Glossar
Fachbegriffe von Rostgrad bis Schleuderradstrahlen
Seite 14 von 18 im Glossar der Laserreinigung: Hier stehen die Fachbegriffe von Rostgrad bis Schleuderradstrahlen, kompakt erklärt und, wo es passt, mit der zugehörigen Leistung verknüpft. Über die Suche finden Sie jeden der 359 Begriffe.
359 Begriffe
Begriffe von Rostgrad bis Schleuderradstrahlen
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Werkstoffe
Rostgrad
Der Rostgrad stuft unbeschichteten Stahl nach dem Zustand von Walzhaut und Rost ein. ISO 8501-1 unterscheidet die Rostgrade A bis D, von fest haftender Walzhaut ohne nennenswerten Rost bis zur abgerosteten Walzhaut mit allgemeiner Narbenbildung. Für die Laserreinigung sagt er, wie viel Belag abzutragen ist und wie das Ergebnis aussehen kann; die Norm bildet den Oberflächenvorbereitungsgrad deshalb je Rostgrad ab, etwa „C Sa 2½“. Rostnarben bleiben als Vertiefungen bestehen, weil der Laser Belag abträgt, aber kein Material ergänzt.
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Vorbereitung und Ergebnis
Rostnarbe
Eine Rostnarbe ist eine Vertiefung im Metall, die durch örtliche Korrosion entstanden ist und nach dem Entrosten als Narbe bleibt. Der Laser entfernt den Rost auch aus der Narbe, soweit der Strahl ihren Grund erreicht; die Vertiefung selbst bleibt bestehen, weil der Grundwerkstoff bei passenden Parametern nicht abgetragen wird. Stark vernarbte Flächen zeigen daher nach der Reinigung ein unregelmäßiges Profil, das bei Beschichtung oder Sichtanspruch vorab zu bewerten ist.
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Brand und Sanierung
Rückbau
Rückbau meint den Ausbau von Bauteilen, die sich nicht sanieren lassen, etwa durchfeuchtete Dämmung, verrußte Gipskartonplatten, verbrannte Kabel oder aufgequollene Holzwerkstoffe. Für die Laserreinigung schafft er die Voraussetzung: Erst wenn diese Schichten entfernt sind, liegen die Rohbauflächen aus Beton, Stein und Stahl frei, für die eine Reinigung per Laser in Frage kommt. Der Abfall wird je nach Belastung als Brandschutt oder als gefährlicher Abfall entsorgt; die Einstufung des Gefahrenbereichs gibt das vor.
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Rückstände
Ruß
Feine Kohlenstoffpartikel aus Verbrennung, die sich auf Oberflächen ablagern, nach einem Brand oder im Betrieb. Der Laser entfernt sie von Metall, Stein und technischen Bauteilen; nach einem Brand im Rahmen des Sanierungskonzepts.
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Ablauf und Angebot
Rüstzeit (Einrichtzeit)
Als Rüstzeit gilt die Zeit, die vor der eigentlichen Bearbeitung für das Einrichten des Arbeitsplatzes anfällt, etwa für Aufbau des Geräts, Absaugung, Laserschutzabgrenzung, Abdeckung und das Einstellen des Parametersatzes. In der Laserreinigung fällt sie je Einsatzort und je Teiletyp an und verteilt sich bei Serien auf die Stückzahl, bei Einzelstücken trägt sie das einzelne Teil allein. Deshalb gehört sie zu den Faktoren, die ein Angebot neben Fläche und Rückstand bestimmen.
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Brand und Sanierung
Sachverständiger (Gutachter)
Ein Sachverständiger beurteilt im Auftrag des Versicherers oder des Eigentümers Ursache, Umfang und Sanierungsfähigkeit eines Schadens und legt fest, welche Maßnahmen notwendig und angemessen sind. Für die Laserreinigung ist er meist der Ansprechpartner, der Probeflächen bewertet, Flächen für die Reinigung freigibt und das Ergebnis abnimmt; seine Feststellungen fließen in Sanierungskonzept und Regulierung ein. Bis zur Begutachtung laufen meist nur Sofortmaßnahmen, damit das Schadenbild für die Beweissicherung erhalten bleibt.
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Gebäude und Denkmal
Salzausblühung (Effloreszenz)
Meist weiße, kristalline Ablagerung bauschädlicher Salze wie Sulfate, Nitrate oder Chloride, die mit Feuchte durch Mauerwerk und Putz wandern und beim Trocknen an der Oberfläche auskristallisieren. Für die Laserreinigung ist sie ein Warnzeichen: Jede Reinigung beseitigt nur die sichtbare Ausblühung, das Feuchteproblem dahinter bleibt, und die Salze kommen nach, solange Wasser nachgeliefert wird. Kristallisieren die Salze unter der Oberfläche, sprengen sie das Gefüge von innen; Feuchtequelle und Salzbelastung sind deshalb vor einer Reinigung zu klären.
