Glossar
Laserreinigung: Fachbegriffe erklärt
359 Begriffe rund um Rückstände, Werkstoffe, Lasertechnik, Ablauf, Sicherheit und Prüfung, kompakt erklärt. Jeder Begriff führt, wo es passt, zur zugehörigen Leistung.
359 Begriffe
Alle Begriffe
-
Andere Verfahren
Abbeizen (Abbeizmittel)
Abbeizen löst Lack und Farbe mit lösemittel- oder laugenhaltigen Abbeizmitteln an, die aufgetragen werden, einwirken und die aufgeweichte Schicht zum Abschaben freigeben; anschließend wird der Untergrund gespült, üblich an Holz, Fassaden und Metallteilen. Dabei fällt Lackschlamm als Gefahrstoff an, bei mehreren Lackschichten sind mehrere Durchgänge nötig, und Lösemitteldämpfe erfordern Lüftung und Schutz. Die Laserreinigung trägt Schicht für Schicht trocken ab und lässt sich auf Teilflächen begrenzen; bei dicken oder elastischen Anstrichen zeigt die Probefläche, welches Verfahren sinnvoller ist.
-
Ablauf und Angebot
Abdeckung (Abkleben, Maskierung)
Die Abdeckung schützt angrenzende Bereiche, die nicht bearbeitet werden sollen, vor Laserstrahl, abgetragenen Partikeln und Staub. In der Laserreinigung wird sie gebraucht, wenn neben der Zielfläche empfindliche Teile liegen, etwa Dichtungen, Sensoren, Kabel, Glas oder bereits fertige Oberflächen. Abgedeckt wird mit Materialien, die gestreuter Strahlung und Wärme standhalten. Der Umfang der Abdeckung geht in die Rüstzeit ein und wird bei der Probefläche oder beim Ortstermin festgelegt.
-
Laser und Gerätetechnik
Ablation
Abtragen von Material durch Energieeintrag. Bei der Laserreinigung trägt der Laserstrahl eine dünne Schicht an der Oberfläche ab, der Rückstand löst sich als Dampf und Partikel, der Grundwerkstoff darunter soll möglichst unverändert bleiben.
-
Laser und Gerätetechnik
Ablationsschwelle (Schwellwert, Abtragschwelle)
Die Ablationsschwelle ist die Energiedichte, ab der ein Material unter dem Laserpuls abgetragen wird; unterhalb davon erwärmt sich die Oberfläche nur. Für die Laserreinigung ist der Abstand zwischen zwei Schwellen entscheidend: Liegt die Schwelle der Schicht unter der des Untergrunds, lässt sich ein Arbeitsfenster einstellen, in dem die Schicht abgeht und der Grundwerkstoff weitgehend unberührt bleibt. Liegen beide Schwellen nahe beieinander, wird das Fenster schmal; ob es für ein konkretes Material groß genug ist, zeigt die Probefläche.
-
Ablauf und Angebot
Abnahme am Muster
Das Ergebnis eines Einsatzes wird mit der vorher freigegebenen Probefläche oder dem Musterteil verglichen. So ist für beide Seiten klar, welcher Zustand vereinbart war, bevor die ganze Fläche bearbeitet wird.
-
Prüfen und Messen
Abnahmekriterium
Ein Abnahmekriterium ist eine vor Beginn vereinbarte, prüfbare Anforderung an das Ergebnis, etwa ein Oberflächenvorbereitungsgrad nach ISO 8501-1, ein Rauheitsbereich, ein Grenzwert für den Restsalzgehalt oder ein Haftzugwert, an der entschieden wird, ob die Leistung erbracht ist. Bei der Laserreinigung wird das Kriterium sinnvollerweise an der Probefläche festgelegt und mit Fotos festgehalten, damit Auftraggeber und Ausführender denselben Zielzustand meinen. Je messbarer das Kriterium, desto weniger Spielraum bleibt bei der Abnahme für unterschiedliche Sichtweisen.
-
Sicherheit und Recht
Abnahmeprotokoll (Übergabeprotokoll)
Das Abnahmeprotokoll bestätigt nach Abschluss der Arbeiten schriftlich, dass die gereinigte Fläche den vereinbarten Zielzustand erreicht hat, und wird von beiden Seiten mit Datum unterzeichnet. Bei der Laserreinigung ist der Maßstab dafür die zuvor freigegebene Probefläche; Fotos der fertigen Fläche gehören ins Protokoll, erkennbare Abweichungen werden als Vorbehalt vermerkt, sonst können Ansprüche daraus verloren gehen. Nach dem Werkvertragsrecht des BGB beginnt mit der Abnahme die Verjährung der Mängelansprüche, und die Beweislast für Mängel geht auf den Auftraggeber über.
-
Sicherheit und Recht
Absaugung
Die bei der Laserreinigung gelösten Partikel und Dämpfe werden an der Bearbeitungsstelle abgesaugt und gefiltert. Für Lack und Graffiti schreiben die Gerätedatenblätter eine geeignete industrielle Absaug- und Filteranlage zwingend vor; sie gehört zur Einsatzplanung.
-
Brand und Sanierung
Abschottung (Staubschutzwand)
Eine Abschottung trennt den Sanierungsbereich mit Folien- oder Plattenwänden und einer Schleuse vom übrigen Gebäude ab, meist verbunden mit einer Unterdruckhaltung. Bei der Laserreinigung hält sie den Staub aus dem Abtrag sowie aufgewirbelten Ruß und Sporen im Arbeitsbereich und ergänzt die Absaugung am Gerät; den Laserbereich ersetzt sie nicht, der wird gesondert abgegrenzt. Umfang und Dichtheit richten sich nach dem Gefahrenbereich und nach dem Schutzbedarf der angrenzenden Räume, etwa bei laufender Produktion.
-
Laser und Gerätetechnik
Absorption (Absorptionsgrad)
Die Absorption beschreibt, welchen Anteil der auftreffenden Laserenergie ein Material aufnimmt und in Wärme umsetzt. Für die Laserreinigung ist das der entscheidende Mechanismus: Dunkle Beläge wie Rost oder Ruß absorbieren das Infrarotlicht des Faserlasers stark und lassen sich abtragen, während blankes Metall einen großen Teil zurückwirft und deutlich weniger Energie aufnimmt. Wie stark eine bestimmte Schicht oder ein Untergrund absorbiert, hängt von Material und Oberflächenbeschaffenheit ab und wird auf der Probefläche geprüft.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Abtragstiefe
Die Abtragstiefe gibt an, wie viel Schicht oder Material bei einem Durchgang entfernt wird. Bei der Laserreinigung ergibt sie sich unter anderem aus Pulsenergie, Überlappung und Verfahrgeschwindigkeit und wird über die Zahl der Überfahrten an die vorhandene Schichtdicke angepasst, bis der vereinbarte Zielzustand erreicht ist. Weil der Untergrund unversehrt bleiben soll, werden die Parameter an der Probefläche eingestellt und das Ergebnis dort geprüft, bevor die ganze Fläche bearbeitet wird.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Aktivieren (Aktivierung)
Aktivieren meint, eine Oberfläche unmittelbar vor dem Kleben, Lackieren oder Beschichten in einen gut benetzbaren Zustand zu bringen, indem Oxid-, Fett- und Trennmittelfilme entfernt werden. Die Laserreinigung wird dafür ohne Chemie und ohne Strahlmittel eingesetzt, meist als letzter Schritt vor dem Fügen. Die Wirkung hält nur begrenzt an, weil sich die frische Fläche an Luft wieder belegt; der Folgeschritt sollte daher zeitnah erfolgen und der zulässige Zeitabstand mit dem Klebstoff- oder Lackhersteller abgestimmt sein.
-
Rückstände
Algenbewuchs (Veralgung)
Algenbewuchs zeigt sich als grüner bis dunkler Belag auf Fassaden, Naturstein, Beton und Holz, bevorzugt an schattigen, feuchten Stellen wie Nordseiten, Wetterseiten und Sockeln. Der gepulste Laser trägt die Algenschicht ohne Hochdruckwasser und ohne Chemie ab, was bei saugfähigen und denkmalgeschützten Oberflächen ein Vorteil sein kann. Die Veralgung kehrt zurück, wenn Wasser und Schatten bleiben; ob der Laser den Untergrund sichtbar verändert, zeigt die Probefläche.
-
Rückstände
Altbeschichtung
Eine ältere Lack- oder Schutzschicht, die ganz oder auf einer Teilfläche entfernt werden soll, zum Beispiel vor einer Reparatur oder einer neuen Beschichtung. Entscheidend sind Schichtaufbau und Untergrund.
-
Werkstoffe
Aluminium
Aluminium ist ein Leichtmetall, das an Luft sofort eine dünne, natürliche Oxidhaut bildet, einen vergleichsweise niedrigen Schmelzpunkt hat und Laserlicht im nahen Infrarot stark reflektiert. Oxid, Fett, Lack und Verschmutzung lassen sich abtragen, doch der Übergang zur Beschädigung ist schmal: Zu viel Energie schmilzt die Oberfläche an oder hinterlässt matte Flecken, die vor allem auf polierten oder sichtbaren Flächen auffallen. Die Probefläche legt deshalb die Einstellung fest, bevor eine größere Fläche bearbeitet wird.
-
Rückstände
Anbackung (Anhaftung)
Anbackungen sind fest sitzende Produkt- oder Materialreste an Werkzeugen, Mischern, Walzen und Behältern, die sich durch Hitze, Druck oder Trocknung verfestigt haben, etwa Teig, Kunststoff, Klebstoff, Farbe oder Gummi. Für die Laserreinigung zählt, woraus die Schicht besteht, wie dick sie ist und wie sie auf dem Untergrund haftet; dunkle, trockene Beläge lösen sich anders als zähe oder helle. Fotos und eine Probefläche am Originalteil klären vorab, ob der Laser die Anbackung erreicht und abträgt.
-
Ablauf und Angebot
Anfahrt (Anfahrtskosten)
Die Anfahrt bezeichnet den Weg des Dienstleisters mit Gerät und Ausrüstung zum Einsatzort und zurück. Bei mobiler Laserreinigung gehört sie zu jedem Auftrag, da das Gerät zum Objekt kommt; ob und wie sie berechnet wird, sollte aus dem Angebot hervorgehen. PULSWERK arbeitet von Köln aus in Nordrhein-Westfalen, der Aufwand für die Anfahrt richtet sich nach dem jeweiligen Einsatzort.
-
Ablauf und Angebot
Anfrage (Erstanfrage)
Mit der Anfrage beginnt ein Laserreinigungsauftrag: Der Betrieb beschreibt Bauteil oder Fläche, den Rückstand und den gewünschten Zielzustand und schickt Fotos mit. Bei PULSWERK bildet diese Anfrage mit Fotos die Grundlage für eine erste Einschätzung, bevor eine Probefläche den tatsächlichen Aufwand zeigt. Je genauer Material, Rückstand und Zugang beschrieben sind, desto belastbarer fällt die Rückmeldung aus.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Ankerprofil (Oberflächenprofil, Haftprofil)
Das Ankerprofil ist die Rauheitsstruktur, in der sich eine Beschichtung mechanisch verankert; Beschichtungshersteller geben dafür meist einen Profilbereich vor, der nach DIN EN ISO 8503 mit Vergleichsmustern oder Messgeräten bestimmt wird. Beim Strahlen entsteht dieses Profil durch das Strahlmittel, bei der Laserreinigung fällt es anders aus, weil kein Strahlmittel die Fläche verformt. Ob das Laserprofil für den vorgesehenen Beschichtungsaufbau genügt, ist deshalb vorab mit dem Beschichter zu klären und an der Probefläche zu prüfen.
-
Rückstände
Anlauffarben
Dünne Oxidschichten, die beim Schweißen durch Hitze entstehen und die Naht und ihre Umgebung farbig verfärben. Bei Edelstahl können sie den Korrosionsschutz schwächen; sie lassen sich mit dem Laser entfernen.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Anschmelzung (Aufschmelzung)
Eine Anschmelzung entsteht, wenn die Energiedichte zu hoch ist oder der Strahl zu lange an einer Stelle verweilt und die Oberfläche dadurch örtlich schmilzt. Sie hinterlässt glänzende, aufgeworfene oder verfärbte Stellen und kann Rauheit, Maßhaltigkeit und Gefüge der obersten Schicht verändern. Bei der Laserreinigung lässt sie sich durch passende Parameter und gleichmäßige Führung vermeiden, was die Probefläche vorab zeigt; an Kanten, dünnen Querschnitten und niedrig schmelzenden Werkstoffen ist besondere Sorgfalt nötig.
-
Gebäude und Denkmal
Anti-Graffiti-Beschichtung (Graffitischutz)
Schutzschicht auf Fassaden, die das Eindringen von Sprühfarbe in den Untergrund erschwert. Permanente Systeme bleiben nach dem Abnehmen des Graffiti erhalten; Opfersysteme, meist auf Wachsbasis, werden mit dem Graffiti abgenommen und danach neu aufgetragen. Vor einer Laserreinigung ist zu klären, ob und welcher Schutz vorhanden ist, weil der Laser eine Opferschicht mit der Farbe abträgt und ein permanentes System beschädigen kann; am Denkmal kommen meist nur diffusionsoffene Systeme in Frage, und der Auftrag braucht die Erlaubnis der Denkmalbehörde.
-
Laser und Gerätetechnik
Arbeitsabstand
Der Arbeitsabstand ist die Entfernung zwischen Handstück und Oberfläche, bei der der Strahl richtig fokussiert ist. Für die Laserreinigung ist er entscheidend, weil Spotgröße und Energiedichte unmittelbar von ihm abhängen: Weicht der Bediener vom vorgesehenen Abstand ab, wird der Spot größer und der Abtrag schwächer oder ungleichmäßiger. Gehalten wird der Abstand mit einem Abstandshalter am Handstück oder nach Augenmaß; an gewölbten Teilen und in Ecken verlangt das Übung.
-
Ablauf und Angebot
Aufmaß (Flächenaufmaß)
Das Aufmaß erfasst Länge, Breite und Anzahl der zu bearbeitenden Flächen und ergibt die Quadratmeter oder laufenden Meter, auf die sich ein Angebot bezieht. In der Laserreinigung ist die Fläche einer der Angebotsfaktoren neben Rückstand, Geometrie, Zugang und Stückzahl. Bei Bauteilen tritt an die Stelle des Flächenaufmaßes meist die Stückzahl mit der je Teil zu reinigenden Fläche.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Aufrauen (Aufrauung)
Aufrauen bedeutet, die Rauheit einer Oberfläche gezielt zu erhöhen, damit Klebstoff, Lack oder eine Spritzschicht besser haften. Die Laserreinigung lässt die Fläche je nach Parametern und Werkstoff weitgehend unverändert oder hinterlässt eine feine Mikrorauheit; ein definiertes Aufrauen ist ein eigener Bearbeitungsschritt mit eigenen Parametern. Welche Variante gewünscht ist, gehört in den Auftrag, denn eine Sichtfläche verlangt das Gegenteil einer Klebefläche; die Wirkung wird an der Probefläche gezeigt und bei Bedarf gemessen.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Ausgangszustand (Istzustand)
Der Ausgangszustand beschreibt die Fläche, wie sie vor der Reinigung vorliegt: Art und Dicke der Beläge, Rostgrad, Fett, Feuchte, Schäden am Untergrund. Für die Laserreinigung ist er der Bezugspunkt für Angebot, Parameterwahl und spätere Abnahme, weshalb PULSWERK jede Anfrage mit Fotos und einer Probefläche beginnt. Je genauer der Ausgangszustand festgehalten ist, desto klarer lässt sich das Ergebnis später daran messen.
-
Maschinen und Instandhaltung
Ausgasung
Ausgasung bezeichnet das Austreten flüchtiger Bestandteile aus Kunststoff oder Kautschuk bei Verarbeitungstemperatur, etwa Weichmacher, Additive, Monomerreste oder Vernetzungsprodukte. In der Form kondensieren sie an kühleren Stellen und bauen mit der Zeit einen harten, oft bräunlichen Belag in Entlüftungen, an der Trennebene und in der Kavität auf. Für die Laserreinigung ist dieser Belag der typische Fall der Formenreinigung; dabei entstehen Rauch und Partikel, die abgesaugt werden müssen.
-
Gebäude und Denkmal
Baudenkmal (eingetragenes Denkmal)
Gebäude, Bauteil oder Anlage, an deren Erhaltung aus geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen oder städtebaulichen Gründen ein öffentliches Interesse besteht und die deshalb in die Denkmalliste der Gemeinde eingetragen ist. Für die Laserreinigung heißt das: Ein Eingriff in die Oberfläche, auch das Abnehmen von Schmutz oder Graffiti, ist in der Regel erlaubnispflichtig und vorab mit der Unteren Denkmalbehörde zu klären. Welche Teile geschützt sind, steht im Eintrag; im Zweifel gibt die Behörde Auskunft.
-
Werkstoffe
Baustahl (unlegierter Stahl, Schwarzstahl)
Baustahl bezeichnet den unlegierten Stahl für Träger, Profile, Bleche und Rahmen im Stahl- und Maschinenbau, der ohne Schutzschicht an Luft rostet. Er kommt meist mit Walzhaut, Zunder, Rost oder einer Altbeschichtung zur Laserreinigung, und diese dunklen Beläge nehmen das Laserlicht stärker auf als der blanke Stahl darunter, sodass der Abtrag am freigelegten Metall deutlich nachlässt. Ob die gereinigte Fläche den Zustand für eine neue Beschichtung erreicht, zeigt die Probefläche.
-
Ablauf und Angebot
Baustelleneinrichtung (Einrichtung vor Ort)
Die Baustelleneinrichtung umfasst alle Vorbereitungen, die ein mobiler Einsatz am Objekt braucht: Stellplatz für das Fahrzeug, Stromversorgung, Absaugung, Abgrenzung des Laserbereichs, Abdeckung der Umgebung und gegebenenfalls Zugangstechnik. In der Laserreinigung ist sie Teil der Rüstzeit und sollte vor dem Einsatz mit dem Betrieb abgestimmt werden, damit Anschlüsse, Zufahrt und Sperrung des Arbeitsbereichs am Einsatztag geklärt sind. Fehlende Vorbereitung vor Ort verlängert die Einrichtung und damit den Einsatz.
-
Ablauf und Angebot
Bauteilgeometrie (Geometrie)
Die Bauteilgeometrie beschreibt die Form eines Werkstücks: ebene Flächen, Kanten, Radien, Bohrungen, Hinterschnitte und Rippen. Für die Laserreinigung entscheidet sie über die Strahlführung, denn der Laser wirkt nur auf Flächen, die er in Sichtlinie erreicht; verwinkelte Bereiche verlangen zusätzliche Überfahrten aus anderen Winkeln oder bleiben unerreichbar. Deshalb zählt die Geometrie zu den Angebotsfaktoren und wird an der Probefläche oder am Musterteil mitgeprüft.
-
Brand und Sanierung
Bautrocknung (technische Trocknung)
Bautrocknung entzieht durchfeuchteten Bauteilen mit Kondensations- oder Adsorptionstrocknern die Feuchte, bei nassen Estrichen auch mit Dämmschichttrocknung, bis die Ausgleichsfeuchte erreicht ist. Für die Laserreinigung läuft sie davor oder parallel, weil der Laser in der Regel trockene Oberflächen braucht, feuchte Flächen nicht beschichtet werden sollen und auf nassem Untergrund Rost und Schimmel wiederkommen. Den Trocknungserfolg belegt eine Feuchtemessung, bevor Reinigung und Neubeschichtung beginnen.
-
Gebäude und Denkmal
Bauzier (Ornament, Bauplastik)
Schmuckformen an Fassaden wie Gesimse, Kapitelle, Reliefs, Figuren, Maßwerk und Profile aus Naturstein, Stuck, Terrakotta oder Putz. Für die Laserreinigung ist das ein typisches Einsatzfeld: Der Strahl arbeitet ohne Druck und ohne Abrieb und schont Kanten, die bei Strahlverfahren verrunden; Hinterschneidungen, die der Strahl nicht trifft, bleiben der Handarbeit vorbehalten. Weil Schmutz in Vertiefungen dicker liegt als auf Graten, wird die Einstellung stellenweise angepasst; an weichem Stuck oder glasierter Terrakotta zeigt die Probefläche, wie weit die Reinigung gehen darf.
-
Ablauf und Angebot
Bearbeitungsplan
Vor dem Einsatz wird festgelegt, welche Flächen bearbeitet werden und welche nicht: erhaltene Beschichtungen, Dichtflächen, Kennzeichnungen und Bereiche außerhalb des Auftrags werden markiert, am besten auf Zeichnungen oder Fotos.
-
Ablauf und Angebot
Bearbeitungszone
Der abgegrenzte Bereich einer Fläche, der tatsächlich gereinigt wird. Eine klar begrenzte Zone ist ein typischer Anwendungsfall des Lasers, zum Beispiel eine Reparaturstelle oder eine Fügezone.
-
Andere Verfahren
Beizen
Beizen entfernt Zunder, Anlauffarben und Rost chemisch mit Säuren, im Tauchbad, als Sprühbeize oder Paste; bei Edelstahl sind Gemische aus Fluss- und Salpetersäure üblich, bei unlegiertem Stahl Salz- oder Schwefelsäure, jeweils gefolgt von Spülen und Neutralisieren. Das Verfahren wirkt gleichmäßig auch in Hohlräumen und an Innenflächen, bringt aber Gefahrstoffe, Einwirkzeit und belastetes Spülwasser mit sich. Die Laserreinigung arbeitet trocken und lokal auf der zugänglichen Fläche, etwa an Nähten, Teilflächen und Bauteilen, die nicht ins Bad können.
-
Andere Verfahren
Beizpaste
Beizpaste bezeichnet eine standfeste, pastöse Beize auf Säurebasis, die auf Schweißnähte an Edelstahl aufgetragen wird, um Anlauffarben und Zunder zu entfernen; nach der Einwirkzeit wird sie abgespült und das Spülwasser als Gefahrstoff aufgefangen. Zu lange Einwirkung, Wärme oder ungleichmäßiger Auftrag greifen die Oberfläche an, und flusssäurehaltige Pasten verlangen strenge Schutzmaßnahmen. Die Laserreinigung entfernt Anlauffarben an der Naht ohne Säure und Spülwasser; ob anschließend eine Passivierung nötig ist, hängt von der Anforderung an die Naht ab.
-
Fügen und Beschichten
Benetzung (Benetzbarkeit)
Benetzung beschreibt, wie weit sich ein flüssiger Klebstoff, Lack oder Lot auf einer festen Oberfläche ausbreitet, statt Tropfen zu bilden; gemessen wird sie über den Kontaktwinkel, kleine Winkel bedeuten gute Benetzung. Fett, Trennmittel, Silikon oder Oxidschichten verschlechtern sie, eine frisch gereinigte Metallfläche stellt sie wieder her; ohne Benetzung kommt keine Haftung zustande. Nach der Laserreinigung lässt sich die Benetzbarkeit mit Testtinten oder einem Wassertest prüfen; sie nimmt mit der Zeit wieder ab, weshalb Kleben oder Beschichten zeitnah folgen sollte.
-
Prüfen und Messen
Benetzungstest (Benetzungsprüfung)
Ein Benetzungstest prüft, wie gleichmäßig Wasser oder eine Testflüssigkeit auf einer Oberfläche verläuft, und gibt damit Aufschluss über deren Oberflächenenergie. Öl, Fett oder Trennmittelreste lassen die Flüssigkeit abperlen; eine saubere Metallfläche wird gleichmäßig benetzt, bei Kunststoffen hängt das Verhalten zusätzlich vom Werkstoff ab. Nach der Laserreinigung einer Klebe- oder Lackierfläche zeigt der Test, ob noch filmbildende Rückstände vorhanden sind; Rauheit oder Staub erfasst er nicht. Üblich sind der Wasserbruchtest und Testtinten mit definierter Oberflächenspannung.
-
Fügen und Beschichten
Beschichtungsvorbereitung
Reinigung einer Fläche, bevor sie lackiert oder beschichtet wird. Altbeschichtung, Rost und Rückstände kommen herunter; Nachbehandlung und Lagerung bis zum Beschichten gehören von Anfang an in die Planung.
-
Werkstoffe
Beton
Beton ist ein künstlicher Stein aus Zement, Gesteinskörnung und Wasser, der an Wänden, Böden, Stützen und Fertigteilen vorkommt. Für die Laserreinigung zählt die oberste Zementsteinschicht, auf oder in der Farbe, Graffiti, Öl und Verschmutzung sitzen; zu hohe Energie raut genau diese Schicht auf oder legt die Körnung darunter frei. Die Probefläche zeigt, wie weit der Abtrag gehen darf, damit Sichtbeton seine Oberfläche behält und Böden nicht fleckig werden.
-
Sicherheit und Recht
Betriebsanweisung
Mit der Betriebsanweisung legt der Arbeitgeber schriftlich und arbeitsplatzbezogen Gefährdungen, Schutzmaßnahmen, Verhaltensregeln, das Vorgehen bei Störungen und die Erste Hilfe fest; die Gefahrstoffverordnung verlangt sie für den Umgang mit Gefahrstoffen, die TROS Laserstrahlung für den Laserarbeitsplatz. Für die mobile Laserreinigung beschreibt sie, wie der Laserbereich eingerichtet, die Schutzbrille getragen, die Absaugung betrieben und bei Brand oder Verletzung gehandelt wird. Sie ist in verständlicher Form am Arbeitsplatz verfügbar und bildet die Grundlage der Unterweisung.
-
Sicherheit und Recht
Betriebshaftpflichtversicherung (Betriebshaftpflicht)
Die Betriebshaftpflichtversicherung tritt für Personen- und Sachschäden ein, die ein Betrieb bei seiner Arbeit Dritten zufügt, also auch dem Auftraggeber. Bei der mobilen Laserreinigung ist ein Laser der Laserklasse 4 in fremden Räumen oder an fremden Gebäuden im Einsatz, deshalb sollte der Versicherungsnachweis vor Beginn der Arbeiten vorliegen. Neben der Deckungssumme zählt der Umfang: Schäden an der bearbeiteten Fläche selbst, sogenannte Tätigkeitsschäden, sind in vielen Verträgen nur eingeschlossen, wenn das ausdrücklich vereinbart ist.
-
Brand und Sanierung
Betriebsunterbrechung (BU)
Eine Betriebsunterbrechung ist der Stillstand von Produktion oder Betrieb nach einem Schaden; der daraus entstehende Ertragsausfall lässt sich über eine Betriebsunterbrechungsversicherung abdecken, die neben der Sachversicherung abgeschlossen wird. Für die Laserreinigung heißt das, dass Maschinen und Anlagen, deren Ausfall den Betrieb aufhält, oft früh im Sanierungskonzept stehen und mobil vor Ort gereinigt werden können, ohne Ausbau und Transport. Die Dauer der Unterbrechung ist für Versicherer und Betrieb eine zentrale Größe bei der Entscheidung zwischen Sanierung und Ersatz.
-
Sicherheit und Recht
Bildfreigabe (Bildrechte, Referenzfreigabe)
Die Bildfreigabe ist die Zustimmung des Auftraggebers, Einsatzfotos auf der Website oder als Referenz zu zeigen. Bei der mobilen Laserreinigung entstehen die Aufnahmen vor Ort und zeigen oft mehr als die Fläche, etwa Beschäftigte oder Einblicke in die Fertigung. Für abgebildete Personen gilt das Recht am eigenen Bild; Beschäftigte, Firmenlogos und Betriebsinterna müssen entweder freigegeben oder unkenntlich gemacht werden. Fotos aus der Anfrage dienen der Einschätzung; eine spätere Veröffentlichung braucht eine eigene Freigabe.
-
Rückstände
Biofilm
Ein Biofilm ist ein dünner, schleimiger Belag aus Mikroorganismen und ihrer Schleimschicht, der sich auf dauerfeuchten Flächen wie Fassaden, Naturstein, Beton, Holz und technischen Anlagen bildet und Algen, Pilzen und Flechten den Boden bereitet. Der gepulste Laser trägt den Belag mitsamt den eingelagerten Schmutzpartikeln ab, ohne Wasser und ohne Biozide. Der Biofilm kommt zurück, solange die Feuchteursache bleibt, etwa Spritzwasser, Beschattung oder undichte Anschlüsse; die Reinigung ist deshalb nur ein Teil der Lösung.
-
Rückstände
Bitumenanstrich (Teeranstrich)
Bitumenanstriche sind schwarze, zähe Schutzschichten auf Bitumen- oder Teerbasis, die Stahl, Beton, Tanks, Rohre und Kellerwände gegen Feuchtigkeit und Korrosion abdichten. Unter dem Laser erweichen sie, schmieren und erzeugen viel Rauch, deshalb braucht der Abtrag eine starke Absaugung und mehr Überfahrten als ein dünner Lack. Alte Teeranstriche können polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten; dann ist vorab eine Analyse sinnvoll und der Abtrag als gefährlicher Abfall zu behandeln.
