Glossar
Fachbegriffe von Pulverbeschichtung bis Rost
Seite 13 von 18 im Glossar der Laserreinigung: Hier stehen die Fachbegriffe von Pulverbeschichtung bis Rost, kompakt erklärt und, wo es passt, mit der zugehörigen Leistung verknüpft. Über die Suche finden Sie jeden der 359 Begriffe.
359 Begriffe
Begriffe von Pulverbeschichtung bis Rost
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Fügen und Beschichten
Pulverbeschichtung (Pulverlackierung)
Bei der Pulverbeschichtung wird trockener Pulverlack elektrostatisch aufgeladen, auf das geerdete Werkstück gesprüht und im Ofen eingebrannt, wo er verläuft und aushärtet. Das Verfahren liefert dicke, harte Schichten, verzeiht aber keine Fett-, Silikon- oder Oxidreste: Sie zeigen sich erst nach dem Einbrennen als Krater, Blasen, Nadelstiche oder Abplatzungen. Vor dem Pulvern wird deshalb entfettet und chemisch vorbehandelt oder gestrahlt; die Laserreinigung kommt ins Spiel, wenn Altbeschichtung, Rost oder Anlauffarben von Teilen zu entfernen sind, bevor sie in die Pulverlinie gehen.
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Werkstoffe
Putz
Putz ist der mineralisch oder kunstharzgebundene Belag auf Wänden und Decken innen wie außen. Ruß, Farbe und Verschmutzung lassen sich vom Putz abtragen, doch der Untergrund ist weich und bei älteren Flächen nicht selten hohlliegend oder rissig, sodass mit Abplatzungen und ungleichmäßigem Abtrag zu rechnen ist; Kunstharzputze reagieren zudem anders auf die Wärme als mineralische. Die Energie bleibt deshalb niedrig, und die Probefläche zeigt, ob der Putz die Reinigung ohne Schaden übersteht.
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Andere Verfahren
Pyrolytische Entlackung (thermische Entlackung, Ausbrennen)
Bei der pyrolytischen Entlackung wird Lack im Ofen bei hoher Temperatur unter Sauerstoffmangel verschwelt und der Ascherest anschließend abgestrahlt oder abgewaschen; das Verfahren kommt nur für hitzeverträgliche Stahlteile wie Gestelle, Haken, Gitter und Motorenteile in Frage. Verzug, Gefügeveränderung und Anlassfarben sind das Risiko, zudem braucht die Anlage eine Abgasnachverbrennung, und die Teile müssen angeliefert werden. Die Laserreinigung erwärmt nur die Schicht örtlich und kurz, das Bauteil wird nicht durchgehend erhitzt, und die Bearbeitung findet vor Ort statt.
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Brand und Sanierung
Rauchgaskondensat (Brandkondensat)
Rauchgaskondensat entsteht, wenn heiße Rauchgase an kühlen Flächen wie Metall, Glas oder Stein abkühlen und einen klebrigen, meist sauren Film hinterlassen, der Ruß bindet und Chloride mit sich führt. Für die Laserreinigung ist dieser Film die typische Schicht auf Metall nach einem Brand; ob er sich von einer bestimmten Oberfläche lösen lässt, klärt die Probefläche. Bleibt das Kondensat liegen, greift es Metall an und zieht in poröse Werkstoffe ein, weshalb seine Entfernung in der Regel zu den Sofortmaßnahmen zählt.
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Vorbereitung und Ergebnis
Rauheit (Rauigkeit)
Rauheit beschreibt die Feinstruktur einer Oberfläche, also die kleinen Erhebungen und Täler, die sich mit Kennwerten wie dem Mittenrauwert Ra oder der gemittelten Rautiefe Rz messen lassen. Sie beeinflusst, wie gut Lacke, Klebstoffe oder Spritzschichten haften, wie die Fläche benetzt wird und wie sie aussieht. Die Laserreinigung kann die Rauheit je nach Parametern und Werkstoff weitgehend erhalten oder verändern; welche Rauheit der Folgeprozess braucht, gehört deshalb in die Abstimmung vor der Probefläche.
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Laser und Gerätetechnik
Reflexion (Reflexionsgrad)
Die Reflexion gibt an, welchen Anteil des Laserlichts eine Oberfläche zurückwirft, statt ihn aufzunehmen. Blanke Metalle wie Aluminium oder Kupfer reflektieren das Infrarotlicht des Faserlasers stark; das bremst die Wirkung auf dem Grundwerkstoff und ist ein Grund, warum eine freigelegte Metallfläche deutlich weniger Energie aufnimmt als die Schicht darüber. Reflektierte Strahlung kann ebenso gefährlich sein wie der direkte Strahl, weshalb spiegelnde Flächen bei der Laserreinigung in die Schutzmaßnahmen einbezogen werden und der Bereich entsprechend abgesichert wird.
