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Farben & Beschichtungen

Beschichtungs­entfernung mit Laser

Für definierte Zonen an technischen Oberflächen und Bauteilen.

Beschichtungen können schützen, isolieren, kennzeichnen oder bestimmte Oberflächeneigenschaften erzeugen. Bevor eine Beschichtung herunterkommt, muss deshalb klar sein, welche Funktion danach erhalten bleiben oder neu hergestellt werden soll.

Turbinenleitschaufel mit hellgrauer, aufgespritzter Wärmedämmschicht als Ausstellungsstück hinter Glas
  • Technische OberflächenFunktionale und sonstige Schichtsysteme.
  • Abgegrenzte ZonenWas behandelt werden darf, zeigt eine Zeichnung oder ein markiertes Foto.
  • Repräsentatives MusterDie Probebearbeitung zeigt das Zusammenspiel von Schicht und Grundmaterial.
  • SerienMit Vergleichsmustern und festgehaltenen zulässigen Abweichungen.

Einsatzbereich

Schichten, Aufgaben und spätere Nutzung

Wir prüfen die Laserentschichtung als abgegrenzte Bearbeitung technischer Oberflächen. Ob sie zu Ihrer Beschichtung passt, zeigen Ihre Angaben und eine Probebearbeitung am repräsentativen Muster.

Schichten

  • Funktionale Beschichtungen, die schützen, isolieren, kennzeichnen oder bestimmte Oberflächeneigenschaften erzeugen
  • Sonstige Schichtsysteme an technischen Oberflächen
  • Unbekannte Beschichtungen, möglichst mit Produktunterlagen oder Prüfberichten

Aufgaben

  • Anschlussbereich für eine Reparatur freilegen
  • Neue Oberfläche bei einer Aufarbeitung vorbereiten
  • Nur Kontaktflächen freilegen, mit Angabe von Lage, Maßen und Funktion
  • Begrenzte Bereiche mit genau festgelegtem zulässigem Abtrag

Spätere Nutzung

  • Neu beschichten
  • Elektrisch kontaktieren
  • Fügen
  • Inspizieren

Einsatzsituationen

Reparatur, Aufarbeitung und einzelne Kontaktflächen

Für die Planung brauchen wir Angaben zu Material, Schichtart, Dicke und darunterliegenden Schichten. Dazu kommt Ihre Absicht, denn sie bestimmt, woran wir die Bearbeitung messen.

Handlaser über Metallstreifen auf einer Werkbank, an einem Streifen ist die Schicht teilweise entfernt
Symbolbild Reparatur: Nur die festgelegte Teilfläche wird freigelegt

Reparatur: Anschlussbereich freilegen

Bei einer Reparatur kann es darum gehen, einen Anschlussbereich freizulegen. Bearbeitet wird dann nur die Zone, die wir vorher mit Ihnen festlegen.

Turbinenleitschaufel nach dem Entfernen der Wärmedämmschicht, Grundmaterial und Kühlbohrungen liegen frei
Symbolbild Aufarbeitung: alte Schicht ab, Bauteil bereit für den neuen Aufbau

Aufarbeitung: neue Oberfläche vorbereiten

Bei einer Aufarbeitung geht es um die Vorbereitung einer neuen Oberfläche. Unsere Leistung betrifft die Entfernung beziehungsweise Vorbereitung. Eine neue Beschichtung gehört nur dazu, wenn sie ausdrücklich vereinbart und organisatorisch abgedeckt ist.

Wie eine Fläche für die neue Beschichtung vorbereitet wird, steht unter Oberflächen vor dem Beschichten reinigen.

Hände kleben an einer lackierten Rohrleitung mit Kreppband eine Grenze ab
Symbolbild Abgeklebte Grenzen zeigen, welche Zonen behandelt werden dürfen

Nur die Kontaktflächen

Auch das Freilegen einzelner Kontaktflächen kann ein passender Anwendungsfall sein. Geben Sie dafür Lage, Maße und spätere Funktion der Flächen an, am besten auf einer Zeichnung oder einem markierten Foto.

Geht es an einer metallischen Kontakt- oder Fügefläche um eine Oxidschicht statt um eine Beschichtung, finden Sie mehr unter Oxidentfernung mit Laser.

Schema: Schicht oben, Grundmaterial unten, die freigegebene Bearbeitungszone ist markiert
Schema Schicht, Grundmaterial und freigegebene Bearbeitungszone

Technische Beschichtung oder Lack?

Diese Seite behandelt funktionale und sonstige Schichtsysteme. Für klassische Lackaufbauten gibt es einen eigenen Einstieg: Entlacken mit Laser. Wie der Laser Schichten abträgt und wo das gezielte Entschichten an Grenzen kommt, erklärt der Glossarartikel Laserablation.

Den Überblick über Entlacken, Beschichtungsentfernung und Graffitientfernung bietet Farben & Beschichtungen mit Laser entfernen.

Grenzen und Ziel

Bearbeitungsgrenzen und geschützte Bereiche

Eine Zeichnung oder ein markiertes Foto sollte zeigen, welche Zonen behandelt werden dürfen. Dazu gehören auch Kanten, Bohrungen, Kontaktstellen und Übergänge zu verbleibenden Schichten. Welche Maß- oder Oberflächenänderungen zulässig sind, muss im Projekt geklärt sein.