-
Rückstände
Bleimennige (bleihaltiger Altanstrich)
Bleimennige ist ein orangeroter Rostschutzanstrich auf Basis von Bleioxid, der jahrzehntelang an Stahlbauten, Brücken, Maschinen und Fahrzeugen üblich war. Beim Abtragen entstehen bleihaltiger Staub und Rauch, deshalb sollten Altanstriche vor dem Entlacken auf Blei geprüft werden, etwa durch eine Laboranalyse. Wird Bleimennige mit dem Laser entfernt, sind Absaugung mit geeigneter Filterung, Atemschutz und die Entsorgung des Abtrags als gefährlicher Abfall einzuplanen.
-
Brand und Sanierung
Brandfolgeprodukt
Brandfolgeprodukte sind die Stoffe, die beim Brand entstehen und sich mit dem Rauch auf Flächen niederschlagen: Ruß, Rauchgaskondensat, Chloride und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK); bei chlorhaltigen Kunststoffen wie PVC können auch Dioxine und Furane entstehen. Für die Laserreinigung bestimmen sie Schutzausrüstung, Filterung der Absaugung und Entsorgung des Abtrags, denn der Laser löst die Rückstände von der Fläche, ändert ihre Gefährlichkeit aber nicht. Welche Stoffe vorliegen, folgt aus den verbrannten Materialien und wird bei der Einstufung des Gefahrenbereichs festgehalten.
-
Brand und Sanierung
Brandfolgeschaden (Folgeschaden)
Ein Brandfolgeschaden entsteht erst nach dem Löschen, wenn Brandrückstände und Feuchte weiter auf Bauteile und Maschinen einwirken, etwa Lochfraß durch Chloride aus dem Rauchgas oder Schimmel aus stehendem Löschwasser. Für die Laserreinigung folgt daraus, dass Ruß und Rauchgaskondensat auf Metall früh abgenommen werden sollten, solange die Oberfläche darunter noch unversehrt ist. Je länger die Rückstände liegen, desto weiter kann der Folgeschaden wachsen; die Schadenminderungspflicht nach § 82 VVG verlangt deshalb, früh gegenzusteuern.
-
Brand und Sanierung
Brandgeruch
Brandgeruch rührt von Pyrolyseprodukten her, die sich beim Schwelen und Verbrennen bilden und in poröse Materialien wie Putz, Holz, Dämmstoffe und Dichtungen einziehen. Die Laserreinigung nimmt Ruß und Kondensat von der Oberfläche, erreicht aber keine Geruchsträger, die in die Tiefe eingedrungen sind: Auf dichten Werkstoffen wie Metall sitzt der Geruch im Belag, in porösen Bauteilen steckt er im Material. Für diese Bauteile braucht es eigene Maßnahmen, von der Geruchsneutralisation bis zum Rückbau.
-
Brand und Sanierung
Brandschaden
Ein Brandschaden umfasst alle Schäden, die Feuer, Hitze, Rauch und Löschmittel an Gebäuden, Maschinen und Einrichtung hinterlassen, von verrußten Oberflächen bis zu durchfeuchteten Bauteilen. Für die Laserreinigung kommen vor allem Metall- und Steinflächen in Betracht, auf denen Ruß und Rauchgaskondensat sitzen; ob und wie sich der Belag löst, zeigt die Probefläche. Vor Betreten und Reinigung müssen die Standsicherheit geprüft, die Schadstoffbelastung eingestuft und der Schaden dokumentiert sein.
-
Brand und Sanierung
Brandschadensanierung (Brandsanierung)
Die Brandschadensanierung umfasst alle Schritte, die ein Gebäude oder einen Betrieb nach einem Brand wieder nutzbar machen: Sofortmaßnahmen, Reinigung und Dekontamination, Geruchsbeseitigung, Trocknung, Rückbau nicht sanierbarer Teile und zum Schluss die Erfolgskontrolle. Die Laserreinigung ist darin ein Schritt für Metall- und Steinflächen, auf denen Ruß und Rauchgaskondensat haften. Ihr Platz im Ablauf ergibt sich aus dem Sanierungskonzept, meist nach der Einstufung des Gefahrenbereichs und vor Geruchsbehandlung und Neubeschichtung.
-
Laser und Gerätetechnik
Brennweite
Die Brennweite bezeichnet den Abstand zwischen der Fokussierlinse und dem Fokus; sie ist durch die eingebaute Optik des Handstücks vorgegeben. Für die Laserreinigung legt sie den Arbeitsabstand fest und beeinflusst Spotgröße und Fokustiefe: Eine längere Brennweite erlaubt mehr Abstand zur Fläche und mehr Toleranz beim Halten, liefert aber einen größeren Spot. Die Brennweite wird bei mobilen Geräten in der Regel nur mit einem Wechsel der Optik verändert und ist deshalb keine Einstellung im laufenden Betrieb.
-
Prüfen und Messen
Bresle-Test (Bresle-Methode)
Der Bresle-Test ist ein genormtes Feldverfahren zur Bestimmung des Restsalzgehalts nach ISO 8502-6 und ISO 8502-9. Ein Pflaster mit Hohlraum wird auf die Fläche geklebt, der Hohlraum mehrfach mit destilliertem Wasser gespült und die Leitfähigkeit der Lösung gemessen; daraus ergibt sich die Salzmenge je Quadratmeter. Nach der Laserreinigung dient das Verfahren dem Nachweis gegenüber dem Beschichter, wenn eine Spezifikation einen Grenzwert für lösliche Salze vorsieht.
-
Andere Verfahren
Bürsten (Drahtbürsten)
Beim Bürsten entfernen rotierende Topf-, Zopf- oder Rundbürsten aus Stahl- oder Edelstahldraht losen Rost, Schweißschlacke und abblätternde Farbe an Nähten, Kanten und kleinen Flächen; das Verfahren ist handgeführt und überall verfügbar. Fest haftende Oxide und Walzhaut werden oft nur glattgedrückt, Drahtabrieb bleibt zurück, und an Edelstahl führt eine Stahldrahtbürste zu Fremdrost. Die Laserreinigung legt den Grundwerkstoff ohne Draht- oder Kornrückstände frei; vor dem Schweißen, Kleben oder Beschichten ist dieser Unterschied für die Haftung relevant.
-
Brand und Sanierung
Chloridbelastung (Chloridkontamination)
Eine Chloridbelastung entsteht, wenn beim Verbrennen von PVC und anderen chlorhaltigen Kunststoffen Chlorwasserstoff frei wird, sich mit Feuchte zu Salzsäure verbindet und als Salz auf Oberflächen zurückbleibt. Auf Metall können diese Salze Lochfraß auslösen. Die Laserreinigung zielt darauf, Ruß und Kondensat samt den darin gebundenen Chloriden von der Fläche zu nehmen; bereits entstandenen Lochfraß macht sie nicht rückgängig. Wischproben mit Chloridmessung zeigen vor der Reinigung die Dringlichkeit und danach, ob die Fläche ausreichend sauber ist.
-
Laser und Gerätetechnik
Dauerstrichlaser (CW)
Ein Laser, der seinen Strahl kontinuierlich abgibt, im Unterschied zum gepulsten Laser. Ob ein Dauerstrichgerät für einen Untergrund taugt, gilt immer für das konkret geprüfte System: Für das Dauerstrichgerät, dessen Datenblatt uns vorliegt, nennt der Hersteller empfindliche Untergründe wie Holz oder historischen Stein als ungeeignet.
-
Ablauf und Angebot
Demontage (Ausbau)
Bei der Demontage wird ein Bauteil aus einer Maschine oder Anlage ausgebaut, damit es gesondert bearbeitet werden kann. In der Laserreinigung wird sie nötig, wenn die zu reinigende Fläche im eingebauten Zustand nicht in Sichtlinie erreichbar ist oder angrenzende Teile sich nicht ausreichend abdecken lassen; demontierte Teile lassen sich zudem drehen und von allen Seiten bearbeiten. Ob Ausbau oder Reinigung im eingebauten Zustand sinnvoller ist, hängt vom Aufwand für Demontage und Wiedermontage ab.
-
Gebäude und Denkmal
Denkmalpflege
Fachliche Praxis des Erforschens, Erhaltens und Pflegens von Denkmälern, getragen von Denkmalfachämtern, Restauratoren und Planern; der Denkmalschutz bildet dazu den rechtlichen Rahmen. Bei einer Laserreinigung am Denkmal setzt die Denkmalpflege den Maßstab: wie weit die Reinigung gehen darf, welche Alterungsspuren als Patina bleiben und ob die Arbeiten restauratorisch begleitet werden. In Nordrhein-Westfalen sind die Fachämter beim Landschaftsverband Rheinland und beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe angesiedelt.
-
Gebäude und Denkmal
Denkmalrechtliche Erlaubnis (denkmalrechtliche Genehmigung)
Zustimmung der Unteren Denkmalbehörde, in Nordrhein-Westfalen der Gemeinde, zu Maßnahmen an einem eingetragenen Denkmal nach dem Denkmalschutzgesetz NRW; sie muss vor Beginn der Arbeiten vorliegen. Für eine Laserreinigung beantragt sie in der Regel der Eigentümer; die Behörde entscheidet im Benehmen mit dem Denkmalfachamt des Landschaftsverbands und verbindet die Erlaubnis häufig mit Auflagen wie Probeflächen, dem zulässigen Reinigungsgrad oder einer restauratorischen Begleitung. Ohne Erlaubnis begonnene Arbeiten können gestoppt und als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.
-
Gebäude und Denkmal
Denkmalschutz
Bei geschützten Bauten entscheiden Behörden und Fachleute über Eingriffe. PULSWERK beginnt dort nur mit Freigabe und einer Probefläche; die Reinigung ist eine abgegrenzte Aufgabe innerhalb eines restauratorischen Konzepts.
-
Maschinen und Instandhaltung
Dichtfläche
Eine Dichtfläche ist die Fläche, auf der eine Dichtung oder ein Gegenstück dicht aufliegt, etwa an Flanschen, Deckeln oder den Hälften einer Form. Für die Laserreinigung zählt sie zu den Funktionsflächen mit strengen Anforderungen: Nach dem Entfernen von Dichtungsresten, Kleber oder Belag muss sie eben und riefenfrei bleiben, sonst wird die Verbindung undicht. Da beim Laser kein Schaber und kein Schleifmittel die Fläche berührt, entstehen keine mechanischen Riefen; ob Ebenheit und Rauheit erhalten bleiben, zeigt die Probefläche.
-
Rückstände
Dichtstoffrest (Dichtmassenrest)
Dichtstoffreste bleiben beim Zerlegen von Motoren, Getrieben oder Gehäusen an den Dichtflächen haften, ob Flüssigdichtung, Dichtmasse oder angebackene Flachdichtung; vor dem Zusammenbau müssen sie vollständig herunter, sonst kann die Verbindung undicht werden. Für die Laserreinigung gehören sie zu den Anhaftungen auf metallischem Untergrund, die der gepulste Strahl berührungslos abtragen kann; Schaber oder Schleifvlies hinterlassen auf weichen Dichtflächen aus Aluminium leicht Riefen. Ob sich dünne Filme und gummielastische Wülste vollständig lösen lassen, zeigt die Probefläche am Musterteil.
-
Andere Verfahren
Druckluftversorgung (Kompressor)
Als Druckluftversorgung bezeichnet man beim Strahlen die Bereitstellung großer Luftmengen bei hohem Druck, auf Baustellen meist durch einen fahrbaren Kompressor; dazu kommen Aufstellfläche, Kraftstoff, Lärm und Schlauchleitungen bis zum Strahlplatz. Für die Laserreinigung entfällt dieser Teil der Logistik, weil das Gerät einen Stromanschluss und eine Absaugung braucht, aber keine Druckluft zum Abtragen. Bei der Planung eines Einsatzes vor Ort ist die Versorgung deshalb neben Staub, Lärm und Platzbedarf ein Unterscheidungsmerkmal zwischen den Verfahren.
-
Fügen und Beschichten
Duplex-System
Ein Duplex-System kombiniert eine Feuerverzinkung mit einem darüberliegenden Lackaufbau; die Zinkschicht schützt den Stahl, der Lack schützt das Zink, und die gemeinsame Schutzdauer liegt in der Regel über der Summe der Einzelschichten. Lack haftet auf der glatten, oxidierten Zinkoberfläche schlecht: Zinkoxide und Weißrost müssen herunter, danach wird leicht gestrahlt (Sweep-Strahlen) oder ein Haftgrund aufgetragen. Die Laserreinigung kann Weißrost und Verschmutzung abnehmen; wie viel Zink dabei mitgeht und ob das Ergebnis dem Beschichter genügt, zeigt die Probefläche.
-
Werkstoffe
Edelstahl (nichtrostender Stahl, rostfreier Stahl)
Edelstahl bezeichnet im Sprachgebrauch der Betriebe den nichtrostenden Stahl, der durch seinen Chromanteil, oft ergänzt um Nickel, eine schützende Passivschicht ausbildet. Bei der Laserreinigung stehen hier Anlauffarben nach dem Schweißen, Fremdrost, Fett oder Beschichtungen im Vordergrund. Die Einstellung muss die Passivschicht erhalten oder ihre Neubildung an Luft zulassen; zu viel Energie erzeugt neue Anlauffarben, deshalb beginnt die Arbeit auf einer Probefläche.
-
Ablauf und Angebot
Einsatzbericht (Arbeitsbericht)
Ein Einsatzbericht hält nach Abschluss der Arbeiten fest, welche Flächen oder Teile bearbeitet wurden und wie viel Zeit der Einsatz beansprucht hat; Besonderheiten wie abweichende Untergründe oder ausgesparte Zonen werden ebenfalls vermerkt. In der Laserreinigung sind Fotos vor und nach der Bearbeitung sowie die verwendeten Einstellungen sinnvoll, weil sich ein Folgeeinsatz am selben Objekt dann an bekannten Werten orientieren kann. Der Bericht dient dem Auftraggeber als Leistungsnachweis, etwa gegenüber Versicherung oder Eigentümer, ersetzt aber nicht die gemeinsame Endabnahme.
-
Andere Verfahren
Elektrolytisches Beizen (elektrochemische Schweißnahtreinigung)
Beim elektrolytischen Beizen wird eine Schweißnaht an Edelstahl mit Elektrolyt, Niederspannung und einem Kohlefaserpinsel oder Vliesaufsatz gereinigt; der Strom löst Anlauffarben ab, und die Naht wird im selben Arbeitsgang passiviert. Das Verfahren ist handgeführt, braucht Elektrolyt, Abspülen und Nachwischen und ist auf Edelstahl und dünne Oxidschichten beschränkt. Die Laserreinigung bearbeitet dieselbe Naht trocken und ohne Chemie und kommt auch für Zunder sowie für Stahl und Aluminium in Frage; eine Passivierung muss bei Bedarf gesondert erfolgen.
-
Werkstoffe
Eloxal (Eloxalschicht, anodisiertes Aluminium)
Eloxal bezeichnet die elektrolytisch verstärkte Oxidschicht auf Aluminium, die härter und dicker ist als die natürliche Oxidhaut und oft eingefärbt wird, typisch an Profilen, Gehäusen und Fassadenelementen. Der Laser kann diese Schicht leicht beschädigen, und vor Ort lässt sie sich nicht wiederherstellen, weil das Eloxieren ein Elektrolytbad verlangt. Vor der Reinigung ist deshalb zu klären, ob die Schicht erhalten bleiben oder gezielt entfernt werden soll, etwa vor dem Schweißen oder Kleben; die Probefläche zeigt, was erreichbar ist.
-
Ablauf und Angebot
Endabnahme (Abnahme)
Bei der Endabnahme prüfen Auftraggeber und Auftragnehmer zum Abschluss des Einsatzes gemeinsam, ob die bearbeiteten Zonen den vereinbarten Zustand erreicht haben und angrenzende Bereiche unversehrt sind; Maßstab ist das freigegebene Musterteil oder die Probefläche. In der Laserreinigung findet diese Prüfung vor Ort statt, möglichst unter denselben Lichtverhältnissen wie die Freigabe des Musters, weil Reinigungsgrad und verbliebene Verfärbungen je nach Beleuchtung unterschiedlich wirken. Abweichungen werden protokolliert und als Nacharbeit vereinbart; mit der Abnahme gilt die Leistung als vertragsgemäß erbracht.
-
Laser und Gerätetechnik
Energiedichte (Fluenz)
Die Energiedichte beschreibt die Pulsenergie bezogen auf die bestrahlte Fläche und wird in Joule je Quadratzentimeter angegeben. Sie ist eine zentrale Stellgröße der Laserreinigung, denn an ihr entscheidet sich, ob die Ablationsschwelle einer Schicht überschritten und die des Untergrunds unterschritten wird. Verändert wird sie über Pulsenergie und Spotgröße, also auch über Arbeitsabstand und Fokuslage; dieselbe mittlere Leistung kann je nach Einstellung eine ganz andere Energiedichte auf der Fläche ergeben.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Entfetten (Entfettung)
Entfetten bezeichnet das Entfernen von Ölen, Fetten, Trennmitteln und ähnlichen Filmen von einer Oberfläche. Dünne Filme lassen sich beim Laserreinigen meist mit abtragen, dicke oder verharzte Schichten brauchen dagegen in der Regel eine Vorentfettung, damit nichts auf der Fläche einbrennt und die Absaugung nicht verklebt. Welcher Weg nötig ist, zeigt sich am Ausgangszustand und an der Probefläche; bei Anforderungen an die Fettfreiheit vor dem Kleben oder Lackieren wird das Ergebnis gesondert geprüft.
-
Fügen und Beschichten
Enthaftung (Adhäsionsbruch)
Enthaftung ist das Ablösen einer Klebung oder Beschichtung an der Grenzfläche zum Untergrund, erkennbar an Abplatzungen, Blasen oder einer glatten Bruchfläche ohne Reste von Klebstoff oder Lack. Ein solcher Adhäsionsbruch weist häufig auf die Vorbereitung hin: Fett, Silikon, Staub, Oxide oder eine mürbe Altbeschichtung haben eine Trennschicht gebildet. Vor der Neubeschichtung muss die abgelöste Schicht vollständig herunter und der Untergrund tragfähig sein; die Laserreinigung legt ihn frei, und die Probefläche zeigt, ob darunter noch lose Lagen liegen.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Entlacken
Lack vollständig oder auf einer begrenzten Reparaturfläche vom Bauteil entfernen. Der Laser trägt die Schicht ab, der Zielzustand richtet sich nach dem nächsten Schritt: Reparatur, Prüfung oder neue Lackierung.
-
Maschinen und Instandhaltung
Entlüftung (Entlüftungskanal)
Entlüftungen sind feine Kanäle, Schlitze oder Bohrungen in einer Form, über die Luft und Gase beim Füllen aus der Kavität entweichen. Sind sie mit Belag zugesetzt, bleibt Gas im Formnest zurück und führt zu Fehlstellen, unvollständig gefüllten Konturen oder Brandstellen am Bauteil, dem sogenannten Dieseleffekt. Für die Laserreinigung sind Entlüftungen ein häufiger Anlass, weil sich der Belag dort mechanisch kaum entfernen lässt, ohne die Kanten zu beschädigen; sehr enge Bohrungen oder tiefe Kanäle erreicht der Strahl allerdings nur, soweit er sie direkt treffen kann.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Entrosten (Entrostung)
Entrosten bezeichnet das Entfernen von Rost bis zum vereinbarten Reinheitsgrad. Beim gepulsten Faserlaser läuft der Abtrag weitgehend selektiv ab, weil die dunkle Oxidschicht die Strahlung deutlich stärker aufnimmt als das blanke Metall darunter; sobald der Grundwerkstoff freiliegt, nimmt der Abtrag stark ab. Rost in Narben und Poren erreicht der Strahl nur im Sichtkontakt, weshalb der erreichbare Reinheitsgrad und ein möglicher Restrost vorab an der Probefläche beurteilt werden.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Entschichten (Entschichtung)
Entschichten ist der Oberbegriff für das Entfernen von Schichten aller Art bis auf einen definierten Untergrund: Lack, Pulverbeschichtung, Kunststoffüberzüge, Verzinkung, Klebstoff- oder Dichtmassenreste. Der Begriff ist weiter gefasst als Entlacken, das nur Farb- und Lackschichten meint. Mit dem Laser wird Schicht für Schicht abgetragen, der Untergrund bleibt bei passenden Parametern stehen; ob eine bestimmte Schicht vollständig und ohne Schaden am Grundwerkstoff abzutragen ist, wird an der Probefläche geklärt.
-
Sicherheit und Recht
Entsorgungsnachweis (Übernahmeschein)
Der Entsorgungsnachweis ist das Verfahren nach Nachweisverordnung, mit dem Abfallerzeuger, Beförderer und Entsorger die zulässige Entsorgung gefährlicher Abfälle vorab belegen; die einzelne Übergabe wird mit dem Begleitschein dokumentiert. Bei der Laserreinigung betrifft das abgesaugte Stäube und gebrauchte Filter, sofern sie als gefährlicher Abfall eingestuft sind. Für kleine Mengen sieht die Nachweisverordnung Erleichterungen vor, etwa die Sammelentsorgung über einen Einsammler, bei der der Erzeuger statt des Begleitscheins einen Übernahmeschein erhält; Auftraggeber sollten sich eine Kopie geben lassen.
-
Fügen und Beschichten
Entzinken
Entzinken bedeutet, die Zinkschicht verzinkter Bleche, Profile oder Rohre örtlich abzutragen, meist im Bereich einer späteren Schweißnaht. Zink verdampft weit unterhalb der Schmelztemperatur von Stahl und verursacht beim Schweißen Zinkrauch, Poren und Spritzer; deshalb wird ein Streifen um die Fügestelle freigelegt. Der gepulste Faserlaser kann die dünne Schicht streifengenau abtragen; ob der Grundwerkstoff dabei unberührt bleibt, zeigt die Probefläche. Nach dem Schweißen braucht die entzinkte Stelle wieder Korrosionsschutz, etwa mit Zinkstaubfarbe.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Entzundern
Zunder nach thermischen Fertigungsschritten von Stahlteilen entfernen, meist an Anschluss-, Prüf- oder Schweißzonen. Der Umgang mit der Schicht muss zum Folgeprozess passen.
-
Sicherheit und Recht
Erlaubnisschein (Feuererlaubnisschein)
Der Erlaubnisschein ist die schriftliche Freigabe des Betreibers für feuergefährliche Arbeiten an einem bestimmten Ort und in einem festgelegten Zeitraum; er benennt die Auflagen, etwa das Entfernen brennbarer Stoffe, bereitgestellte Löschmittel, eine Brandwache und die Nachkontrolle nach Arbeitsende. Für die mobile Laserreinigung im Kundenbetrieb stellt ihn der Kunde als Betreiber vor Beginn aus; ohne Freigabe sollte an brandgefährdeten Stellen nicht gearbeitet werden. Sachversicherer können ihn in ihren Sicherheitsvorschriften zur Bedingung des Versicherungsschutzes machen; Vordrucke stellen Unfallversicherungsträger und Versicherer bereit.
-
Sicherheit und Recht
Explosionsschutz (Ex-Bereich)
Explosionsschutz umfasst die Maßnahmen, die eine explosionsfähige Atmosphäre aus brennbaren Gasen, Dämpfen, Nebeln oder Stäuben verhindern oder ihre Zündung ausschließen; Bereiche mit solcher Gefahr werden nach Gefahrstoffverordnung in Zonen eingeteilt und als Ex-Bereich gekennzeichnet. Für die Laserreinigung ist das maßgeblich, weil der Laserstrahl und die heißen Abtragpartikel als Zündquellen wirken können. In Lackierereien, an Tanks oder in Silos darf deshalb erst gearbeitet werden, wenn die explosionsfähige Atmosphäre beseitigt und der Bereich freigemessen ist; Grundlage dafür ist das Explosionsschutzdokument des Betreibers.
-
Sicherheit und Recht
Expositionsgrenzwert (maximal zulässige Bestrahlung, MZB)
Der Expositionsgrenzwert gibt an, welcher Bestrahlung Auge oder Haut durch Laserstrahlung höchstens ausgesetzt sein dürfen, ohne dass eine Schädigung zu erwarten ist; die OStrV schreibt seine Einhaltung vor, die Norm EN 60825-1 spricht von der maximal zulässigen Bestrahlung. Bei Lasern der Klasse 4, wie sie in der Laserreinigung üblich sind, kann er im Arbeitsbereich ohne Schutzmaßnahmen überschritten werden; dieser Bereich ist der Laserbereich. Aus dem Grenzwert leiten sich Sicherheitsabstand, Abschirmung und die Schutzstufe der Laserschutzbrille ab.
-
Gebäude und Denkmal
Fachwerk
Bauweise mit tragendem, sichtbarem Holzgerüst aus Schwellen, Ständern, Riegeln und Streben, dessen Felder (Gefache) mit Lehm, Ziegeln oder Putz gefüllt sind. Bei der Laserreinigung können die Balken von alten Anstrichen, Vergrauung oder Bewuchs befreit werden; Holz reagiert dabei empfindlich, bei zu hoher Energiedichte wird die Oberfläche angekohlt oder aufgeraut, und die Faserrichtung bestimmt das Bild. Weiche Gefache aus Lehm oder Kalkputz werden meist ausgespart oder gesondert behandelt; am eingetragenen Fachwerkhaus gelten zudem die denkmalrechtlichen Auflagen.
-
Prüfen und Messen
Farbeindringprüfung (Eindringprüfung)
Die Farbeindringprüfung nach DIN EN ISO 3452-1 ist ein zerstörungsfreies Verfahren zum Auffinden von Rissen und Poren, die zur Oberfläche hin offen sind: Ein farbiges oder fluoreszierendes Eindringmittel zieht in die Fehlstellen, wird abgewaschen, und ein Entwickler holt es sichtbar wieder heraus. Das Verfahren setzt eine saubere, trockene Oberfläche ohne Fett, Farbe oder Zunder voraus, weshalb Schweißnähte und Bauteile vorher gereinigt werden müssen, etwa mit dem Laser. Die Prüfung selbst führt qualifiziertes Prüfpersonal durch.
-
Gebäude und Denkmal
Farbfassung (Fassung)
Historische Farb- oder Anstrichschicht auf Stein, Putz, Stuck oder Holz, die zum Denkmal gehört und oft mehrere übereinanderliegende Phasen umfasst. Anders als eine Altbeschichtung darf eine Fassung bei der Laserreinigung nicht abgetragen werden; weil Farbpigmente die Strahlung je nach Ton unterschiedlich aufnehmen, kann schon ein Durchgang Reste einer Fassung mitnehmen. Ob unter Schmutz oder späteren Anstrichen eine Fassung liegt, klärt die restauratorische Voruntersuchung; die Laserreinigung endet dort an der Schicht, die der Restaurator als erhaltenswert bestimmt.
-
Laser und Gerätetechnik
Faserlaser
Die heute übliche Bauart für Reinigungslaser: Der Laserstrahl entsteht in einer Glasfaser und wird über ein Kabel zum Handstück geführt. Mobile Geräte arbeiten mit einer Wellenlänge von 1064 Nanometern.
-
Brand und Sanierung
Feinreinigung
Feinreinigung bezeichnet den letzten Reinigungsschritt einer Brand-, Schimmel- oder Schadstoffsanierung nach Rückbau und Grobreinigung: Alle Flächen werden mit Schwebstofffilter (HEPA) abgesaugt und anschließend feucht gewischt, auch in Ecken, Kanälen und Hohlräumen. So werden Reststaub, Ruß und Sporen entfernt, bevor eine Freimessung oder Abnahme folgt. Eine Laserreinigung von Metall- oder Steinflächen gehört vor diesen Schritt, denn beim Abtragen von fest anhaftendem Ruß entsteht Staub, den die Feinreinigung anschließend mit aufnimmt.
-
Fügen und Beschichten
Fertigungsbeschichtung (Shop-Primer)
Eine Fertigungsbeschichtung ist eine dünne Grundierung, die Stahlbleche und Profile direkt nach dem Strahlen erhalten, damit sie bis zur Weiterverarbeitung nicht rosten; im Stahl- und Schiffbau heißt sie meist Shop-Primer. Viele Fertigungsbeschichtungen gelten als überschweißbar, verursachen aber bei zu hoher Schichtdicke Poren und Schweißrauch, weshalb der Nahtbereich vor dem Schweißen oft freigelegt wird. Vor dem endgültigen Lackaufbau wird sie je nach Korrosionsschutzsystem ganz oder nur an beschädigten Stellen entfernt; der Laser kann das örtlich übernehmen, ohne erneut zu strahlen.
