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Glossar

Fachbegriffe von Lichtleitkabel bis Nachbehandlung

Seite 10 von 18 im Glossar der Laserreinigung: Hier stehen die Fachbegriffe von Lichtleitkabel bis Nachbehandlung, kompakt erklärt und, wo es passt, mit der zugehörigen Leistung verknüpft. Über die Suche finden Sie jeden der 359 Begriffe.

359 Begriffe

Begriffe von Lichtleitkabel bis Nachbehandlung

  • Laser und Gerätetechnik

    Lichtleitkabel (Lichtleitfaser, Faserkabel)

    Das Lichtleitkabel ist die flexible Glasfaserleitung, die den Laserstrahl von der Strahlquelle zum Handstück führt. Bei mobilen Reinigungslasern bestimmt seine Länge den Aktionsradius um das Gerät und damit, wie weit sich der Bediener vom Aufstellort entfernen kann, etwa an einer Fassade oder in einer Maschine. Die Faser darf weder geknickt noch zu eng gebogen werden, weil sie sonst Leistung verliert oder bricht; der Umgang mit dem Kabel ist deshalb Teil der sicheren Arbeitsvorbereitung.

  • Laser und Gerätetechnik

    Linienbreite (Scanbreite, Arbeitsbreite)

    Die Linienbreite gibt an, wie weit der Scanner den Strahl quer zur Arbeitsrichtung auslenkt und wie breit der bearbeitete Streifen je Überfahrt ausfällt. Sie wird am Gerät eingestellt; eine breitere Linie verteilt die gleiche Leistung auf mehr Fläche, sodass je Stelle weniger Energie ankommt und der Abtrag je Überfahrt schwächer wird. An Kanten und Konturen wird meist mit schmaler Linie gearbeitet, auf großen Flächen mit voller Breite; der passende Wert wird auf der Probefläche festgelegt.

  • Rückstände

    Lochfraß (Lochkorrosion)

    Bei Lochfraß greift Korrosion ein Metall örtlich begrenzt an und frisst sich an einzelnen Punkten als kleine, oft tiefe Löcher in den Werkstoff, typisch bei nichtrostendem Stahl und Aluminium unter Einwirkung von Chloriden. Der Laser trägt die Korrosionsprodukte ab und legt das Schadbild frei, soweit der Strahl in die Vertiefungen reicht; die Löcher selbst bleiben, weil verlorenes Material nicht ersetzt wird. Ob das Bauteil danach weiterverwendet oder beschichtet werden darf, klärt die Werkstoffprüfung.

    Rost, Oxide und Zunder mit Laser entfernen

  • Brand und Sanierung

    Löschmittelrückstand

    Löschmittelrückstände bleiben nach dem Feuerwehreinsatz auf Maschinen, Bauteilen und Böden zurück, als Pulver, als Schaum oder als stehendes Löschwasser. Löschpulver zieht Feuchte an und greift Metall und Elektrik an, Schaum hinterlässt Tensidfilme; solche Rückstände werden vor der Laserreinigung erfasst und beseitigt: Lose Pulverreste werden abgesaugt, nasse Flächen müssen vor dem Lasern trocknen. Welche Löschmittel eingesetzt wurden, lässt sich bei der Feuerwehr erfragen.

  • Fügen und Beschichten

    Löten (Hartlöten, Weichlöten)

    Löten verbindet Metallteile mit einem Zusatzmetall, dem Lot, dessen Schmelztemperatur unter der des Grundwerkstoffs liegt; die Grenze zwischen Weich- und Hartlöten liegt bei 450 °C. Das Lot muss die Fügeflächen benetzen und durch Kapillarwirkung in den Lötspalt fließen, was Oxidschichten, Fett und Zunder verhindern; Flussmittel lösen nur dünne Oxidhäute. Vor dem Löten werden die Flächen metallisch blank gemacht, wofür auch die Laserreinigung in Frage kommt; nach dem Löten bleiben Flussmittelreste und Anlauffarben, die vor einer Beschichtung entfernt werden.

  • Ablauf und Angebot

    Machbarkeitsprüfung (Eignungsprüfung)

    Die Machbarkeitsprüfung klärt vor der Beauftragung, ob sich ein Rückstand mit dem Laser vom vorhandenen Untergrund entfernen lässt, ohne das Material zu schädigen. In der Laserreinigung läuft sie in zwei Stufen: Zuerst werden Fotos und Angaben zu Material und Rückstand ausgewertet, danach zeigt eine Probefläche oder ein Musterteil das tatsächliche Ergebnis. Eine verbindliche Aussage stützt sich auf dieses Ergebnis, weil Fotos allein Schichtdicke und Haftung nicht erkennen lassen.