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Werkstoffe
Sandstein
Sandstein ist ein poröser Naturstein aus verkitteten Sandkörnern, je nach Bindemittel weich bis fest, der an Fassaden, Portalen, Mauern und Skulpturen verbreitet ist. Dunkle Schmutzkrusten nehmen das Laserlicht stärker auf als der hellere Stein darunter und lassen sich so abtragen, doch die Körner brechen leicht aus, wenn die Energie zu hoch liegt oder das Bindemittel bereits mürbe ist. Die Arbeit beginnt deshalb mit niedriger Energie auf einer Probefläche, und an geschützten Bauten wird das Ergebnis mit der Denkmalpflege abgestimmt.
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Andere Verfahren
Sandstrahlen (Druckluftstrahlen, Freistrahlen)
Beim Sandstrahlen treibt Druckluft ein mineralisches oder metallisches Strahlmittel offen auf die Fläche und trägt Rost, Zunder und Altbeschichtungen großflächig ab; Quarzsand ist dafür in Deutschland wegen der Silikosegefahr verboten, üblich sind Korund, Schmelzkammerschlacke oder Stahlkies. Das Verfahren raut den Untergrund auf und erzeugt Staub und Strahlschutt, weshalb Einhausung und Schutzausrüstung nötig sind. Die Laserreinigung kommt ohne Medium aus und arbeitet mit Absaugung; wie stark sie den Untergrund schont, zeigt die Probefläche.
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Brand und Sanierung
Sanierungskonzept
Ein Sanierungskonzept hält nach Begehung und Einstufung fest, welche Bauteile bleiben und welche zurückgebaut werden, in welcher Reihenfolge die Gewerke arbeiten, welches Verfahren auf welche Oberfläche kommt, welche Schutzmaßnahmen gelten und wie der Erfolg nachgewiesen wird. Für die Laserreinigung weist es die Flächen aus, die per Laser gereinigt werden sollen, legt den Zielzustand fest und ordnet den Schritt zwischen Rückbau, Trocknung und Geruchsbehandlung ein. Es ist Grundlage für Angebot, Freigabe durch den Versicherer und Abnahme.
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Vorbereitung und Ergebnis
Sauberkeit (Oberflächenreinheit)
Sauberkeit bezeichnet, wie frei eine Oberfläche von Fremdstoffen ist: von sichtbaren Belägen wie Rost, Staub und Farbresten ebenso wie von unsichtbaren Filmen aus Öl, Fett oder Salzen. Für die Laserreinigung ist das die eigentliche Zielgröße, denn gerade unsichtbare Rückstände beeinträchtigen Haftung, Schweißnahtqualität und Korrosionsschutz. Der visuelle Reinheitsgrad nach DIN EN ISO 8501-1 erfasst nur den sichtbaren Teil; Fett- oder Salzfreiheit wird bei Bedarf gesondert geprüft und vereinbart.
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Laser und Gerätetechnik
Scangeschwindigkeit
Die Scangeschwindigkeit beschreibt, wie schnell die Spiegel des Scanners den Laserstrahl über die Oberfläche führen, unabhängig vom Vorschub, mit dem der Anwender das Handstück weiterbewegt. Bei der Laserreinigung legt sie zusammen mit der Pulsfrequenz fest, wie viele Pulse dieselbe Stelle treffen und wie stark sie sich überlappen. Eine höhere Scangeschwindigkeit zieht die Pulse auseinander: Jede Stelle erhält weniger Energie, der Strahl überstreicht aber mehr Fläche. Welche Einstellung zum Untergrund passt, zeigt die Probefläche.
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Laser und Gerätetechnik
Scanner (Scankopf, Scaneinheit)
Der Scanner ist die Baugruppe im Handstück, die den Laserstrahl mit einem oder zwei schnell schwenkenden Spiegeln (Galvospiegeln) über die Oberfläche führt. Aus dem punktförmigen Strahl entsteht so eine Linie oder ein Feld, das der Bediener mit dem Handstück über die Fläche zieht; Linienbreite und Scangeschwindigkeit werden am Gerät eingestellt. Die Scanfrequenz bestimmt zusammen mit der Pulsfrequenz, wie dicht die Pulse nebeneinanderliegen, und damit die Gleichmäßigkeit des Abtrags.