-
Ablauf und Angebot
Festpreis (Pauschalpreis)
Ein Festpreis benennt den Gesamtbetrag für eine klar beschriebene Leistung, unabhängig von der tatsächlich benötigten Arbeitszeit. In der Laserreinigung setzt er voraus, dass Fläche, Rückstand und Zielzustand bekannt sind; belastbar lässt er sich deshalb erst nach Probefläche oder Musterteil nennen, vorher ist nur ein Richtwert möglich. Weicht der Bestand später von der Grundlage ab, etwa durch zusätzliche Flächen oder dickere Schichten, wird dies über einen Nachtrag geregelt.
-
Prüfen und Messen
Feuchtemessung (Materialfeuchte)
Die Feuchtemessung bestimmt den Wassergehalt eines Baustoffs wie Holz, Putz, Mauerwerk oder Beton, zerstörungsfrei mit elektrischen Widerstands- oder Kapazitätsmessgeräten oder an einer Probe mit der CM-Methode (Calciumcarbid-Methode). Vor einer Schimmelentfernung mit dem Laser zeigt der Feuchtewert, ob die verursachende Feuchtequelle beseitigt ist; nach einer Fassaden- oder Holzreinigung, ob der Untergrund trocken genug zum Beschichten ist. Elektrische Geräte erfassen vor allem die oberflächennahe Feuchte und können durch Salze oder Metall im Untergrund verfälscht werden.
-
Brand und Sanierung
Feuchteschaden (Wasserschaden)
Ein Feuchteschaden entsteht, wenn Löschwasser, ein Rohrbruch, Hochwasser oder Kondensat Bauteile durchfeuchtet; er ist die Vorstufe von Korrosion an Metall und Schimmel auf organischen Untergründen. Für die Laserreinigung gilt, dass die Flächen trocken sein müssen und die Feuchteursache beseitigt sein sollte, sonst kehren Rost und Schimmel nach der Reinigung zurück. Feuchtemessung und Leckageortung gehen deshalb der Reinigung voraus, die Bautrocknung läuft davor oder parallel.
-
Sicherheit und Recht
Feuergefährliche Arbeit (Heißarbeit)
Zu den feuergefährlichen Arbeiten zählen Tätigkeiten, bei denen Funken, Flammen, Glut oder große Hitze entstehen, etwa Schweißen, Trennschleifen oder Löten; für sie gelten die Vorgaben der Unfallversicherungsträger und die Auflagen der Sachversicherer. Die Laserreinigung ist genauso zu behandeln, weil beim Abtragen heiße Partikel wegspritzen und Lackreste oder Staubablagerungen entzündet werden können. Brennbare Materialien im Umfeld müssen deshalb entfernt oder abgedeckt, Löschmittel bereitgehalten und die Arbeitsstelle nach Abschluss nachkontrolliert werden; Betriebe und Versicherer fordern dafür häufig einen Erlaubnisschein.
-
Fügen und Beschichten
Feuerverzinken (Stückverzinken)
Beim Feuerverzinken werden fertige Stahlteile nach Entfetten, Beizen und Fluxen in flüssiges Zink getaucht, wo sich eine mit dem Stahl legierte Zinkschicht bildet; die Anforderungen regelt DIN EN ISO 1461. Das Beizbad entfernt Rost und Zunder, aber keine Lackreste, Markierungsfarbe, Schweißschlacke oder Klebstoffreste; solche Stellen bleiben beim Tauchen unverzinkt und gelten als Fehlstellen. Vor dem Verzinken werden Teile deshalb von Altbeschichtung und Rückständen befreit, wofür neben dem Strahlen auch die Laserreinigung in Frage kommt, etwa bei Einzelstücken oder Reparaturteilen.
-
Ablauf und Angebot
Flächenleistung
Wie viele Quadratmeter ein Gerät je Stunde bei einem bestimmten Rückstand auf einem bestimmten Untergrund schafft. Die Hersteller nennen Richtwerte als Spanne; PULSWERK rechnet mit der Spanne, nie mit einem Mittelwert als Zusage.
-
Andere Verfahren
Flammstrahlen
Beim Flammstrahlen fährt eine Acetylen-Sauerstoff-Flamme über die Stahloberfläche, etwa an Trägern oder Behältern; Rost und Zunder platzen durch die Wärmespannung ab und werden anschließend abgebürstet. Gegenüber der Laserreinigung arbeitet das Verfahren mit offener Flamme und erwärmt das Bauteil stark, sodass Brandgefahr besteht und dünnes Blech sich verziehen kann, während der gepulste Laser seine Energie kurz und vor allem in die abzutragende Schicht einbringt. ISO 8501-1 führt das Ergebnis als Vorbereitungsgrad „Fl“.
-
Rückstände
Flechte (Flechtenbewuchs)
Flechten sind Lebensgemeinschaften aus Pilz und Alge, die als krustige, graue, gelbe oder orangefarbene Polster auf Naturstein, Beton und Holz wachsen. Mit ihren Haftorganen dringen sie in den Stein ein und greifen ihn durch abgegebene Säuren auch chemisch an; sie sitzen deshalb fester als Algen. An Naturstein und Denkmälern ist Flechtenbewuchs ein typischer Fall für den gepulsten Laser, der den Bewuchs ohne mechanische Beanspruchung des Steins abträgt; ob Flechtensäuren Spuren hinterlassen haben, zeigt sich erst nach dem Abtrag.
-
Rückstände
Flugrost
Dünner, frischer Rost auf blankem Stahl, der oft schon nach kurzer Lagerung entsteht. Er lässt sich leicht entfernen, zeigt aber, dass die Fläche ohne Schutz weiter korrodiert.
-
Laser und Gerätetechnik
Fokus (Brennpunkt)
Der Fokus ist die Stelle, an der die Optik den Laserstrahl auf seinen kleinsten Durchmesser bündelt; dort ist die Intensität am höchsten. Für die Laserreinigung heißt das: Im Fokus trägt der Strahl am kräftigsten ab, davor oder dahinter wird der Spot größer und die Wirkung milder. In der Praxis wird bei empfindlichen Untergründen teils bewusst leicht außerhalb des Fokus gearbeitet, um die Wirkung zu mildern; die passende Einstellung wird auf der Probefläche ermittelt.
-
Laser und Gerätetechnik
Fokustiefe (Schärfentiefe)
Die Fokustiefe bezeichnet den Bereich entlang der Strahlachse, in dem der Strahlfleck (Spot) annähernd so klein bleibt wie im Fokus. Bei der handgeführten Laserreinigung lässt sich der Arbeitsabstand nicht immer exakt halten. Innerhalb der Fokustiefe bleibt die Energiedichte auf der Oberfläche dennoch nahezu gleich, außerhalb wächst der Strahlfleck und die Wirkung lässt nach. Eine große Fokustiefe verzeiht Abweichungen und erleichtert die Arbeit an gewölbten oder unebenen Teilen; ein sehr kleiner Strahlfleck bedeutet physikalisch eine geringe Fokustiefe.
-
Rückstände
Formbelag (Ausgasungsbelag)
Formbelag entsteht in Spritzguss- und Vulkanisationsformen aus Ausgasungen des Kunststoffs oder Gummis, aus Trennmittelresten und aus Additiven wie Flammschutz oder Weichmachern. Er setzt Entlüftungen zu, zeichnet sich als Schleier oder Fleck auf dem Teil ab und verschlechtert die Entformung. Der gepulste Laser trägt ihn ohne mechanischen Kontakt ab, je nach Zugänglichkeit auch in der eingebauten Form; wo der Strahl nicht hinkommt, bleibt der Belag.
-
Maschinen und Instandhaltung
Formenreinigung
Formenreinigung bezeichnet das Entfernen von Belägen aus Spritzguss-, Gummi-, Reifen- und Backformen, die sich im Betrieb aus Ausgasungen, Trennmitteln, Vulkanisationsrückständen oder eingebrannten Teigresten bilden. Beim Laser ist das Ziel, den Belag abzutragen und den Formwerkstoff mit Narbung, Gravur und Maßen unverändert zu lassen, weil sich jede Veränderung der Kavität auf dem Produkt abzeichnen kann. Ob das für die jeweilige Form und den Belag gelingt, wird an einer Probefläche geprüft, bevor die ganze Form bearbeitet wird.
-
Maschinen und Instandhaltung
Formenwechsel (Werkzeugwechsel)
Beim Formenwechsel wird die Form, in der Kunststoffverarbeitung meist Werkzeug genannt, in der Spritzgießmaschine oder Vulkanisierpresse gegen eine andere getauscht, damit ein neues Produkt gefertigt werden kann; der Vorgang zählt zur Rüstzeit. Für die Formenreinigung ist der Wechsel ein naheliegender Zeitpunkt, weil die Form ohnehin geöffnet, abgekühlt oder ausgebaut ist und die Reinigung in den geplanten Stillstand fällt. Wer die Reinigung in den Wechsel einplant, stimmt Ablage, Zugang und Laserbereich vorher ab.
-
Ablauf und Angebot
Fotodokumentation (Bilddokumentation)
Die Fotodokumentation hält den Zustand einer Oberfläche vor, während und nach der Bearbeitung in Bildern fest. In der Laserreinigung beginnt sie bereits mit der Anfrage, weil Fotos von Rückstand, Untergrund und Umgebung die erste Einschätzung tragen; Aufnahmen der Probefläche und des Endzustands können später das erreichte Ergebnis belegen. Für Instandhaltung, Versicherung und Hausverwaltung dient eine solche Dokumentation als nachvollziehbarer Nachweis der ausgeführten Leistung.
-
Ablauf und Angebot
Freigabe (Musterfreigabe)
Mit der Freigabe bestätigt der Auftraggeber, dass das an der Probefläche oder am Musterteil erreichte Ergebnis dem gewünschten Zielzustand entspricht, und gibt die Bearbeitung der übrigen Fläche oder Serie frei. In der Laserreinigung folgt sie auf die Beurteilung des Musters und legt zugleich den Parametersatz fest, mit dem weitergearbeitet wird. Ohne Freigabe bleibt es beim Muster; Änderungen am Zielzustand nach der Freigabe erfordern eine neue Probe.
-
Brand und Sanierung
Freimessung (Freigabemessung)
Freimessung bezeichnet die abschließende Messung nach einer Schadstoff-, Brand- oder Schimmelsanierung, meist durch eine vom Sanierungsbetrieb unabhängige Messstelle. Geprüft wird, ob Raumluft und Oberflächen die vereinbarten oder vorgeschriebenen Werte einhalten, etwa für Fasern, Partikel, Sporen oder Chloride. Erst mit diesem Nachweis gilt der Bereich als wieder nutzbar. Für die Laserreinigung heißt das: An der Probefläche wird das Reinigungsergebnis auf dem Bauteil beurteilt, die Nutzungsfreigabe des Raums hängt an der Freimessung.
-
Sicherheit und Recht
Fremdfirmenkoordination (Koordinierung nach Arbeitsschutzgesetz)
Die Fremdfirmenkoordination regelt die Zusammenarbeit, wenn Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber an einem Ort arbeiten: Nach Arbeitsschutzgesetz müssen diese ihre Schutzmaßnahmen abstimmen und sich gegenseitig über Gefährdungen informieren; die DGUV Vorschrift 1 verlangt dafür, soweit erforderlich, eine koordinierende Person. Bei der mobilen Laserreinigung im Kundenbetrieb werden Laserbereich, Absperrungen, Absaugung und Brandschutz vor Beginn mit dem Kunden abgestimmt, etwa über dessen Fachkraft für Arbeitssicherheit. Der Dienstleister liefert seine Gefährdungsbeurteilung und Nachweise, der Kunde die Informationen zu Stoffen, Anlagen und Fluchtwegen.
-
Gebäude und Denkmal
Fuge (Mörtelfuge)
Mörtelverbindung zwischen den Steinen oder Ziegeln eines Mauerwerks, meist weicher und poröser als der Stein, historisch aus Kalkmörtel. Bei Graffiti zieht Farbe in die raue, saugfähige Fuge tiefer ein als in den Stein; bei der Laserreinigung raut die Fuge bei zu hoher Energiedichte leichter auf oder sandet ab. Fugen werden deshalb mit eigener Einstellung oder zurückhaltender behandelt; ausgewaschene Fugen und Fehlstellen sind nach der Reinigung vom Fachbetrieb neu zu verfugen, am Denkmal mit einem zum Bestand passenden Mörtel.
-
Fügen und Beschichten
Fügezone
Der Bereich, in dem zwei Teile geschweißt oder geklebt werden. Vor dem Fügen bearbeitet der Laser nur diese Zone; welchen Zustand sie braucht, legt die Schweißaufsicht oder der Klebeprozess fest.
-
Maschinen und Instandhaltung
Funktionsfläche
Eine Funktionsfläche ist die Oberfläche eines Bauteils, die eine technische Aufgabe erfüllt, etwa eine Führungsbahn, eine Dichtfläche, eine Gleitfläche oder die formgebende Fläche einer Kavität. Für die Laserreinigung legt sie fest, was nach dem Abtrag des Belags zulässig ist: Rauheit, Maß und Kantenschärfe dürfen sich nur so weit ändern, wie es die Funktion erlaubt. Deshalb wird vor der Arbeit geklärt, welche Flächen Funktionsflächen sind und welcher Zielzustand dort gilt; die Probefläche liegt dann an einer unkritischen Stelle.
-
Sicherheit und Recht
Gefährdungsbeurteilung
Mit der Gefährdungsbeurteilung ermittelt und bewertet der Arbeitgeber vor Beginn einer Tätigkeit die Gefährdungen am Arbeitsplatz und legt die Schutzmaßnahmen fest; Grundlage sind das Arbeitsschutzgesetz, für Laser die OStrV und für Gefahrstoffe die Gefahrstoffverordnung. Bei der mobilen Laserreinigung muss sie für den konkreten Einsatzort erstellt werden, weil Laserbereich, Reflexionen, Rauch, Lärm und Brandgefahr von Raum und Werkstück abhängen. Für Laserarbeitsplätze verlangt die OStrV, dass sie fachkundig durchgeführt und dokumentiert wird.
-
Brand und Sanierung
Gefahrenbereich
Als Gefahrenbereich wird eine Brandstelle nach Art und Menge der verbrannten Stoffe und nach dem Brandverlauf eingestuft; die VdS 2357 „Richtlinien zur Brandschadensanierung“ kennt die Stufen GB 0 bis GB 3, vom Schaden ohne besondere Schadstoffe bis zum Schaden mit besonderen Gefahrstoffen wie Asbest oder PCB. Für die Laserreinigung legt die Einstufung fest, welche Schutzausrüstung, Abschottung und Entsorgung gelten und in welcher Reihenfolge die Gewerke arbeiten. Die Einstufung nimmt eine fachkundige Person vor Beginn der Arbeiten vor.
-
Sicherheit und Recht
Gefährlicher Abfall (Sonderabfall)
Als gefährlicher Abfall, umgangssprachlich Sonderabfall, gelten Abfälle mit gefahrenrelevanten Eigenschaften, die in der Abfallverzeichnis-Verordnung mit einem Sternchen am Abfallschlüssel gekennzeichnet sind. Bei der Laserreinigung fallen vor allem abgesaugte Lack- und Metallstäube und die gebrauchten Filter darunter, wenn die abgetragene Schicht Blei, Chromverbindungen oder andere gefährliche Bestandteile enthält; solche Abfälle gehören nicht in den Gewerbemüll und unterliegen der Nachweispflicht. Die Einstufung erfolgt über den Abfallschlüssel; vorab sollte geklärt sein, wer als Abfallerzeuger gilt und die Entsorgung verantwortet.
-
Sicherheit und Recht
Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)
Die Gefahrstoffverordnung regelt den Schutz der Beschäftigten beim Umgang mit gefährlichen Stoffen am Arbeitsplatz, auch wenn diese erst bei der Arbeit entstehen. Sie greift bei der Laserreinigung, weil abgetragene Lacke, Metallstäube und der Laserrauch selbst Gefahrstoffe sein können; der Arbeitgeber muss die Stoffe ermitteln, die Gefährdung beurteilen und Schutzmaßnahmen wie die Erfassung an der Entstehungsstelle festlegen. Außerdem verlangt sie eine Betriebsanweisung und die Unterweisung der Beschäftigten; die zugehörigen Technischen Regeln (TRGS) konkretisieren die Anforderungen für einzelne Stoffe wie Blei.
-
Prüfen und Messen
Gemittelte Rautiefe (Rz)
Die gemittelte Rautiefe Rz ist der Mittelwert der größten Höhenunterschiede zwischen Profilspitze und Profiltal aus mehreren, üblicherweise fünf aufeinanderfolgenden Einzelmessstrecken. Rz reagiert deutlich stärker auf einzelne Riefen und Spitzen als Ra und steht deshalb in vielen Beschichtungs- und Klebevorgaben als Kennwert für das Oberflächenprofil nach der Reinigung. Für den Vergleich vorher und nachher müssen Messgerät, Messstrecke und Messrichtung gleich bleiben.
-
Laser und Gerätetechnik
Gepulster Laser
Ein Laser, der seine Energie in sehr kurzen Pulsen abgibt. Geeignete Prozesse tragen so den Rückstand ab und begrenzen dabei den Wärmeeintrag in den Grundwerkstoff. Die Wattzahl allein beschreibt den Prozess nicht: Pulsdauer, Pulsenergie und Wiederholrate gehören dazu.
-
Brand und Sanierung
Geruchsneutralisation (Geruchsbeseitigung)
Geruchsneutralisation fasst Verfahren zusammen, die nach der Reinigung verbliebene Geruchsträger abbauen oder einschließen, etwa die Behandlung mit Ozon, das Vernebeln von Wirkstoffen (Fogging) oder einen Sperrgrund auf Wänden und Decken. Sie folgt auf die Laserreinigung und andere Reinigungsschritte, denn solange Ruß und Kondensat auf den Flächen liegen, bleibt die Geruchsquelle erhalten. Ozon ist gesundheitsschädlich; die Räume bleiben während der Behandlung gesperrt und werden danach gelüftet.
-
Gebäude und Denkmal
Gerüst (Arbeitsgerüst)
Temporäre Arbeitsplattform aus Systemteilen vor der Fassade, die vom Gerüstbauer aufgestellt, geprüft und zur Nutzung freigegeben wird. Für die Laserreinigung bestimmen die Gerüstlagen, welche Flächen in einem Arbeitsgang erreichbar sind; Gerät, Absaugung und Kabelwege müssen auf den Lagen sicher Platz finden. Ob ein Gerüst nötig ist oder eine Hubarbeitsbühne genügt, hängt von Flächengröße, Höhe und Dauer der Arbeiten ab und wird bei der Planung geklärt.
-
Gebäude und Denkmal
Gerüsteinhausung (Einhausung)
Verkleidung eines Gerüsts mit Planen oder Netzen, die Staub und Abtrag zur Umgebung abschirmt und Passanten den Blick auf die Arbeitsfläche nimmt. Bei der Laserreinigung im Freien hilft sie, den Laserbereich abzugrenzen: Eine Plane hält abgelöste Partikel zurück und verhindert, dass Unbeteiligte in die Bearbeitungszone blicken. Als alleiniger Laserschutz genügt sie nicht, weil Planen und Netze den Strahl nicht sicher aufhalten; welche Abschirmungen und Absperrungen nötig sind, legt der Betrieb in der Gefährdungsbeurteilung nach OStrV fest, unterstützt vom Laserschutzbeauftragten.
-
Sicherheit und Recht
Gewährleistung (Mängelhaftung)
Die Gewährleistung, rechtlich die Mängelhaftung, verpflichtet den Auftragnehmer, dafür einzustehen, dass seine Leistung die vereinbarte Beschaffenheit hat; bei Werkverträgen richtet sie sich nach den §§ 633 ff. BGB. Laserreinigung wird meist als Werkleistung vereinbart, bei der ein Ergebnis geschuldet ist; deshalb bestimmt der festgelegte Zielzustand, was als Mangel gilt. Probefläche, Richtwert und Abnahmeprotokoll legen diesen Maßstab vorab fest und vermeiden späteren Streit darüber, welche Reinigungswirkung geschuldet war.
-
Rückstände
Gipskruste (schwarze Kruste)
Gipskrusten bilden sich auf kalkhaltigem Naturstein wie Kalkstein, Marmor und kalkgebundenem Sandstein an regengeschützten Stellen, wenn Schwefelverbindungen aus der Luft den Kalk in Gips umwandeln und Ruß und Staub eingelagert werden. Die Kruste ist hart, dunkel und oft blasig, der Stein darunter kann bereits geschädigt sein. Für den gepulsten Laser ist die schwarze Kruste ein klassischer Fall, weil sie die Energie stärker aufnimmt als der helle Stein; wo die Reinigung enden soll, wird an der Probefläche festgelegt.
-
Prüfen und Messen
Gitterschnittprüfung (Gitterschnitt)
Bei der Gitterschnittprüfung nach DIN EN ISO 2409 wird mit einem Mehrschneidenmesser ein Gitter aus sechs mal sechs Schnitten bis auf den Untergrund in die Beschichtung geritzt und anschließend ein Klebeband abgezogen. Der Anteil abgeplatzter Felder ergibt den Gitterschnitt-Kennwert von Gt 0 (keine Abplatzung) bis Gt 5. Die Prüfung ist schneller und einfacher als die Haftzugprüfung und eignet sich als Stichprobe, ob eine Beschichtung auf der lasergereinigten Fläche haftet; einen Zahlenwert für die Haftfestigkeit liefert sie nicht.
-
Prüfen und Messen
Glanzgrad (Glanzmessung)
Der Glanzgrad beschreibt, wie stark eine Oberfläche gerichtet reflektiert; er wird mit einem Glanzmessgerät nach DIN EN ISO 2813 unter einem festen Messwinkel von 20°, 60° oder 85° in Glanzeinheiten erfasst. Bei der Laserreinigung zeigt der Vergleich mit der Nullmessung, ob Lack, poliertes Metall oder Naturstein mattiert wurde, was auf Oberflächen mit Sichtanspruch ein Abnahmekriterium sein kann. Auf rauen Flächen streuen die Werte; dort ist die Messung nur im Vergleich an derselben Stelle aussagekräftig.
-
Werkstoffe
Glas
Glas ist ein spröder, für sichtbares und nahes Infrarotlicht weitgehend durchlässiger Werkstoff, der in Fenstern, Fassaden und Maschinenverglasungen vorkommt. Für die Laserreinigung heißt das: Die Energie wird überwiegend von Schmutz, Farbe oder einer Beschichtung auf der Scheibe aufgenommen, während der Strahl durch klares Glas hindurchgeht und dahinter weiterläuft, was beim Laserschutz zu berücksichtigen ist. Örtliche Erwärmung kann dennoch Spannungsrisse auslösen, vor allem bei vorgespannten, getönten oder beschichteten Scheiben, weshalb Energie und Vorgehen am Muster geprüft werden.
-
Andere Verfahren
Glasperlenstrahlen
Beim Glasperlenstrahlen treffen runde Glasperlen auf die Oberfläche und verdichten sie zu einem seidenmatten, gleichmäßigen Bild, ohne sie wie kantiges Strahlmittel aufzurauen; typische Einsätze sind Edelstahl, Aluminium und Formoberflächen. Der Abtrag am Grundwerkstoff ist gering, fest haftende Zunder- oder Lackschichten löst das Verfahren jedoch kaum. Die Laserreinigung hinterlässt kein Strahlmittel, erzeugt aber kein gezieltes Mattbild; wo die Optik der Oberfläche zählt, zeigt die Probefläche das Ergebnis.
-
Rückstände
Glühzunder
Glühzunder entsteht bei der Wärmebehandlung und Warmumformung von Stahl, etwa beim Glühen, Härten oder Schmieden, als dicke, harte und spröde Oxidschicht aus mehreren Eisenoxiden. Gegenüber Flugrost sitzt er fester und ist dicker, deshalb entscheidet die Probefläche, mit welchen Parametern und wie vielen Überfahrten er abgetragen wird. Werkstücke mit Glühzunder sind ein typischer Fall vor dem Beschichten, Schweißen oder einer Sichtprüfung der Oberfläche.
-
Rückstände
Graffiti
Farbaufträge aus Sprühlack oder Markern auf Fassaden, Mauern, Toren und Metall. Ob der Laser passt, hängt vom Untergrund ab; eine Probefläche legt vorher Ergebnis und Grenzen fest.
-
Rückstände
Graffitischatten (Schattenbild)
Ein Graffitischatten ist der blasse Umriss, der nach einer Graffitientfernung sichtbar bleibt, weil Pigmente und Bindemittel in die Poren von Beton, Putz, Ziegel oder Naturstein eingedrungen sind. Der Laser trägt die Farbschicht von der Oberfläche ab; was tiefer im Untergrund sitzt, erreicht er nur, wenn auch Untergrund mit abgetragen wird. Bei saugfähigen Flächen ist der Schatten deshalb einzuplanen und an der Probefläche zu zeigen, damit die Erwartung vorher geklärt ist.
-
Werkstoffe
Granit
Granit ist ein hartes, dichtes Tiefengestein aus Quarz, Feldspat und Glimmer, das an Sockeln, Treppen, Bodenplatten und Grabmalen verbaut ist. Gegenüber dem Laser ist der Stein selbst robust, doch seine Minerale nehmen das Licht unterschiedlich auf: Dunkler Glimmer erwärmt sich stärker als heller Feldspat, und polierte Flächen zeigen jede Veränderung des Glanzes. Fleckige Ergebnisse lassen sich deshalb nur vermeiden, wenn die Energie an einer Probefläche eingestellt und die Fläche gleichmäßig geführt wird.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Grat (Gratbildung)
Ein Grat ist ein scharfer Materialüberstand an Schnitt-, Stanz-, Bohr- oder Fräskanten, der beim Trennen oder Zerspanen entsteht. Die Laserreinigung beseitigt ihn nicht, denn sie trägt Beläge ab und keinen Grundwerkstoff; der Grat bleibt also stehen und stört an der Kante das Reinigungsbild, die Beschichtung und die Handhabung. Bauteile werden deshalb in der Regel entgratet, bevor sie gereinigt werden, und ein vorhandener Grat sollte in der Anfrage genannt sein.
-
Fügen und Beschichten
Grundierung (Grundbeschichtung)
Die Grundierung ist die erste Schicht eines Lackaufbaus und liegt direkt auf dem vorbereiteten Untergrund; sie stellt die Haftung des gesamten Systems her und enthält im Stahlbau meist Korrosionsschutzpigmente wie Zinkphosphat oder Zinkstaub. Ihre Haltbarkeit hängt mehr vom Zustand der Oberfläche darunter ab als von der Schichtdicke: Reinheitsgrad, Rauheit und Freiheit von Salzen und Fett entscheiden, ob sie dauerhaft haftet oder unterrostet. Die Laserreinigung arbeitet trocken und ohne Strahlmittel; welches Rauheitsprofil die Grundierung braucht, gibt das Datenblatt des Beschichtungsherstellers vor.
-
Werkstoffe
Gummi (Elastomer)
Gummi ist ein elastischer Werkstoff aus vernetztem Kautschuk, der als Walzenbezug, Dichtung, Förderband oder Puffer im Einsatz ist. Als Untergrund nimmt Gummi das Laserlicht stark auf und kann dabei verbrennen, verhärten oder ausgasen, weshalb eine Reinigung nur mit niedriger Energie und nach Probefläche infrage kommt. Umgekehrt ist Gummi als Rückstand ein typischer Fall: Vulkanisationsreste auf Stahlformen und Walzenkernen lösen sich vom Metall, weil sie das Licht deutlich stärker aufnehmen als der blanke Untergrund.
-
Werkstoffe
Gusseisen (Grauguss)
Gusseisen ist ein Eisenwerkstoff mit hohem Kohlenstoffanteil, der in Formen gegossen wird; die häufigste Sorte, der Grauguss, steckt in Maschinenbetten, Gehäusen, Pumpen und Armaturen, ist spröde und an der Oberfläche oft porös. Gusshaut, Formsandreste, Öl und Rost lassen sich mit dem Laser berührungslos lösen, und anders als beim Strahlen bleibt kein Strahlmittel in Poren und Hinterschnitten zurück. Wie tief der Abtrag gehen darf, ohne die Gussoberfläche aufzurauen, zeigt die Probefläche.
-
Werkstoffe
Gusshaut
Die Gusshaut ist die raue, oxidierte und häufig mit Formsand durchsetzte Außenschicht eines Gussteils, wie sie aus der Form kommt. Vor dem Lackieren, Kleben oder Schweißen muss sie meist entfernt werden, und der Laser kann sie ohne Strahlmittel abtragen, das sich sonst in Poren und Hinterschnitten festsetzen könnte. Weil Gusshaut von Teil zu Teil unterschiedlich dick und hart ist, legt die Probefläche fest, mit welcher Energie der Abtrag gleichmäßig wird.
