Glossar
Fachbegriffe von Staubprüfung bis TPM
Seite 16 von 18 im Glossar der Laserreinigung: Hier stehen die Fachbegriffe von Staubprüfung bis TPM, kompakt erklärt und, wo es passt, mit der zugehörigen Leistung verknüpft. Über die Suche finden Sie jeden der 359 Begriffe.
359 Begriffe
Begriffe von Staubprüfung bis TPM
-
Prüfen und Messen
Staubprüfung (Klebebandtest)
Die Staubprüfung nach ISO 8502-3 bewertet, wie viel loser Staub nach der Oberflächenvorbereitung auf Stahl zurückbleibt. Ein Klebeband wird auf die Fläche gedrückt, abgezogen und auf einen kontrastierenden Untergrund geklebt; die anhaftenden Partikel werden nach Staubmenge in Stufen 1 bis 5 und nach Partikelgröße in Klassen 0 bis 5 eingeordnet. Nach einer Laserreinigung zeigt der Test, ob Abtragsreste vor dem Beschichten noch abgesaugt oder abgewischt werden müssen.
-
Maschinen und Instandhaltung
Stillsetzung
Stillsetzung bezeichnet das kontrollierte Außerbetriebnehmen einer Maschine, bevor an ihr gearbeitet wird: Antriebe werden abgeschaltet, die Energiezufuhr getrennt, gespeicherte Energien wie Druck oder Wärme abgebaut und die Anlage gegen Wiedereinschalten gesichert (Lockout-Tagout). Vor einer Laserreinigung in oder an der Maschine ist die Stillsetzung Voraussetzung, weil der Bediener mit dem Handlaser im Arbeitsraum steht. Sie liegt in der Verantwortung des Betreibers; die Freigabe wird vor Beginn der Arbeiten abgestimmt.
-
Maschinen und Instandhaltung
Stillstand (Stillstandszeit)
Als Stillstand gilt die Zeit, in der eine Maschine oder Anlage nicht produziert, sei es geplant für Wartung und Rüsten oder ungeplant durch eine Störung. Für die Laserreinigung ist der Stillstand das zentrale Planungsmaß, denn Stillsetzung, Absperrung des Laserbereichs, Reinigung und Freigabe zählen vollständig dazu. Bei mobiler Reinigung vor Ort entfallen Transport und Wartezeit in einer Werkstatt; wie lang der Stillstand im Einzelfall ausfällt, lässt sich erst nach Fotos und Probefläche abschätzen.
-
Andere Verfahren
Strahlen (Strahlverfahren)
Unter Strahlen fasst man die Verfahren zusammen, bei denen ein Strahlmittel mit Druckluft, Wasser oder einem Schleuderrad auf die Oberfläche beschleunigt wird und dort Rost, Zunder oder Beschichtungen mechanisch abträgt. Die Laserreinigung verfolgt ein ähnliches Ziel ohne Medium: Der Laserimpuls löst die Schicht, die Absaugung nimmt sie auf. Damit entfallen Beschaffung, Rückgewinnung und Entsorgung des Strahlmittels; wo gezielt eine raue Oberfläche erzeugt werden soll, ersetzt der Laser das Strahlen jedoch nicht.
-
Andere Verfahren
Strahlmittel (Abrasiv)
Als Strahlmittel bezeichnet man das Medium, das beim Strahlen auf die Oberfläche beschleunigt wird: Korund, Schmelzkammerschlacke, Stahlkies und Stahlschrot für kräftigen Abtrag, Glasperlen für matte Oberflächen, Nussschalen, Kunststoff oder Soda für empfindliche Untergründe. Härte, Kornform und Korngröße bestimmen die Abtragsleistung und die Rauheit, die ein Strahlmittel hinterlässt. Einkauf, Lagerung, Verbrauch, Rückgewinnung und Entsorgung bilden beim Strahlen einen eigenen Kosten- und Logistikblock, den die Laserreinigung nicht kennt, weil sie ohne Medium arbeitet.
-
Laser und Gerätetechnik
Strahlquelle (Laserquelle)
Die Strahlquelle ist das Modul im Gerätegehäuse, das den Laserstrahl erzeugt. Bei den mobilen Reinigungslasern, wie PULSWERK sie einsetzt, ist das ein gepulster Faserlaser, dessen Licht über das Lichtleitkabel zum Handstück geführt wird; Pulsdauer und erreichbare Pulsenergie sind durch die Strahlquelle festgelegt. Weil sie den größten Teil der Verlustwärme erzeugt, hängt an ihr auch die Kühlung, und ihre Leistungsklasse bestimmt wesentlich mit, wie groß und schwer das mobile Gerät ausfällt.
