Glossar
Fachbegriffe von Anschmelzung bis Beschichtungsvorbereitung
Seite 2 von 18 im Glossar der Laserreinigung: Hier stehen die Fachbegriffe von Anschmelzung bis Beschichtungsvorbereitung, kompakt erklärt und, wo es passt, mit der zugehörigen Leistung verknüpft. Über die Suche finden Sie jeden der 359 Begriffe.
359 Begriffe
Begriffe von Anschmelzung bis Beschichtungsvorbereitung
-
Vorbereitung und Ergebnis
Anschmelzung (Aufschmelzung)
Eine Anschmelzung entsteht, wenn die Energiedichte zu hoch ist oder der Strahl zu lange an einer Stelle verweilt und die Oberfläche dadurch örtlich schmilzt. Sie hinterlässt glänzende, aufgeworfene oder verfärbte Stellen und kann Rauheit, Maßhaltigkeit und Gefüge der obersten Schicht verändern. Bei der Laserreinigung lässt sie sich durch passende Parameter und gleichmäßige Führung vermeiden, was die Probefläche vorab zeigt; an Kanten, dünnen Querschnitten und niedrig schmelzenden Werkstoffen ist besondere Sorgfalt nötig.
-
Gebäude und Denkmal
Anti-Graffiti-Beschichtung (Graffitischutz)
Schutzschicht auf Fassaden, die das Eindringen von Sprühfarbe in den Untergrund erschwert. Permanente Systeme bleiben nach dem Abnehmen des Graffiti erhalten; Opfersysteme, meist auf Wachsbasis, werden mit dem Graffiti abgenommen und danach neu aufgetragen. Vor einer Laserreinigung ist zu klären, ob und welcher Schutz vorhanden ist, weil der Laser eine Opferschicht mit der Farbe abträgt und ein permanentes System beschädigen kann; am Denkmal kommen meist nur diffusionsoffene Systeme in Frage, und der Auftrag braucht die Erlaubnis der Denkmalbehörde.
-
Laser und Gerätetechnik
Arbeitsabstand
Der Arbeitsabstand ist die Entfernung zwischen Handstück und Oberfläche, bei der der Strahl richtig fokussiert ist. Für die Laserreinigung ist er entscheidend, weil Spotgröße und Energiedichte unmittelbar von ihm abhängen: Weicht der Bediener vom vorgesehenen Abstand ab, wird der Spot größer und der Abtrag schwächer oder ungleichmäßiger. Gehalten wird der Abstand mit einem Abstandshalter am Handstück oder nach Augenmaß; an gewölbten Teilen und in Ecken verlangt das Übung.
-
Ablauf und Angebot
Aufmaß (Flächenaufmaß)
Das Aufmaß erfasst Länge, Breite und Anzahl der zu bearbeitenden Flächen und ergibt die Quadratmeter oder laufenden Meter, auf die sich ein Angebot bezieht. In der Laserreinigung ist die Fläche einer der Angebotsfaktoren neben Rückstand, Geometrie, Zugang und Stückzahl. Bei Bauteilen tritt an die Stelle des Flächenaufmaßes meist die Stückzahl mit der je Teil zu reinigenden Fläche.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Aufrauen (Aufrauung)
Aufrauen bedeutet, die Rauheit einer Oberfläche gezielt zu erhöhen, damit Klebstoff, Lack oder eine Spritzschicht besser haften. Die Laserreinigung lässt die Fläche je nach Parametern und Werkstoff weitgehend unverändert oder hinterlässt eine feine Mikrorauheit; ein definiertes Aufrauen ist ein eigener Bearbeitungsschritt mit eigenen Parametern. Welche Variante gewünscht ist, gehört in den Auftrag, denn eine Sichtfläche verlangt das Gegenteil einer Klebefläche; die Wirkung wird an der Probefläche gezeigt und bei Bedarf gemessen.
-
Vorbereitung und Ergebnis
Ausgangszustand (Istzustand)
Der Ausgangszustand beschreibt die Fläche, wie sie vor der Reinigung vorliegt: Art und Dicke der Beläge, Rostgrad, Fett, Feuchte, Schäden am Untergrund. Für die Laserreinigung ist er der Bezugspunkt für Angebot, Parameterwahl und spätere Abnahme, weshalb PULSWERK jede Anfrage mit Fotos und einer Probefläche beginnt. Je genauer der Ausgangszustand festgehalten ist, desto klarer lässt sich das Ergebnis später daran messen.