-
Fügen und Beschichten
Haftgrund (Haftprimer)
Ein Haftgrund ist eine Spezialgrundierung für glatte oder schwer benetzbare Untergründe wie Zink, Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff, auf denen gewöhnliche Grundierungen abplatzen würden; er bindet sich durch besondere Harze oder eine leichte Anätzung an die Oberfläche. Auch der Haftgrund setzt eine fett- und oxidfreie Fläche voraus, er überbrückt keine Verunreinigung und keinen Weißrost auf Zink. Nach der Laserreinigung wird er dünn aufgetragen und bildet die Brücke zum weiteren Lackaufbau; die Verträglichkeit mit dem Decklack legt der Hersteller fest.
-
Fügen und Beschichten
Haftung (Adhäsion)
Haftung bezeichnet die Kräfte an der Grenzfläche zwischen Klebstoff oder Beschichtung und dem Untergrund; sie beruht auf molekularen Wechselwirkungen und auf mechanischer Verankerung in der Oberflächenstruktur. Sie entsteht nur auf einer sauberen, benetzbaren und tragfähigen Oberfläche; Fett, Staub oder lose Oxide bilden eine Trennschicht, an der sich die Verbindung später löst. Haftung ist der eigentliche Grund für die Reinigung vor dem Kleben und Beschichten; wie tragfähig eine lasergereinigte Fläche ist, zeigt die Prüfung am Musterteil, etwa im Gitterschnitt oder Abzugversuch.
-
Prüfen und Messen
Haftzugprüfung (Abreißversuch)
Bei der Haftzugprüfung nach DIN EN ISO 4624 wird ein Prüfstempel auf die Beschichtung geklebt und mit stetig steigender Kraft senkrecht abgezogen. Ergebnis sind die Haftzugfestigkeit in Megapascal und das Bruchbild, das zeigt, ob die Trennung im Kleber, in der Beschichtung oder zwischen Beschichtung und Untergrund erfolgte. Für die Laserreinigung als Beschichtungsvorbereitung ist das der übliche Nachweis, ob die neue Beschichtung auf dem gereinigten Untergrund haftet; die Prüfung hinterlässt eine Fehlstelle, die ausgebessert werden muss.
-
Laser und Gerätetechnik
Handlaser
Ein Reinigungslaser mit handgeführtem Strahlkopf, der über ein Kabel mit dem Gerät verbunden ist. Damit lassen sich Bauteile und Flächen vor Ort bearbeiten, auch an schwer zugänglichen Stellen.
-
Laser und Gerätetechnik
Handstück (Laserkopf, Reinigungskopf)
Das Handstück ist die handgeführte Einheit des Reinigungslasers, in der Scanner und Optik sitzen und über die der Bediener den Strahl auslöst. Es ist über das Lichtleitkabel mit der Strahlquelle im Gerätegehäuse verbunden, sodass sich der Bediener im Rahmen der Kabellänge frei um das Werkstück bewegen kann. Gewicht und Bauform entscheiden darüber, wie lange sich ermüdungsarm arbeiten lässt und ob enge Stellen erreichbar sind; dazu kommt meist ein Anschluss für die Absaugung direkt am Kopf.
-
Prüfen und Messen
Härteprüfung (Oberflächenhärte)
Die Härteprüfung misst den Widerstand eines Werkstoffs gegen das Eindringen eines härteren Prüfkörpers, etwa nach Vickers oder Rockwell; an Werkzeugen, Formen und Walzen sind tragbare Rückprallgeräte (Leeb) üblich. Vor und nach der Laserreinigung an derselben Stelle gemessen, gibt sie Hinweise, ob die Randschicht durch Wärmeeintrag verändert wurde, etwa an gehärteten Formoberflächen. Gleiche Messstelle, gleiches Verfahren und eine saubere, ebene Auflage sind Voraussetzung, sonst entstehen Streuungen, die nichts mit dem Laser zu tun haben.
-
Andere Verfahren
Heißwasserreinigung (Dampfstrahlen)
Bei der Heißwasserreinigung wird heißes Wasser oder Dampf unter Druck auf die Fläche gebracht, sodass Fett, Öl, Wachs und Trennmittel durch die Wärme gelöst und weggespült werden; typische Einsätze sind Maschinen, Fahrzeuge, Küchen und Lebensmittelbetriebe. Es handelt sich um ein Nassverfahren mit Abwasser, das Oxide, Zunder und Lack nicht angreift. Die Laserreinigung kann dünne Öl- und Fettfilme zusammen mit der darunterliegenden Schicht abtragen; starke Verschmutzung wird vor dem Laser meist grob vorgereinigt, sodass sich beide Verfahren in der Praxis ergänzen.
-
Brand und Sanierung
Hitzeschaden (thermische Schädigung)
Ein Hitzeschaden verändert den Werkstoff selbst: Beton und Naturstein platzen ab und lockern sich im Gefüge, Stahl verzieht sich, verliert Festigkeit oder ändert sein Gefüge. Die Laserreinigung holt Ruß und Kondensat von der Oberfläche, behebt einen solchen Schaden aber nicht; sie ist nur sinnvoll, wenn das Bauteil darunter noch tragfähig und maßhaltig ist. Darüber entscheiden Statiker oder Sachverständige vor der Reinigung, bei Stahl gegebenenfalls mit Härteprüfung oder Gefügeuntersuchung.
-
Andere Verfahren
Hochdruckreinigung (Hochdruckwasserstrahlen)
Bei der Hochdruckreinigung löst kaltes Wasser unter hohem Druck losen Schmutz, Algen, Staub und abblätternde Farbe von Fassaden, Böden, Fahrzeugen und Maschinen. Fest haftende Oxide, Zunder und intakte Beschichtungen bleiben stehen, die Umgebung wird nass, und das Wasser muss samt gelöster Stoffe aufgefangen werden. Die Laserreinigung arbeitet trocken und greift auch haftende Schichten an; sie bietet sich an, wo Wasser stört, etwa nahe Elektrik, Lagerstellen und Steuerungen. Für die grobe Vorreinigung ist der Hochdruckreiniger oft der erste Schritt.
-
Andere Verfahren
Höchstdruckwasserstrahlen (Ultrahochdruckreinigung)
Höchstdruckwasserstrahlen arbeitet mit Wasser bei weit höherem Druck als die Hochdruckreinigung und ohne Strahlmittel; es trägt Beschichtungen, Gummierungen und Beton ab, etwa an Tanks, Schiffen und Brücken. Das Verfahren braucht Spezialaggregate, große Wassermengen und eine Abwasserbehandlung, hinterlässt auf Stahl Flugrost, und der Strahl selbst ist eine erhebliche Verletzungsgefahr. Die Laserreinigung arbeitet trocken und bietet sich an, wo Wasser nicht zulässig ist oder nur Teilflächen anstehen; dicke Schichten auf großen Flächen bleiben eine Domäne des Wasserstrahlens.
-
Werkstoffe
Holz
Holz ist ein faseriger, organischer Werkstoff, der als Balken, Fachwerk, Tür, Möbel oder Fassade zur Laserreinigung kommt, meist wegen Lack, Ruß, Vergrauung oder Verschmutzung. Der Laser trägt dabei weiches Frühholz stärker ab als hartes Spätholz, sodass die Maserung hervortritt, und bei zu viel Energie verbräunt oder verkohlt die Oberfläche. Ob das Ergebnis den Erwartungen entspricht, zeigt die Probefläche an derselben Holzart im selben Zustand.
-
Gebäude und Denkmal
Hubarbeitsbühne (Arbeitsbühne)
Fahrbare Scheren-, Teleskop- oder Gelenkbühne, mit der einzelne Fassadenbereiche ohne Gerüst erreicht werden. Für die Laserreinigung ist sie bei kleineren Flächen, einzelnen Graffiti oder Bauzier eine gängige Zugangstechnik, weil Auf- und Abbau eines Gerüsts entfallen; die Plattform muss Gerät, Absaugung und Bediener tragen und beim Arbeiten ruhig stehen, damit der Strahl geführt werden kann. Nötig sind ein tragfähiger, ebener Standplatz, Bediener mit Unterweisung und schriftlicher Beauftragung nach DGUV Grundsatz 308-008 und bei Aufstellung auf Gehweg oder Straße eine Sondernutzungserlaubnis.
-
Gebäude und Denkmal
Hydrophobierung
Nachträgliche, wasserabweisende Imprägnierung von Naturstein, Putz, Ziegel oder Beton, meist auf Silan- oder Siloxanbasis, die die kapillare Wasseraufnahme der Oberfläche senkt und weitgehend diffusionsoffen bleibt. Nach einer Laserreinigung kann sie durch einen Fachbetrieb als Schutz gegen erneuten Feuchteeintrag in Frage kommen; eine bereits vorhandene Hydrophobierung beeinflusst, wie Schmutz und Farbe haften. Am Denkmal ist sie erlaubnispflichtig, weil sie das Feuchteverhalten der Oberfläche über lange Zeit verändert und an versalzenem Mauerwerk Schäden begünstigen kann.
-
Maschinen und Instandhaltung
Instandhaltung
Instandhaltung umfasst nach DIN 31051 alle technischen und organisatorischen Maßnahmen, die den funktionsfähigen Zustand einer Anlage erhalten oder wiederherstellen; die Norm gliedert sie in Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung. Eine Laserreinigung zählt dabei meist zur Wartung, weil sie Beläge und Rückstände entfernt, bevor sie die Funktion beeinträchtigen. Sinnvoll wird sie geplant, wenn Maschine oder Werkzeug ohnehin stillstehen, etwa im Wartungsfenster oder beim Formenwechsel.
-
Rückstände
Kalkablagerung (Kesselstein)
Kalkablagerungen entstehen, wenn aus hartem Wasser Calciumcarbonat und andere Mineralien ausfallen und sich als Kruste auf Wärmetauschern, Armaturen, Behältern, Rohren und Düsen absetzen; in Kesseln und auf Heizflächen spricht man von Kesselstein. Die Krusten mindern den Wärmeübergang und verengen Querschnitte. Helle Kalkkrusten nehmen die Laserenergie schlechter auf als dunkle Beläge; dicke, harte Krusten werden unter Umständen mechanisch oder chemisch vorgearbeitet, und ob sich der Laser lohnt, zeigt die Probefläche am Bauteil.
-
Werkstoffe
Kalkstein
Kalkstein ist ein Naturstein aus Calciumcarbonat, der säureempfindlich ist und an verkehrsreichen Orten häufig schwarze Gipskrusten ansetzt. Der Laser kann diese dunklen Krusten lösen, ohne den hellen Stein darunter chemisch anzugreifen wie eine Säure oder mechanisch abzutragen wie ein Strahlmittel; in der Steinrestaurierung ist das Verfahren seit Langem eingeführt. Die Energie bleibt niedrig, und das Ergebnis wird auf einer Probefläche mit dem Auftraggeber und gegebenenfalls der Denkmalpflege abgestimmt.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Kante (Kantenbereich)
Kanten, Ecken und scharfe Übergänge sind bei der Oberflächenvorbereitung kritische Zonen: Rückstände sitzen dort tiefer, Beschichtungen laufen an der Kante dünn aus, und Korrosion beginnt häufig genau hier. Bei der Laserreinigung muss die Strahlführung die Kante vollständig erfassen, ohne sie durch längeres Verweilen zu überhitzen oder anzuschmelzen. DIN EN ISO 8501-3 beschreibt Vorbereitungsgrade für Kanten, Schweißnähte und andere Oberflächenfehler; welcher Grad gefordert ist, gehört in die Abstimmung vor der Arbeit.
-
Maschinen und Instandhaltung
Kavität (Formnest)
Die Kavität ist der Hohlraum in einer Form, der die Gestalt des Bauteils abbildet; eine Form kann ein oder viele Formnester enthalten. Für die Laserreinigung ist die Kavität die empfindlichste Fläche: Verunreinigungen dort zeichnen sich auf dem Produkt ab, jeder Abtrag am Formwerkstoff verändert Maß oder Oberfläche. Deshalb muss der Belag so abgetragen werden, dass Narbung, Politur und Gravur erhalten bleiben; wie weit das gelingt, wird an einer Probefläche in einem unkritischen Bereich der Form geprüft.
-
Werkstoffe
Keramik
Keramik umfasst gebrannte, harte und spröde Werkstoffe von Fliesen und Sanitärkeramik bis zu Isolatoren und technischer Keramik. Der gebrannte Grundkörper, der Scherben, hält der Laserenergie in der Regel stand, doch Glasuren und Dekore sind empfindlicher: Sie können springen, matt werden oder sich verfärben, und ein beschädigtes Dekor lässt sich nicht wiederherstellen. Die Probefläche an einer unauffälligen Stelle zeigt deshalb, ob Schmutz, Ruß oder Farbe abgenommen werden können, ohne die Oberfläche zu verändern.
-
Fügen und Beschichten
Klebefläche (Klebfläche)
Die Klebefläche ist der Bereich eines Fügeteils, den der Klebstoff benetzen soll und über den die Kräfte in die Klebung eingeleitet werden. Sie muss fett- und staubfrei, trocken und frei von losen Oxiden, Trennmitteln oder Altbeschichtung sein, weil der Klebstoff nur an einer tragfähigen Oberfläche haftet und jede Zwischenschicht zur Sollbruchstelle wird. Die Laserreinigung legt die Fläche ohne Lösemittel frei; ob ein bestimmter Klebstoff darauf hält, wird am Musterteil geprüft.
-
Fügen und Beschichten
Klebevorbehandlung
Reinigung einer Klebefläche, damit der Klebstoff haftet. Reinigen und Strukturieren sind zwei Dinge; den Nachweis der Klebeeignung erbringt der Klebeprozess, nicht die Reinigung.
-
Rückstände
Klebstoffrest (Kleberrest, Etikettenrest)
Klebstoffreste bleiben zurück, wenn Etiketten, Schutzfolien, Klebebänder oder Aufkleber abgezogen oder verklebte Bauteile getrennt werden; die Klebschicht sitzt fest und bindet Staub. Für die Laserreinigung zählen sie zu den organischen Rückständen, die der gepulste Strahl von metallischem Untergrund abtragen kann; die entstehenden Dämpfe und Partikel werden abgesaugt. Beim Abkratzen verschmiert der Kleber häufig nur. Ob ein lackierter oder Kunststoffuntergrund die Bearbeitung verträgt und wie viele Überfahrten eine dicke Schicht braucht, zeigt die Probefläche.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Konservierung (Einölen)
Konservierung bezeichnet den vorübergehenden Schutz einer metallisch blanken Oberfläche durch einen dünnen Öl- oder Wachsfilm, der Feuchtigkeit und Sauerstoff fernhält. Nach der Laserreinigung liegt das Metall blank vor und kann an feuchter Luft erneut Flugrost ansetzen; wird nicht zeitnah geschweißt oder beschichtet, dient das Einölen als Zwischenschutz bis zur Weiterverarbeitung oder Lagerung. Vor dem Kleben oder Beschichten ist der Film in der Regel wieder zu entfernen, da Öl die Haftung stört; ob konserviert wird, sollte daher vorab geklärt werden.
-
Rückstände
Konservierungsmittel (Konservierungsöl, Schutzwachs)
Konservierungsmittel sind Öle, Wachse oder Fette, die Bauteile bei Transport und Lagerung vor Korrosion schützen, etwa auf Blechen, Gussteilen und Werkzeugen. Vor dem Schweißen, Kleben oder Lackieren müssen sie wieder herunter, weil sie wie jeder Ölfilm die Haftung und die Schweißnaht stören. Dünne Ölfilme verdampfen unter dem Laser, dicke Wachsschichten verlangen mehr Zeit und erzeugen Rauch, der abgesaugt werden muss; eine Vorreinigung kann den Laseraufwand verringern.
-
Sicherheit und Recht
Kontrollierter Laserbereich
Der abgegrenzte Bereich, in dem beim Einsatz eines Klasse-4-Lasers die Expositionsgrenzwerte für Laserstrahlung überschritten werden können; die TROS Laserstrahlung nennt ihn Laserbereich. Er wird abgesperrt, nur geschultes Personal mit Schutzbrille hält sich darin auf. An öffentlichen Objekten gehört die Absperrung zur Planung.
-
Fügen und Beschichten
Korrosionsschutz
Maßnahmen, die eine Metallfläche dauerhaft vor Rost schützen, etwa Beschichtung oder Lagerung in trockener Umgebung. Die Laserreinigung allein ist kein Korrosionsschutz; sie bereitet die Fläche dafür vor.
-
Fügen und Beschichten
Korrosionsschutzsystem
Ein Korrosionsschutzsystem ist die abgestimmte Kombination aus Oberflächenvorbereitung, Lackaufbau und angestrebter Schutzdauer für eine Korrosivitätskategorie; für Stahlbauten beschreibt DIN EN ISO 12944 solche Systeme. Die Norm nennt den Oberflächenvorbereitungsgrad, der vor dem Beschichten erreicht sein muss, häufig Sa 2½ nach DIN EN ISO 8501-1, und die darauf folgenden Schichten. Das Ergebnis der Laserreinigung muss dem geforderten Grad entsprechen; ob ein lasergereinigter Untergrund ohne Strahlprofil für das gewählte System zugelassen ist, klärt der Beschichtungshersteller.
-
Brand und Sanierung
Kostenfreigabe (Freigabe durch den Versicherer)
Die Kostenfreigabe ist die Zustimmung des Versicherers zu Umfang und Kosten einer Sanierung, erteilt nach Besichtigung oder Gutachten. Für die Laserreinigung bedeutet sie, dass Reinigung und Rückbau im vollen Umfang des Sanierungskonzepts beginnen können; vorher laufen in der Regel nur Sofortmaßnahmen zur Schadenminderung, und eine Probefläche kann dem Sachverständigen zeigen, was die Reinigung leistet. Wer vor der Freigabe weitergehende Arbeiten beauftragt, trägt das Risiko, dass der Versicherer diese Kosten nicht übernimmt.
-
Rückstände
Kratzgraffiti (Scratching)
Kratzgraffiti sind Zeichen, die mit Schlüsseln, Steinen oder Schleifmitteln in Glas, Edelstahl oder Kunststoff geritzt werden, häufig in Aufzügen, Rolltreppen, Bahnen und an Schaufenstern. Anders als Farbgraffiti bestehen sie aus einer Vertiefung im Material statt aus einem Belag; es gibt nichts, was ein Laser entfernen könnte. Für solche Schäden bleiben Polieren, Schleifen, Folien oder der Austausch der Scheibe; die Laserreinigung erfasst allenfalls Farbe, die zusätzlich in den Kratzern sitzt.
-
Rückstände
Kühlschmierstoff (Bohremulsion)
Kühlschmierstoffe, bei wassergemischten Sorten auch Bohremulsion genannt, sind Öle oder Wasser-Öl-Emulsionen, die beim Drehen, Fräsen, Bohren und Schleifen kühlen und schmieren und als Rückstand auf den Teilen bleiben. Trocknen sie ein, bilden sie klebrige Beläge, die beim Fügen und Beschichten stören und sich mit Spänen und Abrieb verbinden. Der gepulste Laser trägt eingetrocknete Rückstände ab und verdampft Ölreste, die Absaugung fängt die Dämpfe auf; flüssige Emulsion sollte vorher abgewischt oder abgeblasen werden.
-
Laser und Gerätetechnik
Kühlung (Luftkühlung, Wasserkühlung)
Die Kühlung führt die Verlustwärme ab, die beim Erzeugen des Laserstrahls in der Strahlquelle entsteht. Kleinere Reinigungslaser kommen meist mit Luftkühlung aus, leistungsstärkere Geräte haben einen Wasserkühler mit eigenem Kreislauf; jedes Gerät braucht am Aufstellort genug Luft und eine Umgebungstemperatur innerhalb der Herstellerangaben. Bei Hitze oder Frost kann die Kühlung zum begrenzenden Faktor werden, weil das Gerät dann je nach Ausführung die Leistung drosselt oder nicht anläuft; bei mobilen Einsätzen gehört das zur Planung des Aufstellorts.
-
Werkstoffe
Kunststoff
Kunststoff ist der Sammelbegriff für Thermoplaste und Duroplaste, aus denen Gehäuse, Verkleidungen, Behälter und viele Bauteile bestehen. Als Untergrund für die Laserreinigung sind die meisten Sorten heikel, weil sie unter der Energie schmelzen, sich verfärben oder zersetzen, bevor der Schmutz gelöst ist; nur einzelne robuste Sorten vertragen eine vorsichtige Reinigung mit niedriger Energie nach Prüfung am Muster. Als Rückstand auf Stahlformen ist Kunststoff dagegen ein typischer Fall, etwa in der Spritzgussfertigung.
-
Werkstoffe
Kupfer
Kupfer ist ein Buntmetall mit sehr hoher Wärmeleitfähigkeit, das Infrarotlicht stark zurückwirft und in Stromschienen, Rohrleitungen, Dächern und Beschlägen vorkommt. Dunkle Oxidschichten und Patina nehmen das Laserlicht deutlich besser auf als das blanke Metall darunter, sodass der Abtrag weitgehend an der Metalloberfläche endet; die starke Reflexion verlangt zugleich besondere Sorgfalt beim Laserschutz. Ob eine Patina erhalten bleiben soll, etwa an Dächern oder Denkmälern, wird vor der Probefläche geklärt.
-
Fügen und Beschichten
Lackaufbau (Beschichtungssystem)
Der Lackaufbau ist die festgelegte Abfolge von Grund-, Zwischen- und Deckbeschichtung mit bestimmten Produkten, Schichtdicken und Trockenzeiten; die Grundierung stellt Haftung und Korrosionsschutz her, die Zwischenschicht baut Dicke auf, die Deckschicht liefert Farbe und Wetterbeständigkeit. Die Vorbereitung des Untergrunds gilt als erster, später unsichtbarer Teil des Aufbaus; viele Beschichtungsschäden gehen auf Fehler in diesem Schritt zurück. Die Laserreinigung kann beim Entfernen von Altlack, Rost und Zunder das Strahlen oder Schleifen ersetzen; den Aufbau selbst gibt das Datenblatt des Herstellers vor.
-
Fügen und Beschichten
Lackbenetzungsstörende Substanzen (LABS)
Lackbenetzungsstörende Substanzen, kurz LABS, sind Stoffe, die schon in Spuren verhindern, dass Lack eine Oberfläche gleichmäßig benetzt; vor allem Silikone und bestimmte Öle aus Schmierstoffen, Sprays, Dicht- und Trennmitteln. Sie fallen erst im fertigen Lack als Krater auf, weshalb Zulieferer der Automobil- und Lackierindustrie Teile LABS-frei anliefern müssen, also ohne Kontakt zu solchen Stoffen bearbeitet. Wer Teile für Lackierbereiche laserreinigt, darf dabei keine silikonhaltigen Hilfsmittel verwenden; ob eine Fläche LABS-frei ist, zeigt nur ein Lackiertest nach Vorgabe des Abnehmers.
-
Sicherheit und Recht
Laserklasse 4
Die höchste Laserklasse: Der Strahl kann Haut und Augen schädigen, auch über Streulicht. Reinigungslaser gehören dazu. Deshalb gelten kontrollierter Laserbereich, Schutzbrillen und geschultes Personal.
-
Sicherheit und Recht
Laserrauch (Prozessemission)
Laserrauch ist das Gemisch aus Feinstaub, Metalloxiden und Zersetzungsprodukten, das beim Abtragen von Lack, Rost, Öl oder Kunststoff mit dem Laser freigesetzt wird. Er ist bei der Laserreinigung neben der Strahlung eine der wesentlichen Gesundheitsgefahren, weil die Partikel überwiegend lungengängig sind und die Zusammensetzung von der abgetragenen Schicht abhängt; bleihaltige oder chromathaltige Altbeschichtungen erzeugen entsprechend belasteten Rauch. Die Gefahrstoffverordnung verlangt, ihn möglichst an der Entstehungsstelle zu erfassen, in der Praxis durch eine Absaugung direkt am Bearbeitungskopf.
-
Laser und Gerätetechnik
Laserreinigung
Reinigung von Oberflächen mit einem Laserstrahl, der Rost, Lack, Ruß oder andere Rückstände abträgt, ohne Chemie, Wasser oder Strahlmittel. Mobil eingesetzt an Bauteilen, Maschinen und Objekten.
-
Sicherheit und Recht
Laserschutzbeauftragter
Arbeiten Beschäftigte mit Lasern der Klasse 4, muss der Arbeitgeber nach der Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung einen Laserschutzbeauftragten schriftlich bestellen, wenn er die Fachkenntnis nicht selbst hat.
-
Sicherheit und Recht
Laserschutzbrille
Schutzbrille, die auf die Wellenlänge des Lasers abgestimmt ist, bei Reinigungslasern 1064 Nanometer. Sie ist im kontrollierten Laserbereich Pflicht.
-
Sicherheit und Recht
Laserschutzwand (Laserschutzvorhang, Einhausung)
Eine Laserschutzwand ist eine Abschirmung aus laserfestem Material, die den Laserbereich gegen Nachbararbeitsplätze, Verkehrswege und Fenster abgrenzt, sodass außerhalb keine gefährliche Strahlung auftritt; Anforderungen an solche Abschirmungen beschreiben die Normen EN 60825-4 und EN 12254. Für die mobile Laserreinigung werden in der Regel Vorhänge oder Stellwände eingesetzt, die den Bereich beim Kunden begrenzen. Die Wand muss zur Wellenlänge und Leistung des Lasers passen und der Bestrahlung lange genug standhalten; sie ersetzt weder Laserschutzbrille noch Zugangskontrolle.
-
Fügen und Beschichten
Laserschweißen (Laserstrahlschweißen)
Beim Laserstrahlschweißen schmilzt ein fokussierter Laserstrahl die Fügestelle auf und erzeugt schmale, tiefe Nähte mit geringer Wärmeeinbringung und wenig Verzug. Weil der Strahl nur kleine Spalte überbrückt und oft ohne Zusatzwerkstoff gearbeitet wird, verlangt das Verfahren eng anliegende, metallisch saubere Fügeflächen; Oxidschichten, Öl, Zink- oder Beschichtungsreste führen zu Poren und Spritzern. Die Reinigung liegt daher meist unmittelbar vor dem Schweißen. Laserreinigen und Laserschweißen sind verschiedene Verfahren: Der gepulste Reinigungslaser trägt nur die Oberflächenschicht ab und soll den Grundwerkstoff nicht aufschmelzen.
-
Sicherheit und Recht
Laserwarnleuchte (Emissionswarnleuchte)
Die Laserwarnleuchte ist eine Signalleuchte am Gerät oder am Zugang zum Laserbereich, die anzeigt, dass der Laser betriebsbereit ist oder gerade strahlt; die EN 60825-1 verlangt für Laser der Klassen 3B und 4 eine optische oder akustische Emissionswarneinrichtung am Gerät. Bei der mobilen Laserreinigung macht sie den Betrieb für Beschäftigte des Kunden sichtbar, die den Bereich sonst arglos betreten könnten. Sie wird mit dem Laserwarnschild, einer Absperrung oder einem Türkontakt kombiniert und ersetzt keine dieser Maßnahmen.
-
Brand und Sanierung
Leckageortung (Leckortung)
Die Leckageortung sucht die Quelle eines Feuchteschadens, etwa mit Feuchtemessung an Bauteilen, Thermografie, Spürgas in Leitungen oder einer Druckprüfung. Für die Laserreinigung ist sie Voraussetzung bei Schimmel und Feuchtekorrosion, denn solange Wasser nachläuft, kommen Befall und Rost nach jeder Reinigung zurück; der Laser entfernt nur die Folgen. Das Ergebnis der Ortung gehört in die Dokumentation und ins Sanierungskonzept und dient dem Versicherer als Nachweis der Ursache.
-
Ablauf und Angebot
Leistungsbeschreibung (Leistungsumfang)
Die Leistungsbeschreibung legt im Angebot fest, welche Flächen oder Teile bearbeitet werden, welcher Rückstand entfernt wird und welcher Zielzustand als erreicht gilt. In der Laserreinigung sollte sie sich auf das Ergebnis der Probefläche oder des Musterteils beziehen, damit Auftraggeber und Ausführender dasselbe Ergebnis vor Augen haben. Leistungen, die dort nicht genannt sind, etwa Demontage, Zugangstechnik oder Nachbehandlung, liegen außerhalb des Umfangs und werden bei Bedarf als Nachtrag geregelt.
-
Laser und Gerätetechnik
Lichtleitkabel (Lichtleitfaser, Faserkabel)
Das Lichtleitkabel ist die flexible Glasfaserleitung, die den Laserstrahl von der Strahlquelle zum Handstück führt. Bei mobilen Reinigungslasern bestimmt seine Länge den Aktionsradius um das Gerät und damit, wie weit sich der Bediener vom Aufstellort entfernen kann, etwa an einer Fassade oder in einer Maschine. Die Faser darf weder geknickt noch zu eng gebogen werden, weil sie sonst Leistung verliert oder bricht; der Umgang mit dem Kabel ist deshalb Teil der sicheren Arbeitsvorbereitung.