-
Andere Verfahren
Strahlschutt (gebrauchtes Strahlmittel)
Strahlschutt nennt man das Gemisch aus verbrauchtem Strahlmittel und abgetragener Schicht, das beim Strahlen zurückbleibt; seine Menge übersteigt die entfernte Schicht deutlich, weil das Strahlmittel selbst zu Abfall wird. Enthält die Altbeschichtung Blei, Chromate oder PAK, ist der gesamte Strahlschutt in der Regel als gefährlicher Abfall einzustufen, getrennt zu erfassen und mit Nachweis zu entsorgen. Bei der Laserreinigung fällt nur die abgetragene Schicht als Filterstaub in der Absaugung an; seine Einstufung richtet sich ebenfalls nach dem Inhalt der Altbeschichtung.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Streifenbildung (Bearbeitungsspur)
Streifenbildung bezeichnet sichtbare Linien oder Felder im Reinigungsbild, die entstehen, wenn benachbarte Bahnen des Laserstrahls ungleichmäßig überlappen oder die Führungsgeschwindigkeit schwankt. Beim Handlaser wird der Strahl als Linie über die Fläche geführt und Bahn an Bahn gesetzt; doppelt getroffene oder ausgelassene Stellen zeichnen sich im Ergebnis ab. Ausgelassene Stellen werden nachgearbeitet; ein ungleichmäßiges Bild auf vollständig gereinigten Funktionsflächen stört meist nicht, auf Sichtflächen werden Überlappung und Bahnführung an der Probefläche abgestimmt.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Strukturieren (Texturieren)
Strukturieren bezeichnet das Einbringen eines definierten Musters in eine Oberfläche, etwa feiner Linien, Raster oder Näpfchen, um Haftung, Reibung, Benetzung oder Optik gezielt zu beeinflussen. Anders als beim Aufrauen entsteht eine geplante, reproduzierbare Geometrie, die mit dem Laser programmiert abgefahren wird. Das ist ein eigener Bearbeitungsschritt mit eigenen Parametern und zählt nicht zur Reinigung; wer nach dem Reinigen eine Struktur braucht, plant sie gesondert und stimmt sie mit dem Folgeprozess ab.
-
Ablauf und Angebot
Stückzahl (Losgröße)
Die Stückzahl gibt an, wie viele gleichartige Teile in einem Auftrag zu reinigen sind. In der Laserreinigung wirkt sie doppelt auf das Angebot: Bei vielen gleichen Teilen verteilt sich die Rüstzeit auf mehr Stück, und ein am Musterteil festgelegter Parametersatz lässt sich bei gleichem Rückstand auf die ganze Serie anwenden. Bei Einzelteilen oder stark unterschiedlichen Teilen fällt dagegen der Anteil von Einrichtung und Teilehandling je Stück höher aus.
-
Sicherheit und Recht
Symbolbild
Ein Foto, das eine Situation zeigt, aber nicht aus einem eigenen Einsatz von PULSWERK stammt. Auf dieser Website sind alle Symbolbilder als solche gekennzeichnet und mit Quelle und Lizenz nachgewiesen.
-
Ablauf und Angebot
Taktzeit (Zeit je Teil)
Die Taktzeit gibt in der Serienbearbeitung an, in welchem zeitlichen Abstand ein fertiges Teil den Arbeitsplatz verlässt; sie setzt sich aus der reinen Bearbeitungszeit und dem Teilehandling zusammen. In der Laserreinigung ist sie die Kenngröße, nach der sich Durchsatz und Aufwand je Stück bemessen; ermittelt wird sie am Musterteil, da sie von Fläche, Rückstand und Geometrie des jeweiligen Teils abhängt. Allgemeine Werte lassen sich daraus nicht ableiten, jede Serie hat ihre eigene Taktzeit.
-
Andere Verfahren
Tauchentlackung (chemische Entlackung im Bad)
Bei der Tauchentlackung werden Teile in heißen Laugen- oder Lösemittelbädern eines Entlackungsbetriebs vollständig von Lack befreit, typisch für Lackierhaken, Gestelle, Felgen, Gitter und Serienteile. Die Teile müssen zum Betrieb transportiert und zurückgeholt werden, Hohlräume halten Lauge zurück, und empfindliche Legierungen oder verbaute Komponenten vertragen das Bad nicht. Die Laserreinigung entlackt vor Ort, auch partiell und an montierten Bauteilen; für große Stückzahlen kleiner Teile bleibt das Bad üblich, für Einzelteile, Anlagenteile und Teilflächen ist der Laser die Alternative.
