Glossar
Fachbegriffe von Denkmalrechtliche Erlaubnis bis Entzinken
Seite 4 von 18 im Glossar der Laserreinigung: Hier stehen die Fachbegriffe von Denkmalrechtliche Erlaubnis bis Entzinken, kompakt erklärt und, wo es passt, mit der zugehörigen Leistung verknüpft. Über die Suche finden Sie jeden der 359 Begriffe.
359 Begriffe
Begriffe von Denkmalrechtliche Erlaubnis bis Entzinken
-
Gebäude und Denkmal
Denkmalrechtliche Erlaubnis (denkmalrechtliche Genehmigung)
Zustimmung der Unteren Denkmalbehörde, in Nordrhein-Westfalen der Gemeinde, zu Maßnahmen an einem eingetragenen Denkmal nach dem Denkmalschutzgesetz NRW; sie muss vor Beginn der Arbeiten vorliegen. Für eine Laserreinigung beantragt sie in der Regel der Eigentümer; die Behörde entscheidet im Benehmen mit dem Denkmalfachamt des Landschaftsverbands und verbindet die Erlaubnis häufig mit Auflagen wie Probeflächen, dem zulässigen Reinigungsgrad oder einer restauratorischen Begleitung. Ohne Erlaubnis begonnene Arbeiten können gestoppt und als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.
-
Gebäude und Denkmal
Denkmalschutz
Bei geschützten Bauten entscheiden Behörden und Fachleute über Eingriffe. PULSWERK beginnt dort nur mit Freigabe und einer Probefläche; die Reinigung ist eine abgegrenzte Aufgabe innerhalb eines restauratorischen Konzepts.
-
Maschinen und Instandhaltung
Dichtfläche
Eine Dichtfläche ist die Fläche, auf der eine Dichtung oder ein Gegenstück dicht aufliegt, etwa an Flanschen, Deckeln oder den Hälften einer Form. Für die Laserreinigung zählt sie zu den Funktionsflächen mit strengen Anforderungen: Nach dem Entfernen von Dichtungsresten, Kleber oder Belag muss sie eben und riefenfrei bleiben, sonst wird die Verbindung undicht. Da beim Laser kein Schaber und kein Schleifmittel die Fläche berührt, entstehen keine mechanischen Riefen; ob Ebenheit und Rauheit erhalten bleiben, zeigt die Probefläche.
-
Rückstände
Dichtstoffrest (Dichtmassenrest)
Dichtstoffreste bleiben beim Zerlegen von Motoren, Getrieben oder Gehäusen an den Dichtflächen haften, ob Flüssigdichtung, Dichtmasse oder angebackene Flachdichtung; vor dem Zusammenbau müssen sie vollständig herunter, sonst kann die Verbindung undicht werden. Für die Laserreinigung gehören sie zu den Anhaftungen auf metallischem Untergrund, die der gepulste Strahl berührungslos abtragen kann; Schaber oder Schleifvlies hinterlassen auf weichen Dichtflächen aus Aluminium leicht Riefen. Ob sich dünne Filme und gummielastische Wülste vollständig lösen lassen, zeigt die Probefläche am Musterteil.
-
Andere Verfahren
Druckluftversorgung (Kompressor)
Als Druckluftversorgung bezeichnet man beim Strahlen die Bereitstellung großer Luftmengen bei hohem Druck, auf Baustellen meist durch einen fahrbaren Kompressor; dazu kommen Aufstellfläche, Kraftstoff, Lärm und Schlauchleitungen bis zum Strahlplatz. Für die Laserreinigung entfällt dieser Teil der Logistik, weil das Gerät einen Stromanschluss und eine Absaugung braucht, aber keine Druckluft zum Abtragen. Bei der Planung eines Einsatzes vor Ort ist die Versorgung deshalb neben Staub, Lärm und Platzbedarf ein Unterscheidungsmerkmal zwischen den Verfahren.
-
Fügen und Beschichten
Duplex-System
Ein Duplex-System kombiniert eine Feuerverzinkung mit einem darüberliegenden Lackaufbau; die Zinkschicht schützt den Stahl, der Lack schützt das Zink, und die gemeinsame Schutzdauer liegt in der Regel über der Summe der Einzelschichten. Lack haftet auf der glatten, oxidierten Zinkoberfläche schlecht: Zinkoxide und Weißrost müssen herunter, danach wird leicht gestrahlt (Sweep-Strahlen) oder ein Haftgrund aufgetragen. Die Laserreinigung kann Weißrost und Verschmutzung abnehmen; wie viel Zink dabei mitgeht und ob das Ergebnis dem Beschichter genügt, zeigt die Probefläche.