-
Maschinen und Instandhaltung
Ausgasung
Ausgasung bezeichnet das Austreten flüchtiger Bestandteile aus Kunststoff oder Kautschuk bei Verarbeitungstemperatur, etwa Weichmacher, Additive, Monomerreste oder Vernetzungsprodukte. In der Form kondensieren sie an kühleren Stellen und bauen mit der Zeit einen harten, oft bräunlichen Belag in Entlüftungen, an der Trennebene und in der Kavität auf. Für die Laserreinigung ist dieser Belag der typische Fall der Formenreinigung; dabei entstehen Rauch und Partikel, die abgesaugt werden müssen.
-
Gebäude und Denkmal
Baudenkmal (eingetragenes Denkmal)
Gebäude, Bauteil oder Anlage, an deren Erhaltung aus geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen oder städtebaulichen Gründen ein öffentliches Interesse besteht und die deshalb in die Denkmalliste der Gemeinde eingetragen ist. Für die Laserreinigung heißt das: Ein Eingriff in die Oberfläche, auch das Abnehmen von Schmutz oder Graffiti, ist in der Regel erlaubnispflichtig und vorab mit der Unteren Denkmalbehörde zu klären. Welche Teile geschützt sind, steht im Eintrag; im Zweifel gibt die Behörde Auskunft.
-
Werkstoffe
Baustahl (unlegierter Stahl, Schwarzstahl)
Baustahl bezeichnet den unlegierten Stahl für Träger, Profile, Bleche und Rahmen im Stahl- und Maschinenbau, der ohne Schutzschicht an Luft rostet. Er kommt meist mit Walzhaut, Zunder, Rost oder einer Altbeschichtung zur Laserreinigung, und diese dunklen Beläge nehmen das Laserlicht stärker auf als der blanke Stahl darunter, sodass der Abtrag am freigelegten Metall deutlich nachlässt. Ob die gereinigte Fläche den Zustand für eine neue Beschichtung erreicht, zeigt die Probefläche.
-
Ablauf und Angebot
Baustelleneinrichtung (Einrichtung vor Ort)
Die Baustelleneinrichtung umfasst alle Vorbereitungen, die ein mobiler Einsatz am Objekt braucht: Stellplatz für das Fahrzeug, Stromversorgung, Absaugung, Abgrenzung des Laserbereichs, Abdeckung der Umgebung und gegebenenfalls Zugangstechnik. In der Laserreinigung ist sie Teil der Rüstzeit und sollte vor dem Einsatz mit dem Betrieb abgestimmt werden, damit Anschlüsse, Zufahrt und Sperrung des Arbeitsbereichs am Einsatztag geklärt sind. Fehlende Vorbereitung vor Ort verlängert die Einrichtung und damit den Einsatz.
-
Ablauf und Angebot
Bauteilgeometrie (Geometrie)
Die Bauteilgeometrie beschreibt die Form eines Werkstücks: ebene Flächen, Kanten, Radien, Bohrungen, Hinterschnitte und Rippen. Für die Laserreinigung entscheidet sie über die Strahlführung, denn der Laser wirkt nur auf Flächen, die er in Sichtlinie erreicht; verwinkelte Bereiche verlangen zusätzliche Überfahrten aus anderen Winkeln oder bleiben unerreichbar. Deshalb zählt die Geometrie zu den Angebotsfaktoren und wird an der Probefläche oder am Musterteil mitgeprüft.
-
Brand und Sanierung
Bautrocknung (technische Trocknung)
Bautrocknung entzieht durchfeuchteten Bauteilen mit Kondensations- oder Adsorptionstrocknern die Feuchte, bei nassen Estrichen auch mit Dämmschichttrocknung, bis die Ausgleichsfeuchte erreicht ist. Für die Laserreinigung läuft sie davor oder parallel, weil der Laser in der Regel trockene Oberflächen braucht, feuchte Flächen nicht beschichtet werden sollen und auf nassem Untergrund Rost und Schimmel wiederkommen. Den Trocknungserfolg belegt eine Feuchtemessung, bevor Reinigung und Neubeschichtung beginnen.
-
Gebäude und Denkmal
Bauzier (Ornament, Bauplastik)
Schmuckformen an Fassaden wie Gesimse, Kapitelle, Reliefs, Figuren, Maßwerk und Profile aus Naturstein, Stuck, Terrakotta oder Putz. Für die Laserreinigung ist das ein typisches Einsatzfeld: Der Strahl arbeitet ohne Druck und ohne Abrieb und schont Kanten, die bei Strahlverfahren verrunden; Hinterschneidungen, die der Strahl nicht trifft, bleiben der Handarbeit vorbehalten. Weil Schmutz in Vertiefungen dicker liegt als auf Graten, wird die Einstellung stellenweise angepasst; an weichem Stuck oder glasierter Terrakotta zeigt die Probefläche, wie weit die Reinigung gehen darf.