-
Prüfen und Messen
Taupunkt (Taupunkttemperatur)
Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die in der Luft enthaltene Feuchte zu kondensieren beginnt; er ergibt sich aus Lufttemperatur und relativer Luftfeuchte und wird mit einem Taupunktmessgerät oder aus einer Tabelle bestimmt. Für die Laserreinigung ist er maßgeblich, weil ein frisch entrostetes oder blank gelegtes Stahlteil, dessen Oberfläche kälter als der Taupunkt ist, beschlagen und Flugrost ansetzen kann. Vor dem Reinigen und Beschichten gehört er deshalb zu den Klimawerten, die gemessen und protokolliert werden.
-
Prüfen und Messen
Taupunktabstand
Der Taupunktabstand ist die Differenz zwischen Oberflächentemperatur und Taupunkt. Die Messung der Klimawerte beschreibt ISO 8502-4; Beschichtungsvorschriften wie DIN EN ISO 12944-7 verlangen vor dem Beschichten in der Regel einen Abstand von mindestens 3 Kelvin, weil sich darunter Kondensat auf dem Untergrund bilden kann. Für die Laserreinigung heißt das: Wird Stahl blank gelegt, sollte der Abstand während der Arbeit und bis zur Beschichtung eingehalten werden, sonst kann sich Flugrost bilden. Der Wert wird zu Beginn und bei Wetterwechsel erneut geprüft.
-
Prüfen und Messen
Technische Sauberkeit (Restschmutzanalyse)
Technische Sauberkeit beschreibt, wie weit ein Bauteil frei von Partikeln ist, die seine Funktion stören könnten; geprüft wird nach VDA Band 19 beziehungsweise ISO 16232, indem die Partikel vom Bauteil abgespült, auf einem Filter gesammelt, gezählt und nach Größe klassifiziert werden. Für die Laserreinigung ist das der Maßstab, wenn Bauteile anschließend in Montage, Hydraulik oder Elektronik gehen und der Abtrag keine neuen Partikel hinterlassen darf; dann sind Absaugung während des Abtrags und meist eine Nachreinigung einzuplanen. Die Analyse selbst erfolgt im Labor.
-
Ablauf und Angebot
Teilehandling (Handling)
Das Teilehandling umfasst alle Arbeitsschritte rund um das Bauteil außer der Laserbearbeitung selbst: Auspacken, Einlegen in die Halterung, Wenden, Entnehmen und Verpacken. In der Laserreinigung bestimmt es bei kleinen Teilen einen wesentlichen Anteil der Taktzeit, weil jedes Teil von Hand positioniert, gewendet und entnommen wird. Eine passende Halterung oder Aufnahme, die mehrere Teile zugleich fasst, kann diesen Anteil bei Serien verkürzen.
-
Prüfen und Messen
Testtinte (Prüftinte)
Testtinten sind Flüssigkeiten mit definierter Oberflächenspannung, angegeben in Millinewton je Meter, die als Strich auf die Fläche aufgetragen werden. Bleibt der Strich für die vorgegebene Zeit geschlossen, erreicht die Oberfläche mindestens die entsprechende Oberflächenenergie; zieht er sich zu Tropfen zusammen, liegt sie darunter. Vor dem Kleben oder Lackieren lasergereinigter Teile dient die Prüfung als schneller Nachweis, dass Trennmittel- und Fettfilme entfernt sind; auf porösen oder stark rauen Flächen ist das Ergebnis schwer ablesbar.
-
Werkstoffe
Titan
Titan ist ein leichtes, sehr korrosionsbeständiges Metall, das vor allem in Luftfahrt, Medizintechnik und Chemieanlagen eingesetzt wird und bei Erwärmung mit Sauerstoff reagiert. Beim Laserreinigen geht es meist um Oxidschichten, Anlauffarben oder Verschmutzungen vor dem Schweißen oder Beschichten; zu viel Energie lässt die Oberfläche selbst farbig anlaufen, was vor dem Schweißen als Verunreinigung gilt und an Sichtteilen stört. Die Arbeit beginnt deshalb mit niedriger Energie auf einer Probefläche, die zeigt, ob die Oberfläche nach dem Reinigen unverändert bleibt.
-
Maschinen und Instandhaltung
TPM (Total Productive Maintenance)
Total Productive Maintenance (TPM) bezeichnet ein Instandhaltungskonzept, das Produktion und Instandhaltung zusammenführt; ein Kernelement ist die autonome Instandhaltung, bei der die Bediener Grundpflege, Sichtkontrolle und kleine Wartungsarbeiten an ihren Maschinen selbst übernehmen. Eine Laserreinigung ergänzt solche Routinen als geplante Maßnahme für Beläge, die sich mit Bordmitteln nicht mehr entfernen lassen. Damit sie in den Takt passt, wird sie wie eine Wartung terminiert und mit Fotos sowie einer Probefläche vorbereitet.
Kein Begriff passt zu dieser Auswahl. Setzen Sie die Filter zurück oder suchen Sie anders.