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Sicherheit und Recht
Reflexionsgefährdung (Streureflexion)
Die Reflexionsgefährdung beschreibt die Gefahr durch Laserstrahlung, die von Oberflächen zurückgeworfen wird; blanke Metalle spiegeln den Strahl gerichtet, matte oder raue Flächen streuen ihn diffus in den Raum. Bei Lasern der Klasse 4, wie sie in der Laserreinigung eingesetzt werden, kann nach EN 60825-1 bereits die diffuse Streureflexion Augen und Haut schädigen; deshalb müssen alle Personen im Laserbereich geschützt sein, auch wer zuschaut oder vorbeigeht. Polierte Werkstücke, Fenster und glänzende Maschinenteile sind bei der Planung des Laserbereichs zu berücksichtigen.
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Maschinen und Instandhaltung
Reifenform (Segmentform)
Eine Reifenform ist eine Vulkanisationsform für Fahrzeugreifen, bei Segmentformen aufgebaut aus Profilsegmenten und Seitenwandplatten mit feinen Lamellen und Entlüftungsbohrungen, die Profil und Beschriftung des Reifens abbilden. Gerade in Lamellen und Entlüftungen setzen sich Trennmittel und Vulkanisationsrückstände hartnäckig fest, weshalb die Reinigung dieser feinen Strukturen die eigentliche Aufgabe bei Reifenformen ist. Der Laser muss die Stahl- oder Aluminiumstrukturen dabei erhalten; die Parameter werden deshalb an einer Probefläche festgelegt.
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Vorbereitung und Ergebnis
Reinheitsgrad (Vorbereitungsgrad, Entrostungsgrad)
Der Reinheitsgrad gibt an, wie vollständig Rost, Zunder und alte Schichten von einer Stahloberfläche entfernt sind. DIN EN ISO 8501-1 legt dafür Oberflächenvorbereitungsgrade fest, die visuell mit Vergleichsbildern beurteilt werden: Sa-Grade für gestrahlte, St-Grade für von Hand oder maschinell entrostete Flächen. Leistungsverzeichnisse nennen meist einen solchen Sollzustand; für den Laser sieht die Norm keine eigene Stufe vor, bewertet wird nach denselben Vergleichsbildern. Der ältere Begriff Entrostungsgrad aus der zurückgezogenen DIN 55928 meint dasselbe.
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Ablauf und Angebot
Reinigung im eingebauten Zustand (In-situ-Reinigung)
Bei der Reinigung im eingebauten Zustand bleibt das Bauteil in der Maschine oder Anlage und wird an Ort und Stelle bearbeitet. Für die Laserreinigung setzt das voraus, dass die Fläche mit dem Handlaser in Sichtlinie erreichbar ist und die Umgebung gegen Strahl und Partikel abgedeckt werden kann; Ausbau und Wiedermontage entfallen dann. Ob das bei Walzen, Formhälften oder Maschinenbetten gelingt, zeigt die Probefläche; wo der Zugang nicht ausreicht, bleibt die Demontage.
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Maschinen und Instandhaltung
Reinigungsintervall
Das Reinigungsintervall beschreibt den Abstand zwischen zwei Reinigungen eines Werkzeugs, einer Form oder einer Maschine, bei Formen meist in Schüssen oder Zyklen angegeben. Es wird so gewählt, dass Beläge entfernt werden, bevor sie Entformung, Oberfläche oder Maßhaltigkeit beeinträchtigen. Eine Laserreinigung lässt sich als fester Bestandteil dieses Intervalls einplanen; wie lang der Abstand sein kann, ergibt sich aus Material, Prozess und den Erfahrungen des Betriebs.
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Brand und Sanierung
Reparaturwürdigkeit
Reparaturwürdig ist ein Bauteil oder eine Maschine, wenn Reinigung und Instandsetzung wirtschaftlich sinnvoll sind; übersteigen die Kosten den Wert oder den Ersatz, spricht man vom wirtschaftlichen Totalschaden. Für die Laserreinigung liefert die Probefläche den Befund: Sie zeigt, ob der Belag abgeht und was darunter zum Vorschein kommt, und lässt den Aufwand für die Gesamtfläche abschätzen. Der Vergleich mit Neubeschaffung samt Lieferzeit und Stillstand entscheidet, meist gemeinsam mit dem Sachverständigen.