-
Ablauf und Angebot
Bearbeitungsplan
Vor dem Einsatz wird festgelegt, welche Flächen bearbeitet werden und welche nicht: erhaltene Beschichtungen, Dichtflächen, Kennzeichnungen und Bereiche außerhalb des Auftrags werden markiert, am besten auf Zeichnungen oder Fotos.
-
Ablauf und Angebot
Bearbeitungszone
Der abgegrenzte Bereich einer Fläche, der tatsächlich gereinigt wird. Eine klar begrenzte Zone ist ein typischer Anwendungsfall des Lasers, zum Beispiel eine Reparaturstelle oder eine Fügezone.
-
Andere Verfahren
Beizen
Beizen entfernt Zunder, Anlauffarben und Rost chemisch mit Säuren, im Tauchbad, als Sprühbeize oder Paste; bei Edelstahl sind Gemische aus Fluss- und Salpetersäure üblich, bei unlegiertem Stahl Salz- oder Schwefelsäure, jeweils gefolgt von Spülen und Neutralisieren. Das Verfahren wirkt gleichmäßig auch in Hohlräumen und an Innenflächen, bringt aber Gefahrstoffe, Einwirkzeit und belastetes Spülwasser mit sich. Die Laserreinigung arbeitet trocken und lokal auf der zugänglichen Fläche, etwa an Nähten, Teilflächen und Bauteilen, die nicht ins Bad können.
-
Andere Verfahren
Beizpaste
Beizpaste bezeichnet eine standfeste, pastöse Beize auf Säurebasis, die auf Schweißnähte an Edelstahl aufgetragen wird, um Anlauffarben und Zunder zu entfernen; nach der Einwirkzeit wird sie abgespült und das Spülwasser als Gefahrstoff aufgefangen. Zu lange Einwirkung, Wärme oder ungleichmäßiger Auftrag greifen die Oberfläche an, und flusssäurehaltige Pasten verlangen strenge Schutzmaßnahmen. Die Laserreinigung entfernt Anlauffarben an der Naht ohne Säure und Spülwasser; ob anschließend eine Passivierung nötig ist, hängt von der Anforderung an die Naht ab.
-
Fügen und Beschichten
Benetzung (Benetzbarkeit)
Benetzung beschreibt, wie weit sich ein flüssiger Klebstoff, Lack oder Lot auf einer festen Oberfläche ausbreitet, statt Tropfen zu bilden; gemessen wird sie über den Kontaktwinkel, kleine Winkel bedeuten gute Benetzung. Fett, Trennmittel, Silikon oder Oxidschichten verschlechtern sie, eine frisch gereinigte Metallfläche stellt sie wieder her; ohne Benetzung kommt keine Haftung zustande. Nach der Laserreinigung lässt sich die Benetzbarkeit mit Testtinten oder einem Wassertest prüfen; sie nimmt mit der Zeit wieder ab, weshalb Kleben oder Beschichten zeitnah folgen sollte.
-
Prüfen und Messen
Benetzungstest (Benetzungsprüfung)
Ein Benetzungstest prüft, wie gleichmäßig Wasser oder eine Testflüssigkeit auf einer Oberfläche verläuft, und gibt damit Aufschluss über deren Oberflächenenergie. Öl, Fett oder Trennmittelreste lassen die Flüssigkeit abperlen; eine saubere Metallfläche wird gleichmäßig benetzt, bei Kunststoffen hängt das Verhalten zusätzlich vom Werkstoff ab. Nach der Laserreinigung einer Klebe- oder Lackierfläche zeigt der Test, ob noch filmbildende Rückstände vorhanden sind; Rauheit oder Staub erfasst er nicht. Üblich sind der Wasserbruchtest und Testtinten mit definierter Oberflächenspannung.
-
Fügen und Beschichten
Beschichtungsvorbereitung
Reinigung einer Fläche, bevor sie lackiert oder beschichtet wird. Altbeschichtung, Rost und Rückstände kommen herunter; Nachbehandlung und Lagerung bis zum Beschichten gehören von Anfang an in die Planung.
Kein Begriff passt zu dieser Auswahl. Setzen Sie die Filter zurück oder suchen Sie anders.