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Sicherheit und Recht
Schadstofferkundung (Gefahrstoffermittlung)
Die Schadstofferkundung klärt vor Beginn der Arbeiten, ob die zu entfernende Schicht oder der Untergrund Schadstoffe wie Blei, Chromate, Asbest, PCB oder Teer enthält. Bei der Laserreinigung entscheidet das Ergebnis über Absaugung, Atemschutz und Entsorgung und darüber, ob eine Laserbearbeitung an dieser Stelle überhaupt in Betracht kommt; bei asbesthaltigen Materialien gelten die Vorgaben der Gefahrstoffverordnung und der TRGS 519. Hinweise liefern Baujahr, alte Anstriche und Sicherheitsdatenblätter; Gewissheit bringt nur eine Materialprobe, die ein Labor untersucht.
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Brand und Sanierung
Schadstoffsanierung
Schadstoffsanierung bezeichnet das fachgerechte Entfernen gesundheitsgefährdender Stoffe aus Gebäuden und Anlagen, etwa Asbest, künstliche Mineralfasern, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), bleihaltige Altanstriche oder Brandfolgeprodukte wie Dioxine. Das übernehmen Fachbetriebe mit entsprechender Sachkunde, bei Asbest nach TRGS 519, in abgeschotteten Arbeitsbereichen und mit abschließender Freimessung. Die Laserreinigung setzt erst danach an, bei Ruß und Belägen auf freigegebenen Flächen aus Metall oder Stein; eine Sanierung belasteter Bauteile ersetzt sie nicht.
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Prüfen und Messen
Schichtdickenmessung (Schichtdicke)
Die Schichtdickenmessung bestimmt zerstörungsfrei die Dicke einer Lack- oder Beschichtungsschicht in Mikrometern, auf Stahl magnetinduktiv nach ISO 2178, auf Nichteisenmetall mit Wirbelstrom nach ISO 2360. Vor der Laserreinigung hilft sie, den nötigen Abtrag beim Entlacken abzuschätzen; danach weist sie nach, ob Reste der Altbeschichtung verblieben sind oder ob die neue Beschichtung die geforderte Dicke erreicht. Auf rauen oder stark gekrümmten Flächen sollten die Geräte auf einer unbeschichteten Stelle gleicher Form und gleichen Werkstoffs abgeglichen werden.
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Brand und Sanierung
Schimmelentfernung
Befall auf Putz, Mauerwerk und Beton trocken von der Oberfläche abtragen, wenn die Feuchteursache beseitigt ist. Keine Komplettlösung gegen Schimmel; die Sanierung bleibt Sache von Fachleuten.
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Brand und Sanierung
Schimmelpilzspore (Spore)
Schimmelpilzsporen sind die winzigen Verbreitungseinheiten von Schimmelpilzen; sie verteilen sich mit dem Staub, keimen auf feuchten Untergründen aus und wirken auch abgetötet noch allergen. Bei der Laserreinigung befallener Flächen bestimmt das die Schutzmaßnahmen: Abschottung, Absaugung mit Schwebstofffilter, Atemschutz und Feinreinigung nach dem Abtrag, denn beim Lösen des Belags werden Sporen frei, die eingefangen werden müssen. Ob eine Fläche mit dem Laser behandelt werden kann, hängt vom Untergrund und von der beseitigten Feuchteursache ab.
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Andere Verfahren
Schleifen
Schleifen trägt Werkstoff mechanisch mit gebundenem Korn ab, auf Schleifscheibe, Fächerscheibe, Schleifband oder Vlies; es ist Standard beim Verputzen von Schweißnähten und an kleinen Flächen, auf denen eine definierte Oberfläche entstehen soll. Dabei geht Grundwerkstoff verloren, es entstehen Riefen, Wärmeeintrag, Funken und Staub; an Edelstahl kann eingeschliffenes Fremdeisen später rosten. Die Laserreinigung entfernt Oxide, Anlauffarben und Beschichtungen, ohne den Werkstoff darunter abzutragen, und kommt dort in Frage, wo nur die Schicht weg soll und die Geometrie bleiben muss.
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Andere Verfahren
Schleuderradstrahlen (Turbinenstrahlen)
Beim Schleuderradstrahlen wirft ein schnell rotierendes Schleuderrad Stahlschrot oder Stahlkies in einer stationären, geschlossenen Anlage auf das Werkstück; das Verfahren entzundert und entrostet Profile, Bleche, Gussteile und Serienteile in großer Stückzahl. Die Teile müssen zur Anlage gebracht werden und zu deren Abmessungen passen. Die mobile Laserreinigung setzt dort an, wo Bauteile nicht transportiert werden können oder nur einzelne Stellen, Einzelstücke und Kleinserien zu bearbeiten sind.
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