Glossar
Fachbegriffe von Fokustiefe bis Gerüsteinhausung
Seite 6 von 18 im Glossar der Laserreinigung: Hier stehen die Fachbegriffe von Fokustiefe bis Gerüsteinhausung, kompakt erklärt und, wo es passt, mit der zugehörigen Leistung verknüpft. Über die Suche finden Sie jeden der 359 Begriffe.
359 Begriffe
Begriffe von Fokustiefe bis Gerüsteinhausung
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Laser und Gerätetechnik
Fokustiefe (Schärfentiefe)
Die Fokustiefe bezeichnet den Bereich entlang der Strahlachse, in dem der Strahlfleck (Spot) annähernd so klein bleibt wie im Fokus. Bei der handgeführten Laserreinigung lässt sich der Arbeitsabstand nicht immer exakt halten. Innerhalb der Fokustiefe bleibt die Energiedichte auf der Oberfläche dennoch nahezu gleich, außerhalb wächst der Strahlfleck und die Wirkung lässt nach. Eine große Fokustiefe verzeiht Abweichungen und erleichtert die Arbeit an gewölbten oder unebenen Teilen; ein sehr kleiner Strahlfleck bedeutet physikalisch eine geringe Fokustiefe.
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Rückstände
Formbelag (Ausgasungsbelag)
Formbelag entsteht in Spritzguss- und Vulkanisationsformen aus Ausgasungen des Kunststoffs oder Gummis, aus Trennmittelresten und aus Additiven wie Flammschutz oder Weichmachern. Er setzt Entlüftungen zu, zeichnet sich als Schleier oder Fleck auf dem Teil ab und verschlechtert die Entformung. Der gepulste Laser trägt ihn ohne mechanischen Kontakt ab, je nach Zugänglichkeit auch in der eingebauten Form; wo der Strahl nicht hinkommt, bleibt der Belag.
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Maschinen und Instandhaltung
Formenreinigung
Formenreinigung bezeichnet das Entfernen von Belägen aus Spritzguss-, Gummi-, Reifen- und Backformen, die sich im Betrieb aus Ausgasungen, Trennmitteln, Vulkanisationsrückständen oder eingebrannten Teigresten bilden. Beim Laser ist das Ziel, den Belag abzutragen und den Formwerkstoff mit Narbung, Gravur und Maßen unverändert zu lassen, weil sich jede Veränderung der Kavität auf dem Produkt abzeichnen kann. Ob das für die jeweilige Form und den Belag gelingt, wird an einer Probefläche geprüft, bevor die ganze Form bearbeitet wird.
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Maschinen und Instandhaltung
Formenwechsel (Werkzeugwechsel)
Beim Formenwechsel wird die Form, in der Kunststoffverarbeitung meist Werkzeug genannt, in der Spritzgießmaschine oder Vulkanisierpresse gegen eine andere getauscht, damit ein neues Produkt gefertigt werden kann; der Vorgang zählt zur Rüstzeit. Für die Formenreinigung ist der Wechsel ein naheliegender Zeitpunkt, weil die Form ohnehin geöffnet, abgekühlt oder ausgebaut ist und die Reinigung in den geplanten Stillstand fällt. Wer die Reinigung in den Wechsel einplant, stimmt Ablage, Zugang und Laserbereich vorher ab.
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Ablauf und Angebot
Fotodokumentation (Bilddokumentation)
Die Fotodokumentation hält den Zustand einer Oberfläche vor, während und nach der Bearbeitung in Bildern fest. In der Laserreinigung beginnt sie bereits mit der Anfrage, weil Fotos von Rückstand, Untergrund und Umgebung die erste Einschätzung tragen; Aufnahmen der Probefläche und des Endzustands können später das erreichte Ergebnis belegen. Für Instandhaltung, Versicherung und Hausverwaltung dient eine solche Dokumentation als nachvollziehbarer Nachweis der ausgeführten Leistung.
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Ablauf und Angebot
Freigabe (Musterfreigabe)
Mit der Freigabe bestätigt der Auftraggeber, dass das an der Probefläche oder am Musterteil erreichte Ergebnis dem gewünschten Zielzustand entspricht, und gibt die Bearbeitung der übrigen Fläche oder Serie frei. In der Laserreinigung folgt sie auf die Beurteilung des Musters und legt zugleich den Parametersatz fest, mit dem weitergearbeitet wird. Ohne Freigabe bleibt es beim Muster; Änderungen am Zielzustand nach der Freigabe erfordern eine neue Probe.