-
Laser und Gerätetechnik
Linienbreite (Scanbreite, Arbeitsbreite)
Die Linienbreite gibt an, wie weit der Scanner den Strahl quer zur Arbeitsrichtung auslenkt und wie breit der bearbeitete Streifen je Überfahrt ausfällt. Sie wird am Gerät eingestellt; eine breitere Linie verteilt die gleiche Leistung auf mehr Fläche, sodass je Stelle weniger Energie ankommt und der Abtrag je Überfahrt schwächer wird. An Kanten und Konturen wird meist mit schmaler Linie gearbeitet, auf großen Flächen mit voller Breite; der passende Wert wird auf der Probefläche festgelegt.
-
Rückstände
Lochfraß (Lochkorrosion)
Bei Lochfraß greift Korrosion ein Metall örtlich begrenzt an und frisst sich an einzelnen Punkten als kleine, oft tiefe Löcher in den Werkstoff, typisch bei nichtrostendem Stahl und Aluminium unter Einwirkung von Chloriden. Der Laser trägt die Korrosionsprodukte ab und legt das Schadbild frei, soweit der Strahl in die Vertiefungen reicht; die Löcher selbst bleiben, weil verlorenes Material nicht ersetzt wird. Ob das Bauteil danach weiterverwendet oder beschichtet werden darf, klärt die Werkstoffprüfung.
-
Brand und Sanierung
Löschmittelrückstand
Löschmittelrückstände bleiben nach dem Feuerwehreinsatz auf Maschinen, Bauteilen und Böden zurück, als Pulver, als Schaum oder als stehendes Löschwasser. Löschpulver zieht Feuchte an und greift Metall und Elektrik an, Schaum hinterlässt Tensidfilme; solche Rückstände werden vor der Laserreinigung erfasst und beseitigt: Lose Pulverreste werden abgesaugt, nasse Flächen müssen vor dem Lasern trocknen. Welche Löschmittel eingesetzt wurden, lässt sich bei der Feuerwehr erfragen.
-
Fügen und Beschichten
Löten (Hartlöten, Weichlöten)
Löten verbindet Metallteile mit einem Zusatzmetall, dem Lot, dessen Schmelztemperatur unter der des Grundwerkstoffs liegt; die Grenze zwischen Weich- und Hartlöten liegt bei 450 °C. Das Lot muss die Fügeflächen benetzen und durch Kapillarwirkung in den Lötspalt fließen, was Oxidschichten, Fett und Zunder verhindern; Flussmittel lösen nur dünne Oxidhäute. Vor dem Löten werden die Flächen metallisch blank gemacht, wofür auch die Laserreinigung in Frage kommt; nach dem Löten bleiben Flussmittelreste und Anlauffarben, die vor einer Beschichtung entfernt werden.
-
Ablauf und Angebot
Machbarkeitsprüfung (Eignungsprüfung)
Die Machbarkeitsprüfung klärt vor der Beauftragung, ob sich ein Rückstand mit dem Laser vom vorhandenen Untergrund entfernen lässt, ohne das Material zu schädigen. In der Laserreinigung läuft sie in zwei Stufen: Zuerst werden Fotos und Angaben zu Material und Rückstand ausgewertet, danach zeigt eine Probefläche oder ein Musterteil das tatsächliche Ergebnis. Eine verbindliche Aussage stützt sich auf dieses Ergebnis, weil Fotos allein Schichtdicke und Haftung nicht erkennen lassen.
-
Fügen und Beschichten
MAG-Schweißen (Metall-Aktivgas-Schweißen)
Beim MAG-Schweißen brennt ein Lichtbogen zwischen einer abschmelzenden Drahtelektrode und dem Werkstück, geschützt durch ein aktives Gasgemisch, meist Argon mit Kohlendioxid; das Verfahren ist im Stahl- und Maschinenbau weit verbreitet. Rost, Zunder, Öl oder Beschichtungsreste im Nahtbereich verdampfen im Lichtbogen und hinterlassen Poren und Bindefehler, deshalb wird die Nahtzone vorher metallisch blank gemacht. Die Laserreinigung kann diesen Schritt unmittelbar vor dem Schweißen übernehmen, ohne Schleifmittel oder Chemie einzusetzen.
-
Werkstoffe
Marmor
Marmor ist ein kristalliner, aus Kalkstein entstandener Naturstein, meist weiß oder geädert, der an Skulpturen, Böden, Treppen und Fassaden vorkommt. Bei der Laserreinigung ist eine Gelbfärbung der gereinigten Fläche als Nebenwirkung bekannt, vor allem unter dunklen Krusten und bei zu hoher Energie; Anfeuchten der Fläche und niedrige Energie können sie mindern. Welche Einstellung der jeweilige Stein verträgt, wird auf einer Probefläche geprüft und bei geschützten Objekten mit der Denkmalpflege abgestimmt.
-
Maschinen und Instandhaltung
Maschinenreinigung
Maschinenreinigung umfasst das Entfernen von Rückständen an Maschinenteilen, Führungen, Vorrichtungen und Gehäusen, von Öl- und Fettfilmen über Produktionsrückstände bis zu Rost und alten Beschichtungen. Mit dem Laser geschieht das berührungslos und ohne Strahlmittel oder Chemie; zurück bleiben keine Reinigungsmittelreste, die abgetragenen Partikel werden abgesaugt. Empfindliche Komponenten wie Dichtungen, Sensoren, Lager, Kabel und Elektronik werden vorher abgedeckt oder ausgespart; welche Flächen in Frage kommen, wird anhand von Fotos und einer Probefläche festgelegt.
-
Brand und Sanierung
Maschinensanierung (Anlagensanierung)
Maschinensanierung bezeichnet die Wiederherstellung von Maschinen und Anlagen nach Brand oder Wasserschaden: Reinigung und Dekontamination von Gehäusen, Führungen und Metallteilen, Trocknung und Prüfung der Elektrik, Konservierung und abschließender Funktionstest. Die Laserreinigung übernimmt darin die Beläge auf Metall, etwa Ruß und Rauchgaskondensat auf Gehäusen, Führungen oder Tischen, ohne Strahlmittel oder Wasser in die Maschine zu bringen. Ob sich die Sanierung gegenüber dem Ersatz lohnt, klärt die Prüfung der Reparaturwürdigkeit; ein früher Beginn begrenzt die Korrosion.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Materialverlust
Was der Rost vom Stahl bereits in Rost verwandelt hat, ist verloren. Die Laserreinigung entfernt die Rostschicht, ersetzt aber kein Material; Vertiefungen und angegriffene Kanten werden danach sichtbar.
-
Gebäude und Denkmal
Mauerwerk (Sichtmauerwerk)
Aus Steinen oder Ziegeln und Mörtel gefügte Wand; bleibt sie unverputzt, spricht man von Sichtmauerwerk aus Ziegel, Klinker oder Naturstein, bei dem die Oberfläche selbst die Fassade bildet. Für die Laserreinigung ist der Verbund entscheidend: Stein und Fuge reagieren verschieden auf die Strahlung, und eine Einstellung, die auf dem Klinker sauber arbeitet, kann den weicheren Fugenmörtel aufrauen. Gereinigt wird deshalb nach Probefläche über Stein und Fuge; offene Fugen gehören anschließend in die Hand des Maurer- oder Steinmetzbetriebs.
-
Werkstoffe
Messing
Messing ist eine Legierung aus Kupfer und Zink, die in Armaturen, Beschlägen, Instrumenten und Zierteilen verbaut ist und mit der Zeit dunkel anläuft. Anlaufschichten und Lacke lassen sich mit dem Laser abnehmen, doch Zink verdampft deutlich früher als Kupfer: Bei zu hoher Energie verarmt die Oberfläche an Zink und verfärbt sich rötlich oder fleckig. Die Reinigung läuft deshalb mit niedriger Energie und wird am Muster geprüft, bevor sichtbare Flächen bearbeitet werden.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Metallisch blanke Oberfläche (metallisch rein)
Metallisch blank ist eine Fläche, auf der alle Beläge abgetragen sind und das Grundmetall gleichmäßig freiliegt. Bei der Laserreinigung von Stahl ist das häufig der angestrebte Zielzustand vor dem Schweißen, Kleben oder Beschichten. Zugleich ist es der empfindlichste Moment: Die ungeschützte Fläche reagiert mit Luftfeuchte und Sauerstoff und beginnt nachzuoxidieren; deshalb sollte der Folgeschritt oder eine Konservierung unmittelbar anschließen.
-
Prüfen und Messen
Mittenrauwert (Ra)
Der Mittenrauwert Ra ist das arithmetische Mittel der Beträge aller Abweichungen des Rauheitsprofils von der Mittellinie innerhalb der Messstrecke, angegeben in Mikrometern nach DIN EN ISO 21920-2 (ersetzt ISO 4287). Nach einer Laserreinigung zeigt der Vergleich mit der Nullmessung, ob die Oberfläche aufgeraut oder geglättet wurde, etwa vor dem Beschichten oder Kleben. Da einzelne Riefen und Spitzen im Mittel untergehen, wird Ra oft zusammen mit Rz vorgegeben.
-
Laser und Gerätetechnik
Mittlere Leistung (Durchschnittsleistung)
Mit der mittleren Leistung wird die über die Zeit gemittelte Energieabgabe des Lasers beschrieben; sie ist die „Wattzahl“, mit der Reinigungslaser üblicherweise bezeichnet werden. Sie ergibt sich bei gepulsten Faserlasern aus Pulsenergie mal Pulsfrequenz und bestimmt vor allem, wie schnell sich eine Fläche bearbeiten lässt. Wie schonend der Abtrag für den Untergrund ausfällt, hängt dagegen vor allem von Pulsenergie, Spotgröße und Überlappung ab; eine höhere Wattzahl bedeutet daher in erster Linie mehr Tempo.
-
Ablauf und Angebot
Mobiler Einsatz (Einsatz vor Ort)
Beim mobilen Einsatz kommt das Laserreinigungsgerät zum Objekt, der Transport der Teile zu einer Werkstatt entfällt. Für fest eingebaute Maschinen, Fassaden oder Rolltreppen ist er die naheliegende Form, weil sich das Objekt nicht oder nur mit großem Aufwand bewegen lässt; PULSWERK arbeitet mobil mit gepulsten Faserlasern der Laserklasse 4 in Köln und Nordrhein-Westfalen. Vor Ort braucht es Strom, Platz für Gerät und Absaugung und einen abgegrenzten Laserbereich, der während der Arbeit nur mit Laserschutzbrille betreten werden darf.
-
Ablauf und Angebot
Musterteil
Ein Teil aus Ihrer Produktion, an dem die Reinigung vor der Serie erprobt wird. Es sollte repräsentativ sein, nicht das am besten erhaltene Exemplar. Ihre Fertigung verarbeitet es weiter und gibt Rückmeldung.
-
Ablauf und Angebot
Nacharbeit (Nachbesserung)
Als Nacharbeit gilt die erneute Bearbeitung einzelner Stellen, die bei der Endabnahme hinter dem freigegebenen Muster zurückbleiben, etwa in Vertiefungen oder dort, wo der Strahl nur schräg auftrifft. In der Laserreinigung lassen sich solche Stellen gezielt nachfahren, ohne die bereits abgenommenen Flächen erneut zu bearbeiten; sinnvoll ist das im selben Einsatz, solange Gerät und Absaugung aufgebaut sind. Die Nacharbeit gleicht Abweichungen vom Muster aus, erreicht aber nicht mehr, als die Probefläche gezeigt hat, und wird im Abnahmeprotokoll vermerkt.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Nachbehandlung
Alles, was nach der Reinigung mit der Fläche passiert, damit das Ergebnis erhalten bleibt: Beschichten, Konservieren, Lagern. Sie gehört in die Planung, bevor der Laser läuft.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Nachoxidation (Wiederanrosten)
Nachoxidation bezeichnet die erneute Oxidbildung auf einer frisch gereinigten, metallisch blanken Fläche durch Luftfeuchte und Sauerstoff. Bei unlegiertem Stahl setzt sie je nach Klima rasch ein und zeigt sich zunächst als Flugrost, der die Haftung einer Beschichtung beeinträchtigt. Nach der Laserreinigung sollte deshalb der Folgeschritt, eine Konservierung oder eine trockene Lagerung unmittelbar anschließen; bei Arbeiten im Freien oder in feuchten Hallen ist der Zeitabstand zwischen Reinigung und Beschichtung vorab festzulegen.
-
Ablauf und Angebot
Nachtrag (Nachtragsangebot)
Ein Nachtrag ergänzt einen bestehenden Auftrag um Leistungen, die bei der Beauftragung noch nicht enthalten waren oder deren Umfang sich während der Ausführung verändert hat. In der Laserreinigung entsteht er typischerweise, wenn unter einer Schicht weitere Lagen zum Vorschein kommen, zusätzliche Flächen bearbeitet werden sollen oder sich der Zugang vor Ort anders darstellt als in der Anfrage. Ein Nachtrag sollte vor der Ausführung abgestimmt sein, damit klar bleibt, welche Leistung der ursprüngliche Festpreis abdeckt.
-
Andere Verfahren
Nadeln (Nadelentrosten, Nadelpistole)
Beim Nadeln hämmert das Nadelbündel einer pneumatischen Nadelpistole Rost, Zunder, Schlacke und dicke Altanstriche von Stahlbau, Gussteilen und Schweißnähten ab; das Verfahren ist robust, kommt ohne Strahlmittel aus und erreicht Ecken und unebene Flächen. Es ist laut, belastet die Hand durch Vibration, verdellt die Oberfläche und lässt sie nur grob gereinigt zurück, weshalb meist ein weiterer Reinigungsschritt folgt. Die Laserreinigung arbeitet ohne Schlag und Verformung; bei dicken Rostschichten kann das Nadeln als Vorarbeit sinnvoll sein.
-
Fügen und Beschichten
Nahtvorbereitung (Schweißnahtvorbereitung)
Die Nahtvorbereitung umfasst alles, was die Fügekanten vor dem Schweißen brauchen: die Fugenform mit Fase, Steg, Spalt und Öffnungswinkel sowie den Zustand der Nahtflanken, die metallisch sauber sein müssen. Dazu gehört, Rost, Zunder, Fertigungsbeschichtung, Öl oder Zink in einem Streifen beiderseits der Naht zu entfernen, weil diese Schichten sonst Poren und Bindefehler verursachen. Diesen Reinigungsanteil kann der Laser anstelle von Schleifen oder Bürsten übernehmen; die Kantengeometrie bleibt Sache der mechanischen Bearbeitung.
-
Andere Verfahren
Nassstrahlen (Feuchtstrahlen, Schlämmstrahlen)
Beim Nassstrahlen wird dem Strahlmittel Wasser zugesetzt oder das Strahlmittel in Wasser aufgeschlämmt, damit der Staub gebunden wird; das Verfahren kommt an Fassaden, in bewohnten Bereichen und dort zum Einsatz, wo offenes Trockenstrahlen nicht zulässig ist. Statt Staub fällt Schlamm aus Wasser, Strahlmittel und Abtrag an, und auf Stahl bildet sich rasch Flugrost, der einen Inhibitor oder ein Nachstrahlen erfordert. Die Laserreinigung bleibt trocken, erzeugt keinen Schlamm und lässt den Stahl ohne Feuchte zurück.
-
Gebäude und Denkmal
Naturstein
Natürlich entstandenes Gestein, das zu Blöcken, Platten oder Werkstücken verarbeitet als Bau- und Fassadenmaterial dient, etwa Sandstein, Kalkstein, Tuff, Trachyt, Basalt, Granit oder Marmor. Härte, Porosität, Farbe und Bindemittel unterscheiden sich von Sorte zu Sorte stark; sie bestimmen, wie der Stein auf die Laserstrahlung reagiert und mit welcher Energiedichte Schmutz, Kruste oder Graffiti abgenommen werden können. Weiche, poröse Sorten wie Tuff oder mürber Sandstein verlangen besondere Zurückhaltung; welche Einstellung passt, zeigt die Probefläche am Objekt.
-
Sicherheit und Recht
NOHD (Sicherheitsabstand)
Der NOHD bezeichnet den Abstand vom Strahlaustritt, ab dem die Bestrahlung des ungeschützten Auges unter den Expositionsgrenzwert sinkt; die Abkürzung steht für den englischen Begriff Nominal Ocular Hazard Distance, die deutsche Norm spricht vom Sicherheitsabstand. Innerhalb dieses Abstands ist Augenschutz Pflicht, und er bestimmt, wie weit der Laserbereich reicht, der bei der Laserreinigung abgesperrt oder abgeschirmt werden muss. Bei Lasern der Klasse 4 kann er weit über den Arbeitsplatz hinausreichen, weshalb der Laserbereich durch Abschirmungen begrenzt wird.
-
Sicherheit und Recht
Not-Halt (Not-Aus, Notabschaltung)
Der Not-Halt ist ein schnell erreichbarer Schalter, der den Laser im Gefahrenfall sofort stillsetzt; daneben verlangt die EN 60825-1 für Laser der Klassen 3B und 4 einen Schlüsselschalter, einen Strahlabschwächer und einen Anschluss für eine externe Verriegelung. Handgeräte für die Laserreinigung geben die Strahlung meist nur frei, solange der Taster am Bearbeitungskopf gedrückt bleibt; bei Einhausungen schaltet ein Türkontakt (Interlock) beim Öffnen ab. Vor dem Einsatz sollten auch Beschäftigte des Kunden wissen, wo der Not-Halt sitzt.
-
Prüfen und Messen
Nullmessung (Ausgangsmessung)
Die Nullmessung erfasst den Zustand der Oberfläche vor der Bearbeitung, etwa Rauheit, Schichtdicke, Maße oder Glanz, zusammen mit Fotos der betreffenden Stellen. Bei der Laserreinigung bildet sie die Vergleichsbasis, gegen die sich Reinigungsergebnis und Materialverlust später belegen lassen; ohne sie bleibt strittig, ob eine Riefe oder ein Maßunterschied schon vorher da war. Messstellen werden markiert oder dokumentiert, damit die Messung nachher an derselben Stelle mit demselben Verfahren wiederholt werden kann.
-
Fügen und Beschichten
Oberflächenenergie
Die Oberflächenenergie ist eine Kenngröße fester Oberflächen, angegeben in Millinewton je Meter, die bestimmt, wie gut Flüssigkeiten sie benetzen: Liegt sie über der Oberflächenspannung des Klebstoffs oder Lacks, breitet dieser sich aus. Blanke Metalle haben hohe Werte, Fettfilme, Trennmittel und viele Kunststoffe niedrige; eine verschmutzte Metallfläche verhält sich wie ein schwer benetzbarer Kunststoff. Reinigen hebt die Oberflächenenergie wieder an und macht die Fläche kleb- und lackierbar; bestimmt wird sie mit Testtinten oder durch Kontaktwinkelmessung.
-
Prüfen und Messen
Oberflächentemperatur (Bauteiltemperatur)
Die Oberflächentemperatur ist die tatsächliche Temperatur des Werkstücks oder der Wand, gemessen mit einem Kontaktfühler oder einem Infrarotthermometer; sie kann deutlich von der Lufttemperatur abweichen, etwa an kalten Stahlträgern oder sonnenbeschienenen Fassaden. Bei der Laserreinigung fließt sie in den Taupunktabstand ein und entscheidet mit, ob Beschichtungen und Klebstoffe anschließend innerhalb ihres Verarbeitungsfensters aufgetragen werden können. Infrarotmessungen auf blankem Metall sind wegen des niedrigen Emissionsgrads ungenau; dort ist ein Kontaktthermometer verlässlicher.
-
Werkstoffe
Oberflächenzustand
Der Oberflächenzustand beschreibt, wie eine Fläche vor der Reinigung vorliegt: blank, verzundert, verrostet, beschichtet, verölt, verwittert oder feucht. Zusammen mit dem Werkstoff bestimmt er die Laserparameter und die Zahl der Durchgänge und damit den Aufwand. Deshalb wird er zu Beginn anhand von Fotos und an der Probefläche festgehalten. Eine lose Schicht auf glattem Grund verlangt dabei andere Einstellungen als ein Belag, der in Poren oder Narben sitzt.
-
Rückstände
Ölfilm (Fettfilm)
Ein Ölfilm ist eine dünne, oft unsichtbare Schicht aus Bearbeitungs-, Schmier- oder Lageröl, die auf Metallteilen zurückbleibt und das Schweißen, Kleben und Beschichten stört, weil Lacke und Klebstoffe darauf nicht haften und Schweißnähte Poren bekommen. Beim Laserreinigen verdampft der Film unter dem Strahl; die Dämpfe müssen abgesaugt werden, damit sie sich nicht auf der Fläche oder in der Halle niederschlagen. Dicke Fettschichten werden sinnvollerweise vorab mechanisch oder mit Reinigern abgetragen, der Laser übernimmt dann den Rest.
-
Rückstände
Ölkohle (Verkokung)
Ölkohle entsteht, wenn Öl oder Fett unter Hitze verkohlt und als harte, schwarze Kruste auf Motorteilen, Werkzeugen, Backformen, Walzen und Ofenbauteilen zurückbleibt. Sie haftet fest und lässt sich mit Lösemitteln kaum anlösen; der gepulste Laser trägt sie ohne Chemie und ohne Kratzen ab, weil die dunkle Kruste die Laserenergie gut aufnimmt. Je dicker die Verkokung, desto mehr Überfahrten sind nötig; Hinterschneidungen und Bohrungen erreicht der Strahl nur, soweit er sie direkt trifft.
-
Laser und Gerätetechnik
Optik (Fokussieroptik)
Die Optik ist das Linsensystem im Handstück, das den aus der Faser austretenden Strahl formt und auf die Oberfläche fokussiert. In Handstücken mit Scanner kommt häufig ein F-Theta-Objektiv zum Einsatz, das den Fokus über die gesamte Linienbreite auf einer Ebene hält, sodass der Abtrag am Rand der Linie nicht schwächer ausfällt als in der Mitte. Die Optik bestimmt Brennweite und Spotgröße; verschmutzte oder beschädigte Linsen mindern die Leistung, weshalb ihnen ein austauschbares Schutzglas vorgesetzt ist.
-
Gebäude und Denkmal
Originalsubstanz (historische Bausubstanz)
Das überlieferte Material eines Denkmals samt seiner Oberfläche, also der historische Stein, Putz, Mörtel, das Holz oder die Farbfassung aus der Bauzeit und späteren bedeutenden Phasen. Ihr Erhalt hat in der Denkmalpflege Vorrang; eine Laserreinigung darf deshalb nur Fremdschichten wie Schmutzkruste, Ruß oder Graffiti abnehmen und keinen Abtrag am Material selbst verursachen. Wo die Grenze zwischen Fremdschicht und Substanz liegt, legen Voruntersuchung und Probefläche fest; eine gleichmäßig helle Fläche ist am Denkmal in der Regel nicht das Ziel.
-
Ablauf und Angebot
Ortstermin (Vor-Ort-Besichtigung)
Beim Ortstermin wird das Objekt vor der Angebotsabgabe am Einsatzort in Augenschein genommen. In der Laserreinigung ergänzt er die Anfrage mit Fotos, wenn Zugang, Umgebung oder Umfang aus Bildern nicht ausreichend hervorgehen, etwa bei Fassaden, eingebauten Maschinen oder verwinkelten Räumen. Der Termin lässt sich mit einer Probefläche verbinden, sodass Machbarkeit und Aufwand in einem Schritt geklärt werden.
-
Sicherheit und Recht
OStrV (Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung)
Die Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung regelt den Schutz der Beschäftigten vor Laserstrahlung und anderer künstlicher optischer Strahlung am Arbeitsplatz. Für die Laserreinigung mit Geräten der Laserklasse 4 verlangt sie eine fachkundige Gefährdungsbeurteilung, die Einhaltung der Expositionsgrenzwerte, Schutzmaßnahmen, die Unterweisung der Beschäftigten und, sofern der Arbeitgeber nicht selbst fachkundig ist, die schriftliche Bestellung eines Laserschutzbeauftragten. Wie diese Pflichten konkret umzusetzen sind, beschreibt die TROS Laserstrahlung.
-
Rückstände
Overspray (Farbnebel)
Overspray ist der Lacknebel, der sich beim Spritzlackieren neben dem Werkstück niederschlägt und auf Gestellen, Gehängen, Gittern, Masken und Kabinenteilen mit jeder Charge weiter aufbaut. Dicke Schichten passen nicht mehr in die Aufnahmen, stören die Erdung beim elektrostatischen Lackieren und platzen irgendwann ab, wodurch Partikel ins Lackbild geraten. Der gepulste Laser trägt die Lackschichten ohne Strahlmittel ab; bei vielschichtigem Aufbau zeigt die Probefläche, wie viele Überfahrten nötig sind.
-
Rückstände
Oxidschicht
Schicht, die sich auf vielen Metallen durch Reaktion mit Sauerstoff bildet. Sie kann schützen, etwa als Passivschicht auf Edelstahl, an Kontakt-, Löt- oder Klebeflächen aber stören; dort wird sie gezielt entfernt.
-
Ablauf und Angebot
Parametersatz (Prozessparameter)
Ein Parametersatz fasst die Einstellungen zusammen, mit denen der Laser auf einer bestimmten Kombination aus Rückstand und Untergrund arbeitet, darunter Leistung, Pulsfrequenz, Scanbreite, Vorschub und Fokuslage. In der Laserreinigung wird er an der Probefläche oder am Musterteil ermittelt und nach der Freigabe für die gesamte Fläche oder Serie beibehalten. Ändert sich der Untergrund oder die Schichtdicke, muss der Parametersatz neu geprüft werden, weil sonst Rückstände bleiben können oder der Untergrund angegriffen werden kann.
-
Sicherheit und Recht
Partikelfiltrierende Halbmaske (FFP-Maske)
Eine partikelfiltrierende Halbmaske ist ein Atemschutz gegen Feinstaub, der nach EN 149 in die Schutzstufen FFP1, FFP2 und FFP3 eingeteilt ist. Bei der Laserreinigung ergänzt sie die Absaugung, wenn diese den Laserrauch nicht vollständig erfasst, und schützt Bediener wie Personen im Umfeld; als persönliche Schutzausrüstung steht sie in der Rangfolge der Schutzmaßnahmen hinter technischen Lösungen. Die nötige Stufe richtet sich nach dem abgetragenen Stoff; bei bleihaltigen oder chromathaltigen Altbeschichtungen kann gebläseunterstützter Atemschutz erforderlich sein, was die Gefährdungsbeurteilung festlegt.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Passivierung (Repassivierung)
Passivierung bezeichnet die Bildung einer dünnen, dichten Oxidschicht, die nichtrostenden Stahl und Aluminium vor weiterer Korrosion schützt. Bei Edelstahl bildet sich die Chromoxidschicht an Luft von selbst neu, sobald die Fläche sauber ist; ein chemisches Passivieren beschleunigt das. Nach der Laserreinigung von Schweißnähten mit Anlauffarben oder Zunder ist diese Neubildung der gewünschte Endzustand. Voraussetzung ist eine Fläche ohne Fremdeisen, Zunderreste oder eingebrannte Rückstände, weil solche Stellen die Schutzschicht unterbrechen und später als Rostpunkte sichtbar werden können.
-
Werkstoffe
Passivschicht
Die Passivschicht ist eine hauchdünne Chromoxidschicht, die sich auf nichtrostendem Stahl an Luft von selbst bildet und den Werkstoff vor Rost schützt; den Vorgang nennt man Passivierung. Für die Laserreinigung bedeutet das: Anlauffarben, Fremdrost oder Schmutz dürfen herunter, die Oberfläche darunter soll aber so bleiben, dass sich die Schicht anschließend neu bildet. Zu hohe Energie erzeugt Anlauffarben und schwächt den Schutz örtlich, was sich unter Umständen erst später als Rostansatz zeigt.
-
Maschinen und Instandhaltung
Passung
Eine Passung beschreibt die maßliche Abstimmung zweier gefügter Teile, etwa Welle und Bohrung oder Formeinsatz und Aufnahme, festgelegt über Toleranzen nach DIN EN ISO 286. Für die Laserreinigung bedeutet das: Auf Passflächen darf nur der Belag entfernt werden, jeder Abtrag am Grundwerkstoff würde das Passmaß verändern und Spiel oder Übermaß verschieben. Ob die Parameter das sicherstellen, wird an einer Probefläche geprüft; bei engen Passungen ist das Messen vor und nach der Reinigung sinnvoll.
-
Rückstände
Patina
Patina ist eine natürlich gewachsene Alterungsschicht auf Metall oder Stein, etwa die grüne Schicht auf Kupferdächern, umgangssprachlich Grünspan genannt, die dunkle Haut auf Bronze oder die fest haftende Rostschicht auf wetterfestem Baustahl. Sie ist oft gewollt, schützt das Material und gilt in der Restaurierung als Teil der Geschichte des Objekts. Vor einer Laserreinigung muss deshalb geklärt sein, ob die Patina bleiben soll und nur Schmutz und Bewuchs herunter müssen; die Probefläche zeigt, wo die Grenze liegt.
