder Beton, zerstörungsfrei mit elektrischen Widerstands- oder Kapazitätsmessgeräten oder an einer Probe mit der CM-Methode (Calciumcarbid-Methode). Vor einer Schimmelentfernung mit dem Laser zeigt der Feuchtewert, ob die verursachende Feuchtequelle beseitigt ist; nach einer Fassaden- oder Holzreinigung, ob der Untergrund trocken genug zum Beschichten ist. Elektrische Geräte erfassen vor allem die oberflächennahe Feuchte und können durch Salze oder Metall im Untergrund verfälscht werden.
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Brand und Sanierung
Feuchteschaden (Wasserschaden)
Ein Feuchteschaden entsteht, wenn Löschwasser, ein Rohrbruch, Hochwasser oder Kondensat Bauteile durchfeuchtet; er ist die Vorstufe von Korrosion an Metall und Schimmel auf organischen Untergründen. Für die Laserreinigung gilt, dass die Flächen trocken sein müssen und die Feuchteursache beseitigt sein sollte, sonst kehren Rost und Schimmel nach der Reinigung zurück. Feuchtemessung und Leckageortung gehen deshalb der Reinigung voraus, die Bautrocknung läuft davor oder parallel.
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Sicherheit und Recht
Feuergefährliche Arbeit (Heißarbeit)
Zu den feuergefährlichen Arbeiten zählen Tätigkeiten, bei denen Funken, Flammen, Glut oder große Hitze entstehen, etwa Schweißen, Trennschleifen oder Löten; für sie gelten die Vorgaben der Unfallversicherungsträger und die Auflagen der Sachversicherer. Die Laserreinigung ist genauso zu behandeln, weil beim Abtragen heiße Partikel wegspritzen und Lackreste oder Staubablagerungen entzündet werden können. Brennbare Materialien im Umfeld müssen deshalb entfernt oder abgedeckt, Löschmittel bereitgehalten und die Arbeitsstelle nach Abschluss nachkontrolliert werden; Betriebe und Versicherer fordern dafür häufig einen Erlaubnisschein.
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Fügen und Beschichten
Feuerverzinken (Stückverzinken)
Beim Feuerverzinken werden fertige Stahlteile nach Entfetten, Beizen und Fluxen in flüssiges Zink getaucht, wo sich eine mit dem Stahl legierte Zinkschicht bildet; die Anforderungen regelt DIN EN ISO 1461. Das Beizbad entfernt Rost und Zunder, aber keine Lackreste, Markierungsfarbe, Schweißschlacke oder Klebstoffreste; solche Stellen bleiben beim Tauchen unverzinkt und gelten als Fehlstellen. Vor dem Verzinken werden Teile deshalb von Altbeschichtung und Rückständen befreit, wofür neben dem Strahlen auch die Laserreinigung in Frage kommt, etwa bei Einzelstücken oder Reparaturteilen.
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Ablauf und Angebot
Flächenleistung
Wie viele Quadratmeter ein Gerät je Stunde bei einem bestimmten Rückstand auf einem bestimmten Untergrund schafft. Die Hersteller nennen Richtwerte als Spanne; PULSWERK rechnet mit der Spanne, nie mit einem Mittelwert als Zusage.
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Andere Verfahren
Flammstrahlen
Beim Flammstrahlen fährt eine Acetylen-Sauerstoff-Flamme über die Stahloberfläche, etwa an Trägern oder Behältern; Rost und Zunder platzen durch die Wärmespannung ab und werden anschließend abgebürstet. Gegenüber der Laserreinigung arbeitet das Verfahren mit offener Flamme und erwärmt das Bauteil stark, sodass Brandgefahr besteht und dünnes Blech sich verziehen kann, während der gepulste Laser seine Energie kurz und vor allem in die abzutragende Schicht einbringt. ISO 8501-1 führt das Ergebnis als Vorbereitungsgrad „Fl“.
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Rückstände
Flechte (Flechtenbewuchs)
Flechten sind Lebensgemeinschaften aus Pilz und Alge, die als krustige, graue, gelbe oder orangefarbene Polster auf Naturstein, Beton und Holz wachsen. Mit ihren Haftorganen dringen sie in den Stein ein und greifen ihn durch abgegebene Säuren auch chemisch an; sie sitzen deshalb fester als Algen. An Naturstein und Denkmälern ist Flechtenbewuchs ein typischer Fall für den gepulsten Laser, der den Bewuchs ohne mechanische Beanspruchung des Steins abträgt; ob Flechtensäuren Spuren hinterlassen haben, zeigt sich erst nach dem Abtrag.
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Rückstände
Flugrost
Dünner, frischer Rost auf blankem Stahl, der oft schon nach kurzer Lagerung entsteht. Er lässt sich leicht entfernen, zeigt aber, dass die Fläche ohne Schutz weiter korrodiert.
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Laser und Gerätetechnik
Fokus (Brennpunkt)
Der Fokus ist die Stelle, an der die Optik den Laserstrahl auf seinen kleinsten Durchmesser bündelt; dort ist die Intensität am höchsten. Für die Laserreinigung heißt das: Im Fokus trägt der Strahl am kräftigsten ab, davor oder dahinter wird der Spot größer und die Wirkung milder. In der Praxis wird bei empfindlichen Untergründen teils bewusst leicht außerhalb des Fokus gearbeitet, um die Wirkung zu mildern; die passende Einstellung wird auf der Probefläche ermittelt.
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