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Brand und Sanierung
Freimessung (Freigabemessung)
Freimessung bezeichnet die abschließende Messung nach einer Schadstoff-, Brand- oder Schimmelsanierung, meist durch eine vom Sanierungsbetrieb unabhängige Messstelle. Geprüft wird, ob Raumluft und Oberflächen die vereinbarten oder vorgeschriebenen Werte einhalten, etwa für Fasern, Partikel, Sporen oder Chloride. Erst mit diesem Nachweis gilt der Bereich als wieder nutzbar. Für die Laserreinigung heißt das: An der Probefläche wird das Reinigungsergebnis auf dem Bauteil beurteilt, die Nutzungsfreigabe des Raums hängt an der Freimessung.
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Sicherheit und Recht
Fremdfirmenkoordination (Koordinierung nach Arbeitsschutzgesetz)
Die Fremdfirmenkoordination regelt die Zusammenarbeit, wenn Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber an einem Ort arbeiten: Nach Arbeitsschutzgesetz müssen diese ihre Schutzmaßnahmen abstimmen und sich gegenseitig über Gefährdungen informieren; die DGUV Vorschrift 1 verlangt dafür, soweit erforderlich, eine koordinierende Person. Bei der mobilen Laserreinigung im Kundenbetrieb werden Laserbereich, Absperrungen, Absaugung und Brandschutz vor Beginn mit dem Kunden abgestimmt, etwa über dessen Fachkraft für Arbeitssicherheit. Der Dienstleister liefert seine Gefährdungsbeurteilung und Nachweise, der Kunde die Informationen zu Stoffen, Anlagen und Fluchtwegen.
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Gebäude und Denkmal
Fuge (Mörtelfuge)
Mörtelverbindung zwischen den Steinen oder Ziegeln eines Mauerwerks, meist weicher und poröser als der Stein, historisch aus Kalkmörtel. Bei Graffiti zieht Farbe in die raue, saugfähige Fuge tiefer ein als in den Stein; bei der Laserreinigung raut die Fuge bei zu hoher Energiedichte leichter auf oder sandet ab. Fugen werden deshalb mit eigener Einstellung oder zurückhaltender behandelt; ausgewaschene Fugen und Fehlstellen sind nach der Reinigung vom Fachbetrieb neu zu verfugen, am Denkmal mit einem zum Bestand passenden Mörtel.
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Fügen und Beschichten
Fügezone
Der Bereich, in dem zwei Teile geschweißt oder geklebt werden. Vor dem Fügen bearbeitet der Laser nur diese Zone; welchen Zustand sie braucht, legt die Schweißaufsicht oder der Klebeprozess fest.
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Maschinen und Instandhaltung
Funktionsfläche
Eine Funktionsfläche ist die Oberfläche eines Bauteils, die eine technische Aufgabe erfüllt, etwa eine Führungsbahn, eine Dichtfläche, eine Gleitfläche oder die formgebende Fläche einer Kavität. Für die Laserreinigung legt sie fest, was nach dem Abtrag des Belags zulässig ist: Rauheit, Maß und Kantenschärfe dürfen sich nur so weit ändern, wie es die Funktion erlaubt. Deshalb wird vor der Arbeit geklärt, welche Flächen Funktionsflächen sind und welcher Zielzustand dort gilt; die Probefläche liegt dann an einer unkritischen Stelle.
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Sicherheit und Recht
Gefährdungsbeurteilung
Mit der Gefährdungsbeurteilung ermittelt und bewertet der Arbeitgeber vor Beginn einer Tätigkeit die Gefährdungen am Arbeitsplatz und legt die Schutzmaßnahmen fest; Grundlage sind das Arbeitsschutzgesetz, für Laser die OStrV und für Gefahrstoffe die Gefahrstoffverordnung. Bei der mobilen Laserreinigung muss sie für den konkreten Einsatzort erstellt werden, weil Laserbereich, Reflexionen, Rauch, Lärm und Brandgefahr von Raum und Werkstück abhängen. Für Laserarbeitsplätze verlangt die OStrV, dass sie fachkundig durchgeführt und dokumentiert wird.
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Brand und Sanierung
Gefahrenbereich
Als Gefahrenbereich wird eine Brandstelle nach Art und Menge der verbrannten Stoffe und nach dem Brandverlauf eingestuft; die VdS 2357 „Richtlinien zur Brandschadensanierung“ kennt die Stufen GB 0 bis GB 3, vom Schaden ohne besondere Schadstoffe bis zum Schaden mit besonderen Gefahrstoffen wie Asbest oder PCB. Für die Laserreinigung legt die Einstufung fest, welche Schutzausrüstung, Abschottung und Entsorgung gelten und in welcher Reihenfolge die Gewerke arbeiten. Die Einstufung nimmt eine fachkundige Person vor Beginn der Arbeiten vor.