-
Werkstoffe
Edelstahl (nichtrostender Stahl, rostfreier Stahl)
Edelstahl bezeichnet im Sprachgebrauch der Betriebe den nichtrostenden Stahl, der durch seinen Chromanteil, oft ergänzt um Nickel, eine schützende Passivschicht ausbildet. Bei der Laserreinigung stehen hier Anlauffarben nach dem Schweißen, Fremdrost, Fett oder Beschichtungen im Vordergrund. Die Einstellung muss die Passivschicht erhalten oder ihre Neubildung an Luft zulassen; zu viel Energie erzeugt neue Anlauffarben, deshalb beginnt die Arbeit auf einer Probefläche.
-
Ablauf und Angebot
Einsatzbericht (Arbeitsbericht)
Ein Einsatzbericht hält nach Abschluss der Arbeiten fest, welche Flächen oder Teile bearbeitet wurden und wie viel Zeit der Einsatz beansprucht hat; Besonderheiten wie abweichende Untergründe oder ausgesparte Zonen werden ebenfalls vermerkt. In der Laserreinigung sind Fotos vor und nach der Bearbeitung sowie die verwendeten Einstellungen sinnvoll, weil sich ein Folgeeinsatz am selben Objekt dann an bekannten Werten orientieren kann. Der Bericht dient dem Auftraggeber als Leistungsnachweis, etwa gegenüber Versicherung oder Eigentümer, ersetzt aber nicht die gemeinsame Endabnahme.
-
Andere Verfahren
Elektrolytisches Beizen (elektrochemische Schweißnahtreinigung)
Beim elektrolytischen Beizen wird eine Schweißnaht an Edelstahl mit Elektrolyt, Niederspannung und einem Kohlefaserpinsel oder Vliesaufsatz gereinigt; der Strom löst Anlauffarben ab, und die Naht wird im selben Arbeitsgang passiviert. Das Verfahren ist handgeführt, braucht Elektrolyt, Abspülen und Nachwischen und ist auf Edelstahl und dünne Oxidschichten beschränkt. Die Laserreinigung bearbeitet dieselbe Naht trocken und ohne Chemie und kommt auch für Zunder sowie für Stahl und Aluminium in Frage; eine Passivierung muss bei Bedarf gesondert erfolgen.
-
Werkstoffe
Eloxal (Eloxalschicht, anodisiertes Aluminium)
Eloxal bezeichnet die elektrolytisch verstärkte Oxidschicht auf Aluminium, die härter und dicker ist als die natürliche Oxidhaut und oft eingefärbt wird, typisch an Profilen, Gehäusen und Fassadenelementen. Der Laser kann diese Schicht leicht beschädigen, und vor Ort lässt sie sich nicht wiederherstellen, weil das Eloxieren ein Elektrolytbad verlangt. Vor der Reinigung ist deshalb zu klären, ob die Schicht erhalten bleiben oder gezielt entfernt werden soll, etwa vor dem Schweißen oder Kleben; die Probefläche zeigt, was erreichbar ist.
-
Ablauf und Angebot
Endabnahme (Abnahme)
Bei der Endabnahme prüfen Auftraggeber und Auftragnehmer zum Abschluss des Einsatzes gemeinsam, ob die bearbeiteten Zonen den vereinbarten Zustand erreicht haben und angrenzende Bereiche unversehrt sind; Maßstab ist das freigegebene Musterteil oder die Probefläche. In der Laserreinigung findet diese Prüfung vor Ort statt, möglichst unter denselben Lichtverhältnissen wie die Freigabe des Musters, weil Reinigungsgrad und verbliebene Verfärbungen je nach Beleuchtung unterschiedlich wirken. Abweichungen werden protokolliert und als Nacharbeit vereinbart; mit der Abnahme gilt die Leistung als vertragsgemäß erbracht.
-
Laser und Gerätetechnik
Energiedichte (Fluenz)
Die Energiedichte beschreibt die Pulsenergie bezogen auf die bestrahlte Fläche und wird in Joule je Quadratzentimeter angegeben. Sie ist eine zentrale Stellgröße der Laserreinigung, denn an ihr entscheidet sich, ob die Ablationsschwelle einer Schicht überschritten und die des Untergrunds unterschritten wird. Verändert wird sie über Pulsenergie und Spotgröße, also auch über Arbeitsabstand und Fokuslage; dieselbe mittlere Leistung kann je nach Einstellung eine ganz andere Energiedichte auf der Fläche ergeben.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Entfetten (Entfettung)
Entfetten bezeichnet das Entfernen von Ölen, Fetten, Trennmitteln und ähnlichen Filmen von einer Oberfläche. Dünne Filme lassen sich beim Laserreinigen meist mit abtragen, dicke oder verharzte Schichten brauchen dagegen in der Regel eine Vorentfettung, damit nichts auf der Fläche einbrennt und die Absaugung nicht verklebt. Welcher Weg nötig ist, zeigt sich am Ausgangszustand und an der Probefläche; bei Anforderungen an die Fettfreiheit vor dem Kleben oder Lackieren wird das Ergebnis gesondert geprüft.