  • Fügen und Beschichten

    MAG-Schweißen (Metall-Aktivgas-Schweißen)

    Beim MAG-Schweißen brennt ein Lichtbogen zwischen einer abschmelzenden Drahtelektrode und dem Werkstück, geschützt durch ein aktives Gasgemisch, meist Argon mit Kohlendioxid; das Verfahren ist im Stahl- und Maschinenbau weit verbreitet. Rost, Zunder, Öl oder Beschichtungsreste im Nahtbereich verdampfen im Lichtbogen und hinterlassen Poren und Bindefehler, deshalb wird die Nahtzone vorher metallisch blank gemacht. Die Laserreinigung kann diesen Schritt unmittelbar vor dem Schweißen übernehmen, ohne Schleifmittel oder Chemie einzusetzen.

    Laserreinigung vor dem Schweißen

  • Werkstoffe

    Marmor

    Marmor ist ein kristalliner, aus Kalkstein entstandener Naturstein, meist weiß oder geädert, der an Skulpturen, Böden, Treppen und Fassaden vorkommt. Bei der Laserreinigung ist eine Gelbfärbung der gereinigten Fläche als Nebenwirkung bekannt, vor allem unter dunklen Krusten und bei zu hoher Energie; Anfeuchten der Fläche und niedrige Energie können sie mindern. Welche Einstellung der jeweilige Stein verträgt, wird auf einer Probefläche geprüft und bei geschützten Objekten mit der Denkmalpflege abgestimmt.

    Naturstein mit Laser reinigen

  • Maschinen und Instandhaltung

    Maschinenreinigung

    Maschinenreinigung umfasst das Entfernen von Rückständen an Maschinenteilen, Führungen, Vorrichtungen und Gehäusen, von Öl- und Fettfilmen über Produktionsrückstände bis zu Rost und alten Beschichtungen. Mit dem Laser geschieht das berührungslos und ohne Strahlmittel oder Chemie; zurück bleiben keine Reinigungsmittelreste, die abgetragenen Partikel werden abgesaugt. Empfindliche Komponenten wie Dichtungen, Sensoren, Lager, Kabel und Elektronik werden vorher abgedeckt oder ausgespart; welche Flächen in Frage kommen, wird anhand von Fotos und einer Probefläche festgelegt.

    Maschinenreinigung mit Laser

  • Brand und Sanierung

    Maschinensanierung (Anlagensanierung)

    Maschinensanierung bezeichnet die Wiederherstellung von Maschinen und Anlagen nach Brand oder Wasserschaden: Reinigung und Dekontamination von Gehäusen, Führungen und Metallteilen, Trocknung und Prüfung der Elektrik, Konservierung und abschließender Funktionstest. Die Laserreinigung übernimmt darin die Beläge auf Metall, etwa Ruß und Rauchgaskondensat auf Gehäusen, Führungen oder Tischen, ohne Strahlmittel oder Wasser in die Maschine zu bringen. Ob sich die Sanierung gegenüber dem Ersatz lohnt, klärt die Prüfung der Reparaturwürdigkeit; ein früher Beginn begrenzt die Korrosion.

  • Vorbereitung und Ergebnis

    Materialverlust

    Was der Rost vom Stahl bereits in Rost verwandelt hat, ist verloren. Die Laserreinigung entfernt die Rostschicht, ersetzt aber kein Material; Vertiefungen und angegriffene Kanten werden danach sichtbar.

    Grenzen der Laserentrostung

  • Gebäude und Denkmal

    Mauerwerk (Sichtmauerwerk)

    Aus Steinen oder Ziegeln und Mörtel gefügte Wand; bleibt sie unverputzt, spricht man von Sichtmauerwerk aus Ziegel, Klinker oder Naturstein, bei dem die Oberfläche selbst die Fassade bildet. Für die Laserreinigung ist der Verbund entscheidend: Stein und Fuge reagieren verschieden auf die Strahlung, und eine Einstellung, die auf dem Klinker sauber arbeitet, kann den weicheren Fugenmörtel aufrauen. Gereinigt wird deshalb nach Probefläche über Stein und Fuge; offene Fugen gehören anschließend in die Hand des Maurer- oder Steinmetzbetriebs.