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Sicherheit und Recht
Gefährlicher Abfall (Sonderabfall)
Als gefährlicher Abfall, umgangssprachlich Sonderabfall, gelten Abfälle mit gefahrenrelevanten Eigenschaften, die in der Abfallverzeichnis-Verordnung mit einem Sternchen am Abfallschlüssel gekennzeichnet sind. Bei der Laserreinigung fallen vor allem abgesaugte Lack- und Metallstäube und die gebrauchten Filter darunter, wenn die abgetragene Schicht Blei, Chromverbindungen oder andere gefährliche Bestandteile enthält; solche Abfälle gehören nicht in den Gewerbemüll und unterliegen der Nachweispflicht. Die Einstufung erfolgt über den Abfallschlüssel; vorab sollte geklärt sein, wer als Abfallerzeuger gilt und die Entsorgung verantwortet.
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Sicherheit und Recht
Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)
Die Gefahrstoffverordnung regelt den Schutz der Beschäftigten beim Umgang mit gefährlichen Stoffen am Arbeitsplatz, auch wenn diese erst bei der Arbeit entstehen. Sie greift bei der Laserreinigung, weil abgetragene Lacke, Metallstäube und der Laserrauch selbst Gefahrstoffe sein können; der Arbeitgeber muss die Stoffe ermitteln, die Gefährdung beurteilen und Schutzmaßnahmen wie die Erfassung an der Entstehungsstelle festlegen. Außerdem verlangt sie eine Betriebsanweisung und die Unterweisung der Beschäftigten; die zugehörigen Technischen Regeln (TRGS) konkretisieren die Anforderungen für einzelne Stoffe wie Blei.
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Prüfen und Messen
Gemittelte Rautiefe (Rz)
Die gemittelte Rautiefe Rz ist der Mittelwert der größten Höhenunterschiede zwischen Profilspitze und Profiltal aus mehreren, üblicherweise fünf aufeinanderfolgenden Einzelmessstrecken. Rz reagiert deutlich stärker auf einzelne Riefen und Spitzen als Ra und steht deshalb in vielen Beschichtungs- und Klebevorgaben als Kennwert für das Oberflächenprofil nach der Reinigung. Für den Vergleich vorher und nachher müssen Messgerät, Messstrecke und Messrichtung gleich bleiben.
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Laser und Gerätetechnik
Gepulster Laser
Ein Laser, der seine Energie in sehr kurzen Pulsen abgibt. Geeignete Prozesse tragen so den Rückstand ab und begrenzen dabei den Wärmeeintrag in den Grundwerkstoff. Die Wattzahl allein beschreibt den Prozess nicht: Pulsdauer, Pulsenergie und Wiederholrate gehören dazu.
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Brand und Sanierung
Geruchsneutralisation (Geruchsbeseitigung)
Geruchsneutralisation fasst Verfahren zusammen, die nach der Reinigung verbliebene Geruchsträger abbauen oder einschließen, etwa die Behandlung mit Ozon, das Vernebeln von Wirkstoffen (Fogging) oder einen Sperrgrund auf Wänden und Decken. Sie folgt auf die Laserreinigung und andere Reinigungsschritte, denn solange Ruß und Kondensat auf den Flächen liegen, bleibt die Geruchsquelle erhalten. Ozon ist gesundheitsschädlich; die Räume bleiben während der Behandlung gesperrt und werden danach gelüftet.
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Gebäude und Denkmal
Gerüst (Arbeitsgerüst)
Temporäre Arbeitsplattform aus Systemteilen vor der Fassade, die vom Gerüstbauer aufgestellt, geprüft und zur Nutzung freigegeben wird. Für die Laserreinigung bestimmen die Gerüstlagen, welche Flächen in einem Arbeitsgang erreichbar sind; Gerät, Absaugung und Kabelwege müssen auf den Lagen sicher Platz finden. Ob ein Gerüst nötig ist oder eine Hubarbeitsbühne genügt, hängt von Flächengröße, Höhe und Dauer der Arbeiten ab und wird bei der Planung geklärt.
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Gebäude und Denkmal
Gerüsteinhausung (Einhausung)
Verkleidung eines Gerüsts mit Planen oder Netzen, die Staub und Abtrag zur Umgebung abschirmt und Passanten den Blick auf die Arbeitsfläche nimmt. Bei der Laserreinigung im Freien hilft sie, den Laserbereich abzugrenzen: Eine Plane hält abgelöste Partikel zurück und verhindert, dass Unbeteiligte in die Bearbeitungszone blicken. Als alleiniger Laserschutz genügt sie nicht, weil Planen und Netze den Strahl nicht sicher aufhalten; welche Abschirmungen und Absperrungen nötig sind, legt der Betrieb in der Gefährdungsbeurteilung nach OStrV fest, unterstützt vom Laserschutzbeauftragten.
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