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Gebäude und Denkmal
Restaurator (Restauratorin)
Fachperson für die Erhaltung und Wiederherstellung von Kunst- und Kulturgut, oft spezialisiert auf eine Fachrichtung wie Stein, Wandmalerei, Holz oder Metall. Bei einer Laserreinigung am Denkmal übernimmt der Restaurator meist die Voruntersuchung, schreibt das Reinigungskonzept, legt mit dem Laserbetrieb die Probefläche an und beurteilt das Ergebnis, bevor die Fläche freigegeben wird. Die Denkmalbehörde macht diese Begleitung häufig zur Auflage; für den Laserbetrieb ist der Restaurator dann der fachliche Ansprechpartner vor Ort.
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Gebäude und Denkmal
Restauratorische Voruntersuchung (Befunduntersuchung)
Prüfung von Material, Schichtenaufbau und Schadensbild eines Objekts, bevor Arbeiten beginnen, oft ergänzt um eine Kartierung der Schäden und Fremdschichten. Sie klärt, was Schmutz, was Patina und was historische Fassung ist, und liefert damit die Grundlage für Reinigungsziel, Laserparameter und die Lage der Probeflächen. Am Denkmal gehört sie häufig zu den behördlichen Auflagen und wird vom Restaurator durchgeführt; ohne sie lässt sich eine Laserreinigung an historischer Substanz kaum verantwortbar planen.
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Gebäude und Denkmal
Restaurierung
Maßnahme, die ein geschädigtes Objekt oder Bauteil wieder in einen gesicherten, lesbaren Zustand bringt, im Unterschied zur Konservierung, die den vorhandenen Zustand sichert. Die Reinigung ist darin meist der erste Schritt, auf den Festigung und Ergänzung folgen; die Laserreinigung kann für diesen Schritt in Frage kommen, weil sie ohne Wasser und Chemie arbeitet und Schichten nacheinander abnimmt. Umfang und Grenzen legt das restauratorische Konzept fest, am Denkmal zusammen mit der Behörde.
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Vorbereitung und Ergebnis
Restrost
Als Restrost gilt Rost, der nach der Reinigung in Poren, Narben, Spalten oder abgeschatteten Bereichen zurückbleibt, oft nur als leichter Schatten oder rötliche Verfärbung erkennbar. Bei der Laserreinigung tritt er vor allem dort auf, wo der Strahl den Grund einer Vertiefung nicht erreicht. Ob Restrost zulässig ist, hängt vom vereinbarten Reinheitsgrad ab; für hohe Anforderungen lässt sich mit weiteren Durchgängen oder geänderter Strahlführung nacharbeiten, was sich an der Probefläche vorab zeigt.
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Prüfen und Messen
Restsalzgehalt (Salzbelastung)
Der Restsalzgehalt bezeichnet die Menge wasserlöslicher Salze, vor allem Chloride, die nach der Reinigung auf einer Metalloberfläche verbleiben, angegeben in Milligramm je Quadratmeter. Für die Laserreinigung ist er bedeutsam, weil der Abtrag von Rost und Beschichtung nicht zugleich heißt, dass auch Salze aus Poren und Rostnarben entfernt sind; unter einer neuen Beschichtung können sie Blasenbildung und Unterrostung auslösen. Den zulässigen Grenzwert legt der Beschichtungshersteller oder die Spezifikation des Auftraggebers fest.
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Maschinen und Instandhaltung
Revisionsstillstand (Revision)
Ein Revisionsstillstand ist ein geplanter, längerer Anlagenstillstand, in dem Prüfungen, Wartungen, Umbauten und Reinigungen gebündelt werden, um Produktionsausfälle auf ein Zeitfenster zu begrenzen. Laserreinigungen an Maschinen, Walzen oder Anlagenteilen werden gern in dieses Fenster gelegt, weil Stillsetzung und Zugänglichkeit dann ohnehin organisiert sind. Wer mehrere Gewerke parallel plant, stimmt den abgesperrten Laserbereich früh ab, damit sich die Arbeiten nicht gegenseitig behindern.
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Ablauf und Angebot
Richtwert
Eine unverbindliche Spanne für die Bearbeitungszeit, berechnet aus Fläche und der Flächenleistung des Geräts laut Herstellertabelle. Der Anfrage-Assistent zeigt sie; der Preis steht erst im Angebot.
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Rückstände
Rost
Korrosion von Eisen und Stahl: Das Metall reagiert mit Sauerstoff und Feuchtigkeit zu einer porösen, unebenen Schicht, die in das Material greift. Der Laser trägt die Schicht ab, verlorenes Material bleibt verloren.
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