-
Laser und Gerätetechnik
Pilotlaser (Pilotstrahl, Zielstrahl)
Der Pilotlaser erzeugt einen schwachen, sichtbaren Hilfsstrahl, häufig in Rot, der anzeigt, wo der Arbeitsstrahl auf die Oberfläche trifft. Der Arbeitsstrahl eines Faserlasers liegt mit 1064 nm im Infrarot und ist für das Auge unsichtbar. Mit dem Pilotstrahl richtet der Anwender das Handstück aus und prüft Arbeitsabstand und Linienbreite, bevor er auslöst. Die Schutzmaßnahmen gelten unabhängig vom Pilotstrahl, denn der Reinigungsstrahl bleibt unsichtbar und gehört bei PULSWERK zur Laserklasse 4.
-
Laser und Gerätetechnik
Plasma (Plasmabildung)
Plasma ist ein ionisiertes, leuchtendes Gas; bei der Laserreinigung entsteht es, wenn ein Puls so intensiv ist, dass die verdampfende Schicht teilweise ionisiert wird. Das zeigt sich als Blitzen und Knacken an der Bearbeitungsstelle; die mit dem Plasma verbundene Druckwelle unterstützt das Ablösen der Schicht. Zugleich schirmt eine dichte Plasmawolke den nachfolgenden Puls teilweise ab, weshalb Pulsfrequenz und Scangeschwindigkeit so gewählt werden, dass die Wolke zwischen den Pulsen abziehen kann.
-
Andere Verfahren
Plasmareinigung (Atmosphärendruckplasma)
Bei der Plasmareinigung trifft ein ionisiertes Gas, meist als Atmosphärendruckplasma aus einer Düse, auf die Oberfläche; es entfernt hauchdünne organische Filme wie Trennmittel- oder Fettreste und aktiviert die Fläche für das anschließende Kleben, Bedrucken oder Lackieren. Gegenüber der Laserreinigung setzt das Verfahren erst am weitgehend sauberen Teil an und trägt keine sichtbare Schicht ab. Rost, Zunder, Altlack oder dickere Oxidschichten bleiben stehen; dafür kommt die Laserreinigung in Betracht, die ebenfalls vor dem Kleben oder Beschichten eingesetzt wird.
-
Fügen und Beschichten
Porenbildung (Porosität)
Poren sind Gaseinschlüsse in der Schweißnaht; sie entstehen, wenn Öl, Fett, Feuchtigkeit, Lack, Zink oder Fertigungsbeschichtung im Lichtbogen verdampfen und das Gas beim Erstarren nicht mehr aus der Schmelze entweicht. Poren mindern Festigkeit und Dichtheit, fallen bei der zerstörungsfreien Prüfung auf und ziehen Ausfugen und Nachschweißen nach sich. Sie sind ein Hauptgrund, weshalb die Nahtzone vor dem Schweißen sauber sein muss; die Laserreinigung trägt solche Schichten ab, ohne Schleifmittelreste oder Lösemittel zurückzulassen.
-
Fügen und Beschichten
Primer (Haftvermittler)
Ein Primer ist im Klebebereich eine dünn aufgetragene chemische Vorbehandlung, die zwischen Untergrund und Klebstoff vermittelt: Er verbessert die Haftung auf schwer klebbaren Werkstoffen wie Aluminium, Zink, Edelstahl oder Kunststoff und die Beständigkeit der Klebung gegen Feuchte. Der Primer kommt erst auf die gereinigte Fläche und kann Fett, Oxide oder Staub nicht ausgleichen; auf einer verunreinigten Oberfläche löst sich die Klebung samt Primer. Welcher Primer zum Klebstoff passt, legt der Klebstoffhersteller fest; die Laserreinigung liefert die Fläche, die er voraussetzt.
-
Ablauf und Angebot
Probefläche
Eine kleine Fläche am echten Objekt, die vor dem Einsatz bearbeitet wird. Sie zeigt Ergebnis, Aufwand und Veränderung der Oberfläche und wird zur Vorlage für die Abnahme. Bei uneinheitlichen Flächen liegt sie an einer stark betroffenen Stelle.
-
Rückstände
Produktionsrückstände
Reste aus dem laufenden Prozess, die auf Formen, Werkzeugen und Anlagenflächen anhaften, etwa Trennmittel, Ausgasungen oder eingebrannte Schichten. Rückstand und Oberfläche werden gemeinsam beurteilt.
-
Andere Verfahren
Prozessabwasser (Spülwasser)
Prozessabwasser entsteht bei Hochdruck-, Heißwasser- und Nassstrahlverfahren sowie beim Beizen und Abbeizen, wenn Wasser gelöste Schichten, Strahlmittel, Säuren oder Lösemittel aufnimmt. Es darf nicht ungeprüft in Kanal oder Boden gelangen, muss aufgefangen, behandelt oder als Abfall entsorgt werden und verlangt auf Baustellen Wannen, Pumpen und Entsorgungsnachweise. Bei der Laserreinigung fällt kein Wasser an; die abgetragene Schicht landet als Filterstaub in der Absaugung, was die Planung eines Einsatzes in Innenräumen, Betrieben und Wohnumgebungen vereinfacht.
-
Sicherheit und Recht
Prozessstrahlung (Sekundärstrahlung)
Beim Abtragen mit dem Laser kann an der Oberfläche ein hell leuchtendes Plasma entstehen, das neben dem unsichtbaren Laserlicht sichtbare, ultraviolette und infrarote Strahlung abgibt; diese Prozessstrahlung wird in der TROS Laserstrahlung als Sekundärstrahlung behandelt. Bei der Laserreinigung liegt sie direkt im Blickfeld des Bedieners, weshalb die Gefährdungsbeurteilung sie eigens bewerten muss. Eine Laserschutzbrille ist auf die Wellenlänge des Lasers ausgelegt; ob sie auch die Prozessstrahlung ausreichend dämpft oder ein zusätzlicher Gesichtsschutz nötig ist, muss getrennt geprüft werden.
-
Prüfen und Messen
Prüfplan (Prüfanweisung)
Ein Prüfplan legt vor Beginn der Arbeiten fest, welche Größen an welchen Stellen, in welchem Umfang und mit welchem Verfahren geprüft werden und wer die Prüfung durchführt. Bei der Laserreinigung gehört dazu, was an der Probefläche gemessen wird, ob eine Nullmessung erfolgt und welche Werte das Prüfprotokoll am Ende enthalten muss. Der Plan verhindert, dass bei der Abnahme über Messmethode, Messstelle oder Gerät gestritten wird; bei Beschichtungsarbeiten übernimmt er die Vorgaben des Beschichtungsherstellers.
-
Prüfen und Messen
Prüfprotokoll (Messprotokoll)
Das Prüfprotokoll ist der schriftliche Nachweis der durchgeführten Prüfungen mit Messwerten, Prüfverfahren, verwendetem Gerät, Messstellen, Klimadaten, Datum und Namen des Prüfers sowie dem Abgleich jedes Werts gegen das vereinbarte Abnahmekriterium. Bei der Laserreinigung ergänzt es die Fotodokumentation vorher und nachher und wird an Auftraggeber, Beschichter oder Sachverständigen übergeben, etwa wenn der Beschichter den Zustand des Untergrunds vor dem Auftrag belegt haben will. Ohne protokollierte Nullmessung lassen sich spätere Abweichungen nicht eindeutig zuordnen.
-
Laser und Gerätetechnik
Pulsdauer (Pulslänge)
Als Pulsdauer wird die Zeitspanne bezeichnet, in der ein einzelner Laserpuls Energie auf die Oberfläche abgibt. Bei gepulsten Faserlasern für die Reinigung liegt sie meist im Bereich von Nanosekunden, und je kürzer der Puls, desto weniger Zeit bleibt der Wärme, in den Untergrund zu wandern. Der Abtrag bleibt dadurch stärker auf die Schicht konzentriert; die Pulsdauer ist je nach Strahlquelle fest vorgegeben oder nur in Stufen wählbar.
-
Laser und Gerätetechnik
Pulsenergie
Die Pulsenergie gibt an, wie viel Energie in einem einzelnen Laserpuls steckt, angegeben meist in Millijoule. Für die Laserreinigung entscheidet sie zusammen mit der Spotgröße über die Energiedichte auf der Oberfläche und damit darüber, ob die Ablationsschwelle der Schicht erreicht wird. Eine hohe Pulsenergie allein sagt noch nichts über das Ergebnis aus, weil erst das Zusammenspiel mit Pulsfrequenz und Überlappung festlegt, wie viel Energie eine Stelle tatsächlich aufnimmt.
-
Laser und Gerätetechnik
Pulsfrequenz (Repetitionsrate, Pulswiederholrate)
Die Pulsfrequenz nennt die Zahl der Laserpulse je Sekunde und wird meist in Kilohertz angegeben. Multipliziert mit der Pulsenergie ergibt sie die mittlere Leistung des Reinigungslasers, und zusammen mit der Scangeschwindigkeit legt sie fest, wie viele Pulse dieselbe Stelle treffen. Eine höhere Frequenz bei gleicher mittlerer Leistung bedeutet schwächere Einzelpulse, weshalb die Einstellung immer im Zusammenhang mit Pulsenergie und Überlappung gewählt wird.
-
Fügen und Beschichten
Pulverbeschichtung (Pulverlackierung)
Bei der Pulverbeschichtung wird trockener Pulverlack elektrostatisch aufgeladen, auf das geerdete Werkstück gesprüht und im Ofen eingebrannt, wo er verläuft und aushärtet. Das Verfahren liefert dicke, harte Schichten, verzeiht aber keine Fett-, Silikon- oder Oxidreste: Sie zeigen sich erst nach dem Einbrennen als Krater, Blasen, Nadelstiche oder Abplatzungen. Vor dem Pulvern wird deshalb entfettet und chemisch vorbehandelt oder gestrahlt; die Laserreinigung kommt ins Spiel, wenn Altbeschichtung, Rost oder Anlauffarben von Teilen zu entfernen sind, bevor sie in die Pulverlinie gehen.
-
Werkstoffe
Putz
Putz ist der mineralisch oder kunstharzgebundene Belag auf Wänden und Decken innen wie außen. Ruß, Farbe und Verschmutzung lassen sich vom Putz abtragen, doch der Untergrund ist weich und bei älteren Flächen nicht selten hohlliegend oder rissig, sodass mit Abplatzungen und ungleichmäßigem Abtrag zu rechnen ist; Kunstharzputze reagieren zudem anders auf die Wärme als mineralische. Die Energie bleibt deshalb niedrig, und die Probefläche zeigt, ob der Putz die Reinigung ohne Schaden übersteht.
-
Andere Verfahren
Pyrolytische Entlackung (thermische Entlackung, Ausbrennen)
Bei der pyrolytischen Entlackung wird Lack im Ofen bei hoher Temperatur unter Sauerstoffmangel verschwelt und der Ascherest anschließend abgestrahlt oder abgewaschen; das Verfahren kommt nur für hitzeverträgliche Stahlteile wie Gestelle, Haken, Gitter und Motorenteile in Frage. Verzug, Gefügeveränderung und Anlassfarben sind das Risiko, zudem braucht die Anlage eine Abgasnachverbrennung, und die Teile müssen angeliefert werden. Die Laserreinigung erwärmt nur die Schicht örtlich und kurz, das Bauteil wird nicht durchgehend erhitzt, und die Bearbeitung findet vor Ort statt.
-
Brand und Sanierung
Rauchgaskondensat (Brandkondensat)
Rauchgaskondensat entsteht, wenn heiße Rauchgase an kühlen Flächen wie Metall, Glas oder Stein abkühlen und einen klebrigen, meist sauren Film hinterlassen, der Ruß bindet und Chloride mit sich führt. Für die Laserreinigung ist dieser Film die typische Schicht auf Metall nach einem Brand; ob er sich von einer bestimmten Oberfläche lösen lässt, klärt die Probefläche. Bleibt das Kondensat liegen, greift es Metall an und zieht in poröse Werkstoffe ein, weshalb seine Entfernung in der Regel zu den Sofortmaßnahmen zählt.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Rauheit (Rauigkeit)
Rauheit beschreibt die Feinstruktur einer Oberfläche, also die kleinen Erhebungen und Täler, die sich mit Kennwerten wie dem Mittenrauwert Ra oder der gemittelten Rautiefe Rz messen lassen. Sie beeinflusst, wie gut Lacke, Klebstoffe oder Spritzschichten haften, wie die Fläche benetzt wird und wie sie aussieht. Die Laserreinigung kann die Rauheit je nach Parametern und Werkstoff weitgehend erhalten oder verändern; welche Rauheit der Folgeprozess braucht, gehört deshalb in die Abstimmung vor der Probefläche.
-
Laser und Gerätetechnik
Reflexion (Reflexionsgrad)
Die Reflexion gibt an, welchen Anteil des Laserlichts eine Oberfläche zurückwirft, statt ihn aufzunehmen. Blanke Metalle wie Aluminium oder Kupfer reflektieren das Infrarotlicht des Faserlasers stark; das bremst die Wirkung auf dem Grundwerkstoff und ist ein Grund, warum eine freigelegte Metallfläche deutlich weniger Energie aufnimmt als die Schicht darüber. Reflektierte Strahlung kann ebenso gefährlich sein wie der direkte Strahl, weshalb spiegelnde Flächen bei der Laserreinigung in die Schutzmaßnahmen einbezogen werden und der Bereich entsprechend abgesichert wird.
-
Sicherheit und Recht
Reflexionsgefährdung (Streureflexion)
Die Reflexionsgefährdung beschreibt die Gefahr durch Laserstrahlung, die von Oberflächen zurückgeworfen wird; blanke Metalle spiegeln den Strahl gerichtet, matte oder raue Flächen streuen ihn diffus in den Raum. Bei Lasern der Klasse 4, wie sie in der Laserreinigung eingesetzt werden, kann nach EN 60825-1 bereits die diffuse Streureflexion Augen und Haut schädigen; deshalb müssen alle Personen im Laserbereich geschützt sein, auch wer zuschaut oder vorbeigeht. Polierte Werkstücke, Fenster und glänzende Maschinenteile sind bei der Planung des Laserbereichs zu berücksichtigen.
-
Maschinen und Instandhaltung
Reifenform (Segmentform)
Eine Reifenform ist eine Vulkanisationsform für Fahrzeugreifen, bei Segmentformen aufgebaut aus Profilsegmenten und Seitenwandplatten mit feinen Lamellen und Entlüftungsbohrungen, die Profil und Beschriftung des Reifens abbilden. Gerade in Lamellen und Entlüftungen setzen sich Trennmittel und Vulkanisationsrückstände hartnäckig fest, weshalb die Reinigung dieser feinen Strukturen die eigentliche Aufgabe bei Reifenformen ist. Der Laser muss die Stahl- oder Aluminiumstrukturen dabei erhalten; die Parameter werden deshalb an einer Probefläche festgelegt.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Reinheitsgrad (Vorbereitungsgrad, Entrostungsgrad)
Der Reinheitsgrad gibt an, wie vollständig Rost, Zunder und alte Schichten von einer Stahloberfläche entfernt sind. DIN EN ISO 8501-1 legt dafür Oberflächenvorbereitungsgrade fest, die visuell mit Vergleichsbildern beurteilt werden: Sa-Grade für gestrahlte, St-Grade für von Hand oder maschinell entrostete Flächen. Leistungsverzeichnisse nennen meist einen solchen Sollzustand; für den Laser sieht die Norm keine eigene Stufe vor, bewertet wird nach denselben Vergleichsbildern. Der ältere Begriff Entrostungsgrad aus der zurückgezogenen DIN 55928 meint dasselbe.
-
Ablauf und Angebot
Reinigung im eingebauten Zustand (In-situ-Reinigung)
Bei der Reinigung im eingebauten Zustand bleibt das Bauteil in der Maschine oder Anlage und wird an Ort und Stelle bearbeitet. Für die Laserreinigung setzt das voraus, dass die Fläche mit dem Handlaser in Sichtlinie erreichbar ist und die Umgebung gegen Strahl und Partikel abgedeckt werden kann; Ausbau und Wiedermontage entfallen dann. Ob das bei Walzen, Formhälften oder Maschinenbetten gelingt, zeigt die Probefläche; wo der Zugang nicht ausreicht, bleibt die Demontage.
-
Maschinen und Instandhaltung
Reinigungsintervall
Das Reinigungsintervall beschreibt den Abstand zwischen zwei Reinigungen eines Werkzeugs, einer Form oder einer Maschine, bei Formen meist in Schüssen oder Zyklen angegeben. Es wird so gewählt, dass Beläge entfernt werden, bevor sie Entformung, Oberfläche oder Maßhaltigkeit beeinträchtigen. Eine Laserreinigung lässt sich als fester Bestandteil dieses Intervalls einplanen; wie lang der Abstand sein kann, ergibt sich aus Material, Prozess und den Erfahrungen des Betriebs.
-
Brand und Sanierung
Reparaturwürdigkeit
Reparaturwürdig ist ein Bauteil oder eine Maschine, wenn Reinigung und Instandsetzung wirtschaftlich sinnvoll sind; übersteigen die Kosten den Wert oder den Ersatz, spricht man vom wirtschaftlichen Totalschaden. Für die Laserreinigung liefert die Probefläche den Befund: Sie zeigt, ob der Belag abgeht und was darunter zum Vorschein kommt, und lässt den Aufwand für die Gesamtfläche abschätzen. Der Vergleich mit Neubeschaffung samt Lieferzeit und Stillstand entscheidet, meist gemeinsam mit dem Sachverständigen.
-
Gebäude und Denkmal
Restaurator (Restauratorin)
Fachperson für die Erhaltung und Wiederherstellung von Kunst- und Kulturgut, oft spezialisiert auf eine Fachrichtung wie Stein, Wandmalerei, Holz oder Metall. Bei einer Laserreinigung am Denkmal übernimmt der Restaurator meist die Voruntersuchung, schreibt das Reinigungskonzept, legt mit dem Laserbetrieb die Probefläche an und beurteilt das Ergebnis, bevor die Fläche freigegeben wird. Die Denkmalbehörde macht diese Begleitung häufig zur Auflage; für den Laserbetrieb ist der Restaurator dann der fachliche Ansprechpartner vor Ort.
-
Gebäude und Denkmal
Restauratorische Voruntersuchung (Befunduntersuchung)
Prüfung von Material, Schichtenaufbau und Schadensbild eines Objekts, bevor Arbeiten beginnen, oft ergänzt um eine Kartierung der Schäden und Fremdschichten. Sie klärt, was Schmutz, was Patina und was historische Fassung ist, und liefert damit die Grundlage für Reinigungsziel, Laserparameter und die Lage der Probeflächen. Am Denkmal gehört sie häufig zu den behördlichen Auflagen und wird vom Restaurator durchgeführt; ohne sie lässt sich eine Laserreinigung an historischer Substanz kaum verantwortbar planen.
-
Gebäude und Denkmal
Restaurierung
Maßnahme, die ein geschädigtes Objekt oder Bauteil wieder in einen gesicherten, lesbaren Zustand bringt, im Unterschied zur Konservierung, die den vorhandenen Zustand sichert. Die Reinigung ist darin meist der erste Schritt, auf den Festigung und Ergänzung folgen; die Laserreinigung kann für diesen Schritt in Frage kommen, weil sie ohne Wasser und Chemie arbeitet und Schichten nacheinander abnimmt. Umfang und Grenzen legt das restauratorische Konzept fest, am Denkmal zusammen mit der Behörde.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Restrost
Als Restrost gilt Rost, der nach der Reinigung in Poren, Narben, Spalten oder abgeschatteten Bereichen zurückbleibt, oft nur als leichter Schatten oder rötliche Verfärbung erkennbar. Bei der Laserreinigung tritt er vor allem dort auf, wo der Strahl den Grund einer Vertiefung nicht erreicht. Ob Restrost zulässig ist, hängt vom vereinbarten Reinheitsgrad ab; für hohe Anforderungen lässt sich mit weiteren Durchgängen oder geänderter Strahlführung nacharbeiten, was sich an der Probefläche vorab zeigt.
-
Prüfen und Messen
Restsalzgehalt (Salzbelastung)
Der Restsalzgehalt bezeichnet die Menge wasserlöslicher Salze, vor allem Chloride, die nach der Reinigung auf einer Metalloberfläche verbleiben, angegeben in Milligramm je Quadratmeter. Für die Laserreinigung ist er bedeutsam, weil der Abtrag von Rost und Beschichtung nicht zugleich heißt, dass auch Salze aus Poren und Rostnarben entfernt sind; unter einer neuen Beschichtung können sie Blasenbildung und Unterrostung auslösen. Den zulässigen Grenzwert legt der Beschichtungshersteller oder die Spezifikation des Auftraggebers fest.
-
Maschinen und Instandhaltung
Revisionsstillstand (Revision)
Ein Revisionsstillstand ist ein geplanter, längerer Anlagenstillstand, in dem Prüfungen, Wartungen, Umbauten und Reinigungen gebündelt werden, um Produktionsausfälle auf ein Zeitfenster zu begrenzen. Laserreinigungen an Maschinen, Walzen oder Anlagenteilen werden gern in dieses Fenster gelegt, weil Stillsetzung und Zugänglichkeit dann ohnehin organisiert sind. Wer mehrere Gewerke parallel plant, stimmt den abgesperrten Laserbereich früh ab, damit sich die Arbeiten nicht gegenseitig behindern.
-
Ablauf und Angebot
Richtwert
Eine unverbindliche Spanne für die Bearbeitungszeit, berechnet aus Fläche und der Flächenleistung des Geräts laut Herstellertabelle. Der Anfrage-Assistent zeigt sie; der Preis steht erst im Angebot.
-
Rückstände
Rost
Korrosion von Eisen und Stahl: Das Metall reagiert mit Sauerstoff und Feuchtigkeit zu einer porösen, unebenen Schicht, die in das Material greift. Der Laser trägt die Schicht ab, verlorenes Material bleibt verloren.
-
Werkstoffe
Rostgrad
Der Rostgrad stuft unbeschichteten Stahl nach dem Zustand von Walzhaut und Rost ein. ISO 8501-1 unterscheidet die Rostgrade A bis D, von fest haftender Walzhaut ohne nennenswerten Rost bis zur abgerosteten Walzhaut mit allgemeiner Narbenbildung. Für die Laserreinigung sagt er, wie viel Belag abzutragen ist und wie das Ergebnis aussehen kann; die Norm bildet den Oberflächenvorbereitungsgrad deshalb je Rostgrad ab, etwa „C Sa 2½“. Rostnarben bleiben als Vertiefungen bestehen, weil der Laser Belag abträgt, aber kein Material ergänzt.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Rostnarbe
Eine Rostnarbe ist eine Vertiefung im Metall, die durch örtliche Korrosion entstanden ist und nach dem Entrosten als Narbe bleibt. Der Laser entfernt den Rost auch aus der Narbe, soweit der Strahl ihren Grund erreicht; die Vertiefung selbst bleibt bestehen, weil der Grundwerkstoff bei passenden Parametern nicht abgetragen wird. Stark vernarbte Flächen zeigen daher nach der Reinigung ein unregelmäßiges Profil, das bei Beschichtung oder Sichtanspruch vorab zu bewerten ist.
-
Brand und Sanierung
Rückbau
Rückbau meint den Ausbau von Bauteilen, die sich nicht sanieren lassen, etwa durchfeuchtete Dämmung, verrußte Gipskartonplatten, verbrannte Kabel oder aufgequollene Holzwerkstoffe. Für die Laserreinigung schafft er die Voraussetzung: Erst wenn diese Schichten entfernt sind, liegen die Rohbauflächen aus Beton, Stein und Stahl frei, für die eine Reinigung per Laser in Frage kommt. Der Abfall wird je nach Belastung als Brandschutt oder als gefährlicher Abfall entsorgt; die Einstufung des Gefahrenbereichs gibt das vor.
-
Rückstände
Ruß
Feine Kohlenstoffpartikel aus Verbrennung, die sich auf Oberflächen ablagern, nach einem Brand oder im Betrieb. Der Laser entfernt sie von Metall, Stein und technischen Bauteilen; nach einem Brand im Rahmen des Sanierungskonzepts.
-
Ablauf und Angebot
Rüstzeit (Einrichtzeit)
Als Rüstzeit gilt die Zeit, die vor der eigentlichen Bearbeitung für das Einrichten des Arbeitsplatzes anfällt, etwa für Aufbau des Geräts, Absaugung, Laserschutzabgrenzung, Abdeckung und das Einstellen des Parametersatzes. In der Laserreinigung fällt sie je Einsatzort und je Teiletyp an und verteilt sich bei Serien auf die Stückzahl, bei Einzelstücken trägt sie das einzelne Teil allein. Deshalb gehört sie zu den Faktoren, die ein Angebot neben Fläche und Rückstand bestimmen.
-
Brand und Sanierung
Sachverständiger (Gutachter)
Ein Sachverständiger beurteilt im Auftrag des Versicherers oder des Eigentümers Ursache, Umfang und Sanierungsfähigkeit eines Schadens und legt fest, welche Maßnahmen notwendig und angemessen sind. Für die Laserreinigung ist er meist der Ansprechpartner, der Probeflächen bewertet, Flächen für die Reinigung freigibt und das Ergebnis abnimmt; seine Feststellungen fließen in Sanierungskonzept und Regulierung ein. Bis zur Begutachtung laufen meist nur Sofortmaßnahmen, damit das Schadenbild für die Beweissicherung erhalten bleibt.
-
Gebäude und Denkmal
Salzausblühung (Effloreszenz)
Meist weiße, kristalline Ablagerung bauschädlicher Salze wie Sulfate, Nitrate oder Chloride, die mit Feuchte durch Mauerwerk und Putz wandern und beim Trocknen an der Oberfläche auskristallisieren. Für die Laserreinigung ist sie ein Warnzeichen: Jede Reinigung beseitigt nur die sichtbare Ausblühung, das Feuchteproblem dahinter bleibt, und die Salze kommen nach, solange Wasser nachgeliefert wird. Kristallisieren die Salze unter der Oberfläche, sprengen sie das Gefüge von innen; Feuchtequelle und Salzbelastung sind deshalb vor einer Reinigung zu klären.
-
Werkstoffe
Sandstein
Sandstein ist ein poröser Naturstein aus verkitteten Sandkörnern, je nach Bindemittel weich bis fest, der an Fassaden, Portalen, Mauern und Skulpturen verbreitet ist. Dunkle Schmutzkrusten nehmen das Laserlicht stärker auf als der hellere Stein darunter und lassen sich so abtragen, doch die Körner brechen leicht aus, wenn die Energie zu hoch liegt oder das Bindemittel bereits mürbe ist. Die Arbeit beginnt deshalb mit niedriger Energie auf einer Probefläche, und an geschützten Bauten wird das Ergebnis mit der Denkmalpflege abgestimmt.
-
Andere Verfahren
Sandstrahlen (Druckluftstrahlen, Freistrahlen)
Beim Sandstrahlen treibt Druckluft ein mineralisches oder metallisches Strahlmittel offen auf die Fläche und trägt Rost, Zunder und Altbeschichtungen großflächig ab; Quarzsand ist dafür in Deutschland wegen der Silikosegefahr verboten, üblich sind Korund, Schmelzkammerschlacke oder Stahlkies. Das Verfahren raut den Untergrund auf und erzeugt Staub und Strahlschutt, weshalb Einhausung und Schutzausrüstung nötig sind. Die Laserreinigung kommt ohne Medium aus und arbeitet mit Absaugung; wie stark sie den Untergrund schont, zeigt die Probefläche.
-
Brand und Sanierung
Sanierungskonzept
Ein Sanierungskonzept hält nach Begehung und Einstufung fest, welche Bauteile bleiben und welche zurückgebaut werden, in welcher Reihenfolge die Gewerke arbeiten, welches Verfahren auf welche Oberfläche kommt, welche Schutzmaßnahmen gelten und wie der Erfolg nachgewiesen wird. Für die Laserreinigung weist es die Flächen aus, die per Laser gereinigt werden sollen, legt den Zielzustand fest und ordnet den Schritt zwischen Rückbau, Trocknung und Geruchsbehandlung ein. Es ist Grundlage für Angebot, Freigabe durch den Versicherer und Abnahme.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Sauberkeit (Oberflächenreinheit)
Sauberkeit bezeichnet, wie frei eine Oberfläche von Fremdstoffen ist: von sichtbaren Belägen wie Rost, Staub und Farbresten ebenso wie von unsichtbaren Filmen aus Öl, Fett oder Salzen. Für die Laserreinigung ist das die eigentliche Zielgröße, denn gerade unsichtbare Rückstände beeinträchtigen Haftung, Schweißnahtqualität und Korrosionsschutz. Der visuelle Reinheitsgrad nach DIN EN ISO 8501-1 erfasst nur den sichtbaren Teil; Fett- oder Salzfreiheit wird bei Bedarf gesondert geprüft und vereinbart.