    Fassadenreinigung mit Laser

  • Werkstoffe

    Messing

    Messing ist eine Legierung aus Kupfer und Zink, die in Armaturen, Beschlägen, Instrumenten und Zierteilen verbaut ist und mit der Zeit dunkel anläuft. Anlaufschichten und Lacke lassen sich mit dem Laser abnehmen, doch Zink verdampft deutlich früher als Kupfer: Bei zu hoher Energie verarmt die Oberfläche an Zink und verfärbt sich rötlich oder fleckig. Die Reinigung läuft deshalb mit niedriger Energie und wird am Muster geprüft, bevor sichtbare Flächen bearbeitet werden.

  • Vorbereitung und Ergebnis

    Metallisch blanke Oberfläche (metallisch rein)

    Metallisch blank ist eine Fläche, auf der alle Beläge abgetragen sind und das Grundmetall gleichmäßig freiliegt. Bei der Laserreinigung von Stahl ist das häufig der angestrebte Zielzustand vor dem Schweißen, Kleben oder Beschichten. Zugleich ist es der empfindlichste Moment: Die ungeschützte Fläche reagiert mit Luftfeuchte und Sauerstoff und beginnt nachzuoxidieren; deshalb sollte der Folgeschritt oder eine Konservierung unmittelbar anschließen.

    Magazin: Rost entfernen vor dem Beschichten

  • Prüfen und Messen

    Mittenrauwert (Ra)

    Der Mittenrauwert Ra ist das arithmetische Mittel der Beträge aller Abweichungen des Rauheitsprofils von der Mittellinie innerhalb der Messstrecke, angegeben in Mikrometern nach DIN EN ISO 21920-2 (ersetzt ISO 4287). Nach einer Laserreinigung zeigt der Vergleich mit der Nullmessung, ob die Oberfläche aufgeraut oder geglättet wurde, etwa vor dem Beschichten oder Kleben. Da einzelne Riefen und Spitzen im Mittel untergehen, wird Ra oft zusammen mit Rz vorgegeben.

  • Laser und Gerätetechnik

    Mittlere Leistung (Durchschnittsleistung)

    Mit der mittleren Leistung wird die über die Zeit gemittelte Energieabgabe des Lasers beschrieben; sie ist die „Wattzahl“, mit der Reinigungslaser üblicherweise bezeichnet werden. Sie ergibt sich bei gepulsten Faserlasern aus Pulsenergie mal Pulsfrequenz und bestimmt vor allem, wie schnell sich eine Fläche bearbeiten lässt. Wie schonend der Abtrag für den Untergrund ausfällt, hängt dagegen vor allem von Pulsenergie, Spotgröße und Überlappung ab; eine höhere Wattzahl bedeutet daher in erster Linie mehr Tempo.

  • Ablauf und Angebot

    Mobiler Einsatz (Einsatz vor Ort)

    Beim mobilen Einsatz kommt das Laserreinigungsgerät zum Objekt, der Transport der Teile zu einer Werkstatt entfällt. Für fest eingebaute Maschinen, Fassaden oder Rolltreppen ist er die naheliegende Form, weil sich das Objekt nicht oder nur mit großem Aufwand bewegen lässt; PULSWERK arbeitet mobil mit gepulsten Faserlasern der Laserklasse 4 in Köln und Nordrhein-Westfalen. Vor Ort braucht es Strom, Platz für Gerät und Absaugung und einen abgegrenzten Laserbereich, der während der Arbeit nur mit Laserschutzbrille betreten werden darf.

    Mobile Laserreinigung in NRW

  • Ablauf und Angebot

    Musterteil

    Ein Teil aus Ihrer Produktion, an dem die Reinigung vor der Serie erprobt wird. Es sollte repräsentativ sein, nicht das am besten erhaltene Exemplar. Ihre Fertigung verarbeitet es weiter und gibt Rückmeldung.

  • Ablauf und Angebot

    Nacharbeit (Nachbesserung)

    Als Nacharbeit gilt die erneute Bearbeitung einzelner Stellen, die bei der Endabnahme hinter dem freigegebenen Muster zurückbleiben, etwa in Vertiefungen oder dort, wo der Strahl nur schräg auftrifft. In der Laserreinigung lassen sich solche Stellen gezielt nachfahren, ohne die bereits abgenommenen Flächen erneut zu bearbeiten; sinnvoll ist das im selben Einsatz, solange Gerät und Absaugung aufgebaut sind. Die Nacharbeit gleicht Abweichungen vom Muster aus, erreicht aber nicht mehr, als die Probefläche gezeigt hat, und wird im Abnahmeprotokoll vermerkt.

  • Vorbereitung und Ergebnis

    Nachbehandlung

    Alles, was nach der Reinigung mit der Fläche passiert, damit das Ergebnis erhalten bleibt: Beschichten, Konservieren, Lagern. Sie gehört in die Planung, bevor der Laser läuft.

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