Die spätere Nutzung bestimmt die Abnahme

Genauso wichtig ist, was danach mit der Fläche passiert: Wird sie neu beschichtet, elektrisch kontaktiert, gefügt oder nur inspiziert? Eine allgemeine Zusage „Beschichtung weg“ reicht als technische Abnahme häufig nicht aus. Deshalb halten wir vorher fest, woran das Ergebnis gemessen wird.

Unbekannte Beschichtungen

Eine unbekannte Beschichtung behandeln wir nicht pauschal wie eine unproblematische Schmutzschicht. Produktunterlagen oder vorhandene Prüfberichte gehören deshalb möglichst schon zur Anfrage.

Ablauf und Vorbereitung

Machbarkeit am repräsentativen Muster beurteilen

Erst das Muster zeigt, ob Ihre Aufgabe mit dem vorgesehenen System sinnvoll bearbeitet werden kann. Deshalb steht es vor der Gesamtbearbeitung.

  1. Angaben und Zonen

    Sie senden uns Angaben zu Material, Schichtart, Dicke und darunterliegenden Schichten, dazu Produktunterlagen oder Prüfberichte, falls vorhanden. Eine Zeichnung oder ein markiertes Foto zeigt die Zonen, die behandelt werden dürfen.

    Schichtsystem + Zonen

  2. Probebearbeitung

    Die Probebearbeitung zeigt das Zusammenspiel von Schicht und Grundmaterial. Mehrere Beschichtungsvarianten bemustern wir getrennt, weil sich das Ergebnis einer Variante nicht ohne Weiteres übertragen lässt.

    Muster je Variante

  3. Bewertung

    Nach dem Test bewerten wir erreichbaren Abtrag, verbleibende Schichten und mögliche sichtbare Veränderungen. Daraus ergibt sich, ob die Aufgabe mit dem vorgesehenen System sinnvoll bearbeitet werden kann.

    Machbarkeit

  4. Festhalten

    Zulässige Maß- oder Oberflächenänderungen und die Abnahme halten wir im Projekt fest. Für Serien kommen Vergleichsmuster und zulässige Abweichungen dazu.

    Vergleichsmuster

Kosten

Was beeinflusst die Kosten der Laser­entschichtung?

Ist ein Teilziel nicht wirtschaftlich erreichbar, soll das vor der Gesamtbearbeitung erkennbar sein. Diese Punkte fließen in Ihr Angebot ein.

  • FlächeWie groß die Bearbeitungsfläche ist.
  • SchichtaufbauWelche Schichten übereinanderliegen und welche bleiben.
  • AbgrenzungWie genau Zonen, Kanten und Übergänge abgegrenzt werden müssen.
  • Teile­handhabungWie aufwendig die Teile zu handhaben sind.

Bearbeitungsaufwand Dazu kommen vereinbarte Prüfungen sowie Vor- und Nacharbeiten. Alles zusammen steht in Ihrem Angebot.

Mehr zu Kosten & Ablauf

Fragen

Häufige Fragen zur Beschichtungs­entfernung

Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie uns, am einfachsten über die Anfrage.

Kann Laserreinigung jede technische Beschichtung entfernen?

Nein. Schicht, Grundwerkstoff und Anlage müssen zusammenpassen. Deshalb klären wir bei jeder Anfrage zuerst, ob das Verfahren für Ihre Beschichtung geeignet ist.

Können nur Kontaktflächen freigelegt werden?

Das kann ein passender Anwendungsfall sein. Geben Sie Lage, Maße und spätere Funktion der Flächen an.

Ist eine neue Beschichtung im Auftrag enthalten?

Nur wenn sie ausdrücklich vereinbart und organisatorisch abgedeckt ist. Die hier beschriebene Leistung betrifft zunächst die Entfernung beziehungsweise Vorbereitung.

Reicht „Beschichtung weg“ als Ergebnis?

Als technische Abnahme häufig nicht. Entscheidend ist, was danach mit der Fläche passiert: neu beschichten, elektrisch kontaktieren, fügen oder inspizieren. Danach richtet sich, woran wir das Ergebnis messen.

Gilt ein Muster für alle Beschichtungen am Teil?

Nein. Das Ergebnis einer Variante lässt sich nicht ohne Weiteres auf jedes andere System übertragen. Mehrere Beschichtungsvarianten sollten deshalb getrennt bemustert werden.

Anfrage

Welche Schicht soll herunter? Zeigen Sie uns die Zone.

Senden Sie uns Fotos, eine Zeichnung oder ein markiertes Foto der Zonen und eine kurze Beschreibung. Wir klären mit Ihnen, was noch fehlt und ob eine Probebearbeitung am Muster der passende nächste Schritt ist.

Das hilft uns am meisten

  • Material, Schichtart, Dicke und darunterliegende Schichten
  • Produktunterlagen oder vorhandene Prüfberichte
  • Zeichnung oder markiertes Foto der Zonen, die behandelt werden dürfen
  • Kanten, Bohrungen, Kontaktstellen und Übergänge, die geschützt bleiben
  • Was danach passiert: neu beschichten, kontaktieren, fügen oder inspizieren
  • Bei Kontaktflächen: Lage, Maße und spätere Funktion