-
Laser und Gerätetechnik
Scangeschwindigkeit
Die Scangeschwindigkeit beschreibt, wie schnell die Spiegel des Scanners den Laserstrahl über die Oberfläche führen, unabhängig vom Vorschub, mit dem der Anwender das Handstück weiterbewegt. Bei der Laserreinigung legt sie zusammen mit der Pulsfrequenz fest, wie viele Pulse dieselbe Stelle treffen und wie stark sie sich überlappen. Eine höhere Scangeschwindigkeit zieht die Pulse auseinander: Jede Stelle erhält weniger Energie, der Strahl überstreicht aber mehr Fläche. Welche Einstellung zum Untergrund passt, zeigt die Probefläche.
-
Laser und Gerätetechnik
Scanner (Scankopf, Scaneinheit)
Der Scanner ist die Baugruppe im Handstück, die den Laserstrahl mit einem oder zwei schnell schwenkenden Spiegeln (Galvospiegeln) über die Oberfläche führt. Aus dem punktförmigen Strahl entsteht so eine Linie oder ein Feld, das der Bediener mit dem Handstück über die Fläche zieht; Linienbreite und Scangeschwindigkeit werden am Gerät eingestellt. Die Scanfrequenz bestimmt zusammen mit der Pulsfrequenz, wie dicht die Pulse nebeneinanderliegen, und damit die Gleichmäßigkeit des Abtrags.
-
Sicherheit und Recht
Schadstofferkundung (Gefahrstoffermittlung)
Die Schadstofferkundung klärt vor Beginn der Arbeiten, ob die zu entfernende Schicht oder der Untergrund Schadstoffe wie Blei, Chromate, Asbest, PCB oder Teer enthält. Bei der Laserreinigung entscheidet das Ergebnis über Absaugung, Atemschutz und Entsorgung und darüber, ob eine Laserbearbeitung an dieser Stelle überhaupt in Betracht kommt; bei asbesthaltigen Materialien gelten die Vorgaben der Gefahrstoffverordnung und der TRGS 519. Hinweise liefern Baujahr, alte Anstriche und Sicherheitsdatenblätter; Gewissheit bringt nur eine Materialprobe, die ein Labor untersucht.
-
Brand und Sanierung
Schadstoffsanierung
Schadstoffsanierung bezeichnet das fachgerechte Entfernen gesundheitsgefährdender Stoffe aus Gebäuden und Anlagen, etwa Asbest, künstliche Mineralfasern, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), bleihaltige Altanstriche oder Brandfolgeprodukte wie Dioxine. Das übernehmen Fachbetriebe mit entsprechender Sachkunde, bei Asbest nach TRGS 519, in abgeschotteten Arbeitsbereichen und mit abschließender Freimessung. Die Laserreinigung setzt erst danach an, bei Ruß und Belägen auf freigegebenen Flächen aus Metall oder Stein; eine Sanierung belasteter Bauteile ersetzt sie nicht.
-
Prüfen und Messen
Schichtdickenmessung (Schichtdicke)
Die Schichtdickenmessung bestimmt zerstörungsfrei die Dicke einer Lack- oder Beschichtungsschicht in Mikrometern, auf Stahl magnetinduktiv nach ISO 2178, auf Nichteisenmetall mit Wirbelstrom nach ISO 2360. Vor der Laserreinigung hilft sie, den nötigen Abtrag beim Entlacken abzuschätzen; danach weist sie nach, ob Reste der Altbeschichtung verblieben sind oder ob die neue Beschichtung die geforderte Dicke erreicht. Auf rauen oder stark gekrümmten Flächen sollten die Geräte auf einer unbeschichteten Stelle gleicher Form und gleichen Werkstoffs abgeglichen werden.
-
Brand und Sanierung
Schimmelentfernung
Befall auf Putz, Mauerwerk und Beton trocken von der Oberfläche abtragen, wenn die Feuchteursache beseitigt ist. Keine Komplettlösung gegen Schimmel; die Sanierung bleibt Sache von Fachleuten.
-
Brand und Sanierung
Schimmelpilzspore (Spore)
Schimmelpilzsporen sind die winzigen Verbreitungseinheiten von Schimmelpilzen; sie verteilen sich mit dem Staub, keimen auf feuchten Untergründen aus und wirken auch abgetötet noch allergen. Bei der Laserreinigung befallener Flächen bestimmt das die Schutzmaßnahmen: Abschottung, Absaugung mit Schwebstofffilter, Atemschutz und Feinreinigung nach dem Abtrag, denn beim Lösen des Belags werden Sporen frei, die eingefangen werden müssen. Ob eine Fläche mit dem Laser behandelt werden kann, hängt vom Untergrund und von der beseitigten Feuchteursache ab.
-
Andere Verfahren
Schleifen
Schleifen trägt Werkstoff mechanisch mit gebundenem Korn ab, auf Schleifscheibe, Fächerscheibe, Schleifband oder Vlies; es ist Standard beim Verputzen von Schweißnähten und an kleinen Flächen, auf denen eine definierte Oberfläche entstehen soll. Dabei geht Grundwerkstoff verloren, es entstehen Riefen, Wärmeeintrag, Funken und Staub; an Edelstahl kann eingeschliffenes Fremdeisen später rosten. Die Laserreinigung entfernt Oxide, Anlauffarben und Beschichtungen, ohne den Werkstoff darunter abzutragen, und kommt dort in Frage, wo nur die Schicht weg soll und die Geometrie bleiben muss.
-
Andere Verfahren
Schleuderradstrahlen (Turbinenstrahlen)
Beim Schleuderradstrahlen wirft ein schnell rotierendes Schleuderrad Stahlschrot oder Stahlkies in einer stationären, geschlossenen Anlage auf das Werkstück; das Verfahren entzundert und entrostet Profile, Bleche, Gussteile und Serienteile in großer Stückzahl. Die Teile müssen zur Anlage gebracht werden und zu deren Abmessungen passen. Die mobile Laserreinigung setzt dort an, wo Bauteile nicht transportiert werden können oder nur einzelne Stellen, Einzelstücke und Kleinserien zu bearbeiten sind.
-
Rückstände
Schmauch
Schmauch ist der fettige, klebrige Niederschlag aus Rauch, der sich nach einem Brand oder Schwelbrand auf allen Flächen im Umfeld absetzt und anders als loser Ruß fest haftet. Er dringt in Poren von Beton, Putz und Holz ein, haftet auf Metall, bindet Geruch und lässt sich mit Lappen oder Wasser meist nur verschmieren. Für die Laserreinigung nach Brandschaden ist Schmauch der typische Fall vor der Neubeschichtung; Fotos und Probefläche klären, wie tief er im Untergrund sitzt.
-
Gebäude und Denkmal
Schmutzkruste (Verschmutzungskruste)
Fest anhaftende Auflage aus Staub, Ruß und Abgaspartikeln, die sich über Jahrzehnte vor allem an regengeschützten Stellen von Fassaden bildet; auf kalkhaltigem Stein ist sie oft als Gipskruste ausgebildet. Für die Laserreinigung ist sie der klassische Fall: Die dunkle Kruste nimmt die Strahlung stärker auf als der helle Stein darunter und kann schichtweise abgenommen werden. Bei mürbem oder absandendem Untergrund geht das nur stufenweise und mit Zurückhaltung, weil die Kruste dann oft fester ist als der Stein.
-
Laser und Gerätetechnik
Schutzglas (Schutzfenster)
Das Schutzglas ist eine austauschbare Glasscheibe vor der Optik des Handstücks, die die Linse vor Rauch und Spritzern aus der Bearbeitung schützt. Bei der Laserreinigung ist es ein Verschleißteil: Beläge auf dem Glas schlucken Laserleistung, der Abtrag wird schwächer, und ein stark verschmutztes Glas kann durch die aufgenommene Energie selbst Schaden nehmen. Deshalb wird es im Einsatz regelmäßig kontrolliert und gewechselt; ein nachlassendes Ergebnis bei unveränderten Einstellungen deutet oft auf ein verschmutztes Schutzglas hin.
-
Sicherheit und Recht
Schutzstufe (LB-Stufe)
Die Schutzstufe ist die Kennzeichnung auf Laserschutzbrillen und Laserschutzfiltern nach EN 207, die angibt, bei welcher Wellenlänge und Betriebsart der Filter welche Leistungs- oder Energiedichte sicher abhält; die Stufen reichen von LB1 bis LB10. Für die Laserreinigung muss die Brille zur Wellenlänge des Faserlasers (1064 nm) und zur gepulsten Betriebsart passen; eine Brille für andere Wellenlängen oder nur für Dauerstrichbetrieb schützt hier nicht zuverlässig, auch wenn sie dunkel wirkt. Die nötige Stufe folgt aus Leistung, Pulsdaten und Strahldurchmesser.
-
Sicherheit und Recht
Schwebstofffilter (HEPA-Filter)
Schwebstofffilter bilden die Feinstfilterstufe einer Absaugung und halten auch lungengängige Partikel zurück; die Filterklassen sind in der Norm EN 1822 festgelegt, im Sprachgebrauch heißen sie HEPA-Filter. Bei der Laserreinigung sind sie die maßgebliche Stufe gegen die Partikel des Laserrauchs, denn Vorfilter fangen nur den gröberen Staub ab. Werden Lacke, Öle oder Kunststoffe abgetragen, kann eine Aktivkohlestufe gegen Gase und Gerüche ergänzt werden; gesättigte Filter müssen gewechselt und je nach Beladung als gefährlicher Abfall entsorgt werden.
-
Fügen und Beschichten
Schweißaufsicht
Die Person, die in einem Betrieb für das Schweißen verantwortlich ist. Sie legt fest, welchen Zustand eine Fügezone vor dem Schweißen braucht, und prüft die Naht danach.
-
Fügen und Beschichten
Schweißnaht
Eine Schweißnaht verbindet zwei Bauteile stoffschlüssig, indem Grundwerkstoff und meist auch Zusatzwerkstoff aufgeschmolzen werden und gemeinsam erstarren. Nach dem Schweißen trägt die Naht Zunder, Anlauffarben, Spritzer und Rauchniederschlag, die vor einer Beschichtung, einer Prüfung oder der Abnahme entfernt werden; bei Edelstahl geht es zusätzlich darum, die Korrosionsbeständigkeit der Nahtzone wiederherzustellen. Die Laserreinigung kann die Nahtraupe und die Wärmeeinflusszone daneben erfassen; ob Anlauffarben vollständig verschwinden, zeigt die Probefläche.
-
Fügen und Beschichten
Schweißspritzer
Schweißspritzer sind Metalltröpfchen, die beim Lichtbogenschweißen, vor allem beim MAG-Schweißen, aus dem Schmelzbad geschleudert werden und neben der Naht erstarren. Sie stören an Dichtflächen und Gewinden, zeichnen sich durch jede spätere Beschichtung ab und gelten an Sichtteilen als Mangel; lose anhaftende Spritzer und der Spritzerstaub können beim Laserreinigen der Naht mit abgehen. Fest angeschmolzene Spritzer sind mit dem Grundwerkstoff verbunden und lassen sich mit dem Reinigungslaser nicht abtragen; sie werden vorher mechanisch entfernt.
-
Rückstände
Schweißzunder
Schweißzunder ist die dunkle, fest haftende Oxidschicht, die durch die Hitze des Schweißens auf der Naht und in der Wärmeeinflusszone daneben entsteht. Vor dem Beschichten oder Weiterschweißen wird er entfernt, weil Lack und Pulver auf Zunder schlecht haften und bei nichtrostendem Stahl die Passivschicht unter dem Zunder gestört ist. Der gepulste Laser trägt Zunder und Anlauffarben entlang der Naht ohne Strahlmittel und Beizpaste ab; Schweißspritzer und Nahtfehler bleiben als Geometrie bestehen.
-
Ablauf und Angebot
Serienreinigung (Serienbearbeitung)
Von Serienreinigung spricht man, wenn eine größere Zahl gleichartiger Teile nacheinander mit demselben Parametersatz bearbeitet wird. In der Laserreinigung wird dafür ein Musterteil gereinigt und freigegeben, danach läuft die Serie mit festen Einstellungen, gleichem Ablauf je Teil und Stichproben zur Kontrolle. Rüstzeit und Parameterfindung fallen dabei nur einmal an; bei wechselnden Teilen oder stark schwankendem Rückstand ist jedes Teil erneut zu beurteilen, und der Vorteil der Serie entfällt.
-
Gebäude und Denkmal
Sichtbeton
Beton, dessen Oberfläche unverkleidet sichtbar bleibt und als gestalterisches Element geplant ist, mit Schalungsbild, Ankerlöchern und gleichmäßigem Grauton. Bei Graffiti zieht Sprühfarbe in die Poren ein, und die dünne Zementhaut an der Oberfläche ist empfindlich: Jede Reinigung, auch mit Laser, kann Farbton und Textur der Fläche verändern, so dass die gereinigte Stelle heller oder rauer wirkt als die Umgebung. Deshalb wird an unauffälliger Stelle eine Probefläche angelegt und im Streiflicht beurteilt, bevor größere Flächen behandelt werden.
-
Prüfen und Messen
Sichtprüfung (visuelle Prüfung)
Die Sichtprüfung beurteilt eine Oberfläche mit bloßem Auge oder Lupe unter ausreichender, gleichmäßiger Beleuchtung, meist im Vergleich zur unbehandelten Nachbarfläche oder zu einem Vergleichsmuster. Bei der Laserreinigung ist sie die erste und häufigste Prüfung, etwa an der Probefläche, um Abtragsgrad, Restverschmutzung und Veränderungen des Untergrunds zu erkennen. Weil das Urteil vom Betrachter, vom Licht und vom Blickwinkel abhängt, sollte es durch Fotos unter gleichen Bedingungen und durch vereinbarte Abnahmekriterien abgesichert werden.
-
Rückstände
Silikonkontamination (Silikonfilm)
Silikonkontamination bezeichnet einen hauchdünnen Film aus Silikonverbindungen, der von Trennmitteln, Dichtstoffen oder Pflegesprays stammt oder verschleppt wird. Lack bildet darauf Krater („Fischaugen“), Klebungen verlieren die Haftung, obwohl die Fläche sauber aussieht. Für die Laserreinigung ist der Silikonfilm ein Thema der Klebe- und Beschichtungsvorbereitung: Ob der gepulste Strahl den Film abträgt, zeigen Probefläche und anschließende Benetzungs- oder Haftungsprüfung. Die Silikonquelle muss abgestellt sein, sonst belegt sich die Fläche erneut.
-
Andere Verfahren
Sodastrahlen (Natronstrahlen)
Sodastrahlen arbeitet mit Natriumhydrogencarbonat als sehr weichem, wasserlöslichem Strahlmittel; es nimmt Fett, Ruß und lose Farbe von Fassaden, Aluminium, Holz und Anlagen in Lebensmittelbetrieben, ohne den Untergrund aufzurauen. Der Pulverrückstand muss abgespült werden, Zunder und fester Rost bleiben stehen. Die Laserreinigung erreicht auch diese harten Schichten und hinterlässt weder Pulver noch Spülwasser; bei Ruß und Fett kommen beide Verfahren in Frage, die Entscheidung fällt an der Probefläche.
-
Brand und Sanierung
Sofortmaßnahme (Erstmaßnahme)
Sofortmaßnahmen sind die Schritte in den ersten Tagen nach einem Brand oder Wasserschaden, die Folgeschäden stoppen: Lüften, Löschwasser abpumpen, Ruß und Kondensat von Metall abnehmen, blanke Flächen konservieren und Maschinen trocknen. Die Laserreinigung kann hier auf Metall- und Steinflächen zum Einsatz kommen, bevor Chloride Lochfraß auslösen; sie beginnt mit Fotos und einer Probefläche, die zugleich den Zustand dokumentieren. Grundlage ist die Schadenminderungspflicht nach § 82 VVG; Sofortmaßnahmen werden deshalb mit dem Versicherer abgestimmt und belegt.
-
Gebäude und Denkmal
Sondernutzungserlaubnis
Erlaubnis, öffentliche Verkehrsflächen wie Gehweg oder Fahrbahn über den Gemeingebrauch hinaus zu nutzen, etwa für Gerüst oder Hubarbeitsbühne; in Nordrhein-Westfalen geregelt im Straßen- und Wegegesetz NRW. Für die Laserreinigung an Fassaden im öffentlichen Raum ist sie vor Arbeitsbeginn einzuholen, sobald Gerät oder Zugangstechnik auf öffentlichem Grund stehen oder die Absperrung des Laserbereichs in den Gehweg reicht. Zuständig ist meist die Gemeinde; die Erlaubnis ist gebührenpflichtig, und Eingriffe in den Verkehr brauchen zusätzlich eine verkehrsrechtliche Anordnung nach § 45 StVO.
-
Laser und Gerätetechnik
Spitzenleistung (Pulsspitzenleistung)
Die Spitzenleistung bezeichnet die Leistung, die während eines einzelnen Laserpulses anliegt; überschlägig ergibt sie sich aus Pulsenergie geteilt durch Pulsdauer. Weil die Pulse meist nur Nanosekunden dauern, liegt sie um Größenordnungen über der mittleren Leistung, mit der ein Reinigungslaser bezeichnet wird. Das erklärt, warum ein Gerät mit vergleichsweise bescheidener Wattzahl Beläge abträgt, denn für den Abtrag zählt die kurzzeitige Intensität auf der Oberfläche.
-
Laser und Gerätetechnik
Spotgröße (Fokusdurchmesser, Strahlfleck)
Die Spotgröße bezeichnet den Durchmesser, den der Laserstrahl auf der Oberfläche hat. Bei gleicher Pulsenergie bedeutet ein kleinerer Spot eine höhere Energiedichte, weil sich dieselbe Energie auf weniger Fläche verteilt; damit ist die Spotgröße neben der Pulsenergie der wichtigste Hebel, um die Ablationsschwelle einer Schicht zu erreichen oder bewusst zu unterschreiten. Sie hängt von Optik und Arbeitsabstand ab und verändert sich, sobald der Bediener näher an die Fläche geht oder sich entfernt.
-
Maschinen und Instandhaltung
Spritzgießwerkzeug (Spritzgussform)
In der Kunststoffverarbeitung heißt die Spritzgussform Werkzeug: ein meist zweiteiliger Stahlblock mit Kavitäten, Angusssystem, Auswerfern und Temperierkanälen, der im Betrieb Beläge aus Ausgasungen, Additiven und Trennmitteln ansetzt, vor allem in Entlüftungen, an der Trennebene und auf strukturierten Flächen. Die Laserreinigung zielt darauf, diese Beläge zu entfernen, ohne Narbung oder Kanten anzugreifen, damit Oberfläche und Maß des Spritzteils unverändert bleiben. Geprüft wird das vorab an einer Probefläche; Einsätze aus weichen Werkstoffen oder beschichtete Flächen werden dabei gesondert bewertet.
-
Maschinen und Instandhaltung
Standzeit
Die Standzeit bezeichnet die Nutzungsdauer eines Werkzeugs oder einer Form, bis Aufarbeitung oder Ersatz fällig werden, bei Formen gemessen in Schusszahl oder Zyklen. Mechanische Reinigung mit Strahlmitteln oder Schleifvlies kann auch Grundwerkstoff abtragen und diese Dauer verkürzen; die Laserreinigung soll genau das vermeiden, indem sie nur den Belag abträgt. Ob Kanten, Narbung und Gravur im Einzelfall unverändert bleiben, wird an der Probefläche geprüft und am Muster abgenommen.
-
Prüfen und Messen
Staubprüfung (Klebebandtest)
Die Staubprüfung nach ISO 8502-3 bewertet, wie viel loser Staub nach der Oberflächenvorbereitung auf Stahl zurückbleibt. Ein Klebeband wird auf die Fläche gedrückt, abgezogen und auf einen kontrastierenden Untergrund geklebt; die anhaftenden Partikel werden nach Staubmenge in Stufen 1 bis 5 und nach Partikelgröße in Klassen 0 bis 5 eingeordnet. Nach einer Laserreinigung zeigt der Test, ob Abtragsreste vor dem Beschichten noch abgesaugt oder abgewischt werden müssen.
-
Maschinen und Instandhaltung
Stillsetzung
Stillsetzung bezeichnet das kontrollierte Außerbetriebnehmen einer Maschine, bevor an ihr gearbeitet wird: Antriebe werden abgeschaltet, die Energiezufuhr getrennt, gespeicherte Energien wie Druck oder Wärme abgebaut und die Anlage gegen Wiedereinschalten gesichert (Lockout-Tagout). Vor einer Laserreinigung in oder an der Maschine ist die Stillsetzung Voraussetzung, weil der Bediener mit dem Handlaser im Arbeitsraum steht. Sie liegt in der Verantwortung des Betreibers; die Freigabe wird vor Beginn der Arbeiten abgestimmt.
-
Maschinen und Instandhaltung
Stillstand (Stillstandszeit)
Als Stillstand gilt die Zeit, in der eine Maschine oder Anlage nicht produziert, sei es geplant für Wartung und Rüsten oder ungeplant durch eine Störung. Für die Laserreinigung ist der Stillstand das zentrale Planungsmaß, denn Stillsetzung, Absperrung des Laserbereichs, Reinigung und Freigabe zählen vollständig dazu. Bei mobiler Reinigung vor Ort entfallen Transport und Wartezeit in einer Werkstatt; wie lang der Stillstand im Einzelfall ausfällt, lässt sich erst nach Fotos und Probefläche abschätzen.
-
Andere Verfahren
Strahlen (Strahlverfahren)
Unter Strahlen fasst man die Verfahren zusammen, bei denen ein Strahlmittel mit Druckluft, Wasser oder einem Schleuderrad auf die Oberfläche beschleunigt wird und dort Rost, Zunder oder Beschichtungen mechanisch abträgt. Die Laserreinigung verfolgt ein ähnliches Ziel ohne Medium: Der Laserimpuls löst die Schicht, die Absaugung nimmt sie auf. Damit entfallen Beschaffung, Rückgewinnung und Entsorgung des Strahlmittels; wo gezielt eine raue Oberfläche erzeugt werden soll, ersetzt der Laser das Strahlen jedoch nicht.
-
Andere Verfahren
Strahlmittel (Abrasiv)
Als Strahlmittel bezeichnet man das Medium, das beim Strahlen auf die Oberfläche beschleunigt wird: Korund, Schmelzkammerschlacke, Stahlkies und Stahlschrot für kräftigen Abtrag, Glasperlen für matte Oberflächen, Nussschalen, Kunststoff oder Soda für empfindliche Untergründe. Härte, Kornform und Korngröße bestimmen die Abtragsleistung und die Rauheit, die ein Strahlmittel hinterlässt. Einkauf, Lagerung, Verbrauch, Rückgewinnung und Entsorgung bilden beim Strahlen einen eigenen Kosten- und Logistikblock, den die Laserreinigung nicht kennt, weil sie ohne Medium arbeitet.
-
Laser und Gerätetechnik
Strahlquelle (Laserquelle)
Die Strahlquelle ist das Modul im Gerätegehäuse, das den Laserstrahl erzeugt. Bei den mobilen Reinigungslasern, wie PULSWERK sie einsetzt, ist das ein gepulster Faserlaser, dessen Licht über das Lichtleitkabel zum Handstück geführt wird; Pulsdauer und erreichbare Pulsenergie sind durch die Strahlquelle festgelegt. Weil sie den größten Teil der Verlustwärme erzeugt, hängt an ihr auch die Kühlung, und ihre Leistungsklasse bestimmt wesentlich mit, wie groß und schwer das mobile Gerät ausfällt.
-
Andere Verfahren
Strahlschutt (gebrauchtes Strahlmittel)
Strahlschutt nennt man das Gemisch aus verbrauchtem Strahlmittel und abgetragener Schicht, das beim Strahlen zurückbleibt; seine Menge übersteigt die entfernte Schicht deutlich, weil das Strahlmittel selbst zu Abfall wird. Enthält die Altbeschichtung Blei, Chromate oder PAK, ist der gesamte Strahlschutt in der Regel als gefährlicher Abfall einzustufen, getrennt zu erfassen und mit Nachweis zu entsorgen. Bei der Laserreinigung fällt nur die abgetragene Schicht als Filterstaub in der Absaugung an; seine Einstufung richtet sich ebenfalls nach dem Inhalt der Altbeschichtung.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Streifenbildung (Bearbeitungsspur)
Streifenbildung bezeichnet sichtbare Linien oder Felder im Reinigungsbild, die entstehen, wenn benachbarte Bahnen des Laserstrahls ungleichmäßig überlappen oder die Führungsgeschwindigkeit schwankt. Beim Handlaser wird der Strahl als Linie über die Fläche geführt und Bahn an Bahn gesetzt; doppelt getroffene oder ausgelassene Stellen zeichnen sich im Ergebnis ab. Ausgelassene Stellen werden nachgearbeitet; ein ungleichmäßiges Bild auf vollständig gereinigten Funktionsflächen stört meist nicht, auf Sichtflächen werden Überlappung und Bahnführung an der Probefläche abgestimmt.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Strukturieren (Texturieren)
Strukturieren bezeichnet das Einbringen eines definierten Musters in eine Oberfläche, etwa feiner Linien, Raster oder Näpfchen, um Haftung, Reibung, Benetzung oder Optik gezielt zu beeinflussen. Anders als beim Aufrauen entsteht eine geplante, reproduzierbare Geometrie, die mit dem Laser programmiert abgefahren wird. Das ist ein eigener Bearbeitungsschritt mit eigenen Parametern und zählt nicht zur Reinigung; wer nach dem Reinigen eine Struktur braucht, plant sie gesondert und stimmt sie mit dem Folgeprozess ab.
-
Ablauf und Angebot
Stückzahl (Losgröße)
Die Stückzahl gibt an, wie viele gleichartige Teile in einem Auftrag zu reinigen sind. In der Laserreinigung wirkt sie doppelt auf das Angebot: Bei vielen gleichen Teilen verteilt sich die Rüstzeit auf mehr Stück, und ein am Musterteil festgelegter Parametersatz lässt sich bei gleichem Rückstand auf die ganze Serie anwenden. Bei Einzelteilen oder stark unterschiedlichen Teilen fällt dagegen der Anteil von Einrichtung und Teilehandling je Stück höher aus.
-
Sicherheit und Recht
Symbolbild
Ein Foto, das eine Situation zeigt, aber nicht aus einem eigenen Einsatz von PULSWERK stammt. Auf dieser Website sind alle Symbolbilder als solche gekennzeichnet und mit Quelle und Lizenz nachgewiesen.
-
Ablauf und Angebot
Taktzeit (Zeit je Teil)
Die Taktzeit gibt in der Serienbearbeitung an, in welchem zeitlichen Abstand ein fertiges Teil den Arbeitsplatz verlässt; sie setzt sich aus der reinen Bearbeitungszeit und dem Teilehandling zusammen. In der Laserreinigung ist sie die Kenngröße, nach der sich Durchsatz und Aufwand je Stück bemessen; ermittelt wird sie am Musterteil, da sie von Fläche, Rückstand und Geometrie des jeweiligen Teils abhängt. Allgemeine Werte lassen sich daraus nicht ableiten, jede Serie hat ihre eigene Taktzeit.
-
Andere Verfahren
Tauchentlackung (chemische Entlackung im Bad)
Bei der Tauchentlackung werden Teile in heißen Laugen- oder Lösemittelbädern eines Entlackungsbetriebs vollständig von Lack befreit, typisch für Lackierhaken, Gestelle, Felgen, Gitter und Serienteile. Die Teile müssen zum Betrieb transportiert und zurückgeholt werden, Hohlräume halten Lauge zurück, und empfindliche Legierungen oder verbaute Komponenten vertragen das Bad nicht. Die Laserreinigung entlackt vor Ort, auch partiell und an montierten Bauteilen; für große Stückzahlen kleiner Teile bleibt das Bad üblich, für Einzelteile, Anlagenteile und Teilflächen ist der Laser die Alternative.
-
Prüfen und Messen
Taupunkt (Taupunkttemperatur)
Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die in der Luft enthaltene Feuchte zu kondensieren beginnt; er ergibt sich aus Lufttemperatur und relativer Luftfeuchte und wird mit einem Taupunktmessgerät oder aus einer Tabelle bestimmt. Für die Laserreinigung ist er maßgeblich, weil ein frisch entrostetes oder blank gelegtes Stahlteil, dessen Oberfläche kälter als der Taupunkt ist, beschlagen und Flugrost ansetzen kann. Vor dem Reinigen und Beschichten gehört er deshalb zu den Klimawerten, die gemessen und protokolliert werden.
-
Prüfen und Messen
Taupunktabstand
Der Taupunktabstand ist die Differenz zwischen Oberflächentemperatur und Taupunkt. Die Messung der Klimawerte beschreibt ISO 8502-4; Beschichtungsvorschriften wie DIN EN ISO 12944-7 verlangen vor dem Beschichten in der Regel einen Abstand von mindestens 3 Kelvin, weil sich darunter Kondensat auf dem Untergrund bilden kann. Für die Laserreinigung heißt das: Wird Stahl blank gelegt, sollte der Abstand während der Arbeit und bis zur Beschichtung eingehalten werden, sonst kann sich Flugrost bilden. Der Wert wird zu Beginn und bei Wetterwechsel erneut geprüft.