-
Fügen und Beschichten
Enthaftung (Adhäsionsbruch)
Enthaftung ist das Ablösen einer Klebung oder Beschichtung an der Grenzfläche zum Untergrund, erkennbar an Abplatzungen, Blasen oder einer glatten Bruchfläche ohne Reste von Klebstoff oder Lack. Ein solcher Adhäsionsbruch weist häufig auf die Vorbereitung hin: Fett, Silikon, Staub, Oxide oder eine mürbe Altbeschichtung haben eine Trennschicht gebildet. Vor der Neubeschichtung muss die abgelöste Schicht vollständig herunter und der Untergrund tragfähig sein; die Laserreinigung legt ihn frei, und die Probefläche zeigt, ob darunter noch lose Lagen liegen.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Entlacken
Lack vollständig oder auf einer begrenzten Reparaturfläche vom Bauteil entfernen. Der Laser trägt die Schicht ab, der Zielzustand richtet sich nach dem nächsten Schritt: Reparatur, Prüfung oder neue Lackierung.
-
Maschinen und Instandhaltung
Entlüftung (Entlüftungskanal)
Entlüftungen sind feine Kanäle, Schlitze oder Bohrungen in einer Form, über die Luft und Gase beim Füllen aus der Kavität entweichen. Sind sie mit Belag zugesetzt, bleibt Gas im Formnest zurück und führt zu Fehlstellen, unvollständig gefüllten Konturen oder Brandstellen am Bauteil, dem sogenannten Dieseleffekt. Für die Laserreinigung sind Entlüftungen ein häufiger Anlass, weil sich der Belag dort mechanisch kaum entfernen lässt, ohne die Kanten zu beschädigen; sehr enge Bohrungen oder tiefe Kanäle erreicht der Strahl allerdings nur, soweit er sie direkt treffen kann.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Entrosten (Entrostung)
Entrosten bezeichnet das Entfernen von Rost bis zum vereinbarten Reinheitsgrad. Beim gepulsten Faserlaser läuft der Abtrag weitgehend selektiv ab, weil die dunkle Oxidschicht die Strahlung deutlich stärker aufnimmt als das blanke Metall darunter; sobald der Grundwerkstoff freiliegt, nimmt der Abtrag stark ab. Rost in Narben und Poren erreicht der Strahl nur im Sichtkontakt, weshalb der erreichbare Reinheitsgrad und ein möglicher Restrost vorab an der Probefläche beurteilt werden.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Entschichten (Entschichtung)
Entschichten ist der Oberbegriff für das Entfernen von Schichten aller Art bis auf einen definierten Untergrund: Lack, Pulverbeschichtung, Kunststoffüberzüge, Verzinkung, Klebstoff- oder Dichtmassenreste. Der Begriff ist weiter gefasst als Entlacken, das nur Farb- und Lackschichten meint. Mit dem Laser wird Schicht für Schicht abgetragen, der Untergrund bleibt bei passenden Parametern stehen; ob eine bestimmte Schicht vollständig und ohne Schaden am Grundwerkstoff abzutragen ist, wird an der Probefläche geklärt.
-
Sicherheit und Recht
Entsorgungsnachweis (Übernahmeschein)
Der Entsorgungsnachweis ist das Verfahren nach Nachweisverordnung, mit dem Abfallerzeuger, Beförderer und Entsorger die zulässige Entsorgung gefährlicher Abfälle vorab belegen; die einzelne Übergabe wird mit dem Begleitschein dokumentiert. Bei der Laserreinigung betrifft das abgesaugte Stäube und gebrauchte Filter, sofern sie als gefährlicher Abfall eingestuft sind. Für kleine Mengen sieht die Nachweisverordnung Erleichterungen vor, etwa die Sammelentsorgung über einen Einsammler, bei der der Erzeuger statt des Begleitscheins einen Übernahmeschein erhält; Auftraggeber sollten sich eine Kopie geben lassen.
-
Fügen und Beschichten
Entzinken
Entzinken bedeutet, die Zinkschicht verzinkter Bleche, Profile oder Rohre örtlich abzutragen, meist im Bereich einer späteren Schweißnaht. Zink verdampft weit unterhalb der Schmelztemperatur von Stahl und verursacht beim Schweißen Zinkrauch, Poren und Spritzer; deshalb wird ein Streifen um die Fügestelle freigelegt. Der gepulste Faserlaser kann die dünne Schicht streifengenau abtragen; ob der Grundwerkstoff dabei unberührt bleibt, zeigt die Probefläche. Nach dem Schweißen braucht die entzinkte Stelle wieder Korrosionsschutz, etwa mit Zinkstaubfarbe.
Kein Begriff passt zu dieser Auswahl. Setzen Sie die Filter zurück oder suchen Sie anders.