-
Prüfen und Messen
Technische Sauberkeit (Restschmutzanalyse)
Technische Sauberkeit beschreibt, wie weit ein Bauteil frei von Partikeln ist, die seine Funktion stören könnten; geprüft wird nach VDA Band 19 beziehungsweise ISO 16232, indem die Partikel vom Bauteil abgespült, auf einem Filter gesammelt, gezählt und nach Größe klassifiziert werden. Für die Laserreinigung ist das der Maßstab, wenn Bauteile anschließend in Montage, Hydraulik oder Elektronik gehen und der Abtrag keine neuen Partikel hinterlassen darf; dann sind Absaugung während des Abtrags und meist eine Nachreinigung einzuplanen. Die Analyse selbst erfolgt im Labor.
-
Ablauf und Angebot
Teilehandling (Handling)
Das Teilehandling umfasst alle Arbeitsschritte rund um das Bauteil außer der Laserbearbeitung selbst: Auspacken, Einlegen in die Halterung, Wenden, Entnehmen und Verpacken. In der Laserreinigung bestimmt es bei kleinen Teilen einen wesentlichen Anteil der Taktzeit, weil jedes Teil von Hand positioniert, gewendet und entnommen wird. Eine passende Halterung oder Aufnahme, die mehrere Teile zugleich fasst, kann diesen Anteil bei Serien verkürzen.
-
Prüfen und Messen
Testtinte (Prüftinte)
Testtinten sind Flüssigkeiten mit definierter Oberflächenspannung, angegeben in Millinewton je Meter, die als Strich auf die Fläche aufgetragen werden. Bleibt der Strich für die vorgegebene Zeit geschlossen, erreicht die Oberfläche mindestens die entsprechende Oberflächenenergie; zieht er sich zu Tropfen zusammen, liegt sie darunter. Vor dem Kleben oder Lackieren lasergereinigter Teile dient die Prüfung als schneller Nachweis, dass Trennmittel- und Fettfilme entfernt sind; auf porösen oder stark rauen Flächen ist das Ergebnis schwer ablesbar.
-
Werkstoffe
Titan
Titan ist ein leichtes, sehr korrosionsbeständiges Metall, das vor allem in Luftfahrt, Medizintechnik und Chemieanlagen eingesetzt wird und bei Erwärmung mit Sauerstoff reagiert. Beim Laserreinigen geht es meist um Oxidschichten, Anlauffarben oder Verschmutzungen vor dem Schweißen oder Beschichten; zu viel Energie lässt die Oberfläche selbst farbig anlaufen, was vor dem Schweißen als Verunreinigung gilt und an Sichtteilen stört. Die Arbeit beginnt deshalb mit niedriger Energie auf einer Probefläche, die zeigt, ob die Oberfläche nach dem Reinigen unverändert bleibt.
-
Maschinen und Instandhaltung
TPM (Total Productive Maintenance)
Total Productive Maintenance (TPM) bezeichnet ein Instandhaltungskonzept, das Produktion und Instandhaltung zusammenführt; ein Kernelement ist die autonome Instandhaltung, bei der die Bediener Grundpflege, Sichtkontrolle und kleine Wartungsarbeiten an ihren Maschinen selbst übernehmen. Eine Laserreinigung ergänzt solche Routinen als geplante Maßnahme für Beläge, die sich mit Bordmitteln nicht mehr entfernen lassen. Damit sie in den Takt passt, wird sie wie eine Wartung terminiert und mit Fotos sowie einer Probefläche vorbereitet.
-
Maschinen und Instandhaltung
Trennebene (Formtrennung)
Die Trennebene ist die Fläche, an der die beiden Formhälften beim Schließen aufeinanderliegen und die Kavität dicht abschließen. Setzen sich dort Beläge aus Ausgasungen oder Trennmitteln fest, schließt die Form nicht mehr vollständig, Schmelze oder Kautschuk treten aus, und am Bauteil entsteht Grat. Bei der Laserreinigung gehört die Trennebene daher regelmäßig zum Umfang; sie muss nach der Reinigung ebenso plan bleiben wie vorher, weshalb der Belag ohne Abtrag am Formwerkstoff entfernt werden soll.
-
Rückstände
Trennmittel (Formentrennmittel)
Trennmittel sind wachs-, silikon- oder ölhaltige Mittel, die in Gieß-, Press- und Spritzgussformen verhindern, dass das Teil an der Formwand haftet. Mit jedem Zyklus baut sich ein Teil davon als Schicht auf, verbindet sich mit Ausgasungen und Abrieb und setzt feine Konturen und Entlüftungen zu. Der gepulste Laser trägt den Belag ohne mechanischen Kontakt ab; ob polierte oder strukturierte Formflächen unverändert bleiben und Silikonreste vollständig verschwinden, zeigt die Probefläche.
-
Andere Verfahren
Trockeneisstrahlen (Kohlendioxidstrahlen)
Beim Trockeneisstrahlen beschleunigt Druckluft Pellets aus festem Kohlendioxid auf die Fläche; die Schicht versprödet durch den Kälteschock und platzt ab, das Trockeneis geht in Gas über und hinterlässt selbst keinen Rückstand. Typische Einsätze sind Fett, Trennmittel und Produktionsrückstände an Maschinen, Formen und Anlagen. Fest haftende Oxid-, Rost- und Lackschichten löst das Verfahren kaum; es ist laut und braucht Lüftung gegen das freigesetzte Kohlendioxid. Die Laserreinigung kommt für dieselben Rückstände in Frage und zusätzlich für harte, fest haftende Schichten.
-
Sicherheit und Recht
TROS Laserstrahlung
Die Technischen Regeln zur Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung, Teil Laserstrahlung, konkretisieren die Pflichten der OStrV für den Umgang mit Lasern. Sie beschreiben, wie Gefährdungen beurteilt, Expositionen gemessen oder berechnet und Schutzmaßnahmen festgelegt werden, und sind damit eine zentrale Arbeitsgrundlage für Laserreinigungseinsätze. Wer die Technischen Regeln einhält, kann davon ausgehen, die Anforderungen der Verordnung zu erfüllen (Vermutungswirkung); abweichende Lösungen sind möglich, müssen aber den gleichen Schutz nachweisen.
-
Ablauf und Angebot
Überfahrt (Durchgang)
Eine Überfahrt bezeichnet das einmalige Führen des Laserstrahls über eine Fläche. In der Laserreinigung wird eine Schicht häufig in mehreren Überfahrten abgetragen, weil ein Durchgang je nach Schichtdicke nur einen Teil abträgt und der Untergrund so geschont wird; die Zahl der nötigen Überfahrten wird an der Probefläche ermittelt und geht in den Aufwand ein. Dicke oder mehrlagige Beschichtungen brauchen in der Regel mehr Durchgänge als dünne Oxidschichten.
-
Laser und Gerätetechnik
Überlappung (Pulsüberlappung, Spurüberlappung)
Die Überlappung gibt an, wie stark sich aufeinanderfolgende Laserspots entlang der Linie und benachbarte Scanspuren quer dazu überdecken. Sie ergibt sich aus Spotgröße, Pulsfrequenz und Scangeschwindigkeit sowie aus dem Vorschub des Handstücks und bestimmt bei der Laserreinigung, wie gleichmäßig die Fläche abgetragen wird und wie viel Energie eine Stelle insgesamt aufnimmt. Zu wenig Überlappung lässt Streifen oder unbearbeitete Inseln stehen, zu viel erhöht den Wärmeeintrag in den Untergrund; die passende Einstellung wird auf der Probefläche festgelegt.
-
Andere Verfahren
Ultraschallreinigung
Bei der Ultraschallreinigung versetzen Schallwellen eine Reinigungsflüssigkeit im Tauchbad in Schwingung; entstehende und zusammenfallende Blasen (Kavitation) lösen Fett, Polierpaste und Späne auch aus feinen Konturen kleiner Teile. Neben der Laserreinigung hat das Bad seinen Platz bei tauchbaren Teilen mit lösbaren Verunreinigungen, während große, ortsfeste oder nicht benetzbare Bauteile trocken und vor Ort mit dem Laser bearbeitet werden können. Fest haftende Schichten wie Zunder oder Altlack löst ein Ultraschallbad in der Regel nicht.
-
Brand und Sanierung
Unterdruckhaltung
Unterdruckhaltung erzeugt im abgeschotteten Bereich einen leichten Unterdruck, indem ein Gerät mit Schwebstofffilter Luft ansaugt, filtert und nach außen fördert. Bei der Laserreinigung sorgt sie dafür, dass Staub aus dem Abtrag, Ruß und Sporen nicht durch Fugen und Türen in saubere Räume ziehen. Die Absaugung am Gerät erfasst den Abtrag an der Entstehungsstelle, die Unterdruckhaltung fängt auf, was sich dennoch im Raum verteilt. Filterwechsel und Entsorgung der Filter richten sich nach der Schadstoffbelastung.
-
Werkstoffe
Untergrund
Der Werkstoff unter dem Rückstand: Stahl, Edelstahl, Aluminium, Naturstein, Putz, Beton oder Holz. Er bestimmt, ob und mit welchem Gerät der Laser passt, und wird an einer Probefläche geprüft.
-
Rückstände
Unterrostung (Unterwanderung)
Unterrostung entsteht, wenn Korrosion von einer Fehlstelle aus, etwa einer Kante, einem Kratzer oder einer Blase, unter eine Beschichtung kriecht, die an der Oberfläche noch intakt wirkt. Für die Laserreinigung heißt das, dass die betroffene Schicht bis auf das gesunde Metall abgetragen werden muss, sonst arbeitet der Rost unter dem neuen Anstrich weiter. Wie weit die Unterwanderung reicht, zeigt sich meist erst beim Abtragen, deshalb sollte die Fläche großzügiger eingeplant werden als der sichtbare Schaden.
-
Sicherheit und Recht
Unterweisung (Sicherheitsunterweisung)
Bei der Unterweisung informiert der Arbeitgeber seine Beschäftigten über die Gefährdungen an ihrem Arbeitsplatz und das richtige Verhalten; das Arbeitsschutzgesetz verlangt sie vor Aufnahme der Tätigkeit, die OStrV und die Gefahrstoffverordnung zusätzlich mindestens einmal jährlich. Für die Laserreinigung muss jeder, der im Laserbereich arbeitet oder ihn betreten könnte, Strahlungswirkung, Schutzausrüstung, Bereichsgrenzen und Verhalten bei Störungen kennen. Beim Einsatz im Kundenbetrieb gilt das auch für dessen Beschäftigte, die in der Nähe bleiben; die Unterweisung wird dokumentiert.
-
Andere Verfahren
Vakuumstrahlen (Saugstrahlen, geschlossenes Strahlen)
Vakuumstrahlen bezeichnet ein Strahlverfahren im geschlossenen Kreislauf: Ein Saugring am Strahlkopf holt Strahlmittel und abgelösten Schmutz unmittelbar an der Fläche zurück, dadurch bleibt die Umgebung weitgehend staubfrei, was Einsätze in Innenräumen und im laufenden Betrieb erlaubt. Das Verfahren ist langsamer als offenes Strahlen und braucht ebene, zugängliche Flächen, auf denen der Saugring dicht anliegt. Die Laserreinigung arbeitet ebenfalls mit Absaugung, aber ohne Strahlmittel, und erreicht auch Kanten, Profile und Nähte.
-
Werkstoffe
Verbundwerkstoff (Faserverbundwerkstoff, Composite)
Verbundwerkstoffe kombinieren Fasern, meist aus Glas oder Kohlenstoff, mit einer Kunststoffmatrix; als GFK oder CFK bilden sie Rotorblätter, Karosserieteile, Bootsrümpfe und Formen. Der Laser kann Trennmittel, Lack oder Verschmutzung abnehmen, etwa vor dem Kleben oder Lackieren, darf aber die Matrix nicht anschmelzen oder Fasern freilegen, weil das die Festigkeit des Bauteils mindern kann. Niedrige Energie und eine Probefläche sind deshalb Voraussetzung, und bei tragenden Teilen ist vorab zu klären, ob eine Laserbehandlung zulässig ist.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Verfärbung (Farbveränderung)
Nach der Reinigung kann die bearbeitete Fläche farblich von ihrem Umfeld abweichen: dunklere oder gelbliche Zonen auf Stein und Holz, hellere oder matte Bereiche auf Metall oder Wärmeverfärbungen an der Bearbeitungskante. Sie ist von verbliebenen Rückständen zu unterscheiden, denn oft kommt nur die ursprüngliche, ungleich gealterte Oberfläche zum Vorschein. Bei Sichtflächen, Fassaden und Denkmälern wird die Wirkung deshalb vorab an der Probefläche beurteilt, bevor über Umfang und Parameter entschieden wird.
-
Gebäude und Denkmal
Vergilbung nach Laserreinigung (Gelbstich)
Gelblicher Farbton, den helle Kalksteine und Marmor nach einer Laserreinigung zeigen können, besonders nach dem Abnehmen schwarzer Gipskrusten. Die Ursache ist nicht abschließend geklärt; diskutiert werden Reste der Kruste, verbliebene gelbliche Altschichten und Veränderungen eisenhaltiger Bestandteile; Energiedichte, Wellenlänge und das Befeuchten der Fläche vor dem Laserdurchgang beeinflussen den Effekt. Ob und wie stark er an einem Objekt auftritt, zeigt nur die Probefläche, weshalb sie bei hellem Stein unverzichtbar ist.
-
Prüfen und Messen
Vergleichsmuster (Referenzmuster)
Ein Vergleichsmuster ist eine genormte Platte oder ein genormtes Foto mit bekanntem Oberflächenzustand, das neben die Fläche gehalten wird und die Sichtprüfung an einen festen Maßstab bindet, etwa die Fotobeispiele der Oberflächenvorbereitungsgrade nach ISO 8501-1. Bei der Laserreinigung lässt sich damit der vereinbarte Zielzustand auch ohne Messgerät nachvollziehbar beurteilen, sofern Beleuchtung und Blickabstand bei jeder Prüfung gleich sind. Davon zu unterscheiden ist das Musterteil, das den Zielzustand am eigenen Werkstück festlegt.
-
Rückstände
Vergrauung
Vergrauung bezeichnet die graue, verwitterte Oberfläche von unbehandeltem Holz im Freien, die entsteht, wenn UV-Strahlung das Lignin abbaut und Regen die Abbauprodukte auswäscht; zurück bleibt eine lose Schicht aus Zellulosefasern, Staub und meist auch Algen und Pilzen. Der gepulste Laser trägt diese graue Schicht ohne Schleifstaub, Wasser und Chemie ab; wie hell das Holz darunter wird, hängt von der Verwitterungstiefe ab. Die Holzstruktur bleibt sichtbar; weiche Frühholzzonen reagieren anders als harte Spätholzzonen, was die Probefläche am Werkstück zeigt.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Vertiefung (Hinterschneidung, Schattenbereich)
Nuten, Bohrungen, Hinterschnitte, Poren und enge Spalte sind Bereiche, die der Laserstrahl nur im direkten Sichtkontakt erreicht. Der Strahl breitet sich geradlinig aus: Was im Schatten liegt, bleibt ungereinigt, und flach einfallende Strahlung trägt schwächer ab als senkrecht auftreffende. Bei komplexen Geometrien ist deshalb vor dem Angebot zu klären, welche Bereiche erreichbar sind, ob eine andere Strahlführung oder ein Umspannen hilft und welche Stellen gegebenenfalls ausgenommen bleiben; die Probefläche zeigt das an einem typischen Detail.
-
Gebäude und Denkmal
Verwitterung
Schädigung von Naturstein, Ziegel, Putz und Mörtel durch Wasser, Frost, Salze, Temperaturwechsel und Luftschadstoffe; typische Formen sind Absanden, Schalenbildung, Risse, Ausbrüche und Krusten. Der Verwitterungsgrad entscheidet, ob und wie schonend eine Laserreinigung möglich ist: Eine Schale, die nur noch lose auf dem Stein hängt, kann beim Abnehmen der Kruste mit abfallen. Stark geschädigte Partien werden deshalb vor der Reinigung gefestigt oder zunächst ausgespart, was Restaurator und Probefläche vorab klären.
-
Werkstoffe
Verzinkung (Zinküberzug)
Verzinkung bezeichnet die Zinkschicht, die Stahl als Korrosionsschutz trägt: beim Feuerverzinken vergleichsweise dick und mit dem Stahl legiert, beim galvanischen Verzinken deutlich dünner. Soll der Laser nur Schmutz, Weißrost oder Farbe abnehmen, muss die Zinkschicht erhalten bleiben, was bei der dünnen galvanischen Schicht nur mit geringer Energie und nach Prüfung am Muster gelingen kann. Vor dem Schweißen wird die Zinkschicht in der Nahtzone dagegen gezielt entfernt, weil Zinkdämpfe Poren in der Naht verursachen.
-
Maschinen und Instandhaltung
Vulkanisationsform (Gummiform)
In einer Vulkanisationsform werden Kautschukmischungen unter Druck und Temperatur zu Dichtungen, Formteilen oder anderen technischen Gummiteilen vernetzt; die Form ist beheizt und meist aus Stahl oder Aluminium gefertigt. Trennmittel, Vulkanisationsrückstände und Ausgasungen setzen sich dabei in Kavität, Entlüftung und Trennebene fest und beeinträchtigen mit der Zeit Entformung und Oberfläche. Die Laserreinigung soll solche Beläge ohne Strahlmittel und ohne chemische Bäder entfernen; bei verchromten oder beschichteten Formen wird vorab an einer Probefläche geprüft, ob die Schicht den Laser verträgt.
-
Maschinen und Instandhaltung
Walzenreinigung
Walzenreinigung meint das Entfernen von Belägen von der Mantelfläche einer Walze, etwa von Raster-, Präge-, Druck-, Kalander- oder Transportwalzen, auf denen sich Farbe, Kleber, Kunststoff, Gummi oder Oxide ablagern. An die Laserreinigung richtet sich dabei die Anforderung, dass Gravur, Rauheit und Rundlauf der Walze unverändert bleiben, da sich Veränderungen der Oberfläche im Produkt abzeichnen können. Bei beschichteten, verchromten oder gummierten Walzen entscheidet die Probefläche, ob die Schicht den Laser verträgt.
-
Rückstände
Walzhaut
Die dunkle Oxidschicht, die beim Warmwalzen auf Stahl entsteht, eine Form von Zunder. Vor dem Beschichten oder Schweißen wird sie dort entfernt, wo der Folgeprozess sie nicht verträgt.
-
Werkstoffe
Wärmeeinflusszone (WEZ)
Die Wärmeeinflusszone ist der Bereich neben einer Schweißnaht oder einer thermisch erzeugten Schnittkante, in dem die Wärme das Gefüge des Grundwerkstoffs verändert hat, ohne ihn aufzuschmelzen. Dort zeigen sich Anlauffarben und Zunder; bei Edelstahl mindern Anlauffarben die Korrosionsbeständigkeit, weshalb die Schweißnahtreinigung mit Laser auf diesen Bereich zielt. Die gepulste Laserreinigung soll den Belag an der Oberfläche abtragen und dabei möglichst wenig Wärme in den Grundwerkstoff einbringen; ob Gefüge und Oberfläche unverändert bleiben, zeigt die Probefläche.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Wärmeeintrag (Wärmebelastung)
Wärmeeintrag bezeichnet die Energie, die beim Reinigen als Wärme in das Bauteil übergeht. Beim gepulsten Laser ist sie in der Regel gering und auf die oberste Schicht beschränkt, weil die kurzen Pulse den Belag abtragen, bevor sich die Wärme in die Tiefe ausbreitet. An dünnen Blechen, Kunststoffen, Verbundwerkstoffen oder wärmeempfindlichen Legierungen kann sie dennoch Verzug, Anlauffarben oder Gefügeänderungen auslösen; dort begrenzt der zulässige Wärmeeintrag Leistung und Tempo, die Probefläche zeigt, ob der Werkstoff das verträgt.
-
Maschinen und Instandhaltung
Wartungsfenster
Der geplante Stillstand einer Anlage, in dem Instandhaltung und Reinigung stattfinden. PULSWERK plant den Einsatz in dieses Zeitfenster und klärt vorher Zugang, Stillsetzung und Freigaben.
-
Maschinen und Instandhaltung
Wartungsintervall
Ein Wartungsintervall legt den Abstand zwischen zwei Wartungen fest, bemessen nach Betriebsstunden, Stückzahl, Schusszahl oder Kalenderzeit. Für die Laserreinigung ist dieser Takt der natürliche Anknüpfungspunkt: Wer Reinigungen an das Intervall koppelt, nutzt den ohnehin geplanten Stillstand und vermeidet zusätzliche Unterbrechungen. Ob der Abstand passt, zeigt der Zustand der Flächen bei der Wartung; setzen Beläge früher an, wird das Reinigungsintervall enger gewählt als das Wartungsintervall.
-
Prüfen und Messen
Wasserbruchtest (Wasserfilmtest)
Der Wasserbruchtest ist eine einfache Form der Benetzungsprüfung: Die Fläche wird mit sauberem Wasser benetzt oder kurz eingetaucht, dann wird beobachtet, ob der Wasserfilm geschlossen bleibt oder aufreißt. Auf fettfreiem Metall bleibt der Film zusammenhängend, an Stellen mit Öl, Fett oder Trennmittel zieht er sich zurück und perlt ab. Nach der Laserreinigung eignet er sich als schnelle Vorprüfung vor dem Kleben oder Lackieren; blanker Stahl sollte danach sofort getrocknet werden, damit kein Flugrost entsteht.
-
Andere Verfahren
Weichstrahlen (Nussschalenstrahlen, Kunststoffstrahlen)
Beim Weichstrahlen kommen weiche Strahlmittel wie Nussschalengranulat, Maiskolbenschrot oder Kunststoffkörner zum Einsatz, die Lack und Verschmutzungen von empfindlichen Untergründen wie Aluminium, Verbundwerkstoffen oder Holz abtragen sollen, ohne das Material zu verletzen. In der Schonung des Untergrunds ähnelt das Verfahren der Laserreinigung, es arbeitet jedoch mit einem Medium, das Staub erzeugt und sich in Hinterschneidungen und Bohrungen festsetzt. Die Laserreinigung trägt die Schicht ohne Strahlmittel ab und arbeitet mit Absaugung, sodass im Bauteil kein Medium zurückbleibt.
-
Rückstände
Weißrost
Weißrost bezeichnet die weißlichen, pulvrigen Korrosionsprodukte, die sich auf der Zinkschicht verzinkter Teile bilden, wenn Feuchtigkeit lange auf der Oberfläche steht und die Luft nicht zirkuliert, etwa bei gestapelter Lagerung. Vor dem Beschichten oder Weiterverarbeiten muss der Belag herunter, die Zinkschicht darunter soll aber erhalten bleiben, weil sie den Korrosionsschutz trägt. Wie weit sich beides mit dem gepulsten Laser trennen lässt, zeigt die Probefläche am konkreten Teil.
-
Laser und Gerätetechnik
Wellenlänge
Die Wellenlänge beschreibt die „Farbe“ des Laserlichts und wird in Nanometern angegeben. Gepulste Faserlaser für die Reinigung strahlen bei 1064 nm im nahen Infrarot, also für das Auge unsichtbar, und die Wellenlänge bestimmt mit, wie stark Schmutzschicht und Grundwerkstoff das Licht aufnehmen oder zurückwerfen. Weil viele Beläge dieses Licht deutlich stärker absorbieren als blankes Metall, lassen sie sich gezielt abtragen; ob das bei einem konkreten Material gelingt, zeigt erst die Probefläche.
-
Werkstoffe
Werkzeugstahl
Werkzeugstahl umfasst Stähle, die für Werkzeuge gehärtet werden und je nach Sorte unlegiert, legiert oder hochlegiert sind; aus ihnen entstehen Spritzgussformen, Stempel, Schneid- und Prägewerkzeuge. Trennmittel, Ausgasungsrückstände und Kunststoff- oder Gummireste lassen sich mit dem Laser je nach Zugänglichkeit auch im eingebauten Zustand abnehmen, solange die Energie unter der Schwelle bleibt, an der Gravuren, Polierflächen oder die gehärtete Randschicht Schaden nehmen. Wo diese Schwelle beim einzelnen Werkzeug liegt, zeigt die Probefläche an einer unauffälligen Stelle.
-
Fügen und Beschichten
WIG-Schweißen (Wolfram-Inertgas-Schweißen)
Beim WIG-Schweißen brennt der Lichtbogen zwischen einer nicht abschmelzenden Wolframelektrode und dem Werkstück unter inertem Schutzgas, in der Regel Argon; Zusatzwerkstoff wird bei Bedarf als Stab oder Draht zugeführt. Das Verfahren wird für Edelstahl, Aluminium und dünne Bleche gewählt, wo saubere, spritzerarme Nähte verlangt sind, und es reagiert empfindlich auf Oxidhäute, Fett, Feuchtigkeit und Markierungsreste an den Fügekanten. Vor dem Schweißen werden deshalb die Nahtflanken und ein Streifen daneben gereinigt; bei Aluminium gehört dazu die hochschmelzende Oxidhaut.
-
Werkstoffe
Ziegel (Backstein)
Ziegel bezeichnet den aus Ton gebrannten Mauerstein für Mauerwerk und Fassaden, vom weichen Handstrichziegel bis zum hart gebrannten Klinker. Schmutz, Farbe, Algen und Ruß lassen sich mit dem Laser abnehmen, doch die gebrannte Außenhaut ist dünn, und darunter wird der Stein weicher und saugfähiger, sodass ein zu tiefer Abtrag die Fläche dauerhaft verändert. Rote Ziegel nehmen das Licht zudem anders auf als dunkle Klinker, weshalb die Energie auf einer Probefläche je Steinsorte eingestellt wird.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Zielzustand
Der vereinbarte Zustand der Fläche nach der Reinigung: optisch sauber, bereit zum Beschichten, zur Begutachtung oder genau wie das freigegebene Muster. Er bestimmt Aufwand und Abnahme.
-
Ablauf und Angebot
Zugänglichkeit (Zugang)
Die Zugänglichkeit beschreibt, wie gut eine Fläche oder ein Bauteil für die Bearbeitung erreichbar ist: frei stehend, eingebaut, in der Höhe, in engen Räumen oder hinter anderen Anlagenteilen. In der Laserreinigung ist sie ein Angebotsfaktor, weil der Strahl in Sichtlinie auf die Oberfläche treffen muss und der Bediener mit dem Handlaser Platz braucht. Schlechter Zugang erhöht den Aufwand durch Zugangstechnik, Teildemontage oder zusätzliche Abdeckung der Umgebung.
-
Ablauf und Angebot
Zugangstechnik (Höhenzugangstechnik)
Zugangstechnik umfasst die Hilfsmittel, mit denen Arbeitsplätze in der Höhe oder an schwer zugänglichen Stellen sicher erreicht werden, etwa Gerüste, Fahrgerüste oder Hubarbeitsbühnen. In der Laserreinigung wird sie an Fassaden, Hallendecken, Stahlbauten oder großen Maschinen benötigt, weil der Handlaser nahe an der Oberfläche geführt wird. Wer die Zugangstechnik stellt, gehört in die Leistungsbeschreibung, und der Laserbereich muss den erhöhten Standort einschließen.
-
Rückstände
Zunder
Oxidschicht, die bei hohen Temperaturen auf Stahl entsteht, etwa beim Warmwalzen, Schmieden oder Schweißen. Dicke und Haftung hängen vom vorausgegangenen Prozess ab. Vor Prüfung, Fügen oder Beschichtung wird sie an den betroffenen Zonen entfernt.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Zwischenlagerung (Lagerung vor der Weiterverarbeitung)
Zwischenlagerung bezeichnet die Aufbewahrung gereinigter Teile bis zum nächsten Arbeitsschritt, etwa dem Beschichten oder Fügen. Nach der Laserreinigung ist Stahl blank und ungeschützt; Luftfeuchte und Kondensat bei Temperaturwechseln lassen darauf Flugrost entstehen, Handschweiß hinterlässt Salz- und Fettspuren, und beides verschlechtert den erreichten Zustand wieder. In der Praxis wird die Reinigung deshalb möglichst dicht vor die Weiterverarbeitung gelegt; ist eine längere Lagerung unvermeidbar, braucht die Fläche einen trockenen Ort und darf nicht mit bloßen Händen berührt werden.
Kein Begriff passt zu dieser Auswahl. Setzen Sie die Filter zurück oder suchen Sie anders.
Anfrage
Begriff geklärt, Aufgabe offen? Senden Sie uns Fotos.
Ein Gesamtfoto, ein Detailfoto und eine kurze Beschreibung reichen. Wir sagen Ihnen, ob der Laser passt und ob eine Probefläche der nächste Schritt ist.